ASUS Eee PC, Qualcomm Snapdragon, ARM, CPU, NetbookFür Ende des Jahres ist offenbar ein ganzer Schwung der neuen so genannten Smartbooks auf Basis von ARM-Prozessoren von diversen Herstellern zu erwarten. Die CPU-Lieferanten um Qualcomm, Nvidia & Co haben also ein positives Echo zu ihrer Vorstellung erhalten, eine neue Kategorie von sehr günstigen Mini-Computern für die Hosentasche zu schaffen. Alle großen OEMs haben offenbar eigene Smartbooks in petto und auch Acer plant angeblich für das vierte Quartal ein Smartbook.

Nach Angaben der DigiTimes planen Acer, Foxconn, die ASUS-Tochter Pegatron, Compal und Inventec eigene Smartbooks für diesen Zeitraum, wobei sich das digitale Klatschblatt der taiwanischen Hardware-Branche auf dortige Quellen “aus der Industrie” beruft. Acer hat dem Vernehmen nach sowohl ein ARM-basiertes, als auch ein Android-basiertes Smartbook entwickelt. Man achte mal auf die getrennte Schreibweise – auf dem ARM-Gerät dürfte wie nicht anders zu erwarten erstmal ein Windows CE laufen. Bei Android hapert es derzeit noch etwas mit der Hardware-Beschleunigung der Oberfläche, so dass Acer wohl auf Nummer Sicher gehen will.

ASUStek hingegen will sich offenbar im Fall der Smartbooks lieber hinten anstellen, als wie bei den Netbooks den Pionier zu geben. Nach Angaben des Unternehmens (siehste, Quelle aus der Industrie…) soll die Nachfrage für ARM-basierte Smartbooks anfangs noch nicht ausreichen, weshalb man sich erst frühestens im November bzw. Dezember auf den Markt wagen will. Andererseits hat das vierte Quartal auch nur drei Monate. Wenn’s also nur um den November geht, wäre ASUS sicherlich immer noch einer der Early Adopter des Smartbook-Konzepts. Vorerst lässt man da offenbar eher die Tochter Pegatron vorne weg gehen.

Mobinnovas Smartbook auf Basis von NVidias Tegra Plattform soll uns nach eigenen Angaben zufolge ebenfalls bis Ende des Jahres erstmals bei verschiedenen Mobilfunkanbietern in den USA und Europa begegnen. Zunächst handelt es sich um ein 8,9-Zoll-Modell, auf das später ein weiteres ultra-dünnes Gerät gleichen Maßstabs und ein 10,1-Zoll-Modell folgen. Die Produktion läuft über das Mutterunternehmen Foxconn. Offenbar will man es gleich richtig wissen und erwartet bis zu 500.000 verkaufte Exemplare noch in diesem Jahr. Die Wettbewerber schätzen den Markt offenbar sehr unterschiedlich ein, sprach ASUS doch wie gesagt von einer anfangs zu niedrigen Nachfrage.

Inventec will sein “Rainbow” getauftes Netbook, das wie auch das bereits erwähnte Mobinnova und einige andere Geräte der ersten Generation bereits in einem unserer Videos von der Computex zu sehen war, ebenfalls noch in diesem Jahr auf den Markt werfen. Derzeit verhandelt das Unternehmen nach eigenen Angaben mit einigen Mobilfunkern über eine gemeinsame Vermarktung des eher im tradionallen Netbook-Look gehaltenen Smartbooks. Angesichts des doch sehr überschaubaren Feldes der ersten Teilnehmer am Rennen um den Smartbook-Markt, weiß ich nicht so recht wo da die von der DigiTimes versprochene “Flut” von Snapdragon- und Tegra-basierten Netbook-Killern sein soll, aber warten wir es ab.

Quelle: DigiTimes

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  • nachname, vorname

    da wird sich der “abwartende” aber mal freuen! ;)
    und sich dann vllt. umtaufen lassen!! :D

  • Abwartender

    @nachname, vorname ;)

    Bis die Geräte hier zu haben sind (ohne Kopfstand) scheint eh der erste Schnee gefallen zu sein…

  • Bule Jelek

    Dann sollten wir wohl mal auf frühen Schnee warten :-)

    Mein 1000h als einziger wird dann wohl ausgemustert und ich werde mich wohl auf Smartbook + normalen PC umstellen…sofern Ubuntu oder sonstige Alternativen zu WinCE laufen…

    Juhuuu!

  • Abwartender

    Ich weiss gar nicht ob ich damit umgehen kann einen kleinen PC in der Hand zu halten bei dem man keine Angst hat das er vor Hitze abfackelt :lol:
    Eine Bekannte hat sich für ihr Notebook eine Unterlage mit Lüftern besorgt weil die Kiste so heiss wird, ich finde das ganze sowas von absurd und lächerlich…

    Bei Desktop-PCs hat man sich ja dran gewöhnt das da ein halbes Kilo schwere Kühlkörper auf einer CPU sitzen, und da kommen Geräte ohne jede Kühlung, weder passiv noch aktiv, und die werden trotzdem nicht heiss…

  • Backflip

    seit einiger Zeit gibt es schon das Smart Q7 mit Arm-Prozessor. Ist zwar “nur” ein Internettablet, hat dafür mit WLAN 8 und ohne 10 St. Akkulaufzeit!
    Das zeigt schon mal was so mit ARM gehen kann!

  • http://www.crysis-hq.com foofi

    also ich glaube, dass die Geräte besonders schnell verfügbar sein werden… bei meinen 1008ha ging es ja auch schneller als vermutet.

  • Heini

    Auf die Dinger freue ich mich schon; endlich mal wieder “Netbooks” deren Entwicklung sich in die richtige Richtung, hin zum Ursprungsgedanken des Nebooks bewegt: klein, dünn, ultraportabel, multiconectivität und lange Akkulaufzeit!

    So sollte doch ein Netbook aussehen, nicht diese immer größer werdenden Geräte, die doch kein Mensch als Zweitgerät neben einem schon vorhandenen Laptop braucht – und das scheint doch die Hauptsparte der netbookverkäufe zu sein, oder!?

  • UKausB

    Und wieso heissen ARM betrieben Geräte im Netbook Format jetzt Smart Books?
    Nicht dass dieser Blog auf Media-Markts Spuren wandelt..

    • Sascha

      @ UKausB

      ganz einfach weil ARM, Freescale und Qualcomm die Dinger so nennt. Das mit dem Media-Markt entzieht sich meines Horizontes, klaer mich auf.

  • animatio

    smartbooks? … keine alternative zu meinem 1000er mit tripleboot: xp (extended), kubuntu, presto

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