Samsung fällt die Strategie, voll auf einen durchschlagenden Erfolg des Samsung Galaxy S4 zu setzen inzwischen heftig auf die Füße. Inzwischen hat man sich zwar entschieden, die geringer als erwartet ausfallenden Verkaufszahlen des neuen Topmodells durch die Einführung diverser Schwestermodelle wie Galaxy S4 Active, Zoom und Mini abzufangen, doch dies bedeutet auch, dass Samsung höhere Kosten in Kauf nehmen muss und die Vorteile in Sachen Massenfertigung nicht mehr ausschöpfen kann.

Samsung Galaxy S4: Kampf gegen Nachfrage-Flaute schmälert Samsungs Gewinne

Eigentlich sollte beim Galaxy S4 sich alles um das “Mega-Modell” drehen, doch die Produktionszahlen und die Verkaufszahlen verschoben sich ins Negative, so dass viel mehr Geräte gebaut wurden und auf Halde landeten, als Samsung tatsächlich absetzen konnte. Ursprünglich sollten 28 Millionen Geräte allein im zweiten Quartal verkauft werden, doch inzwischen hat man das Ziel um rund 20 Prozent nach unten reduziert und die Einführung von günstigeren Modellen mit unterschiedlichen Größen angekündigt. Durch das Abweichen von der Konzentration auf ein Hauptmodell müssen mehr verschieden bestückte Produktionsstraßen betrieben werden, wodurch die Möglichkeit zur Verwendung von Standard-Bauteilen wegfällt und weniger automatisiert werden kann. Außerdem müssen die bereits automatisierten Fertigungsstraßen jetzt häufiger auf andere Modelle umgestellt werden, was Aufwand und somit Kosten sowie mehr Ausschuss bedeutet.

Auch für die Zulieferer bedeutet der Wechsel zurück auf die Multi-Device-Strategie nur Nachteile. So müssen sie nun mehr unterschiedliche Teile anliefern, deren Fertigung zudem teurer ist, während Samsung natürlich weiterhin versucht, die Preise der Zulieferer so niedrig wie möglich zu halten, um seine eigenen Kosten nicht explodieren zu lassen. Dies führt dazu, dass auch die Zulieferer geringere Gewinne erzielen. Samsung hat nun also einen Vorteil weniger gegenüber der gebeutelten Konkurrenz, die ihrerseits massive Probleme hat, mit dem koreanischen Giganten mitzuhalten. Ob es den anderen Herstellern dadurch nun aber leichter fällt, mehr mit ihren Smartphones zu verdienen, bleibt abzuwarten. Vorerst bedeutet der Strategiewechsel lediglich, dass Samsung wohl weniger verdient als ursprünglich erhofft – und wir eine breitere Produktpalette als Teil des S4-Sortiments vorgesetzt bekommen.

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  • Ikke

    Ich finde diese Entwicklung bei den Samsung Smartphones total unsinnig. Klar rein ökonomisch macht es dahingehend Sinn, weil man über so eine Strategie viele Käuferschichten bedienen kann. Damit baut man seinen Marktanteil aus etc etc.

    Allerdings wird Samsung so seine Kundenloyalität nicht steigern können. Wieso? Weil durch zu viele Geräte auch die Versorgung mit Updates oder Bugfixes verzögert wird. Geschweige denn, dass eines der Nischengeräte überhaupt für mehr als zwei Jahre die neusten Updates bekommt, insofern sich an der Updatepolitik nichts ändern.

    Daher sollte sich Samsung auf das Galaxy Note, Galaxy S XY und Galaxy S XY mini konzentrieren. Klar kann man dann noch bei Bedarf die Galaxy S Familie etwas erweitern, aber Samsung sollte lieber mehr Geld darin investieren, dass seine Kunden treubleiben. Studien zu Folge ist das nämlich günstiger als neue Kunden anzuwerben. Die Bemerkungen beziehen sich natürlich nur auf den europäischen Markt. Keine Ahnung was die in Asien wollen.^^

    Dann könnte sich Samsung mehr auf Innovationen und Updates konzentrieren und müsste sich nicht darum kümmern, ob sie beispielweise noch ein 4.3 Inch Smartphone mit Low-Budget Specs anbieten. Qualität statt Quantität!

  • Gast

    Samsung wird es wie Nokai ergehen absolute standard masse! Wenn sie weiter mit dieser vielzahl an Geräten machen da blickt doch kein normaler endverbraucher durch. Da finde iches schon richtig das sony oder htc jetzt kräftig aufholen!

  • SeiSchlauBlockWerbung

    MobileGeeks: Kampf gegen AdBlockPlus schmälert Gewinne

    So leiden wir alle!

    Es werden hier übrigens 12 Scripte geblockt, Amazon, Disqus, Facebook, Google+ und Twitter diese 5 sind okay – aber die restlichen 7…

    • Andreas Jung

      Was soll das denn? Ich wollte gerade oben über “Nokai” lachen und dann macht mir so ein Spruch wieder alles kaputt …pfui …

    • Marc J.

      Falsch, das einzige das OK ist, ist Disqus und das war’s auch schon.

  • Nerdtology

    Die Nachfrage wird auch noch weiter sinken. Topmodelle sehen aus wie HTC One, Nexus 4 und iPhone 5. Selbst die Xperia Z Modelle und Varianten machen einen sehr hochwertigen Eindruck. Da kann man mit einer großen Plastik-Seife keinen Preis mehr holen. Die gefühlte Wertigkeit ist einfach nicht da, wenn man 600€ beim Galaxy 4 auf den Tisch legt.

    • Sandra

      Wer muss denn 600,- € dafür auf den Tisch legen??? Mittlerweile 499,- € und das, was man dafür kriegt, ist einfach super. Mittlerweile bereits das 2. Update erhalten, also auch der Service läuft gut. Was will man mehr? Und mal ehrlich…kommst Du Dir nicht auch langsam ein bißchen blöd vor, immer und immer und immer und immer wieder auf dem Kunststoffgehäuse herumzureiten? Das haben vor Dir bereits 3.837.977 andere gemacht. Wird langsam langweilig, oder?

      • Nerdtology

        Warum sollte das langweilig werden, vielleicht hört ja mal Samsung auf die Kundenwünsche? Die Nachfrage sinkt ja. Und die Konkurenz verkauft ganz gut mit Glas und Alu. Scheint wohl doch, dass da nicht einfach alles super ist beim S IV. Wenn man die Galaxy IV Technik vernünftig verpacken würde, könnte man auch einen guten Umsatz machen statt noch weitere Plastikableger zu bauen.

  • Marc J.

    Wenn jetzt noch Nokia in den Android Markt einsteigen würde, sähe für Samsung mit deren völlig überfrachteten Billiggeräten ganz düster aus.
    Denn technische Daten sind nicht alles.

    • optimismprime

      Nein, aber worauf es einigen Leuten, mich eingeschlossen, ankommt.

      1. Custom Rom Unterstützung der Community
      2. wechselbarer Akku
      3. µSD Slot
      4. Specs unter der Haube

      ….erst abgeschlagen auf dem 5. Platz kommt Design/Material.

      Auf 1. kann der Hersteller nur indirekt mit Dokumentation und Quellcode Einfluss nehmen. 2. machen leider fast alle außer Samsung bei ihren Top Modellen “falsch”, 3. versemmeln alle “möchtegern Apples” wie z.B. HTC ebenfalls, die 4. heißt ja aktuell fast überall Snapdragon 600, und bald Snapdragon 800, weswegen das im aktuellen Markt nicht so ins Gewicht fällt.

      Alu und Glas mögen sich ja toll anfühlen, aber mir ist total egal woraus das Gehäuse ist, solange 1.-4. stimmen.

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