Wie einige von euch ja vielleicht schon mitbekommen, steht der südkoreanische Elektronikriese Samsung derzeit in der Kritik, weil das Unternehmen bei einem Zulieferer nicht für ordentliche Arbeitsbedingungen sorgen soll. Die Menschenrechtsorganisation China Labor Watch hat einen entsprechenden Bericht veröffentlicht, wonach bei der Firma HEG Electronics, die auch für Motorola und LG arbeitet, Jugendliche im Alter von unter 16 Jahren arbeiten sollen. Samsung hat nun umgehend reagiert und unter anderem klargestellt, dass man bei früheren Überprüfungen der Produktionsstätte von HEG keinerlei Verstöße gegen die eigenen Vorgaben für die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern feststellen konnte. Nach Angaben der Menschenrechtler sollen zwischen 50 und 100 der insgesamt 2000 Mitarbeiter in dem Werk von HEG im chinesischen Huizhou minderjährig sein.
Samsung will nun erneut Inspektoren von seinem Hauptquartier in Korea nach China schicken, um schon morgen erneut eine ausführliche Untersuchung der Zustände bei HEG Electronics durchzuführen. Das Unternehmen kündigte an, bei Feststellung von Verstößen gegen seine Vorgaben sofort Gegenmaßnahmen ergreifen zu wollen, um eventuellen Problemen auf die Spur zu kommen. Samsung setze auf höchstmögliche Standards bei den Arbeitsbedingungen, die man sowohl in den eigenen Fabriken, als auch bei den Zulieferern in aller Welt durchzusetzen versuche, teilte das Unternehmen mit. Im Zusammenhang mit dem Fall gibt es eine Reihe von Ungereimtheiten. So soll die von Samsung mit der Prüfung der HEG-Produktionsstätte beauftrage Firma Intertek geschlampt haben. Angeblich hätten sich Inspektoren von Intertek bestechen lassen, heißt es in dem Bericht von China Labor Watch.
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