UPDATE: AMD hat sich im Zuge der Berichterstattung zu den untenstehenden Äußerungen seines Firmensprechers zu den dadurch aufgekommenen Spekulationen mancher Kollegen bezüglich eines möglichen Ausstiegs aus dem Markt für x86-Prozessoren geäußert. Das Unternehmen stellte klar, dass man natürlich weiterhin x86-CPUs bauen werde, aber logischerweise auf den Trend hin zu mobilen Geräten reagieren wolle.
Hier das Statement von AMD:
AMD is a leader in x86 microprocessor design, and we remain committed to the x86 market. Our strategy is to accelerate our growth by taking advantage of our design capabilities to deliver a breadth of products that best align with broader industry shifts toward low power, emerging markets and the cloud.
Quelle: The Verge /UPDATE
Intels größter Konkurrent AMD hat keine Lust mehr. Die Kalifornier wollen sich nach Jahrzehnten endlich davon verabschieden, den blauen Halbleiterriesen als Maß aller Dinge zu betrachten. Stattdessen will man sich nun – mit einiger Verspätung – auf sparsame Prozessoren spezialisieren und so auf den Trend hin zu mobilen Endgeräten reagieren. Im Gespräch mit der Zeitung San Jose Mercury News erklärte Mike Silverman, Firmensprecher von AMD, dass man sich an einem Wendepunkt befinde. Man müsse sich von der alten “AMD versus Intel”-Logik verabschieden, weil es darum in Zukunft nicht mehr gehen werde. Letztlich hat sich AMD noch nicht eindeutig geäußert, was den Strategiewechsel angeht, doch ganz offensichtlich will das Unternehmen – wie Intel ja eigentlich auch – verstärkt auf Lösungen für mobile Systeme setzen.
Der Schwenk wäre wohl mehr als notwendig, denn AMD hat seit Jahren mit Problemen zu kämpfen. Im Wettstreit mit Intel hat man bisher das Nachsehen, liegt der Marktanteil bei x86-Prozessoren doch schon seit geraumer Zeit fast unverändert bei rund 20 Prozent. Nach teilweise Massiven Verlusten hat AMD es mittlerweile immerhin wieder in die Gewinnzone geschafft, was das Unternehmen unter anderem den neuen mobilen Varianten seiner Fusion-APUs zu verdanken hat. Diese haben sich mittlerweile als deutlich leistungsfähigere Alternative zu Intels Atom-CPUs im unteren Preissegment etablieren können. So mancher Hersteller greift vor allem wegen der leistungsfähigeren Grafiklösungen beim Bau von Netbooks und anderen kleinen Notebooks inzwischen lieber zu AMD, da die Fusion-Prozessoren ein bessere Preis-Leistungsverhältnis bieten können als Intels Atom, der in Sachen Grafik noch immer schwächelt. Generell wird sich zeigen müssen, wie AMD angesichts der Dominanz von Intel und dem Trend hin zu ARM-Plattformen in Zukunft mithalten will – da ist der Abschied vom alten Zwist mit Intel nur der Anfang.
Quelle: San Jose Mercury News via The Verge
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