Eine 23 Jahre alte Stewardess der China Southern Airline erlag einem Elektroschock als sie einen Anruf mit ihrem iPhone 5 annehmen wollte. Das iPhone war zu diesem Zeitpunkt mit dem Netzteil verbunden und wurde aufgeladen. Apple kuendigte an mit den Chinesischen Behoerden zu kooperieren.

Stewardess stirbt durch iPhone 5 Elektroschock

Tragischer Zwischenfall in China. Ming Pao Changji, eine 23 Jahre alte Stewardess der China Southern Airline starb durch einen Elektroschock, als sie einen Anruf auf ihrem iPhone 5 annehmen wollte. Ihre Familie teilte mit, dass das iPhone am Ladegeraet hing und es es im Dezember 2012 ueber einen offiziellen Apple-Channel erworben wurde.

Es ist nicht das erste Mal, dass derartige Zwischenfaelle in China aufgetreten sind. Man erinnere sich nur an die unzaehligen explodierten Smartphones, insbesondere wenn diese mit Akkus von Drittanbietern ausgestattet waren.

Soweit ich mich erinnern kann ist dies aber der erste Fall mit einem Apple iPhone 5 und bevor nun alle zum naechsten Apple Store rennen: Das war wohl ein tragisches Unglueck und sicherlich kein generischer Produktionsfehler.

Apple hat uebrigens, anders als unter der Fuehrung von Steve Jobs, umgehen reagiert und eine Kooperation mit den Chinesischen Behoerden angekuendigt.

We are saddened by this unfortunate accident and our deepest condolence goes to the victim’s family. We will conduct a thorough investigation and be fully cooperative

 

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  • Phreeze

    wer weiss ob nicht nen “china”-Ladekabel benutzt wurde oder die Steckdose einfach mal Schuld war..bin sehr gespannt ob der Fall aufgedeckt wird

  • Andreas Jung

    Also am Handy kann es gar nicht liegen, denn da kommen nur die 5V an die das Ladegerät zulässt. Ich weiß jetzt nicht was das chinesische Netz so an Spannungsspitzen zu bieten hat, aber 220 Volt Wechselstrom bei 50 Hertz liegen da normalerweise auch an. Das ist in der Regel für einen 23 Jährigen, gesunden Menschen nicht tödlich … das treibt einem höchstens eine aufgezwungene Grimasse ins Gesicht.

    Wahrscheinlich gab es eine mächtige Überspannung, die das Netzteil gegrillt hat. Aber das dann durch ein USB Kabel mit derart dünnen Äderchen so lange Strom fließen kann, bei gerade einmal 220V, dass das einen Menschen töten kann ist doch sehr eigenartig. Ob das der Stewardess im Flugzeug passiert ist? … und ob es in China auch FI-Schalter (Fehlerstromschutzschalter) gibt?

    Bestimmt eine Verschwörung von Samsung, die machen demnächst Werbung wie: “… mit unseren Plastikbombern wäre so etwas nicht passiert … denn merke: Plastik/Samsung leitet keinen Strom!”

    • Sandra
      • daniode

        Und was haben ein explodierender Akku und ein Stromschlag gemeinsam?

        • st0815

          Schlechte Verarbeitung, möglicherweise gefälschte Bauteile oder Komponenten niedriger Qualität von Drittanbietern (Batterie / Netzteil).

          • daniode

            Möglich und bis jetzt Spekulation. Erklärt nur nicht, warum man bei Stromschlägen durch Iphones ironisch mit explodierenden Akkus kontert.

          • st0815

            Ja, da hast du schon recht.

    • daniode

      Ich finde das auch höchst fragwürdig. Wer stellt ein iPhone für ein Experiment zur Verfügung?

    • HC de

      Gefährliches Halbwissen!!

      220V (seit einigen Jahren ja 230V) können einen Menschen problemlos töten. Selbst die 110/115V in den USA sind keine ‘sichere Spannung’.

      Letztlich ist aber nicht die Spannungshöhe (Antrieb des Stroms) sondern die Stromstärke und der Weg des Stroms durch den Körper ausschlaggebend.

      Laut Wikipedia ‘Stromunfall’ genügen bei 230V, 50Hz (Körperstrom:10mA) zwei Sekunden für einen Herzstillstand.

      Bei den extrem miniaturisierten Netzteilen besteht schon die Gefahr, dass sich die Netzspannung über das USB-Kabel den Weg bahnt (gerade bei schlechten Kopien der Lader). Dann stelle man sich eine behandschuhte Stewardess vor, die sich das Fon an die Schläfe hält….

      • Andreas Jung

        “Gefährliches Halbwissen!!”

        -> Der ist gut :-) … ich bin Elektroniker und Strom fließt sozusagen durch meine Adern :-)

        Also im Studium dürfen wir Wikipedia als Quelle nicht nutzen, das ist ab und zu auch ganz gut so … und ganz unrecht hast du nicht … aber auch ein aufgeladener Strickpullover in Verbindung mit einem Luftballon könnte theoretisch tödlich sein.

        500Ω Widerstand hat ca. ein Körperteil … da kann man sich dann die Leistung ausrechnen die einem bei 220/230V durch den Körper jagen. Das wird schon mal recht warm … wenn … ja wenn der menschliche Körper nicht ruckartig und überraschend schnell zucken würde. Du lässt unter 1/2 Sekunde los, das verspreche ich dir :-) … erst bei Stark-Stromanschlüssen verkrampften deine Muskeln was das Loslassen unmöglich macht.

        Ich könnte jetzt noch etwas davon erzählen, dass die tatsächliche Leistung auch davon abhängt wie gut du geerdet bist, denn mit den richtigen Schuhen auf dem richtigen Unterboden wird Strom zum Ergebnisabenteuer.

        Aber im Ernst. Die Äderchen bei USB sind zu dünn um lange Strom in diesen Ausmaßen fließen zu lassen, 2 Sekunden hält keiner freiwillig an 220/230V fest wenn es in den Fingerspitzen kribbelt lässt du los, ein FI-Schalter unterbricht den Stromabfluss binnen (ich glaube) einer 10tel Sekunde und zumindest in einem Flugzeug gibt es einen chinesischen FI-Schalter … da bin ich mir sicher (ob auf dem Land … keine Ahnung).

        Kurz: Das muss schon richtig doof gelaufen sein, dass ein Handy einen umbringen kann. Ich müsste auf einer Metallplatte stehen, am besten noch barfuß. Das USB-Kabel müsste ausgesprochen und ungewöhnlich dick sein, kein FI-Schalter dürfte vorhanden sein, der Überspannungsschutz des Netzteils (Sicherung) müsste einen gewaltigen Defekt aufweisen, ich müsste eine Muskelkrankheit haben damit ich das Gerät nicht los lasse, ich müsste einen Herzfehler haben damit ich tot umfalle … kurz … unwahrscheinlich.

        • clust0r

          Der Leiterquerschnitt ist für kurzzeitige Belastungen absolut irrelevant (ob das USB Kabel warm wird ist Wumpe, das brennt nicht so schnell durch, wie es notwenig wäre). Es kann im Zweifelsfall genug Strom durch die falschen Regionen fließen. Fakt ist, dass es passiert ist.

          Das interessante ist, woran es den gelegen hat. Insbesondere erscheint es mir schleierhaft, wie die Eingangsspannung Ausgangsseitig vorhanden sein konnte (da müsste schon einiges an Halbleiterelektronik massiv versagt haben), bzw. plötzlich auf Masse lag (und nach “der” Beschreibung würde ich eher mutmaßen, dass auf einmal die Masse vom Gehäuse auf Potential lag).

          FI-Schalter würden meiner Meinung nach den Unfall evtl. auch nicht verhindert haben können, da durchaus ein “zulässiger” Stromfluss vorgelegen haben könnte und die Gesamtabweichung zu gering war.

          Im Endeffekt hat es wahrscheinlich nichts mit China an sich zu tun, sondern mit der internen Bauweise der Apple-Netzteile. Tatsächlich hätte es wohl aber auch jeden anderen Hersteller treffen können. Man sollte wohl lieber vorsichtig sein, mit am Leitungsnetz hängenden Mobilgeräten.

          P.s. 230V Leitungsnetz: Effektivspannung wohlgemerkt! Die Amplitude beträgt ~330V.

          • Andreas Jung

            Also das mit dem USB-Kabel müsste man wirklich mal austesten. Einen 1500er Widerstand (Hand, Torso, Fuß) an ein USB-Kabel bei 220/230V Netzspannung. Ich habe hier eines, da sind die Äderchen so dünn, die schmelzen doch sofort weg, aber das müsste man wirklich mal testen.

            Zum Thema FI-Schalter: Nein, den vertraue ich mein Leben an, die unterbrechen rechtzeitig, mit funktionstüchtigem FI-Schalter sollte so etwas nicht passieren können.

            Ich glaube so etwas konnte nur passieren, wenn die Junge Frau direkt das Netzteil angefasst hat. Eventuell kam dann noch Feuchtigkeit dazu (frisch gewischt, Boden noch nass) und dazu noch schwach auf dem Herzen.

            P.s.s. Was hat die arme Amplitude damit zu tun? :-)

          • Dark Knight

            Moin, ich bin beileibe kein Experte, weder mit iPhones noch mit Physik / Elektrotechnik (?), aber das iPhone hat keinen USB Anschluss. Ob das einen riesen Unterschied macht (USB vs Lightning) weiß ich nicht, aber möglich wärs ja evtl.

          • Andreas Jung

            Da habe ich gar nicht dran gedacht. Ob das Lightning-Kabel nun etwas dicker ist … ich weiß es nicht. Aber ich denke das st0815 das schön schön auch den Punkt gebracht hat :-)

          • Phreeze

            5volt laufen trotzdem drüber, und von Stärke auch kaum mehr wenn überhaupt

        • st0815

          Bin auch Elektroingenieur, aber solche Sachen gehören in den Bereich der Medizin. Bei mir kam das im Studium nicht vor, aber gelegentlich gibts mal ne Laborunterweisung die man dann schnell wieder vergisst. ;-)

          Nehmen wir mal das hier, das passt zu dem an das ich mich erinnere:
          http://www.elektro-wissen.de/Tipps/wirkung-des-stroms-auf-den-Menschen.html

          Also 50 mA können schon tödlich sein wenn sie übers Herz gehen. Dann reichen auch 50 V bei 1000 Ohm Körperwiderstand aus. 50 mA hält ein USB-Kabel locker aus. Auch wenn die junge Dame Stewardess war – im Flugzeug hat sie wahrscheinlich nicht telefoniert. Vielleicht war sie im Bad oder in der Küche mit bloßen Füßen, kaputtes Netzteil das 220V auf USB-GND legt, guter elektrischer Kontakt zum Boden, FI-Schalter … Pfusch am Bau, Altinstallation oder so … und falls es dann noch irgendeine Verbindung zwischen Metallgehäuse und dem USB gibt, dann kann die Sache schon schiefgehen.

          Besonders wahrscheinlich muss die Sache ja nicht sein – es ist ja nur ein Unglücksfall nicht hunderte.

          • Andreas Jung

            Ja, mein Reden. Ich erinnere mich noch an meine ersten Stunden im Labor … hui war das spaßig. Wenn man es so sieht gibt es sowieso nichts gefährlicheres als einen kleinen, unscheinbaren Kondensator. Den sollen ja die Dozenten früher gern mal den Schülern zugeworfen haben, derjenige welcher den dann fangen konnte hatte natürlich den Hauptpreis. Also, in ganz unwahrscheinlichen Kombinationen kann auch ganz wenig “Strom” ganz dolle tödlich sein.

      • st0815

        “Letztlich ist aber nicht die Spannungshöhe (Antrieb des Stroms) sondern
        die Stromstärke und der Weg des Stroms durch den Körper ausschlaggebend.”

        Stimmt zwar, aber die Beziehung ist Stromstärke = Spannung / Widerstand. (Linearen Widerstand darf man beim Menschen schon ungefähr annehmen.) Die Spannung wird bei der erforderlichen Stromstärke auch nicht einbrechen, das schafft ne Steckdose problemlos.

        Also kurz: die Stromstärke ist halt des Resultat der Spannung. 110V sind in der Regel schon sicher, aber man kann halt auch arg Pech haben. China hat 220V auch das ist normalerweise nicht tödlich aber … Die Handschuhe hätten geholfen (hoher Übergangswiderstand) aber ich denke sie hat eher zuhause oder im Hotel telefoniert.

        Armes Mädel.

  • Viktoria Vötter

    Ich finde das echt unheimlich klingt vielleicht komisch aber………

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  • Uwe Kamper

    Hier gibt es eine wirklich umfassend Erklärung, wie besonders billige (“gefälschte”) Netzteile aufgebaut sind und warum sie gefährlich werden können: http://www.righto.com/2012/03/inside-cheap-phone-charger-and-why-you.html

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