Der Begriff “Plastikbomber” macht die Runde, seit wir das Samsung Galaxy S3 erstmals gesehen haben und auch mit dem Galaxy S4 wird Samsung diesen Namen nicht los – fälschlicherweise.

Samsung antwortet: “Wieso wieder ein Plastikbomber?”

Wir haben gestern eine Menge Fragen gesammelt und auch der liebe Kollege Michael von Vodafone hat über Twitter aufgerufen, Fragen an den Samsung-Produktmanager Lars Rabach zu formulieren. Wenigstens jede dritte Frage ging in die gleiche Richtung: Wieso wieder ein Plastikbomber, wieso wieder Kunststoff, wieso nicht ein “wertigeres” Gehäuse?

Deswegen haben wir uns in dem eh schon knapp bemessenem Zeitraum, der uns zur Verfügung stand, logischerweise auch eine Weile damit auseinander gesetzt. Wieso hat sich Samsung so entschieden? Und wieso ist die Wahrnehmung unter den Smartphone-Fans so, wie ich sie oben geschildert habe? Lars Rabach erklärt erst mal den Ansatz Samsungs:

“Wir haben das Design deswegen so gewählt, weil wir einmal mit einer schönen Größe, dem Display und dem Fußabdruck des S3 weiter arbeiten wollten. Es liegt fantastisch in der Hand und lässt sich klasse bedienen. Zum anderen haben wir aus allen Regionen das Feedback der Kunden aufgenommen.”

Das klingt teilweise sehr nach Marketing-Sprech, trifft aber wirklich das, was ich mir gedacht habe, als ich es erstmals in der Hand hielt. Ich mag mein Galaxy S3 wirklich, habe aber auch heute im Gespräch erzählt, dass ich TROTZ des Materials das Gerät gekauft habe, weil mich die anderen Punkte einfach überzeugt haben. Das Design selbst hat man nun also nur marginal verändert bzw die Designsprache beibehalten. Durch den Metallrahmen gibt man der ganzen Geschichte aber einen deutlich wertigeren Anstrich und es fasst sich auch entschieden besser an als sein Vorgänger.

Ich bin auch nach wie vor erstaunt, dass man ein so leichtes und dünnes Device entwerfen konnte, wenn man es mit dem S3 vergleicht – immerhin haben wir hier ein deutlich größeres Display. Was also die Wertigkeit angeht, muss ich Samsung in seinem Tun bestätigen: Sinnvoll nachgebessert, ohne zu sehr am Design zu schrauben.

Als Blogger, oder auch ihr als Technik-begeisterte Leser, hat man vielleicht auch einen etwas anderen Blick auf die Dinge. Wir befassen uns tagtäglich mit vielen Devices und haben vielleicht daher andere Ansprüche, andere Ansichten und andere Vorlieben. Aber das Galaxy S3 hat sich verkauft wie geschnitten Brot und allein schon aus dem Grund wäre es fatal gewesen, hätte man das Design komplett auf links gekrempelt. Der Massenmarkt hat das Gerät nun mal exakt mit diesem “Plastik”-Kleid so positiv aufgenommen und vermutlich wäre Samsung in Erklärungsnot geraten, wenn man ein komplett anderes Design gewählt hätte und freiwillig aus der Erfolgsspur ausgebrochen wäre. Auch bei einem iPhone fragen die wenigsten, wieso das Design wieder exakt dasselbe ist wie beim Vorgänger.

Ein weiterer Punkt der für das Verwenden von Polycarbonat spricht: Man wollte ein sehr leichtes Gerät bauen, welches man problemlos länger in der Jackentasche mit sich spazieren tragen kann. Das und die gleichzeitige Robustheit des Smartphones waren  Überlegungen, die Samsung veranlasst haben, hier eben wieder auf Kunststoff zu setzen. Lars Rabach gab dazu auch einen interessanten Denkanstoß, was die ganze Plastik-Debatte angeht:

Unter Plastik wird viel sowas verstanden wie der Joghurt-Becher, der im Regal steht und wirklich aus billigem Plastik besteht. Im Automobilbereich oder im Weltraumbereich fällt dieser Begriff ‘Plastik’ dann plötzlich weg.

Tatsächlich werden in so zahlreichen Bereichen – auch im Flugzeugbau – hochwertigste Kunststoffe verbaut, aber dennoch steigen wir in das Auto und in den Flieger, ohne uns Gedanken darüber zu machen, dass das hier “nur Plastik” ist. Auch meiner Meinung nach musste sich Samsung zu Recht vorwerfen lassen, dass das beim S3 trotz hochwertiger Materialien zumindest billig wirkte. Beim Galaxy S4 haben wir nun das gleiche hochwertige Material, aber es sieht besser aus und auch die Haptik ist eine bessere.

Übrigens merkte Lars Rabach an, dass man dasselbe Qualitäts-Denken auch an den Tag legen würde, wenn man doch auf andere Materialien setzen würde. So dass auch bei der Wahl von Glas oder Metall ein Gerät entstehen würde, welches sowohl haptisch ansprechend als auch robust wäre.

Allen wird man es eh nie Recht machen können und so wird es auch immer Menschen geben, die sich an Design und/oder Material stoßen. Samsung jedenfalls orientiert sich bewusst am Vorgänger und nimmt punktuelle Verbesserungen vor. So kann man diejenigen mitnehmen, denen bereits das S3 zusagte, dürfte mit dem wertigeren Design mit Metallrahmen aber auch die ansprechen können, die vorher noch unsicher waren.

Ich hoffe, wir konnten damit einigermaßen klar machen, wieso das Design so ist, wie es nun mal ist – aus Samsung-Sicht finde ich hier alle Schritte nachvollziehbar. Wenn ihr das anders seht, könnt ihr uns das in den Comments natürlich ebenso sagen, als wenn ihr der Argumentation Samsungs folgt.

Kleine Info noch zum Schluss: Wir haben ja weit mehr Fragen gesammelt als nur über das Design oder den Prozessor. Ein paar Fragen haben wir in der Zeit nicht mehr unterbringen können und ich habe das Versprechen von Lars, dass er mir die schnellstmöglich per Mail beantwortet. Sobald diese Antworten vorliegen, erhaltet ihr sie auch hier in einem gesonderten Artikel aufbereitet!

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  • disqus_PeWn2DNfrb

    Immer weiter so mit dem Marketinggedöns: Plastik bleibt Plastik. Und Polycarbonat ist ein Kunststoff, allgemein Plastik genannt. Punkt.

    • Psykhe

      Und Metall bleibt Metall. Daher gibt es zwischen einem Goldring und einem Blechring keinen Unterschied. Punkt.

      Davon mal abgesehen – was genau ist an Plastik eigentlich schlechter? “Wertiger” ist kein Synonym für “besser”.

      • Ruben Schmitt-Fels

        Sag eisenring den es kann ja auch goldblech sein ;) Auch wenn sie kein “Plastik” genommen hätten mir gefällt die form nicht und die Anpassungen durch Samsung sind mir auch zu viel.

        • Psykhe

          Ich bin auch kein Fan vom Samsungs Design und den Anpassungen. Ich habe mir noch keines der Galaxies gekauft, dieses wird da keine Ausnahme sein.

          Aber ich habe mir auch das Nexus 4 und das Xperia Z ganz konkret wegen ihrer Glasrückseite nicht gekauft. Ich liebäugle ein wenig mit dem Xperia ZL mit seine griffigen (nicht glatten!) Plastikrückseite, welche von einem praktischen und haptischen Gesichtspunkt meiner Meinung nach das beste Material für die Rückseite eines Smartphones ist.

      • st0815

        Der Begriff “wertig” ist ohnehin ziemlich abstrus. Das Alu in einem Smartphone hat einen Materialwert im Bereich 20 cent bis 4 Euro. Da sollte man sich lieber mal anschauen was so ein Display kostet.

    • Maximilian O.

      Und dein Auto ist wahrscheinlich zu 100% aus Metall, und auch dein Fernseher und dein Kühlschrank sind aus massivem Alu.

      Dein verhasstes “Plastik” wird in nahezu JEDER Lebenslage dem “wertigen” Metall vorgezogen, weil es einfach für nahezu JEDEN Zweck besser geeignet ist. Oder sollten wir unsere Shuttles lieber aus Metall bauen und sie beim Eintritt in die Atmosphäre schmelzen lassen, damit die Nasa von einem “wertigen” Raumschiff reden kann?

      Polycarbonate sind auf jeden Fall hochwertiger, stabiler und in jeder Hinsicht besser als hauchdünnes Alu, wie etwa das iPhone 5 es nutzt. Der einzige, der hier auf sinnfreies “Marketinggedöns” reingefallen ist bist du, weil du dich allen ernstes gegen ein Produkt entscheidest, welches aus dem einzigen für Smartphones logischen Material besteht.

  • Dataday

    Habt Ihr schön geschrieben. Oh, ich sehe gerade Samsung-Werbung auf Eurer Seite. Naja, wird Zufall sein.

  • Michael

    Jetzt hätte ich dann doch noch eine Frage: ist der Rahmen wirklich (also nachweislich, nicht nur nach Aussage von Samsung-Mitarbeitern) aus Metall? Samsung behauptet das zwar, sowohl die geleakten Fotos des auseinandergenommenen S4, als auch die Leaker bzw. deren Kratztest sagen aber, es sei wieder nur Kunststoff.
    Ist mir persönlich egal, da ich auch das S3 schon weder billig verarbeitet, noch als haptisch minderwertig empfinde. Dennoch wüsste ich gerne, woran man beim S4 denn nun ist.

  • sNe

    Das geilste finde ich ja den folgenden Abschnitt: “…vermutlich wäre Samsung in Erklärungsnot geraten, wenn man ein komplett anderes Design gewählt hätte…”

    Die geraten wohl eher jetzt in Erklärungsnot warum sie wieder billig aussehendes Plastik verbaut haben. Von den unnützen “Extraapps” ganz zu schweigen.
    Wer will sich schon selbst als Portrait neben einem Foto haben? Sieht einfach lächerlich aus.
    Und wer braucht es schon Sound aufzunehmen wenn man ein Foto schießt? Dann kann ich auch direkt ein Video machen.

    Da hab ich lieber ein Stock Android wie auf den Nexus Geräten wo kein unnötiger Softwaremüll einem aufgezwungen wird!

    • Michael

      Ob unnütz oder nicht, muss wohl jeder selber entscheiden. Speziell die Kamerafunktionen werden bei einer breiten Masse der Nutzer sicherlich gut ankommen, Foto/Video sind für viele heutzutage unverzichtbar und Effekte sind auch gern genommen.

      Man sollte nie vergessen, dass sich eine Mehrzahl der Nutzer vermutlich nicht für Updates und Herstelleroberflächen, vermutlich nicht mal für das Betriebssystem als solches interessiert. Das Gerät soll funktionieren und viel (Schnickschnack) können, dann sind die Leute zufrieden.

  • The_Feryl

    Plastik alias Polycarbonat ist schön und gut, habe ich nichts gegen. Aber warum immer dieses Hochglanzfinish? Das sieht doch aus, als wäre es mit dem biiligsten Glanzlack überzogen worden. Warum nicht so eine matte Oberfläche wie beim Akkudeckel vom S2? Die rauhe Struktur haben sie ja schon übernommen, wäre doch kein großer Schritt mehr gewesen^^

    • geek78

      Da stimme ich Dir zu, beim Note 1 und S2 war es perfekt, doch der Hochglanz sagt mir auch gar nicht zu.

    • Tze

      Meine Meinung. Noch besser finde ich es bei den HTC Handys wie dem Desire zb. Matte Oberfläche mit griffigem, kratzunempfindlichen, fast gummihaftem Finish.

  • Just_me

    Vorsicht, meine subjektive Meinung: Sorry, aber das.. ‘Argument’, der Massenmarkt würde ein hochwertiges Telefon aus Metall und Glas nicht aufnehmen , ist eine Lüge. Das beweist seit drei Jahren das Konkurrenzprodukt aus Cupertino. Die Wahrheit ist, Samsung kann nur dann eine in etwa mit Apple vergleichbare Gewinnmarge einfahren, wenn sie in der Produktion Geld einsparen. Würden sie das S4 bei gleicher Technik mit einem ähnlich aufwendigem Design wie das iphone anbieten, müsste es über deulich teurer angeboten werden. Man hat Angst davor dass es dann nicht mehr so gefragt ist.

    • Maximilian O.

      Jep… deswegen ist das S4 in der Herstellung auch teurer als das “wertige iPhone 5″…..

  • gast

    Gab es heute morgen direkt einen dicken Gehaltscheck, oder hat Lars von dir für die Einstellung als Marketing Executive eine bestimmte Zahl von weiteren Liebesbriefen in Form solcherPublicity-Artikel gefordert?

    Die Koreaner haben dich aber auch um den Finger gewickelt, tz tz tz…

    • Dataday

      Samsung hat mit dem S4 die allgemeinen Erwartungen nicht erfüllt, viele sind eher unterwältigt und auch die Medienberichte sind meist negativ oder bestenfalls verhalten. Selbst viele echte Sammyfans sind ernüchtert bis enttäuscht. Das weiß Samsung natürlich auch. Da muss man dann natürlich marketingtechnisch gegensteuern und Samsung tut das. Dass sich Mobilegeeks in Sachen Marketing einspannen lässt, ist zwar enttäuschend aber auch kein Einzelfall. Die meisten Medien sind nun einmal werbegesteuert. “Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing.” Dass man es auch weniger plump machen kann, ist eine andere Sache…

      • Arvid

        Habe bisher mit mehreren S3 Usern gesprochen. Natürlich gibt es wenig Gründe das S3 zu verhökern um dann 350 Euro für ein S4 draufzulegen. Trotzdem waren wir uns alle darüber einig, dass das S4 ein überaus gelungenes Smartphone ist. Die Wertigkeit ist deutlich besser geworden gegenüber dem Vorgänger, der sich wie blöde verauft hat. Also was wollt Ihr?

  • Se1ya

    “Auch bei einem iPhone fragen die wenigsten, wieso das Design wieder exakt dasselbe ist wie beim Vorgänger.” Hab ich was verpasst?

    • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000134938339 Fluw Alleip

      genau. das gegenteil war der fall!

  • Hans Ebert

    Meist kann man einen Glasbomber nach einem harten Aufschlag auf den Boden nur noch als Briefbeschwerer nutzen. Manch einer ist dann froh einen Plastikbomber sein Eigen nennen zu dürfen bei dem man meist nur mit unansehnlichen Kratzern davon kommt…ich will auch nicht wissen wie schwer das S4 werden würde wenn es aus Glas und Metall wäre…

  • MetalHead6

    1) Der ”Metallrahmen” besteht laut androidnext auch aus Kunststoff!
    2) Das S4 hat eine glossy Rückseite! Warum verwendet man keinen matten Kunststoff wie beim HTC One X? Dann beschwert sich auch keiner!!

  • Nash

    Plastik ist OK wenn das Gerät vielleicht bis 200€ kostet aber bei 600-700€ erwarte ich Carbon, Fiber Glass oder Alu.

    • LinHead

      ‘Carbon’ wird in aller Regel als kohlenfaserverstärkter Kunsstoff verarbeitet und die Deutsche Übersetzung für ‘Fiber Glass’ ist Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK). Ohne diese Verbindungen wären reine Glasfasern und reine Kohlenstofffasern für die Herstellung von Gehäusen aufgrund der Verformbarkeit unbrauchbar.
      Deine Alternativen sind also auch nur ‘Plastik’.

      • Mrog

        Nein, eben nicht… sondern faserverstärktes Plastik. So what’s your point?

        • LinHead

          Entscheidend ist das Finish, der Umgang mit dem Material nicht das
          Material an sich. Und der Punkt ist, dass es nicht das Material an sich ist, was die Materialanmutung ausmacht. An der Oberfläche spürst Du da eben keinen Unterschied bei Kohlen- oder Glasfasern, Du fasst den Kunststoff an und nicht den Kohlenstoff oder das Glas.

          • Mrog

            Naja, das ist nicht wirklich korrekt. Wie wertig etwas wahrgenommen wird kommt eben nicht auf die reine Oberflächeneigenschaft an (glatt und glänzend, in diesem Fall), sondern auch auf den EMOTIONALEN Wert. Sozusagen die Symbolhaftigkeit eines Materials. Deshalb ist ein Diamantring wertvoller als ein Ring mit geschliffenem Glas und eine Goldapplikation ist wertvoller als eine aus poliertem Kupfer. Interessant zu diesem Thema ist eventuell dieser Abschnitt in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Design#Funktionen_von_Design

            Mal davon abgesehen bin ich allerdings kein großer Freund von Karbonfaserhandys, einfach weil hier nicht Materialgerecht gearbeitet wird sondern die Materialwahl rein emotional gefällt wurde. Denn ein faserverstärkter Kunststoff hat rein praktisch gegenüber einem nicht verstärkten Kunststoff in den Dimensionen keine Vorteile. Aber das ist mein persönlicher Geschmack.

          • LinHead

            OK, was die emotionale Wertigkeit betrifft, das stimmt natürlich. Da ist auch marketingmässig was schief gelaufen. Anderer billiger Kram wird ja auch als wertig empfunden, wenn ich da z.b. an Swarovski denke. Und genau wie Du denke ich auch beim Karbon. GFK wäre imho noch ungeeigneter, das fasst sich unlackiert auch noch unangenehm an.

  • Mrog

    Also sorry Carsten, aber alles was du jetzt hier als “Antwort” auf die Plastikfrage präsentierst ist das Marketingsprech von Samsung. Dort wird nämlich exakt KEINE ernsthafte Antwort auf die Frage geliefert. Vielmehr ein “Ist doch gar nicht so schlimm”. Und du stimmst auch noch willig in den “habt euch mal nicht so”-Chor ein.

    Das kann doch nicht wahr sein. Das ist ein Gerät was 650€ kostet!! Für das Geld bekommt man ein schon wirklich vernünftiges Notebook. So viel verdienen manche Leute nicht in einem Monat Knochenarbeit. Und Samsung rotzt da so ein ULTRAbilliges Teil hin (was kostet so eine spritzgegossene Hülle? Bestimmt nicht mehr als 2-3 Cent pro Stück). Dafür gibt es einfach keine Entschuldigung und das in irgendeiner Form schön zu reden finde ich fast schon skandalös.

    Als Kunde muss man hochwertige Qualität von sogenannten “Flagschiffen” einfordern. Und dabei geht es auch gar nicht darum das Gehäuse zwangsläufig aus Aluminium a la iPhone oder HTC One gefräst sein muss. Es gibt nämlich auch Plastik und es gibt Plastik. Man schaue sich die Polycarbonatgehäuse der Lumiareihe an. Das ist Top-Notch Kunststoffverarbeitung. Und ich glaub da hat sich auch noch nie jemand über die Verarbeitungsqualität beschwert. Man kann Plastik nämlich auch GUT machen… macht Samsung aber eben nicht. Das Geld für entsprechende Anlagen und Know-How hätten sie. Sie WOLLEN es nur schlicht nicht. Und das ist das schlimme

    Außerdem gibt es noch andere Alternativen zu Plastik oder Alu. Ich denke da z.B. an die Stahlblechrückseite der Pre-iPhone-Businesshandys (z.B. Nokia E72). Leicht, dünn, ein super Handgefühl und nicht “pretty”, konnte man also auch mal auf den Boden hauen ohne dass eine Macke das Teil direkt entstellt hätte. Achso. Außerdem noch viel viel stabiler und zäher als jede noch so tolle Polycarbonathülle. Das Argument zieht also auch nicht wirklich.

    Der Euro für ne tolle Hülle müsste bei den Preisen einfach drin sein, aber Samsung zeigt hier einfach schlicht, dass sie ein fettes Unternehmen mit viel Marktmacht aber ohne gute Ideen sind. Apple zockt ihre Kunden mit ihrem goldenen Applekäfig ab, Samsung zieht seinen Kunden mit Plastikschminkspiegeln das Geld aus der Tasche. So missbraucht jedes Unternehmen auf seine Art und Weise seine Marktmacht.

    PS: Ob der Rahmen tatsächlich Metall ist wird sich dann in zwei Jahren zeigen wenn der Lack vom tollen Polycarbonat abplatzt ;) Glückwunsch Samsung, wieder ein paar Cent gespart

    • Maximilian O.

      Qualitativ gibt es zwischen dem Polycarbonat der Lumia-Reihe und dem bei Samsung keinen Unterschied, was deinem gesamten Ausbruch hier den Wind aus den Segeln nimmt.

      Samsungs einziger Fehler ist es, nach wie vor auf “Glanz” beim Polycarbonat zu setzen. Nur dadurch wird ein billiger Eindruck vermittelt. Ansonsten sind die Produkte der Galaxy Reihe grundsätzlich extrem gut verarbeitet, so wie man es halt von einem Flaggschiff erwartet.

      • Mrog

        Ok, bei der Verarbeitungsqualität bin ich zwar gänzlich anderer Meinung, aber dann denk dir den Teil einfach weg ;) Dann bleibt immer noch das meiste vom Ausburch bestehen. Wieso genau ist es jetzt gerechtfertigt Kunden mit einem 3 Cent Plastikdeckel abzuspeisen die 650€ für so ein Phone zahlen (und nicht etwa ein 200€ Huawei wo ich mich niemals über so etwas beschweren würde)?

        • Maximilian O.

          Wieso ist es gerechtfertigt, 679€ für eine leicht eindellende und zerkratzende Rückseite zu bezahlen, wenn man auch für 650€ ein Galaxy S4 mit einer flexiblen und abnehmbaren Rückseite haben kann?

          • Mrog

            Ich bitte dich, rede doch nicht der Marketingabteilung nach dem Mund. Wir reden hier von billigem Plaste, nicht von Adamantium.

            Und dazu noch phänomenal billiges Plastik mit Hochglanzfinish (ein bisschen wie der Sandwichtoaster für 14,99 ;) ) was nach zwei Jahren intensiver Benutzung noch viel erbärmlicher aussehen wird als noch so verkratztes Aluminium. Und ohne mich wiederholen zu wollen: es gibt auch noch andere, hochwertige Alternativen zu Glitzerplastik.

          • Psykhe

            Außer man gibt die Hälfte des Sandwichtoaster für einen einfach anzubringenden Ersatz aus, und schon siehts wieder aus wie neu. Oder man holt sich für den Preis vom Sandwichtoaster eine Abdeckung aus Aluminum, dann hat man es auch “wertig”.

            Einfach mal bei Amazon nach “s3 akkudeckel” suchen.

          • Mrog

            Oder man könnte erwarten, dass man einem Drittanbieter erstmal Geld auf den Tisch legen muss um das Smartphone irgendwie ansehnlicher zu bekommen nachdem man 650€ für das Teil hingelatzt hat. Ich versteh immer noch nicht was z.B. gegen eine gute Edelstahlabdeckung spräche, wie sie früher bei teuren Handys durchaus üblich war. Außer natürlich dass das Samsung eine etwas kleinere Marge beschert hätte… ach Moment, genau das hat Samsung daran gehindert – und nicht etwa weil sie nur das Beste führ ihre Kunden wollten ;)

          • Psykhe

            schwerer, fängt Stürze schlechter ab, verschlechtert Empfang.

            Plastik ist *nicht* ein schlechtes Material für eine Telefonrückseite. Ich bin auch kein Fan vom Glitzerplastik von Samsung, würde aber eine matte griffige Plastikrückseite im Stil vom Lumia oder Xperia ZL jeder Glas oder Metalloberfläche vorziehen.

          • Nash

            Dieses Glitzerplastik gab es vor kurzem noch bei vielen Noteboosk, Fernsehern und Co, zum Glück hat das drastisch abgenommen. Weiß auch nicht warum Samsung da so altbacken ist.
            Ich will gar nicht wissen wie viele Mio. mal das S4 öffters verkauft werden könnte wenn es wie das HTC One aussehen würde.

        • Hugo Blackstone

          Wenn man keine Ahnung von der Materie hatt sollte man lieber die Füße stillhalten. Dieser sogenante 3 Cent Plastikdeckel ist aus dem selben Material wie sie bei Schutzbrillen eingesetzt wird. Schutzbrillen müssen ein beschuss mit einer Stahlkugel aufhalten welche mit 200Km/h ankommt. Welches der so genannten hochwertigen Materialien aus aus Glas oder Alu hält das aus?

          • Mrog

            Ach Blabla, das hier ist aber keine Makrolonschutzbrille sondern ein Handycase. Guess what, auch die billig CD-Rohlinge beim Aldi sind aus Polycarbonat. denkst du die halten etwa auch Stahlkugelbeschuss aus? Also manchmal frag ich mich…

    • Hugo Blackstone

      Von 2-3 Cent pro Stück kann man da nur von Träumen. Spritzgussteile sind bei der Herstellung dann doch etwas Teurer als eine Plastiktüte (Extrusion). Die einfache Klammer (ca. 1,5cm lang) in der Spülmaschine kostet ca. 10 bis 20 Cent. Wer schon mal geflogen ist – nur der Griffteil (ca. 16 cm) an der Gepäckraumabdeckung liegt bei ca. 3-4 Euro. Allein die im Flugzeugbereich eingesetzten Kunststoffe haben ein Materialpreiß der bei 15,- Euro/Kg aufwärts liegt und da ist der Fertigungsaufwand noch nicht mit eingerechnet.

      • Mrog

        Das lässt sich nicht vergleichen. Es kommt immer extrem darauf an WAS du Spritzgießt und wie. Die Samsungschalen sind extrem einfache Plastikteile. Keine Hinterschnitte, keine komplexen Formen, nichts besonderes. Dementsprechend einfach sind die Spritzgießwerkzeuge. Da braucht man keine Schieber und nichts. Die fallen nach dem gießen von alleine aus dem Werkzeug. Außerdem wird nur ein einziger Kunststoff verarbeitet und es werden keine Gelenke o.ä. gespritzt. Das sind sozusagen die denkbar einfachsten Teile die man in dem Verfahren herstellen kann. Dementsprechend fallen die Werkzeugkosten sehr gering aus. Mal ein kleines Rechenbeispiel:

        So eine Werkzeugform kostet vielleicht 10 000-20 000€. Da es in China gemacht wird eher 10 000€. Damit werden dann eventuell zwei Dutzend Schalen gleichzeitig gegossen? Ich weiß es natürlich nicht, aber das wäre nicht unrealistisch. Sähe dann ungefähr so aus: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Spritzgie%C3%9Fwerkzeug.png

        So Pi mal Daumen kann man sagen so eine Form kann 500 000 Zyklen durchlaufen bevor sie “durch” ist. Das entspricht dann in diesem Rechenbeispiel also in etwa 2 Cent pro Zyklus a 24 Schalen. PC-Granulatpreise habe ich gegoogelt, scheint sowas um die 2€ pro kg zu kosten. Ich hab jetzt keinen blassen Dunst was so eine Schale wiegt, aber wenn man da jetzt mal von ein paar Gramm ausgeht und dann noch ein paar Fabrikarbeiter und Qualitätskontrollen o.ä. mit dazurechnet sind 2-3 Cent reine Material und Herstellungskosten für Samsung garnicht mal so unrealistisch. Ich hab natürlich keine Ahnung was für einen Kunststoff die bei Samsung da jetzt genau verspritzen und wie viele Zyklen sie ihre Form tatsächlich durchlaufen lassen usw. usf., aber Größenordnungsmäßig wird sich das durchaus in diesem Rahmen irgendwo aufhalten.

        Das ist für Samsung eine gänzlich Risikoarme Methode so eine Handyschale herzustellen. Ein bis zwei solcher großen SPritzgussmaschinen sind da vermutlich spielend in der Lage fast den gesamten Galasy S4 Bedarf zu decken da man die Teile 24 Stunden durchlaufen lassen kann und die alle paar Sekunden dutzende Schalen ausspucken können. Und wenn es einen Engpass gibt stellt man noch so eine Maschine dazu. Das dauert dann 1-2 Tage vielleicht, und dann ist das Problem gelöst. Und genau deshalb setzt Samsung auf Plastik. Das kostet fast nichts und es kann eigentlich auch nichts schiefgehen… nicht etwa weil sie so sehr um das Gewicht oder die Bruchsicherheit besorgt sind.

        Ganz anders bei Apple z.B. So eine Fräse die das Aluminium bearbeitet kann immer nur eine Schale auf einmal fräsen. Und das dauert vergleichsweise lange. Während ein einziges iPhone gefräst wird hat Samsung dir vermutlich einen ganzen Sack voll Galaxys gespritzt. Nicht zu vergessen der weit höhere Wartungsaufwand einer Fräse und die hohen Kosten der Maschine(n) selbst. Wenn es bei der iPhoneproduktion nämlich einen Engpass gibt reicht es nicht dir eine Spritzgießmaschine danebenzustellen die Überstunden schiebt, sondern dann musst du eine ganze Halle mit teurer Elektronik und Mechanik vollstellen. Das sagt natürlich gar nichts über die Qualität des iPhones aus (und darauf will ich auch überhaupt nicht hinaus), aber daran sieht man wie kurz zB auch solche Überschriften greifen die verkünden, dass das Galaxy in der Produktion teurer sei als das iPhone. Die lassen genau solche Aspekte nämlich unter den Tisch fallen. Ich tippe mal aus dem Bauch heraus, dass die Caseherstellung bei Apple locker irgendwas zwischen dem 10- und 100-fachen der Samsungcases kostet (ist bei den minimalen Kosten die Samsung hat jetzt weniger schlimm als es sich anhört, aber darf nicht einfach vergessen werden)

  • everal

    Google Nexus 4
    - Beim Kumpel aus Hüfthöhe gefallen, Display kpl. gesprungen. Schaden 117 Euro.

    Also wenn dieses sch.. Plastik genauso robust ist das “LG P990″ meiner Frau, dass gefühlt 100 mal auf den Boden gefallen ist mit minimalen Schäden, dann ist das der richtige Weg und nicht diese sch.. Glas-Dinger…
    Ich bete das es so ist da meine Frau das “Galaxy S4″ will…
    Und ratet mal warum?
    Richtig: Sie interessiert sich nur für die Gimmicks, das OS ist ihr sch… egal, Frauen eben…

    Hier läuft grundlegend was falsch!
    Die Dinger müssen runterfallen können und trotzdem noch 100% funktionsfähig sein bzw. nur minimale Schürfspuren davon tragen…

    Und der sch…Akku muss wechselbar sein…
    Ich kann mich Erinnern es war immer nur Apple der zu Beginn nicht wechselbare Akkus in seinen Iphones verbaut hat, warum machen es jetzt alle nach?

    Daher wechsle ich jetzt zu einem “Blackberry Z10″.
    Hier wurde meiner Meinung nach Alles richtig gemacht…

    Denkt mal darüber nach…

    • Dataday

      Schau mal im Netz nach Videos, in denen mit S3 (Plastik) und iPhone 5 (Alu) Fallversuche gemacht werden. Welches Gerät geht dabei wohl häufiger zu Bruch? Das S3! Soviel zum Thema ‘haltbarer’.

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100002901538879 Volker Leibrock

    Sind doch nur dumme Sprüche von den Jungs aus Südkorea. Die lieben halt Plastik und mehr verdienen tut man auch dran.

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=100000134938339 Fluw Alleip

    also wirklich, wie kann man sich nur vom marketinggeblubber so einseifen lassen! ein bisschen mehr kritische distanz hätte ich mir an dieser stelle schon erwartet.

  • Chris B.

    Ich kopiere mal mein Statement vom S4 Moskau-Kameratest hierher mit dem Wunsch gehört zu werden.

    Ihr werdet langsam selbst zur Samsung Marketing Seite oder Hype-Blog, und ich hab nicht mal was gegen Samsung und ziehe einen S4-Kauf in Erwägung aber das ganze hat einen richtigen schlechten Beigeschmack, siehe euer “Plastik-Bomber” Werbeschrieb.

    Sascha haut auch keine Reviews mehr raus oder ? Langzeit Test des Lumia 920 ? Langzeittest des Iphone 5 ?? Alles Versprechungen die nie eingehalten wurden wenn ich mich recht entsinne, ansonsten nehme ich es zurück. Warum berichtet ihr nicht mal über den US Start des Blackberry Z10 und haut mal da ein Review raus, Blackberry hat doch an jeden Anwesenden beim LaunchEvent ein Gerät verteilt… ?? Mir fehlen hier langsam die interessanten News und ich muss dauernd andere Blogs lesen um die richtig interessanten Infos zu bekommen. Ihr schreibt jeden US Blog noch das 10. mal ab mit anderen Worten, nehmt euch mal diese Kritik zu herzen mit eurer Quantität sinkt und sinkt die Qualität. Selbst produzierte Meinungen und Artikel sind in Wahrheit immer der Grund gewesen warum ich mobilegeeks ansurfe, um die Suppe das xte mal aufgewärmt und dann als “frisch” serviert zu bekommen brauche ich Mobilegeeks nicht.

    Wo sind eure “eigenen” Kameratests, wo ist der ausführliche Test vom Blackberry Z10 nach dem neuesten Update, darüber habt ihr nichtmal berichtet (Akku Verbesserungen etc.) … wo sind News zum Sony Xperia ZL ? Aber dann immer eurer Wunsch nach Windows Phone 8 und BB10 als ernsthafte Konkurrenz, dann schreibt doch mal mehr drüber ihr tragt Mitschuld das diese OS nicht richtig Fuss fassen weil sich jeder auf iOS und Android konzentriert weil hier die meisten Klicks generiert werden. Aber dann wieder aufschreien wenn die Monopole wieder keine Schramme bekommen…mit einem Hypokraten-Kommentar, da fehlt langsam die Authenzität.

    Macht euch mal Gedanken und produziert bitte wieder mehr eigenen Content mit Gehalt.

    2012 war das Klasse fand ich aber seit Wochen geht mir das mehr und mehr gegen die Hutschnur.

    Ich lese seit mindestens 12 Monaten quasi jeden Tag jede News auf eurer Seite und kann die Qualität denke ich einschätzen.

  • Basil

    Ich habe mir das S3 damals nur deshalb gekauft, weil es im Ggs. zum iphone einen unschlagbaren SAR-Wert aufweist. Und der läßt sich nunmal nur mit einem Kunststoffgehäuse darstellen. Ich war daher hocherfreut über die Entscheidung beim S4 bei Kunststoff zu bleiben.

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  • Mrog

    Das behauptet zumindest irgendeine Liste im Internet was z.B die Kosten für das Gehäuse gar nicht aufführt ;)

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