Ziemlich genau ein Jahr nachdem wir zum letzten Mal über den Markenstreit zwischen dem US-Chiphersteller Qualcomm und dem deutschen Reseller Smartbook AG um den Begriff und die Marke “Smartbook” gibt es nun schlechte Nachrichten für Qualcomm zu vermelden. Nachdem die Amerikaner sich im Februar 2011 zunächst gegen die Smartbook AG durchsetzen konnten, weil das Patent- und Markenamt den Markeineintrag für “Smartbook” löschte, hat die kleine Firma aus Offenburg nun offenbar nun wieder den Vorteil auf seiner Seite.

Smartbook AG gewinnt Markenstreit gegen Qualcomm …und keinen juckt es mehr

smartbookaglogo 550x275 Smartbook AG gewinnt Markenstreit gegen Qualcomm ...und keinen juckt es mehr

Am letzten Donnerstag wurde vom Markenamt dem Widerspruch der Smartbook AG gegen die von Qualcomm beantragte Löschung des Markeneintrags stattgegeben. Somit bleibt die Marke “Smartbook” bestehen, weshalb Qualcomm nun wohl seine ohnehin gescheiterten ARM-Netbooks nicht mehr so nennen dürfte. Insgesamt hat sich die Angelegenheit für den US-Chipriesen wohl inzwischen ohnehin erledigt, denn der Versuch, günstige ARM-basierte Mini-Notebooks im Markt zu etablieren wurde inzwischen abgeblasen.

Hier die Pressemitteilung der Smartbook AG:

SMARTBOOK AG gewinnt Rechtsstreit gegen Qualcomm

Offenburg 20. Februar 2012. Im Rechtsstreit der SMARTBOOK AG gegen die Qualcomm Incorporated hat das Deutsche Patent- und Markenamt (Bundespatentamt) in München am vergangenen Donnerstag sein Urteil zugunsten der SMARTBOOK AG gesprochen. Damit wurde der von Qualcomm beantragten Löschung des Markennamens SMARTBOOK sowie des Slogans „SMARTBOOK for smart people“ widersprochen.

Mit dem Urteil des Bundespatentamtes obliegt der SMARTBOOK AG nun nach wie vor die freie Nutzung ihres seit 2001 verwendeten und 2005 offiziell eingetragenen Markennamens SMARTBOOK als Marke sowie Wort-/Bildmarke und des zugehörigen Slogans „SMARTBOOK for smart people“. Die Qualcomm Incorporated hatte 2009 die Löschung der genannten Begriffe vor dem Hintergrund beantragt, die freie Verwendbarkeit des Namens als beschreibendes Wort für Netbooks und ähnliche Produkte nutzen zu können. Der Löschung wurde zunächst Anfang 2011 vom Bundespatentamt stattgegeben, woraufhin SMARTBOOK erfolgreich Beschwerde gegen das Urteil einlegte.

Mit dem vergangene Woche gesprochenen Urteil bestätigten die Richter die Kernargumentation, dass der Begriff Smartbook kein beschreibendes Wort darstellt.

Torsten Duffner, Vorstand der SMARTBOOK AG: „Ich freue mich über das Urteil, das unsere Argumentation und Strategie nun auch von offizieller Seite bestätigt. Damit können wir uns weiterhin auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb hochwertiger Mobile-Computing-Lösungen unter unserem etablierten Namen konzentrieren.“

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  • Anonymous

    “keinen juckt es mehr”
    Ich könnte mir schon vorstellen, dass nach den Ultrabooks und ihren Varianten mit Touchscreen diese Geräte mehr Richtung Tablets mit Tastatur gehen. Und dann gibt ja vielleicht noch mal jemand viel Geld für diesen Markennamen aus… so in ca. drei bis fünf Jahren…
    Gruß,
    Linus X.

  • Anonymous

    “Damit können wir uns weiterhin auf die Entwicklung, Produktion und den
    Vertrieb hochwertiger Mobile-Computing-Lösungen unter unserem
    etablierten Namen konzentrieren.”

    ha, ha, haha, hahahaha….

    Sorry, aber der Duffner trägt doch wohl ne rosa Brille?

    • http://blog.gonline.at Georg S.

      Würde ich auch sagen, hochwertig sind höchstens die Samsung Galaxy Geräte die die verkaufen aber der Rest wirkt auf mich billig und auch die Technischen Daten sind nicht gerade überzeugend.
      Wenn mir mal langweilig ist schaue ich vielleicht einmal bei der “SMARTBOOK AG” vorbei wobei ich bezweifle das sich das lohnt.

  • Reimund Sudheimer

    Als
    Mitarbeiter bei SMARTBOOK empfinde ich die immer wiederkehrende Kritik an
    unserem Unternehmen als unfair. Sicher hat SMARTBOOK eine bewegte
    Vergangenheit, aber ich würde mir wünschen, dass man sich auch mal wieder damit
    beschäftigt, welche Entwicklung unsere Produkte durchlaufen haben, die übrigens
    keineswegs nur durch eine „rosa Brille“ und auch nicht nur in den Augen unseres
    Geschäftsführers hochwertig sind. Wer es nicht glaubt, kann gerne auf der CeBIT
    vorbeikommen und sich selbst überzeugen. Ich zumindest würde mich freuen, wenn
    hier der eine oder andere Kritiker bereit ist, seine „Kritiker-Brille“
    abzunehmen, sich ein aktuelles Bild zu machen und seine Meinung evtl.
    anzupassen.

     

    • http://blog.gonline.at Georg S.

      Ich habe eigentlich nichts gegen kleine IT Firmen die Hochwertige Produkte entwickeln aber das Importieren von China-Tablets sowie billigst ARM Netbooks, die man fast als Elektroschrott deklarieren kann, aus China zu importieren hat für mich nichts mit dem entwickeln Hochwertiger Produkte zu tun so-etwas machen vielleicht “Ramsch-Händler” wie Pearl (wobei die wenigstens manchmal auch recht brauchbare Produkte vertreiben) zum basteln sind solche dinger ja manchmal sogar recht interessant aber hochwertige Produkte sind etwas anderes.

      Legt einfach den Namen/die Marke SMARTBOOK ab (das sorgt nur für negative Presse, meine Vermutung ist ja das ihr die Marke gerne teuer an Qualcomm verkaufen würdet) und konzentriert euch auf eine Nische welche ihr mit Hochwertiger Hard- und/oder Software bedient .

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