Fast jeden Tag rauschen hier neue Zahlen rein zu irgendwelchen Abverkäufen und Marktentwicklungen, was unser liebstes technisches Gerät angeht. Mal stehen Smartphones im Fokus, mal Tablets oder Notebooks – in dieser aktuellen Statistik von Canalys sind sie alle einträchtig versammelt. Es geht in dieser Analyse darum, welche Gadgets im abgelaufenen Jahr am meisten ausgeliefert wurden – und da sieht es so aus, als hätten die Smartphones der versammelten Computer-Konkurrenz den Rang abgelaufen, aber seht selbst:

In der Grafik sehen wir, dass die ausgelieferten Smartphones im abgelaufenen Jahr 2011 sich bedenklich der 0.5 Milliarden-Marke nähern, während die Konkurrenz – Tablets, Desktop-PCS, Net- und Notebooks – zusammen lediglich auf 414 Millionen kommt. Wohlgemerkt, wir reden hier von ausgelieferten Geräten, nicht von verkauften – die Statistik sagt also nichts darüber aus, wie viele der Devices vielleicht noch bei den Händlern vor sich hin stauben.

Ebenfalls spannend: Obwohl man hierzulande das Gefühl haben muss, dass hier so ziemlich jeder mindestens ein Smartphone sein eigen nennt, konnte man im Vergleich zum Vorjahr um unglaubliche 62.7 Prozent zulegen. Noch krasser die Zahl bei den Tablets, die scheinbar endlich im Massenmarkt angekommen sind: Zuwächse von 274.2 Prozent bedeuten, dass im abgelaufenen Jahr mehr als doppelt so viele Tablets als Netbooks ausgeliefert wurden. Apropos Netbooks: Während selbst Notebooks und Desktop-PCs noch gemäßigt zulegen konnten, haben wir hier den einzigen großen Verlierer dieser Statistik. Lediglich 29.4 Millionen Netbooks wurden im Jahr 2011 ausgeliefert, was einem Verlust von 25.3 Prozent entspricht.

Die zweite Grafik bröselt uns den Markt wieder mal nach Betriebssystemen aus und bestätigt im Grunde schon, was alle anderen auch verkündeten: Android dominiert den Markt vor iOS – und die “Kleinen” prügeln sich um den dritten Platz. Hierbei find ich bemerkenswert, dass das Samsung-eigene OS bada sowohl übers Jahr gesehen als auch im letzten Quartal des Jahres 2011 Microsoft den Schneid abkaufen konnte.

Quelle: Canalys via Caschys Blog

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  • http://twitter.com/Ben_Voigt Benjamin Voigt

    Hm, ich weiß jetzt nicht, inwieweit ich repräsentativ bin, aber wenn ich mir überlege, dass ich mir in den letzten 24 Monaten 4 Smartphones zugelegt habe (3, wenn man das alte SGT nicht mitzählt), im selben Zeitraum aber nur ein Netbook, wundert mich das nicht.

    Das Netbook tut, was es soll – und wird vermutlich auch bis zu seinem Lebensende das noch tun. Ich habe ein Samsung NF310, der angeschafft wurde, weil er jetzt ein Dual-Core ist und eine bessere Auflösung bietet. Der NC10, den er abgesetzt hat, wird jetzt von meinen Großeltern genutzt. Und wenn ich ehrlich bin, ich könnte auch jetzt noch gut den NC10 nutzen. Word lief ausreichend flüssig.

    Aber die Smartphones wurden jeweils relativ schnell ersetzt, weil sie immer (noch) Schwächen haben, die durch die immer neuere Technologie reduziert werden, wodurch Neuanschaffungen lukrativer werden. (Milestone, Pre Plus, SGT und aktuell Nexus S)
    Wobei ich jetzt mit dem Nexus S eigentlich erst einmal zufrieden bin und abwarten kann, was es Neues gibt – also auf dem Niveau bin, auf dem ich mit dem NC10 war.

    • Anonymous

      Sehe ich ähnlich. Netbooks (bzw. PCs generell) haben mittlerweile eine Leistungsfähigkeit erreicht, die eine Neuanschaffung überflüssig erscheinen lässt. Intel versucht ja nicht ohne Grund, die Ultrabooks mit aller Gewalt in den Markt zu drücken. Da gehts imho nur noch um Äußerlichkeiten/Lifestyle.

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