Die weltweiten Tablet-Verkäufe blieben aufgrund der schwächelnden Wirtschaft und der wachsenden Lagerbestände bei einigen Herstellern hinter den Erwartungen der Unternehmen zurück. Insgesamt wurden im dritten Quartal 2011 “nur” 18,7 Millionen Tablets abgesetzt. Dies entspricht zwar einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 27,5 Prozent, dieser fiel aber erheblich geringer aus als im vorangegangenen Quartal, als die Verkäufe noch um ganze 60,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen konnten. Dies behaupten die Marktforscher von DigiTimes Research. Auch Apple war von der aufgrund des seit August nachlassenden Wirtschaftsaufschwungs sinkenden Nachfrage betroffen. Im dritten Quartal verkaufte der US-Hersteller zwar immer noch gut 13 Millionen iPads und verzeichnete somit ein Wachstum um 36,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, verfehlte aber seine eigenen hoch gesteckten Prognosen.
Die anderen Tablet-Hersteller haben da freilich größere Probleme, denn ihre Geräte können die Kunden offenbar noch immer nicht so recht begeistern. Dem Vernehmen nach stapeln sich die Geräte deshalb teilweise in den Lagern, weil die Hersteller noch mit Preissenkungen zögern, die den Verkauf ankurbeln könnten. Gleichzeitig wurde die Einführung neuer Tablet-Modelle bei einigen Anbietern verschoben, weshalb sie nicht mit neuen attraktiven Geräten Kunden locken können. Das Wachstum bei den “Nicht-iPads” fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deshalb mit 10,1 Prozent deshalb eher enttäuschend aus. Da die Hersteller mit internen Umstrukturierungen reagieren, gibt es auch Veränderungen bei den Vertragsfertigern und Zulieferern. So ist Nvidia mittlerweile unter den CPU-Lieferanten auf Platz zwei aufgestiegen (hinter Samsung), während Texas Instruments auf Platz vier abgerutscht ist. Inventec ist unterdessen zu zweitwichtigsten Tablet-Vertragsfertiger geworden (hinter Foxconn), während Quanta auf Platz fünf fiel.
Quelle: DigiTimes
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