Das Geschäft mit Apps wächst und soll immer weiter wachsen, wobei es auch interessant ist, was alles als „Geschäft mit Apps“ definiert wird. AppNation sieht darin nicht nur den Verkauf von Apps, In-App-Käufe und Werbung in Apps, sondern auch über Apps gekaufte Services und physische Waren. Mit dieser Definition erreicht die Schätzung zur „App economy“ in den USA einen Gesamtumsatz von etwa $72 Milliarden, der sich bis 2017 auf $151 Milliarden mehr als verdoppeln soll.

US-Umsatz mit Apps soll sich bis 2017 auf $151 Milliarden verdoppeln

Gerade aber der Verkauf von Waren über Apps macht den größten Anteil aus: Zum Jahresanfang wurde mit einem Gesamtumsatz von $60 Milliarden gerechnet, davon sollen $45 Milliarden mit dem Verkauf von physischen Waren und Dienstleistungen über Apps umgesetzt worden sein. Nicht mal ganz eine Milliarde Dollar wurden über den direkten Download von Apps umgesetzt, bis 2017 soll die 1-Milliarde-Grenze auch gerade mal überschritten werden.

Diese Untersuchungen und Schätzungen erlauben natürlich viele Interpretationsmöglichkeiten und werfen auch Fragen auf. Wann zum Beispiel wird eine Amazon-Bestellung eine „App Bestellung“? Nur, wenn man die native App von Amazon selbst verwendet oder auch wenn man aus einer anderen App heraus auf die mobile Amazon-Seite geschickt wird? Und wie sieht es mit Überschneidungen mit dem „Mobile Commerce“ aus?

Recht deutlich wird aber, dass mit Apps das meiste Geld indirekt umgesetzt wird, also nicht über den Verkauf der Apps oder zusätzlicher Features und Goodies per In-App-Kauf, sondern über Werbung in den Apps und vor allem mit dem Verkauf von physischen Waren und Dienstleistungen über Apps. Angetrieben wird das Wachstum in Zukunft nicht mehr durch Smartphones und Tablets, sondern laut AppNation durch Smart TVs und „connected cars“. Das ist nun nicht überraschend: Warum sollte man erst zu einem Rechner wechseln oder zum Tablet greifen, wenn man direkt z.B. die eben im TV-Programm beworbene CD in einer App am „intelligenten“ Fernseher kaufen kann?

Alle dürfen sich also über die boomende „App economy“ freuen, oder? Zumindest fast alle, denn es gibt eine Regel, die für Dollars genau so gilt wie für Euros: Habe ich einen, dann kann ich den nur einmal ausgeben. Was also in Zukunft an Mehrumsatz mit Apps rein kommt, wird zumindest teilweise an anderer Stelle nicht ausgegeben werden. Diese Überlegung wird mit Sicherheit dafür sorgen, dass es wohl bald zu beinahe jedem Online-Shop auch eine passende App für Smartphones, Tablets und Smart-TVs geben wird und dazu mit Sicherheit noch viele Apps, die uns in irgendeiner Form beim Einkaufen helfen sollen. Wir werden sehen wie viele davon wirklich innovativ sind…

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    und in Deutschland wird sich der Umsatz bei Google Play in den nächsten Monaten verdoppeln….. maybe ;)

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