Ubuntu fuer Tablets wird offiziell und kann zum ersten Mal auf dem MWC in Barcelona begutachtet werden. Soeben hat Canonical erste Details veroeffentlicht und laesst Gruender Mark Shuttleworth in einem Video das neue Betriebssystem fuer zukuenftige Tablets vorstellen.

Ubuntu fuer Tablets kommt zum MWC naechste Woche

Puenktlich um 17 Uhr deutscher Zeit stellte Canonical sein Ubuntu fuer Tablets vor und waehrend wir noch alle Informationen sammeln, lassen wir schon einmal Gruender Mark Shuttlewort zu Worte kommen:

Features:

Multitasking wie noch nie

Tablet und Smartphone App koennen in einem Multi-Windows Modus nebeneinander eingesettzt werden, wie zum Beispiel eine Office Suite und Skype:

tablet-multi-tasking

 

Inhalte koennen uebrigens ganz einfach von einer App in die andere geschoben werden. Canonical sagt, man habe das Tablet neu erfunden und zwar als Bruecke zwischen Smartphone und PC!

Neuartige Sprachsteuerung

tablet-voice-control-HUD

 

Der sogenannte Ubuntu HUD soll nicht nur eine voellig neuartige Bedienung von Touchscreen-Apps ermoeglichen und nahezu PC-Produktivitaet auf den Tablet Formfaktor bringen, er hat auch eine zusaetzliche Sprachsteuerung eingebaut.

Die Navigation kommt vom Rand…

Ubuntu for Tablets

 

Swyped man vom linken Rand in die Mitte, wird die Launchbar mit den Apps aufgerufen. Vom  oberen, rechten Rand nach unten gestrichen und schon zeigt Ubuntu for Tablets aktuelle Nachrichten und Emails an. So muss man eine App kaum verlassen und kann dennoch kommunizieren und “multitasken”.

Instant Share und Ubuntu One Cloud Service

Ubuntu on tablets - Ubuntu

 

Ubuntu for Tablets kann aus jeder Anwendung heraus Inhalte via der bekannten sozialen Netzwerke verteilen aber auch mit Ubuntu One, dem hauseigenen Cloud Service, abgleichen.

Savy Search – Eine Suche fuer alles

tablet-search

 

Mit Savy Search bietet Ubuntu for Tablets eine Unified Search Engine, die sowohl lokal nach Content und Apps sucht, wie auch online. Sucht man z.B. nach lokaler Musik, werden auch online Empfehlungen ausgesprochen. Achso, natuerlich kann man auch nach seinen Freunden und Followern auf Facebook und Twitter suchen.

Anpassbarer Homescreen

tablet-home-portrait

Die Antwort auf die Android Widgets und Modern UI. Der Ubuntu for Tablets Homescreen laesst sich individuell anpassen und zeigt sowohl lokalen, wie auch Content und Informationen aus der Cloud an.

Das Tablet als PC

tablet-convergence-illustration

 

Hier kann Ubuntu die Staerken seines Windowsmanagers ausspielen. Maus und Tastatur angeschlossen und umgehend hat man ein Ultrabook, PC oder Thin Client vor sich stehen, der nicht nur mit einer abgespeckten Mobile Version eines OS laeuft, sondern den kompletten Funktionsumfang eines Ubuntu PCs bietet.

Ab dem kommenden Montag wird Canonical Ubuntu for Tablets auf dem MWC vorfuehren und natuerlich schauen wir uns das OS ganz genau fuer euch an.

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  • erich hirsch

    Finde ich sehr gut, dass es weitere Konkurrenz im hart umkämpften Tablet-Markt gibt.

  • Fuchsritter

    Also ich finde das Vorgestellte sehr interessant und attraktiv. Bleibt die Frage nach konkreten Devices und den Preisen …

  • tauerman

    Das muss dann gleich aufs Nexus7. Hoffentlich per Dualboot

  • André Altmüller

    Fuck Yeah, mehr Ubuntu. Ich hoffe sehr das Canonical mehr Erfolg hat als Microsoft. Selbst wenn sie “nur” 3 oder 4 % in 2 Jahren haben werden kann das für so eine kleine Firma ein riesen Erfolg sein.

  • Norbell

    Uhhh Ubuntu!!! Yeahhh Canonical!^^
    Ich wünsche Canoncial alles Gute für die Zukunft. Mich würde interessieren wie das mit der Spracheingabe gemeint ist und wie die das implementiert haben. Der Teil sah für mich jedoch etwas halbherzig und inkonsistent aus.

  • disqus_UadSdST8rT

    Ich liebe Ubuntu!
    Schon interessant wie ein kleines Unternehmen wie Canonical den “Großen” ein Konzept um die Ohren haut was sich viele Anwender wünschen.

    Vom Desktop, Handy, Tablet und Fernseher alles mit einem bzw. gleichem Bedienkonzept finde ich klasse. Noch dazu mit der Sicherheit eines Linux-Systems und quelloffen!

    Und bisher hat Marc Schuttleworth bewiesen das er solch tolle Dinge durchsetzen kann.
    Mit so einem Konzept lassen sich bestimmt auch entsprechende Hardwarepartner finden!

  • Textverfasser

    Hat Ubuntu hier dieselbe blöde Aufteilung wie Windows 8 mit 3 1/3?
    Oder ist das frei verschiebbar?

    Edit: Hab’s schon gesehen, ist frei verschiebbar :)

  • Roman

    Das Konzept finde ich sehr interessant, allerdings erinnert es mich ein bisschen an den Weg, den Microsoft gerade einschlägt. Mit einem Betriebssystem Tablets, Ultrabooks/Notebooks und Desktops unter einem Hut. Bei Microsoft wird dieses Konzept kritisiert, bin gespannt, wie hier darauf reagiert wird.

    Beim Betriebssystem habe ich ein bisschen das Gefühl, dass das Beste von allen anderen zusammengemischt wird (Notification Center, zentrale Suche, um nur 2 zu nennen).
    Dies muss natürlich nicht schlecht sein.

    • Niclas Kiefer

      Die Oberfläche des Systems passt sich bei Ubuntu der Nutzung zusätzlich an (andere UI bei TV-, Phone-, Tablet-, Desktop-Nutzung). Dadurch ist gewährleistet, dass man bei der Desktop Nutzung nicht auf eine halb-Tablet , halb-Desktop-UI zurückgreifen muss.

      Das Notification Center ist für mich eine Weiterentwicklung des Messaging Menus, welches Ubuntu bereits seit … ich glaube 2010 im Programm hat. Aber generell sehe ich das auch ähnlich. Viele Elemente kommen bekannt vor.

      Dennoch scheint Ubuntu hier mit dem HUD oder der Sprachsteuerung innerhalb der Apps (nicht nur auf manche Apps beschränkt, wie ich es verstanden habe) neue Innovationen mit einzubringen.

      Ich bin gespannt wie sich Ubuntu macht und werde, wie du wahrscheinlich auch Roman, den Weg weiter verfolgen. Weiteres wird ja dann zum MWC folgen ;)

    • Maj_Tom

      Bei Microsoft ist das Problem das
      a. zwei unterschiedle Konzepte aufeinanderprallen (Metro meets Desktop-UI)
      b. die neue UI (Metro) eigentlich nur mit touch Sinn macht
      c. ein relativer Bruch gegenüber W7 und Vorgänger ist
      Das alles als Wieder-Neu-Einsteiger im Tablet Markt, bei gleichzeitiger mega-verbreitung im Desktop Segment.

      Das konnte eigentlich nur in die Hose gehen.

      Bezüglich Ubuntu kann ich nur hoffen das es was wird. Interessant ist es allemal.

  • Blogo Loco

    Mhh, schnell das Nexus 10 holen…

  • LeeeGI

    … hmmm … eine essenzielle sache vermiss ich aber in allen videos und berichten über ubuntus phone- und jetzt auch tablet-OS (oder hab ich es übersehen?)! … wie sieht es mit dem browser aus!? :P … weiß man schon ob da was eigenes gebastelt wird und/oder da irgendein port des guten alten firefox geplant ist!? ;) … wie auch immer – ich freu mich mega drauf!^^ :D …

  • Dirk Keinowski

    Sieht gut aus aber . . .

    Schon mal die Mindest Hardware Voraussetzungen gelesen?
    Da fallen die meisten Tablets schon mal raus.

    Und sollten Ubuntu Tablet’s erscheinen, mal sehen in welcher Preisklasse die dann mitspielen.

    Möge der Cashy für den Bilder Klau verzeihen . . .
    http://stadt-bremerhaven.de/ubuntu-fuer-tablets-vorgestellt/

  • Maximilian O.

    ich habe ubuntu auch am Rechner eine Zeit lang genutzt. Leider wirkt es auf mich wie ein zusammengestecktes System aus verschiedensten Komponenten, über das irgendjemand eine halbwegs funktionierend Oberfläche geklebt hat. Auf den ersten Blick erscheint alles sauber und aufgeräumt, aber sobald man in die Einstellungen geht, oder gar so etwas versucht wie einen Treiber zu installieren, bekommt man die volle Bandbreite von linux zu spüren – schlicht und einfach nicht für den Otto Normalnutzer geeignet.

    Hoffentlich sind die zwei neuen mobilen Systeme nicht ebenso zusammengebastelt, sonst sehe ich keinerlei Erfolgschancen für Ubuntu.

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