Update:
kleines Update zur sehr unschönen Geschichte: wie AllaboutSamsung berichtet, wird sich dieses schwerwiegende Problem zumindest für Besitzer eines S3 gelöst haben, sobald das derzeit im Rollout befindliche Jelly Bean auf dem Gerät installiert ist. Die Sache hat nun zwei Haken: in Deutschland warten wir aktuell noch, dass Android 4.1 ausgerollt wird – und den Besitzern von Millionen Galaxy S2 und anderen Samsung-Devices bringt das erst einmal herzlich wenig. Ich gehe aber davon aus, dass ein paar helle Köpfe bei Samsung derzeit schwer am werkeln sind, um für alle Smartphones einen dementsprechenden Bugfix hinzubekommen. (/Update)
Im Moment sind einige Leute bei Samsung ziemlich hektisch unterwegs, das dürfte sicher sein. Nicht weil wieder mal Apple mit Klage droht, dieses Problem ist hausgemacht: Offenbar hat man bei Samsung im Zuge der Änderungen an Android für die eigenen Smartphones einen richtig üblen Fehler eingebaut. Darüber sollen sich Samsung Smartphones von jedem und vor allem aus der Ferne komplett löschen lassen.
Über sog. USSD- oder GSM-Codes lassen sich bestimmte Funktionen des Telefons, im Netz oder auf der SIM-Karte setzen. Diese Codes werden üblicherweise per Tastatur eingegeben. Bei Samsung Smartphones gibt es den USSD-Code *2767*3855# der das Telefon komplett löscht und zurück auf die Werkseinstellungen setzt. Das passiert bei einigen Geräten ohne Rückfrage. Das alleine wäre noch kein Problem, es ist eher unwahrscheinlich, dass jemand versehentlich diese Tastenfolge eingibt. Fremde könnten diesen Code nur nutzen, wenn sie direkt Zugriff auf das Gerät haben und es entsperrt ist.
Der Fehler, der auch in dem Video (etwa ab Minute 10) gezeigt wird: Dieser Code lässt sich auch remote an Samsung Smartphones senden. Das soll per Website, per SMS oder wie im Beispiel per NFC möglich sein. Es gilt also: Vorsichtig sein und für regelmäßige Backups der Daten auf dem Smartphone sorgen – sollte man übrigens immer und mit jedem Smartphone machen.
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