Lenovo möchte gern bei den Smartphones Fuß fassen. Das bei der CES präsentierte IdeaPhone K900 ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Chinesen ihre Bemühungen hier auch deutlich intensiviert haben. Es steht aber auch im Raum, dass man sich für den Erfolg bei den Mobiltelefonen auch zusätzliche Hilfe ins Haus holt.
Wie diese Hilfe aussehen könnte? Lenovos CFO Wong Wai Ming hat sich dazu in Davos gegenüber der Presse geäußert, wie Bloomberg berichtet. Demnach lote man diverse Möglichkeiten aus, andere Smartphone-Hersteller zu akquirieren. Ganz oben dabei auf dieser Wunschliste: die Kanadier von RIM. Lenovo erklärt auch, dass man sein zuständiges Team bereits auf das Unternehmen angesetzt hat und es sogar schon Gespräche stattgefunden haben.
Dazu passt, dass RIM eh alle Optionen prüft, die dem Unternehmen aus seiner Misere helfen könnten, eine Möglichkeit wäre daher der Verkauf der Hardware-Sparte, wie wir euch neulich schon erzählten. In trockenen Tüchern ist hier natürlich noch lange nichts. Derzeit werden wohl verschiedene Möglichkeiten ausgelotet. Wenn sich aber ein Unternehmen von sich aus – in diesem Fall eben Lenovo – dazu äußert, dass diese Gespräche stattfinden, dann könnte es theoretisch nun auch alles sehr flott gehen. Wir werden das logischerweise für euch im Auge behalten und sobald es hier eine neue Tendenz oder gar Entscheidung gibt, erzählen wir es euch.
Update:
Wie angekündigt lasse ich euch wissen, wenn sich bei der Lenovo-RIM-Geschichte was tut und es gibt nun Reaktionen von beiden Seiten, die die Situation komplett anders darstellen, als es der Berichterstattung in den Medien zu entnehmen war. Lenovo nimmt zu den Aussagen Stellung und erklärt, dass es eher ein Missverständnis gewesen wäre. Der Journalist hat explizit nach dem Vorgehen bei RIM gefragt, Wong Wai Ming hat aber als Antwort lediglich die allgemeine strategische Ausrichtung seines Unternehmens geschildert.
Auch von Thorsten Heins, dem deutschen RIM-CEO gab es ähnliche Töne: Man halte an seiner ursprünglichen Strategie fest, dass man künftig prüfen möchte, ob es Bereiche bei RIM gibt, bei denen sich eine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen anbietet. Zum jetzigen Zeitpunkt gäbe es da jedenfalls nichts Neues zu verkünden. Der Fokus liegt nun aber erst einmal ganz klar auf dem Start von BlackBerry 10, welches wir in zwei Tagen von RIM vorgestellt bekommen. Klar, dass Heins das so schildern muss – so kurz vor diesem wichtigen Termin für das ganze Unternehmen kann man eine solche Übernahmej-Debatte denkbar schlecht gebrauchen. Ich glaube aber, dass wir nicht das letzte Mal darüber berichtet haben. via The Next Web (/Update)
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