Die “Fab Five” der IT-Branche, sprich Amazon, Google, Facebook, eBay und Apple, duerften nicht nur den Grossteil des Contents auf den weltweiten Techblogs bestimmen, sie emotionalisieren auch ihre Benutzer! Aber wie nehmen wir diese Unternehmen wirklich wahr?

Studie: 90% der User sehen Facebooks Dominanz als mindestens “bedenklich” an

Der W3B-Report “Nutzerverhalten” der Fittkau & Maaß Consulting GmbH basiert auf einer Studie, die zwischen April und Mail 2013 Internet-User in Deutschland nach ihrer ganz persoenlichen Meinung zu Amazon, Google, Facebook, eBay und Apple befragte. Das Ergebnis koennte gar nicht emotionaler sein, denn offenbar hat so ziemlich jeder Nutzer und Konsument ein Statement fuer die Branchenriesen parat!

So nehmen nach Angaben von Fittkau & Maaß 45% der befragten User die dominierende Markt-Position von Facebook als “Besorgnis erregend” wahr.15% sehen dies als bedenklich, 30% als “sehr bedenklich” an. Hossa!

W3B36_Internet-Giganten_Zustimmung_und_Ablehnung

 

Aehnlich polarisiert auch Apple, wobei der Abstand zu Facebook nicht zu unterschaetzen ist!

Schaue ich mir dann aber an, wie ungemein positiv und unbedenklich die fuehrenden Rollen von Google, Amazon und eBay angesehen werden, dann scheinen Facebook und Apple da wohl ein wenig die PR- und Marketing-Abteilung aufstocken zu muessen.

Trotz all der Skandale um Leiharbeiter und obskure Subunternehmer kann sich Amazon ueber fast 50% Jubel-Perser freuen, denen es ziemlich egal ist wie dieses Unternehmen den Onlinehandel weltweit uebernimmt.

Lesenswert: Amazon und die Leiharbeiter – Ein Skandal der keiner ist

Generell wuerde es vergleichsweise wenig Kritiker dieser Unternehmen geben, was mich an diese traege Herde Kuehe erinnert, die mal kurz aufschaut und dann gemuetlich weiter grast (yep, is aussem Song vom Herbert).

Der typische Facebook-Kritiker ist uebrigens männlich, zwischen 35 und 55 Jahre alt und hat das Abitur irgendwie gemeistert. Obwohl sein Nutzungsverhalten bei Blogs, Wikis und Twitter unauffaellig durchschnittlich ist, will er sich nicht so wirklich mit Facebook anfreunden. 44% der Facebook-Verweigerer nutzen uebrigens generell keine sozialen Netzwerke!

Und wen moegt ihr so?

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  • derflo

    sehr interessante Studie. Hätte gerne Samsung dabei gesehen.
    Könnte mir Vorstellen, dass die eine ähnliche Bewertung wie Apple haben, oder in Zukunft bekommen werden. An einem bestimmten Marktanteil, werden Firmen zusehens kritischer gesehen.

    • Andreas Pfaffinger

      Vielleicht weil Samsung keine Software anbietet bzw. “kostenlosen” Service anbietet. Reine Hardwarelieferanten werden scheinbar als nicht so gefährlich gesehen…

      • derflo

        stimmt, aber Samsung wird in Zukunft immer mehr auf Software setzen (müssen).

  • Pingback: Anonymous

  • Andreas Pfaffinger

    “Schaue ich mir dann aber an, wie ungemein positiv und unbedenklich die fuehrenden Rollen von Google, Amazon und eBay angesehen werden, dann scheinen Facebook und Apple da wohl ein wenig die PR- und Marketing-Abteilung aufstocken zu muessen.”

    …oder einfach “netter” werden. Vor allem wenn man News von google und apple verfolgt, kommt man ganz schnell zum Ergebniss, dass Apple tendenziell böse und Google tendenziell gut ist.

    Wo Apple seinen Kunden verbietet gekaufte Software/Musik/etc. an seine Kinder weiterzuvererben bietet google in einem einfachen Webfolmular an einen “Erben” zu ernennen der nach dem Tod Zugriff auf alle Daten hat.

    Wo Apple einen Käfig um seine Welt aufbaut ist google der Meinung dass jeder mit seiner Hardware machen kann was er will.

    Wo Apple Anwendungen verbietet, mit denen Kinder das Programmieren lernen können, will google die Kinder der dritten Welt mit Internet versorgen.

    Wo Apple eine Firma nach der anderen wegen unsinnigen Geschmacksmustern verklagt geht google auf andere Firmen zu und macht mit ihnen einen Pakt, dass sie sich nicht gegenseitig verklagen sondern zum Wohle der Kunden zusammenarbeiten.
    ….

    Das alles hat nichts mit aufgesetztem Marketing zu tun, sondern mit der grundsätzlichen Einstellung die eine Firma zu ihren Kunden hat. Die einen wollen abzocken, verklagen und gängeln, die anderen wollen technischen Fortschritt, niemanden Schaden und den Menschen weiterhelfen.
    Klar war das ein wenig überspitzt formuliert, aber genau das ist es was bei einem halbwegs interessierten User hängen bleibt und das Ergebnis zeigt ganz schön die Grafik oben.

    http://www.google.de/about/company/philosophy/

    • derflo

      kann man im Groben so zustimmen, wobei Google sicherlich nichts “verschenkt”. Ist ja schließelich ein gewinnorientiertes Unternehmen wie jedes andere auch.

      • Andreas Pfaffinger

        Da geb ich dir Recht. Nur den Menschen ist ihr Geldbeutel und das Geld darin näher bzw. greifbarer als dieses für viele Abstrakte Gebilde mit den google sein Geld verdient. Wenn man grade pleite ist, armer Student oder ganz einfach geizig kann man all die schönen google-Dienste genau so nutzen wie wenn man Geld im Überfluss hat. Und das ist schon ein nettes Konzept das scheinbar den Leuten besser gefällt als das der Konkurrenz.

        • derflo

          ok, aber man zahlt, wie fast überall mittlerweile, erstmal mit seinen Daten.

          PS: eine vernünftige DIsskusion über so ein “heikles” Thema, dass ich das noch erlebe… :)

  • http://www.taschen-pcs.de Fabius Engel

    Wieso genau ist Apple ein Internet Riese? Der Großteil des Umsatzes kommt doch von der Hardware.

    Zu Amazon und Ebay sehe ich das so. Einen Online Shop oder eine Vergleichplattform hat man schneller gewechselt als Soziale Netzwerk mit allen Freunden.

    Das Google so positiv wegkommt liegt sicher daran, dass viele Leute googln und nicht recherchieren. Google ist allgegenwertig und den Leute ist das egal. Dazu wird in viele Webblogs oft eine Pro-Google/Samsung und Anti-Apple Haltung eingenommen. Leute die etwas sich mit dem Thema auseinandersetzen bekommen schnell den Eindruck, dass Apple der Satan ist.
    Ich will das gar nicht schlecht reden, denn für mich sind beides nur kapitalistische Konzere deren Ziel eine stetige Gewinnmaximierung ist. Dazu sehe ich Blogs nicht als etwas objektives sondern ganz und gar subjektiv an.

    • Phreeze

      keine Ahnung wer 2tgrösster Musikveräufer im Internet ist, aber ich kenn die Nummer 1 ;)

      • http://www.taschen-pcs.de Fabius Engel

        Stimmt an iTunes hatte ich gar nicht mehr so gedacht. Ich streame mittlerweile hauptsächlich und wenn dann kaufe ich mir Musik als CD ;)

  • Markus

    Das ist ein sehr interessantes Thema. Deshalb möchte ich jetzt auch mal meinen Senf dazu geben :-D

    Generell finde ich jede Art von Monopolstellung sehr bedenklich. Ehrlich gesagt wundert es mich, dass in der Umfrage Facebook so “schlecht” und Google und Amazon so “gut” abschneiden.

    Okay, wie Andreas Pfaffinger das ja schon sehr schön herausgestellt hat bietet Google einem als Kunden ja auch dieses “Du-stehst-an-erster-Stelle-und-bekommst-auch-noch-alles-kostenlos”-Gefühl. Dennoch sollte eigentlich jedem klar sein, dass es NICHTS auf der Welt umsonst gibt.

    Wahrscheinlich steht Google – im Vergleich zu Apple und Facebook – so gut da, weil sie es geschafft haben uns zu vermitteln, dass sie gar nicht in erster Linie an unseren Daten interessiert sind, sondern dass “meine Daten” – richtig durch Google aufbereitet – vor allem MIR helfen, ein “besseres” Leben zu führen. Bestes aktuelles Beispiel die Präsentation des “neuen” Google Maps auf der I/O.

    Das ändert aber nichts daran, dass die Daten existieren und – im schlimmsten Fall – gegen uns alle verwendet werden können. Damit unterstelle ich gar nicht, dass Google das vor hat. In der (Internet-)Welt in der wir momentan leben (“Datenschutz über alles”) ist das alles weniger ein Problem.
    Aber die Stasi hätte sich über Google gefreut. ;-)

    Und ja, das sage ich als begeisterter Google-Kunde der 5 E-Mail-Konten über GMail “abholen” lässt, den Bilder-Sofort-Upload auf Handy und Tablet aktiviert hat, sich noch wärend des I/O-Livestreams für das “neue Maps” registriert hat, seit gut einem Jahr nur noch Drive statt Dropbox nutzt, … usw. usw.

    Manchmal wird mir selbst schlecht, wenn ich darüber nachdenke ;-)

    Und jetzt noch ein paar Worte zu Amazon (zur Erinnerung: Ich finde Monopole im Allgemeinen bedenklich):
    Ich möchte gar nicht wissen, wie viele kleine Läden in schönen Einkaufsmeilen in Innenstädten wegen Amazon schon schließen mussten. Sie haben nicht nur gegen die Großen Discounter zu kämpfen sondern jetzt auch noch gegen Amazon, die nur unwesentlich “langsamer”, dafür jedoch wesentlich bequemer und meistens auch noch günstiger sind.
    – Die Arbeitsbedingungen habe ich im Übrigen bewusst außen vor gelassen, da sich diese in meinen Augen nicht wirklich von anderen Großhandelsketten unterscheiden dürften. –

    Ebay – zumindest was den Zweig der Gebrauchtwarenauktionen angeht – halte ich dagegen für weniger schlimm, da sie nur die Auktionsplattform anbieten, dabei noch einen sehr guten Käuferschutz bieten und nicht wirklich in Konkurrenz zu einem “realen” Geschäftsmodell stehen. Hier ist auch die zentrale Position sowohl für Verkäufer als auch für Käufer eher positiv.
    — Habe ich hier etwas übersehen weshalb eBay für weniger Leute in Ordnung ist, als Google und Amazon? —

    Soweit meine Gedanken

    Gruß

    Markus

    • Andreas Pfaffinger

      Geb dir im Großen und Ganzen Recht, nur man sollte auch bedenken, dass amazon ja auch eine Plattform für viele kleine Händler und Geschäfte ist und damit vielen Selbstständigen und auch kleinen Läden, wenn man sich darauf einlässt, zusätzlich zur eigenen Homepage und dem kleinen Laden in der Einkaufsmeile Kunden bringen kann.
      Nur so als Beispiel – ich hab neulich über Amazon ne besondere Cupcake-Torten-Backform gekauft. Als sie dann bei mir ankam sah ich beim Absender, dass der Versender ein kleiner Laden mit der selben Postleitzahl wie meine war. :-)
      (Nur so als kleine Ergänzung)

      • derflo

        Sobald ein Produkt gut läuft, nimmt Amazon das selbst ins Programm auf, meinst billiger. Davon haben die kleinen Händler auch nichts, sie dienen lediglich zur Marktübersicht.

      • Markus

        Da hast du natürlich vollkommen Recht! …Und fütterst gleichzeitig mein Argument ;-)
        Das heißt nämlich, dass wir uns überhaupt nicht mehr lokal umsehen, ob es das, was wir im Internet (ich verallgemeinere das hier mal ein wenig) bestellen denn auch in einem Laden um die Ecke gibt. – vielleicht sogar zum selben Preis oder sogar günstiger!?
        Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass du genau auf diesen Verkäufer gekommen bist und nicht vielleicht auf einen, aus der anderen Ecke aus Deutschland, der die gleiche Cupcake-Form (oder eine sehr ähnliche) anbietet? Dann wärst du niemals draufgekommen, dass es diesen Laden um die Ecke überhaupt gibt. Mit einem kleinen Spaziergang durch die Stadt jedoch… muss ich weiter schreiben? ;-)

        Ich bin aber auch der völlig falsche, wenn es darum geht, Menschen vom Einkaufen im Internet abzuhalten, dafür bestelle ich selbst viel zu häufig – auch bei Amazon ;-)
        Dennoch – und darum geht es ja eigentlich bei der Umfrage – finde ich es sehr erschreckend, wenn ich an einem schönen Nachmittag durch die Fußgängerzone laufe (und sei es nur, weil ich vom Zug schnellstmöglich nach Hause möchte um die Amazon-Prime-Bestellung noch rechtzeitig für den nächsten Tag aufzugeben) und die Verkäufer total gelangweilt hinter ihren Theken sitzen sehe.
        Wie gesagt, das ist der Lauf der Zeit und den können wir wahrscheinlich nicht mehr aufhalten. Aber Amazon hat einen gewissen Anteil daran, dass dies noch beschleunigt wird ;-)

  • http://twitter.com/martinweigert Martin Weigert

    90 Prozent?!! Laut Untersuchung sind es 45.

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      90% als mindestens bedenklich!

      “So nehmen nach Angaben von Fittkau & Maaß 45% der befragten User die dominierende Markt-Position von Facebook als “Besorgnis erregend” wahr.15% sehen dies als bedenklich, 30% als “sehr bedenklich” an.”

      • Martin Weigert

        Ich glaub du interpretierst diese Formulierung aus dem Fittkau-Blog falsch. Die 45 % sind die selben wie die 15 % und die 30 % zusammen. Geht ja auch eindeutig aus der Grafik hervor. Wie sollen es 90 Prozent sein, wenn 24 Prozent die Rolle von Facebook in Ordnung finden?

  • Michael Achenbach

    Selbst dran schuld, wer sich bei so einem Mist anmeldet…..
    Manchen Zeitgenossen/innen ist wirklich nicht zu helfen !

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