Für die meisten Leser ist das geliebte Smartphone im Alltag kaum noch entbehrlich. Die mobile Nutzung von Diensten und Anwendungen ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden und kaum noch wegzudenken. Soziale Netzwerke müssen schließlich rund um die Uhr befeuert werden.

Stasi 2.0 – mit Smartphones wäre die Mauer nicht gefallen

Immer wieder steht beim Wörtchen Smartphone das Thema Datensicherheit im Fokus der Kritiker. Vor allem das Ausspionieren persönlicher Daten ist vielen ein Dorn im Auge. Sicherheitsunternehmen und Hersteller für Antiviren Software weisen bei jeder Gelegenheit drauf hin, dass die Apps, die heute für den Erfolg einer Plattform zuständig sind, immense Sicherheitsrisiken aufweisen.

Viele der Minianwendungen für den mobilen Taschencomputer (wer telefoniert heute eigentlich noch mit seinem Handschmeichler?) wollen Zugriff auf die gespeicherten Daten des Smartphones haben. Auch wird oftmals während der Installation ein Vollzugriff auf die Ortungsdaten verlangt. Was dann mit den gesammelten Informationen geschieht ist für den User nicht nachvollziehbar.

Ist doch alles pöse oder? Genauso wie Facebook, die große Datenkranke und die Jungs aus Cupertino, das sind doch eh die Philatelisten des digitalen Zeitalters. Alles pöse Purschen. Eine Gemeinsamkeit weisen jedoch alle Anbieter von Apps, beziehungsweise sozialen Netzwerken auf, sie lassen uns einen gewissen Spielraum, welche Daten wir preisgeben. Auch bei der Installation von Apps lässt sich durch gewissenhafte Vergabe der Rechte eine bestimmtes Maß an Sicherheit der persönlichen Daten erreichen.

Doch was passiert eigentlich mit den Daten, die ein Carrier jede Minute in einer galaktischen Datenbank speichert?

In den vergangenen Wochen machte der Mobilfunkanbieter O2 ordentlich von sich reden, da dieser offiziell angekündigt hatte die gespeicherten Bewegungsdaten seiner Kunden an Interessenten zu verkaufen. Dies rief jedoch Politiker und Datenschützer aufs Parkett und das Bundeswirtschaftsministerium drohte damit den Verkauf dieser Daten zu verbieten. Wieso eigentlich drohen? Allem Anschein nach gibt es nichtmal einen Gesetzesentwurf für solch einen Handel mit gesammelten Daten, die eigentlich dem Kunden gehören. O2 hat den geplanten Verkauf mittlerweile wieder ad acta gelegt.

Doch warum die ganze Aufregung? Bereits 2006 hat die EU eine Datenschutzrichtlinie auferlegt die besagt, dass die Mobilfunkanbieter und Internetdienstleister die persönlichen Nutzerdaten bis zu 2 Jahre speichern müssen. Mit diesen gesammelten Informationen lassen sich Profile erstellen, die mittlerweile wertvoller sind als Rohöl. Das Ganze wohlbehütet unter dem Deckmantel der Legalität.

Der Politiker Malte Spitz verlangte im Jahr 2009 von der Deutsche Telekom die Herausgabe seiner persönlichen, über Monate gesammelten Daten. Diese weigerte sich und der Politiker reichte eine Klage ein. Nach einem Vergleich erhielt er von der Telekom eine CD mit seinen Daten. Innerhalb von sechs Monaten hatte die Telekom über 35.000 mal festgehalten was Malte Spitz mit seinem Smartphone gemacht hat und seine geografischen Standorte bestimmt. Aus diesem Wust an Code lässt sich jedoch ein erstaunliches Muster produzieren, welches sicherlich mehr Rückschlüsse über die Gewohnheiten des Smartphone Besitzer aufdeckt als die Spionageaktionen einer App.

Das angefügte Video zeigt Malte Spitz auf dem TEDGlobal im Juni 2012 und dürfte zumindest zum Nachdenken anregen:

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  • http://twitter.com/Ben_Voigt Benjamin Voigt

    Es gibt aber schon einen Unterschied, welche Daten man speichern darf (und vllt. sogar muss), und ob man sie beliebig weiterverwenden darf.

    Gehen wir mal von TelCos weg zu Ärzten: Ein Arzt sollte Patientendaten speichern. Und Behandlungsdaten. Im Idealfall auch mögliche Hinweise auf zukünftige Probleme. Und er muss mit der Krankenkasse und/oder dem Patienten abrechnen können, so dass er diese Infos auch benötigt.

    Alles in allem hat er ein ziemlich dichtes Bild vom Gesundheitszustand des Patienten, zusammen mit genügend Daten für ein dichteres Personenprofil.

    Sollte er dieses Datenpaket auch mit anderen teilen dürfen? Er hat die Daten ja legal gesammelt. Warum also nicht auch gleich das Paket an Lebensversicherungen verkaufen? Der Grund ist einfach: Du würdest ihm die Daten nicht geben, wenn seine Aufgabe nicht genau diese Daten benötigen würde.

    Selbes gilt für die TelCo, nur mit deutlich weniger sensitiven Daten (wo ich stehe, sieht jeder in meiner Umgebung, den Zustand meines Magen-Darm-Traktes eher niemand sonst ;) ). Das Bewegungsprofil von Malte Spitz hat die TelCo nicht aus Jux und Dollerei erstellt, sondern das sind die Verbindungsdaten des Handys mit den Funkmasten, welche die TelCo braucht, um Malte Spitz die Rechnung zu schreiben, und um die Verbindung herstellen zu können. Die Frage ist nun, was die TelCo mit diesen Daten tun darf, außer ihren Job zu erfüllen.

    • ausweichschraube

      … bzw. warum TelCo die Daten nicht löscht, nachdem die Rechnung erstellt und bezahlt ist. Also warum solche Daten sammeln?
      Mich würde ja in dem Beispiel ein Monat an Bewegungsdaten nicht stören. Aber über Jahre hinweg ergibt das eben einen sehr genauen Zeitplan über unser Leben! Es ist schon beängstigend, dass solche Daten analysiert und ausgewertet werden (können). Schließlich ist der Mensch ein Gewohnheitstier und auch durch Werbung beeinflußbar.
      Aber vielleicht möchte ich einfach nicht, dass eine Firma weiß und vorausahnen kann, wann ich zu meiner Familie zum Geburtstag fahre oder welche Art von Geschenken ich die Woche davor für gewöhnlich bestelle.
      Ich verstehe auch nicht, warum gewisse Apps den Zugang zu meinen persönlichen Daten/ Kontoinformationen wollen (Amazon Apps), obwohl ich mich doch in der App noch einmal anmelde. Warum braucht z.b. ein Spiel Zugriff auf mein Adressbuch? Warum möchte App XY Zugriff auf meine Kurznachrichten (und die Möglichkeit, welche zu versenden), obwohl sie nichts mit SMS zu tun hat?
      Das sind die Sachen, die mich stutzig werden lassen!
      Zumal diese Apps die Daten beim übertragen nicht mal verschlüsseln müssen, bzw. oft nirgends steht, ob sie es tun. Vielleicht surft man ja doch mal in einem öffentlichen WLAN …
      Wenigstens wird beim Installieren von Apps auf Android-Geräten noch nach der Zustimmung zu solchen Rechten gefragt. Meines Wissens war das jedoch bei iOS 5 (noch) nicht so und ist auch bei WinPhone nicht vorgesehen.
      Und was ist mit der Story um AppGuard …
      http://www.heise.de/newsticker/meldung/AppGuard-Kontrolle-ungewollter-App-Berechtigungen-unter-Android-1632532.html

  • LuckyStrik3r

    Genau aus dem Grund habe ich mein Smartphone getauscht gegen ein 20€ Handy, was jetzt als Mailbox funktioniert und nur ab und zu angemacht wird. Die Welt dreht sich trotzdem weiter :D

  • Zyz

    Nunja, es mag stimmen das sie eine totalere Überwachung ermöglichen, aber die Kommunikation über Handys kann man aber verschlüsseln.
    Aber man muss bedenken das sich heutzutage Demonstrationen über Smartphones organisieren!

    Der arabische Frühling wurde über das Internet und Smartphones organisiert! Auch die Krawalle in England wurden so organisiert.

    Nichts desto trotz bleibt es tatsache das die Staaten über unsere handy Daten fast jederzeit bestimmen können wo wir sind. Auch Telefonate und SMS werden registriert. Und je nachdem auch unser Surfverhalten. Auch das die amerikaner jederzeit alle Daten von Apple, Amazon, Microsoft und Google bekommen ist tatsache.

    Ich bin zwar für eine freie Gesellschaft, aber ich persönlich kann die wirkliche Gefahr durch Terrorismus und Anschläge nicht einschätzen, vermutlich würden aber viele Anschläge durch solche krassen Überwachungsmasnahmen vereitelt.

    • LuckyStrik3r

      Der Staat ist der Terrorist, erkundige dich mal über Operation Gladio, das Stay behind Netzwerk der CIA. Al Quaida ist auch nur eine CIA Psy-Op. Der muslimische Terror ist eine Ausrede um uns total zu dominieren und die Rechte weg zu nehmen. Duch die Natur des Geldsystems steuern wir auf den nächsten Weltkrieg zu und die wollen sich halt schonmal so langsam absichern gegen den Aufruhr. (Ich bin Atheist)

      • Zyz

        Okay!?

        Die Verschwörungstheorien schlagen zurück :-P

        Mal ganz im Ernst hast du mal einen Mitschnitt von zb. islmaistischen Hassvideos gesehen?! Das ist richtig übel, solche Leute, auch radikale Christen, Hindus usw. sind gefährlich. Die denken nicht rational sondern können alles in “ihren” Glauben begründen. Bei denen ist es die Aufgabe andere zu bekehren, mit allen Mitteln. Oder sie auszulöschen.

        In wieweit da jetzt Geheimdienste ihre Finger mit im Spiel haben weiß ich nicht, aber Tatsache ist das solche Gruppen auch auf eigene Faust handeln. Und bezweifel ganz stark das diese alle durch die CIA gelenkt werden, diese kleinen Gruppen handeln autark und ihre irrationalen Überzeugung erfüllen sie ihr “Gottgebenen” Aufgaben komme was wolle.

        Solche Hassgruppen gibt es überall, es hat was mit Psychologie zu tun das viele Menschen dafür beeinflussbar sind. Genauso sind wir durch unsere Gesellschaft(bzw. durch Werbung) beeinflussbar. Aber solche Hassgruppen müssen nicht immer durch eine Verschwörung der Regierungen entstehen, ich denke eher ganz im Gegenteil. Wendern nutzen Regierungen diese Gruppen aus. Aber sie bestehen auch ohne hinzutun dritter. Nur wirklich sehr aufgeklärte Menschen sind dafür nicht anfällig, aber wer ist schon wirklich psychologisch, gesselschaftlich aufgeklärt?!

        Und seitdem es Demokratien gibt, haben wir eher Rechte dazugewonnen als verloren! Auch wenn es Tendenzen in andere Richtungen gibt. Diese schwarzmalerei ist teilweise total übertrieben!

        p.s. wandere doch nach Kuba aus wenn du den deutschen Staat so hasst.

        • LuckyStrik3r

          Du hast recht was rede ich über so Sachen auf einem Gadget-Blog.

          • Zyz

            Alter Schwede, irgendwie bist du rechts und anti kapitalistisch zu gleich ;-). Wahrscheinlich ist dir nur langweilig und du suchst nach etwas großem, einer Idee, einem Feindbild(der imperialistische zyanistische Kapitalismus, von wenigen bösen Menschen gestuert) an der du dich Festhalten kannst und deinen Frust entladen kannst. Und ja solche Diskussionen müssen nicht unbedingt auf einem Gadged Blog wie mobile Geaks sein.

    • ausweichschraube

      Du hast es richtig geschrieben: die Informationen “können” verschlüsselt werden. Und, werden sie es auch bei allen Apps?
      http://www.areamobile.de/news/16680-iphone-ipad-ipod-touch-apps-uebertragen-heimlich-persoenliche-daten

      Und was ist mit Staaten, in denen ein Regime herrscht, welches weit weg von dem ist, was du als demokratisch und frei kennst. Sollen solche Staaten auch die Informationen bekommen, um Regimegegner herauszufiltern …
      Ich will nur sagen, dass das eine Grundsatzdiskussion ist.
      @LuckyStrik3r:disqus : Du hast recht, man kann natürlich auch das Feuer aus lassen, wenn man es nicht beherrschen kann! Oder, man lernt mit dem Feuer umzugehen!
      Die IT-Welt ist eben nicht nur auf Vertrauen und “Klicki-bunti” aufgebaut, sondern man muss sich auch mit den Technologien beschäftigen.
      Somit begrüße ich jeden, der sein Android rootet und mal die Zugriffsrechte hinterfragt, die so eine App von einem will!
      Und ja, sowas gehört auch auf einen Block, wie diesen, auch wenn so eine Diskussion sehr mühsehlig ist…

      • LuckyStrik3r

        @ ausweichschraube

        Ich würde zu gerne drüber diskutieren, jedoch gestaltet sich das Schwer mit Menschen, die in ihrer Traumwelt leben und nur zwischen links, rechts und Verschwörungsspinner unterscheiden können und nicht basierend auf Fakten argumentieren können, da ihnen diese in der Schule nicht begebracht werden. Ich meine das wirklich nicht böse aber ein Gadget-Blog ist glaube ich wirklich der falsche Ort dafür. Du merkst ja laut Zyz ist mir nur langweilig und ich versuche mir ein Feindbild zu erschaffen weil ich absolut nichts besseres zu tun habe, das ist der Selbsterhaltungstrieb des Bewusstseins. Der Mensch hat Angst vor veränderung, lieber an das glauben an was alle glauben. Naja in paar Jahren werden wohl mehr Menschen verstehen von was ich heute schon rede.

  • NoHighRes

    …und der Win 8 Trend lautet: Hin zu den Apps, Login per Microsoft-Konto, damit die Überwachung nicht endet, wenn zu Hause oder im Büro das Handy ausgeschaltet wird…

  • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

    Ich sehe das alles nicht so drastisch, denn solange diese Daten nicht dazu benutzt werden mich mit massig Werbung zu bombardieren kann ich damit leben.
    Das ganze dient doch den Gesellschaften auch dazu zu sehen in welchen Gebieten mehr Nutzung auftritt um diese dann noch besser auszubauen. Ich kann mir kaum vorstellen das es da tatsächlich jemanden interessiert wann Herr X schläft und vor allem wo. Das mit der Rechnung und dem Nachweis ist da schon viel mehr ein guter Grund diese Daten zu sammeln. Denn dank mobilem Internet muß ein Provider ja auch die Orte mit sammeln, denn wenn Frau Y sagt sie war nie in Paris gewesen und hat dort kein Internet genutzt muß das ja belegt werden das es evtl. doch so war.
    Ich für meinen Teil finde das alles gar nicht so schlimm und wenn durch so eine Überwachung evtl. in Zukunft solche Bahnhofs-Schlägereien verhindert werden könnten und auch schlimmere Verbrechen dann bin ich sogar dafür. Ich selbst mache mit meinem Smartphone nichts illegales also muß ich da auch nichts befürchten, denn je mehr Daten und Logs das beweisen können desto besser ;-)

    • ausweichschraube

      Du siehst das so positiv … ;-)
      Nun werden jedoch solche Informationen für Werbezwecke genutzt! Oder meinste nicht, dass sich jede Firma auf Facebook über ein “Like” freut, weil sie so ganz gezielt rausfinden kann, wen was interessiert und dieser Person noch gezielt die “richtige” Werbung am Rande angezeigt wird.
      Was ist also, wenn die ganzen negativen Gerüchte um die Werbung und das ausspionieren stimmen? Wer kontrolliert es?
      Zum Besipiel mit der Bahnhofs-Schlägerei: Auch hier wäre deine Idee schön, aber es kann wieder keiner kontrollieren. Oder meinste, der potentielle Schläger hat absichtlich ein Smartphone mit eingeschalteten Diensten in der Hosentasche, so dass die Polizei darüber dann die Identität feststellen kann … schön wär’s!

      • Guest

        Werbung wird im Netz doch ohnehin angezeigt und wenn das nun auch Werbung ist von Dingen die mir persönlich gefallen ist das doch nicht negativ. Google Now ist doch im Grunde nichts anderes und das gefällt mir persönlich sehr gut. Ich verstehe einfach nicht weshalb sich so viele Leute darüber aufregen. Damals haben sich alle über unnütze Werbung im Briefkasten aufgeregt, dann gab es massive Probleme mit ungewollten Spam-Mails und mittlerweile versuchen die Unternehmen gezielter Werbung zu machen mit Dingen die jedem einzelnen auch zusagen könnten. Wer gar keine Werbung haben möchte kann doch einfach Adblocker nutzen, die gibt es mittlerweile für sämtliche Geräte.
        Zu dem Punkt wer das kontrollieren soll, kann ich nur sagen, ganz genau wer soll das tun und wer macht das tatsächlich? Ich kann mir kaum vorstellen das die Tonnenweise Daten die da Minütlich eingehen auch tatsächlich durch “echte” Menschen kontrolliert werden. Das bedeutet also im Fall der Werbung wird das automatisiert getan und kein Mensch bekommt tatsächlich mit wo Herr X gerade telefoniert hat oder was Frau Y gestern im Internet gesucht hat.

        Wer sich dadurch aber wirklich verfolgt fühlt sollte evtl. überlegen ob die digitale Welt nicht das richtige ist für einen.

      • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

        Werbung wird im Netz doch ohnehin angezeigt und wenn das nun auch Werbung ist von Dingen die mir persönlich gefallen ist das doch nicht negativ. Google Now ist doch im Grunde nichts anderes und das gefällt mir persönlich sehr gut. Ich verstehe einfach nicht weshalb sich so viele Leute darüber aufregen. Damals haben sich alle über unnütze Werbung im Briefkasten aufgeregt, dann gab es massive Probleme mit ungewollten Spam-Mails und mittlerweile versuchen die Unternehmen gezielter Werbung zu machen mit Dingen die jedem einzelnen auch zusagen könnten. Wer gar keine Werbung haben möchte kann doch einfach Adblocker nutzen, die gibt es mittlerweile für sämtliche Geräte.
        Zu dem Punkt wer das kontrollieren soll, kann ich nur sagen, ganz genau wer soll das tun und wer macht das tatsächlich? Ich kann mir kaum vorstellen das die Tonnenweise Daten die da Minütlich eingehen auch tatsächlich durch “echte” Menschen kontrolliert werden. Das bedeutet also im Fall der Werbung wird das automatisiert getan und kein Mensch bekommt tatsächlich mit wo Herr X gerade telefoniert hat oder was Frau Y gestern im Internet gesucht hat.

        Wer sich dadurch aber wirklich verfolgt fühlt sollte evtl. überlegen ob die digitale Welt nicht das richtige ist für einen.

    • Lukas Müller

      Als Bürger sollte man nicht die Frage stellen, ob man _derzeit einen Nachteil hat. Tatsache ist, dass man schon heute nicht genau weiß, wie die eigenen Daten verwendet werden.

      Die eigentlich Frage die man stellen sollte ist, ob man _je in der _Zukunft einmal einen Nachteil haben _könnte. Der Grund, weshalb man diese Frage anstatt der ersten stellen sollte ist einfach: Die ständige Veränderung der Welt ist komplex, daher könnten schon morgen Dinge passieren, die man heute noch für unwahrscheinlich hält..

  • ausweichschraube

    @ Hans: Schöner Artikel, guter Anfang!
    @ MGs: Mehr solcher Artikel! Mehr kritische Hinterfragung im Umgang mit Daten. Mehr Ideen und Erfahrungen über die “Datenkraken” und Sicherheitsleaks! Denn schließlich geht es doch um die Erfahrungen und den Umgang mit den Gadgets. Da ist sowas erst recht wichtig, zumal es alle Geräte betrifft (unabhängig von Specs)!
    @ Sasha Pallenberg: Wie war das beim Galaxy Tab 7.7, welches nachm Auspacken zu Hause bereits dein WLAN-Passwort kannt … nich so geil! ;-)

    • Christian Wobig

      Besonders sprachlich ein toller Beitrag, vielen Dank auch für diesen Aspekt, manches hier tut dann doch mal ordentlich weh, anders als bei diesem Artikel.

      • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

        gibt es da Beispiele fuer bzw. was gefaellt dir nicht so? die recht rotzige Art?

        • ausweichschraube

          Hey, manchmal muss man eben ein wenig anstößiger sein, um bei Anderen ein paar Gedanken anzustoßen, gell?!

  • LinusX

    @Hans, guter Artikel! Und danke für das interessante Video.
    ★ Ruckzuck ★ Werbung ist nervig. Finde ich auch. Aber wenn Staaten anfangen, diese Daten zu nutzen, dann wird es gruselig. Aber wir leben doch in einer liberalen Demokratie und “der Staat” will für uns alle nur das Beste? Stimmt. Ein gewisses Misstrauen gegenüber den Organen dieses Staates möchte ich Dir dennoch empfehlen. Oder kommt es Dir nicht sonderbar vor, wenn Geheimdienste die Ermittlungen zu rechtsradikalen Verbrechen zu behindern versuchen? (Die Geschichten um den NSU waren für mich das krasseste Beispiel in letzter Zeit.)
    Deswegen reicht es mir nicht, wenn die TelCos oder Behörden theoretisch kein Recht haben, meine Daten zusammenzuführen und auszuwerten – ich will, dass sie diese Daten gar nicht erst speichern!
    Sonst kommen ganz leicht so “Zufälle” zu stande, dass Dir die Einreise in die USA verwehrt wird, weil der automatische Nazi-Filter den Hitler-Witz in Deiner SMS nicht verstanden hat…
    @LuckyStrik3r Was Du da schreibst ist Sarkasmus, oder? Ich bin mir nicht so sicher… Wenn nicht, fehlt Dir imho etwas der Realitätsbezug…

    Gruß,
    Linus X.

    • http://twitter.com/Ruckzuck78 ★ Ruckzuck ★

      Ja sicher ein gewisses Misstrauen ist auch vorhanden, das ist auch der Grund weshalb man einfach mal den Kopf einschalten muß wenn man sich im Netz bewegt und eben keine doofen Witze macht :-)
      Nein mal im Ernst es ist sicher nicht schön das die Daten einfach so an Behörden oder den Staat weitergegeben werden. Aber wie gesagt die Zeiten erfordern das doch schon fast, wenn man sieht wie sich heutzutage Kriminalität durch das digitale Netz verbreitet. Mittlerweile hat auch der Staat erkannt das er irgendwie etwas verpasst hat und zu lange mit sich selbst beschäftigt war. Daher muß jetzt möglichst schnell und am besten alles gespeichert und geprüft werden. Schaut Euch doch unter den Politikern um, wie viele haben denn da tatsächlich Ahnung von der Digitalen Vernetzung? Die haben alle nur Berater die völlig überbezahlt sind und natürlich das gesamte Volk und natürlich zur reinen Sicherheit überwachen müßen. Dazu kommt dann noch ein Spruch wie 85% der überwachten Leute merken das eh nicht, 5% nutzen das gar nicht und die anderen 10% sind geduldet fertig aus.

      Heutzutage bringt es doch auch nicht mal mehr was auf die Strasse zu gehen, wenn man sieht was da in Stuttgart abging, das einzige was da scheinbar erreicht wurde ist Verzögerung, sonst nichts.

      • Zyz

        Nunja in Stuttgart gab es eine Abstimmung, in der die Bürger abstimmen konnten. Mehr Bürger wollten den Bahnhof. Fertig

  • Commander Cliff Allister McLan

    Aufruf: Alle Smartphones, Tablets, Handys ab sofort nur noch im Flugzeugmodus betreiben! Sehr sicher ist alternativ auch die Entnahme des Akkus. Esoteriker greifen auch gern zur Alufolie – sieht auch geil aus so nen iPhone 5 in Alu . Gegenangriff: Wir bauen ein komplexes Tauschnetzwerk auf und benutzten jeden Tag nen anderes Gerät.

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