Dank moderner Technik finden wir heute alle möglichen Dinge wieder: Den Standort unseres Smartphones können wir uns dank GPS online anzeigen lassen, wer nach dem Parken nicht vergisst eine Markierung zu setzen, den dirigiert das Navi im Smartphone wieder zurück zum Auto (wobei man sich schon fragen sollte, ob es sinnvoll wäre sich noch hinter das Steuer zu setzen, wenn man schon das Auto nicht ohne Hilfsmittel finden konnte). Aber früher haben wir solche Dinge auch meist wieder gefunden, ganz ohne GPS – das Telefon haben wir einfach anrufen lassen, um dann mit gespitzten Ohren durch die Wohnung zu laufen und Autos sind schon alleine aufgrund der Größe doch meistens ganz gut aufzufinden. Und von Ausnahmefällen abgesehen bewegen sich die ja auch nicht von selbst durch die Gegend.

Etwas anderes ist es bei Haustieren, die im Gegensatz zu einem technischen Gerät auch nicht einfach ersetzbar sind. Für Hunde bietet Qualcomm mit „Tagg“ eine Lösung an – aktuell nur für die USA – mit der man seinen (entlaufenen) Hund jederzeit wieder finden kann. Das System besteht aus einem Anhänger für das Halsband – stoss- und wasserfest – mit einem GPS-Modul und Mobilfunktechnik, dazu gehört eine Basisstation, mit der sozusagen die „Homezone“ des Tieres definiert wird und die auch gleichzeitig das Ladegerät für die Anhänger ist und natürlich ein Webservice. Verlässt der Hund die definierte Homezone, wird der Besitzer per Mail und SMS darüber informiert und die GPS-Daten des Anhängers werden aufgezeichnet, so dass man sich auf den Weg machen kann, seinem Hund GPS-gestützt hinterherzulaufen.

Der Akku des Tagg soll – natürlich abhängig von der Nutzung – bis zu 30 Tage halten, wenn dem Akku langsam der Saft ausgeht wird man ebenfalls per SMS informiert. Das System soll auch für Katzen funktionieren, wobei bei einem Freigänger hier natürlich mit einer deutlich geringeren Laufzeit des Akkus gerechnet werden muss, das Revier einer Katze ist doch deutlich größer als diese „Homezone“, d.h. das GPS-Modul dürfte hier öfter aktiv als inaktiv sein (und dann gibt es natürlich noch viele Katzenbesitzer, die gar nichts davon halten ihrem Freigänger ein Halsband zu verpassen aus Angst die Katze würde damit irgendwo hängen bleiben und sich strangulieren).

dog tagg 1 550x366 Tagg   GPS für den Hund

Diese Lösung hat, trotz der anfallenden laufenden Kosten für den Mobilfunkvertrag einige deutliche Vorteile gegenüber dem Chippen der Tiere. Der Chip ist eine passive Lösung, der nur ausgelesen werden kann, wenn das gekennzeichnete Tier aufgefunden wird, im Gegensatz dazu meldet Tagg per GPS aktiv den jeweils aktuellen Standort des Tieres. Ein Ersatz für das Chippen ist es aber sicher nicht, sondern nur eine Ergänzung, da ein Halsband im Gegensatz zu einem unter der Haut sitzenden Chip einfach entfernt werden kann (und Haustiere machen sich nicht nur selbstständig, leider werden sie oft auch einfach mitgenommen).

Aber ein cooles Gadget für Haustierbesitzer ist es auf jeden Fall und für eine zukünftige Version gibt es dann vielleicht auch direkt eine eingebaute Haustierkamera, die aktuelle Bilder und Videos aus Perspektive des Tieres streamt.

Quelle: geek.com

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  • Radoje Stojisic

    Binde ich meiner schwester um, hehe :D

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