Seit heute läuft die Twitter Music Anwendung, mit der wir schon vor wenigen Tagen gerechnet hatten. Ihr erreicht sie unter music.twitter.com – allerdings spielt sich da für uns Deutsche noch nicht sehr viel ab.

Twitter Music startet – aber nicht in Deutschland

Als vorhin der erste Tweet mit einer Erwähnung des Dienstes in meinem Stream auftauchte, rief ich natürlich direkt die Seite auf, um dem Service mal auf den Zahn zu fühlen. Ich konnte mich mit meinen Twitter-Daten einloggen, danach passierte erst mal nicht viel. Ich erfuhr aber auf dem Twitter-Blog auch den Grund dafür: Deutschland gehört nicht zu den Ländern, die zu Beginn mit an Bord sind. Das sind nämlich bislang lediglich die USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Australien und Neuseeland. Dieser Umstand ist nicht sonderlich ungewöhnlich – gerade, wenn es um Musik und die dazugehörigen Rechte geht, schauen wir hierzulande gerne mal anfangs in die Röhre.

Ist aber auch nicht weiter tragisch, denn als Android-Nutzer wäre für mich eh keine App am Start. Ihr könnt die Web-Version ansteuern oder euch für iOS die Twitter Music App im App Store an Land ziehen – Android und andere Betriebssysteme sollen aber selbstverständlich folgen.

twitter music rdio Twitter Music startet   aber nicht in Deutschland

Wer heute schon loslegen konnte, hat vermutlich festgestellt, dass man nicht nur auf die Schnipsel angewiesen ist, die einem Twitter bietet. Wer sich mit seinem Rdio- oder Spotify-Account verbindet, kann die vorrätigen Songs nämlich auch in voller Länge genießen. Merkwürdigerweise konnte ich mich auch mit meinem Rdio-Account mit Twitter Music verbinden und ein paar Songs nun komplett hören. Ja genau – so ganz außen vor bin ich hier nämlich scheinbar nicht. Es gibt ein paar Kategorien, die man aufrufen kann:

  • Popular – New Music trending on Twitter
  • Emerging – Hidden talent found in the Tweets
  • Suggested – Artists you might like
  • #NowPlaying – Tweeted by people you follow
  • ME – Artists you follow

Während bei allen anderen Kategorien für mich nichts passiert, kann ich die #NowPlaying-Rubrik aufrufen und bekomme da auch Einiges angezeigt. Erst konnte ich hier jeweils 30-sekündige Ausschnitte hören, seit dem Rdio-Login kann ich hier die kompletten Songs anhören.

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Zumindest wissen wir aber nun, wie der Dienst funktioniert und was er machen soll. Über Rdio bzw Spotify werden die Songs abgespielt, über iTunes kann ich das Lied auch direkt kaufen. Weitere Dienste werden künftig ergänzt, lässt uns Twitter im Blog-Beitrag wissen.

Mit diesem Instrument kann ich mir also Musik vorschlagen lassen, die vermeintlich zu mir passt, Künstler entdecken, die gerade dabei sind, auf Twitter für Buzz zu sorgen oder mich an dem ergötzen, was gerade eh trending ist. Vielleicht erschließt sich der Reiz von Twitter Music ja, wenn ich ihn hierzulande komplett nutzen kann, bislang jedenfalls glaube ich nicht, dass es etwas sein wird, was ich oft und regelmäßig nutze.

Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass ich mir die Leute, denen ich folge, wahrlich nicht nach meinem Musik-Geschmack ausgesucht habe. Neue Sounds und Acts entdecke ich jedenfalls woanders – aber wie gesagt: Vielleicht urteilt man ja anders, wenn man den Service hier auf Herz und Nieren testen kann – vielleicht gibt es ja bis dahin auch eine Android-App. Was glaubt ihr? Toller neuer Dienst oder überflüssig?

 

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    also bei mir geht es problemlos. bin nicht einmal eingeloggt.

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