Am 1. Juli wird Google Reader eingestellt und immer noch sind viele Nutzer auf der Suche nach ihrer zukünftigen Alternative. Viele Anbieter und Projekte bemühen sich um die bald heimatlosen News-Junkies und auch die Entwickler von Feedreadern, die zur Synchronisation bislang auf Google setzen arbeiten an Alternativen.

The end is near: Noch 6 Wochen Google Reader und dann?

Ausgehend vom – natürlich nicht repräsentativen – Feedback in Blogs und Kommentaren scheint auch hier das größte Problem bei der Suche nach einer Alternative zu liegen: die Synchronisation über verschiedene Clients. In den letzten Jahren haben fast alle Newsreader Google für die Synchronisation unterstützt, einige wie zum Beispiel NetNewsWire haben gar eigene Synchronisationsmöglichkeiten per FTP oder WebDAV komplett aufgegeben und aus ihren Apps entfernt.

Für den Dienst Feedly scheint es derzeit wirklich gut zu laufen, ständig steigende Nutzerzahlen seit der Google-Ankündigung sprechen da eine deutliche Sprache. Auch ich selbst tendiere derzeit dazu, in Zukunft auf Feedly zu setzen, obwohl es kein natives Programm für Mac OS X gibt und es am Ende doch wieder nur der Wechsel von einer Anbieter-Abhängigkeit zu einer anderen bedeutet.

Sicherer vor spontanen Diensteinstellungen ist man nur, wenn man alle Bestandteile so einer Lösung so weit als möglich selbst kontrolliert und hostet. Alternativen, die nur die Synchronisation anbieten und vielleicht auch noch selbst gehostet werden können fehlt es aber immer bis jetzt an einer breiten Unterstützung durch Clients – nur Fever und FeedBin scheinen bislang in nennenswertem Umfang unterstützt zu werden. CommaFeed ist eine neue Alternative, die aber bislang noch von keinem Reader unterstützt wird, dafür kann sie selbst gehostet werden.

Wohin geht die Reise? Seit Google das Ende des Readers angekündigt hat, haben auch wir selbst viele mögliche Alternativen durchdacht und getestet, aber sicher noch nicht alle. Es sind natürlich auch die verschiedenen Ansprüche an die persönliche News-Konsum-Lösung. Während ich persönlich den Google Reader praktisch nur für die Synchronisation der verschiedenen Newsreader genutzt habe, sind andere noch begeisterte Nutzer des Web-Readers.

Habt ihr euch schon für eine Alternative entschieden, ist für euch schon klar, wie ihr ab dem 1. Juli eure Feeds konsumieren werdet oder seid ihr noch auf der Suche nach der richtigen Alternative?

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  • http://www.facebook.com/macwoern Werner Kraus

    Ich werde bei Reeder bleiben und hoffe, daß dort in allen Clients (iPhone, iPad und Mac) irgendwann per iCloud synchronisiert wird. Ich kauf mir nicht schon wieder neue Software. Bin mit Reeder sonst sehr zufrieden.

    • http://mywebwork.de/fiene.tv/ Daniel Fiene

      Eine Reeder Web-Oberfläche wäre on top der Hammer!

      • http://www.facebook.com/macwoern Werner Kraus

        … Du meinst für die seltenen Fälle, wo man mal an einem Windows PC hockt! :)

    • Anton Kurnitzky

      Ich werde auch weiterhin Reeder nutzen (ebenfalls iPhone, iPad und Mac). Evtl. werde ich es in Kombination mit Feedbin nutzen. Allerdings warte ich noch drauf das die Mac und iPad Version Feedbin auch unterstützen. Bisher tut es nur die iPhone Version. Für einen guten Werbefreien Dienst bin ich dann auch bereit lächerliche 2$ im Monat auszugeben.

  • http://mywebwork.de/fiene.tv/ Daniel Fiene

    Genau!

  • David

    Ich nutze RSS vorwiegend auf dem iPhone und ab und zu mal übers Android Tablet. Reeder als lokaler RSS ist unglaublich langsam, weil er bei jeder Synchronisation erst mal alle Feeds durchchecken muss. Fever habe ich mir mal angesehen, bin mir nicht sicher, ob das was für mich ist. Feedbin hatte bei mir eine katastrophale Performance und mir teilweise Elemente angezeigt die ich schon vor mehr als einer Woche als gelesen markiert habe…

    FeedWrangler ist vom Ansatz her sehr interessant, da haperte noch die Synchronisation und das Erkennen von RSS Feeds. Werde ich später aber noch mal testen. Bislang habe ich bei Feedly das beste Gefühl, die Feedly App ist aber für jemanden der Reeder gewöhnt ist sehr schlecht nutzbar.

    Fazit: Als die Bekanntgabe kam, dass Google Reader schließt habe ich mir kaum Sorgen gemacht, dass ich eine Alternative finde. Mittlerweile bin ich sehr ernüchtert und rechne fest damit, dass mein Workflow – der mittlerweile mit Google Reader, Reeder, Pinboard und Readability wirklich perfekt funktioniert – nie mehr so gut sein wird wie momentan. Traurig aber wahr..

  • Andreas G.

    Ich verwende schon seit langem Tiny Tiny RSS. Daher stört mich das Abschalten des Google Reader jetzt nicht wirklich.

    Das gute an der Abschaltung ist das in den ganzen Themenbereich RSS Reader wieder etwas Bewegung reingekommen ist. Zuvor wurde alles auf den Google Reader ausgerichtet. Jetzt gibt es zunehmend Alternativen die dann auch von den Cliententwicklern unterstützt werden. z.B. unterstützt eine Beta Version von gReader Tiny Tiny RSS als Backend.

  • http://www.facebook.com/people/Kevin-Kleebusch/1712820755 Kevin Kleebusch

    Wird wohl Feedly werden auch wenn ich damit noch nicht wirklich zufrieden bin. Ich weiß nicht wieso, aber ich habe irgendwie das Gefühl das im Vergleich zum Nativen Google Reader alles ein wenig unrund läuft.

  • Hans Jacobs

    Ich habe heute morgen einmal CommaFeed ausprobiert und bin auf den ersten Blick positiv überrascht: ein schlichtes überschaubares Design, das sehr an den Google Reader erinnert. Genau das weil ich und brauche ich. Wenn es dazu eine App gegen wird, bin ich zufrieden. Feedly und Co sind mir zu grafiklastig und überladen.

  • http://www.facebook.com/profile.php?id=1655721400 Christian Puricelli

    Wir arbeiten gerade an Reader.is, mit dem wir “RSS as a Service” anbieten wollen. Die Api wird in ein Paar Wochen für alle zugängig sein. Für Feedback wäre ich sehr dankbar http://reader.is/feedback.php

  • http://xenfo.blogspot.de/ nutritio

    Ich nutze auch Feedly, aber was mich noch stört ist, dass ich erstens nicht weiß, wie der Dienst sich finanziert, und zweitens ob der Dienst es überhaupt schafft die Daten selbst zu verarbeiten. Weil bisher läuft ja alles noch hauptsächlich über die Google Reader API

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