Die US-Regierung hat nach Angaben der Washigton Post direkten Zugang auf die zentralen Rechner von Unternehmen wie Apple, Google, Microsoft, Yahoo und Co.! Das unter dem Codenamen “PRISM” im Jahre 2007 gestartete Programm wertet dabei intensivst Daten aus und bereitet diese fuer taegliche Briefings des US-Praesidenten vor.

Verraten und verkauft! Apple, Facebook, Google, Microsoft und der Daten-GAU

Da ist er also, der ultimative Daten-GAU vor dem wir uns alle ueber die Jahre hinweg gefuerchtet haben. Bezugnehmend auf interne Dokumente des US-Geheimdienstes NSA und der Bundespolizei FBI berichtet die Washington Post, dass die Nordamerikanischen Schnueffler direkten Zugriff auf die Server von 9 namhaften Firmen hat und ordentlich Daten abgreifen!

AOL, Apple, Facebook, Google, PalTalk, Microsoft, Skype, Yahoo und Youtube (Dropbox “coming soon”) oeffneten die Tore fuer die Behoerden und liessen damit Audio, Video, Fotos, E-Mails und weitere Dokumente auslesen. Um es mal ganz einfach auf den Punkt zu bringen: Es duerfte wohl so ziemlich jeder User im Netz davon betroffen sein.

Selbstverstaendlich folgten umgehend die Dementi von Apple, Facebook, Google und Yahoo aber wenn man sich in einer ruhigen Sekunde einmal die folgenden Slides des internen NSA-Dokumentes anschaut, dann spuert man neben dem unwohlen Gefuehl in der Magengegend auch einen aufkommenden Brechreiz.

Stimmen diese Angaben, dann haben sich die groessten IT-Firmen auf diesem Planeten der US-Regierung ausgeliefert und uns, die User, an einen Apparat verraten (nein, ich hole nicht direkt die Goodwin-Keule raus), der saemtliche Statements der US-Regierung ueber die Situation in China oder Nord-Korea, wie eine Standup-Comedy Nummer aussehen laesst.

Clinton, Bush und Obama haben mit der Installation und dem Betrieb dieses Oekosystems der totalen Ueberwachung uns allen gezeigt, wie wichtig ihnen ihre immer wieder propagierte Freiheit ist! Es geht ihnen am Arsch vorbei und damit koennen sie sich gleich die Hand schuetteln mit den Firmen, von denen wir ja auch immer irgendwie erhofft hatten, dass Sie auf unsere Daten aufpassen.

Jede Datenschutzerklaerung von Apple, Facebook, Google und Microsoft ist so viel Wert wie ein feuchter Pups am Morgen!

Die Heilsbringer des digitalen Zeitalters haben uns, sollte dieser Leak zutreffen (woran ich nicht den geringsten Zweifel habe), kackenfrech ins Gesicht gelogen und der heuchlerischen “Land of the Free”-Administration in die Karten gespielt.

Praesident Obama, der sich taeglich mit diesen Daten auf den neuesten Stand bringen laesst, gehoert nicht nur der Friedens-Nobelpreis entzogen, er gehoert mit Schimpf und Schande aus dem “Oval Office” gejagt!

Ich bin nicht nur erschuettert, sondern derartig schockiert, dass mir noch nicht einmal die passenden Beileidigungen fuer diese “Kunden” einfallen wollen.

Es ist einfach nur so unglaublich erschreckend!

 

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  • Sebi

    “Praesident Obama, der sich taeglich mit diesen Daten auf den neuesten Stand bringen laesst, gehoert nicht nur der Friedens-Nobelpreis entzogen, er gehoert mit Schimpf und Schande aus dem “Oval Office” gejagt!”

    als ob es bei irgendeinem anderen Präsidenten besser wäre. Würde es der Präsident nicht erlauben, würde es doch geschehen, da wohl selbst der Präsident nicht über alle geheimen Missionen informiert ist/wird. Und wer glaubt, dass so etwas nur in den USA geschieht lebt hinter dem Mond. Nehmen wir mal den Bundestrojaner, solche Dinge dürfte es gar nicht geben, denn kein Mensch weiss ob die nur bei richterlicher Verfügung angewandt werden oder nicht doch auch sonst.

  • Marco

    Und warum regst du dich nun so auf? Ist es ernsthaft eine Überraschung für dich, dass die US Geheimdienste nahezu alle Daten einer beliebigen Person durchsuchen können und nahezu alles über einen herausfinden können? Ein anderes Beispiel dafür ist Echelon, mit dem nahezu sämtliche Telefonate weltweit überwacht werden können. Und interessiert es die Menschen? Nein. Warum? Weil sie auch nichts zu befürchten haben, solange sie keine Terroristen oder andere gesuchte Schwerverbrecher sind. Wirklich angst einflößend wäre ein solches Werkzeug erst in den Händen einer Diktatur oder eines kommunistischen Landes, in der alle Regierungsgegner gejagt und zum schweigen gebracht werden.
    Das soll nicht heißen, dass ich das ganze System gutheißen will. Aber überraschen sollte es nun wirklich niemanden, dass ein solches System existiert.

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Ich bin nicht ueberrascht! Schon vor 15 Jahren gab es NSA-Keys in Windows. Die Geschichte der Geheimdienste ist ja auch nicht erst ein halbes Jahrhundert alt.

      Hier wird die Methodik totalitaerer Regime angewendet. Ueberraschend? Niemals! Offenbarend? Ja!

    • Lazerda

      Und wenn sich doch niemand dafür interessiert weil wir nicht s zu befürchten haben und es doch eh jeder wissen sollte, weshalb belügt man die Leute dann? Warum sagen die von denen man nichts zu befürchten hat nicht die Wahrheit, wenn man doch nichts von ihnen zu befürchten hat?

      Wozu hält man denn etwas geheim, wo doch jeder davon ausgehen und nicht überrascht sein sollte überwacht zu werden?

      Denkst du wirklich man sollte jemanden vertrauen schenken, der einen über eine Sache belügt, die wenn sie jeder wüsste niemanden interessieren würde? Oder hat derjenige vielleicht einen guten Grund etwas zu verheimlichen weil es doch etwas gibt, dass nicht jeder wissen sollte weil es dann doch den einen oder anderen interessieren würde wenn er es denn wüsste was da sonst noch läuft?

      Es geht mir nicht darum eine Verschwörungstheorie aufzubauen, ich stelle einfach nur Fragen!

      Kann es sein, dass du dich aufregst, weil ein anderer sich über einen Missstand mokiert den du für allgemein bekannt hälst und deshalb meinst man bräuchte sich nicht mehr darüber aufregen?

    • Quiltifant

      “Wirklich angst einflößend wäre ein solches Werkzeug erst in den Händen einer Diktatur oder eines kommunistischen Landes”

      Natürlich. So lange die “Richtigen” überwacht, entführt und gefoltert werden, ist das alles kein Problem.

    • marek

      “Wirklich angst einflößend wäre ein solches Werkzeug erst in den Händen
      einer Diktatur oder eines kommunistischen Landes, in der alle
      Regierungsgegner gejagt und zum schweigen gebracht werden.”

      Wie naiv! Das liegt vielleicht noch am Alter. LOL.

      Was glaubst du passiert in den USA und anderen westlichen, “demokratischen” Ländern mit Journalisten, die regierungskritisch sind oder Affären entdecken? Oder mit Beamten und Soldaten, die unangenehme Wahrheiten über die Administration, Armee etc. ans Licht bringen? Sie werden alle überwacht, verhaftet, verklagt oder auf sonstige mehr oder wenige legale (Um)Wege zum Schwiegen gebracht.

      Schau z.B. hier rein:
      http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/journalisten-ueberwachung-us-justizministerium-verteidigt-ap-bespitzelung/8207184.html
      http://www.whistleblower-net.de/blog/2010/06/08/us-soldat-wegen-wikileaks-video-verhaftet/

      Mal angenommen, es gibt eine neue Watergate Affäre in den USA – wer soll nun die Amtsmissbräuche ans Licht bringen, wenn alles überwacht wird und die möglichen Informanten gleich außer Gefecht genommen werden?

      Zu glauben, dass die westlichen Regierungen und Armeen sich hier anders als kommunistische Regimes verhalten, ist einfach nur naiv. Die präsentieren sich einfach nur anders in der öffentlichkeit.

  • http://allaboutsamsung.de/ Lars

    Ich lache über die Kommentare bisher. “Hat doch eh jeder mit gerechnet” oder “Wenn man nichts zu befürchten hat”. Leute, aufwachen. In Deutschland ist so etwas rein rechtlich nur in engsten Grenzen und mit Richtervorbehalt möglich, das ist unsere verfassungsmäßig garantierte Freiheit – diese wird aber dann von anderen Staaten mit Füßen getreten. Ohne Richtervorbehalt. Und bei der nächsten Einreise in die USA werde zumindest ich mit einem noch schlechteren Gefühl an der Borderpatrol stehen, da man sich vorher irgendwann mal über die Einreise-Fragen oder sonst was lustig gemacht hat.

    • Phreeze

      lustig auch dass man bei der Einreise schön fotografiert wird und 4 FIngerabdrücke machen muss … gleich schonmal ein “Hi, you’re not welcome :)”

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      So schaut es aus, zumal ja hier nun Daten “gepullt” und nicht angefragt werden. Das ist der eigentliche Skandal

      • http://allaboutsamsung.de/ Lars

        Erinnert fast an YouTube und die großen Labels bei Copyright verstößen. “Bevor wir zu viel Arbeit haben – macht den Kram lieber selber”

    • Christian Eckhardt

      Klar, laut Verfassung ist das bei uns nicht möglich, aber ob es nicht trotzdem gemacht wird lasse ich mal offen…

      Wenn ich gestern mal wieder das Urteil des Bundesverfassungsgericht mitbekommen habe, das die Regierung, trotz unserer Verfassungsmässig zugesicherten “Gleichheit aller” homosexuelle Partnerschaften/Ehen seit Jahr und Tag ungleich behandelt hat, würde ich mit solchen Äußerungen vorsichtig umgehen. Es ist erschreckend das eine Bundeskanzlerin sagt “Ich warte das Urteil des Bundesverfassungsgericht ab” anstatt diese offensichtliche Ungleichbehandlung entgültig zu beenden. Das gleiche gilt für das Verfassungsmässig zugesicherte Demonstrationsrecht und das der Meinungsfreiheit. Klar steht das im GG, aber wenn man sich die zusammengeknüppelten und von der Anfahrt abgehaltenen Blockupy Demonstranten anschaut ist es jawohl mehr als fraglich ob diese Rechte überhaupt jedem zugestanden werden.

      Drum sehe ich hier Deutschland nicht zwingend als “besser” und “freier” an… ob es sowas in ähnlicher Form nicht auch bei uns gibt lasse ich mal offen.

    • Mort74

      Nunja, Ordnungswidrigkeiten und wegen Überlastung alles abnickende Richter, wie beim Bestandsdatenauskunftgesetz, würde ich jetzt nicht gerade als “nur in engsten Grenzen und mit Richtervorbehalt” bezeichnen. Die deutsche Regierung hat da nur das winzige Problem, dass die meisten Daten bei amerikanischen Anbietern liegen, die sich ziemlich wenig um deutsche Rechte kümmern. Die deutschen User haben dasselbe Problem, aber mit anderer Auswirkung.

  • Andreas Pfaffinger

    Eigentlich sollte jeder weltweit jede Email mit “…und morgen werden wir den Presidenten töten.” beenden. Einfach nur damit die guten Leute was zu tun haben. :-)

    • daniode

      Das erinnert mich an die “guten alten Tage”, als mein CrossPoint jedem Post einen unverfänglichen Footer mit Buzzwords für Echelon hinzufügte. Damit wollten wir die Rechnerkapazität der Schlapphüte ans Limit treiben und die Welt verbessern :)

      Ich kann Saschas Aufregung verstehen. Aber unerwartet ist das nicht. Und auch schon länger ein Problem für Clouddienste, nicht nur wegen der Frage, wer darauf zugreifen könnte, sondern alleine aufgrund der Frage, wo die Daten physisch sind.

  • daniel

    Was ist daran schockierend ? Schockierend wäre es wenn der US Geheimdienst alle Verschlüsselungsalgorithmen knacken könnte und jedes Verschlüsselungsprogramm eine exklusive Hintertür für den Geheimdienst bereitstellt.
    Das die größten Unternehmen, Geheimdienste mehr wissen als wir über uns ,ist nichts neues.

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Achtung Ironie: “Ich hoere davon zum ersten Mal” – Nur vertretend fuer all die “Ich habe es doch immer schon gewusst” Kommentare

      • Levistica

        Klar es gibt diverse Leute die sagen “war ja eh klar, wer davon
        nicht ausgeht macht sich Illusionen”. Ich bin da anderer Meinung. In der Türkei werden Regierungsgegner niedergeprügelt, in Frankfurt finden gezielte Polizeiaktionen gegen Demonstranten statt die das
        Demonstrationsrecht unterbinden und jetzt wird öffentlich dass die USA im größen Stil ihre Bevölkerung überwacht. Wenn wir einfach alles schulterzuckend hinnehmen mit dem Verweis darauf dass man es sich sowieso hätte denken können akzeptieren und unterstützen wir es.
        Empörung ist meiner Meinung nach angebracht und NÖTIG, zu sagen dass das nunmal so ist und man sowieso nichts ändern kann ist nicht aufgeklärt sondern feige.

  • Christian Eckhardt

    Wie fefe schon schreibt, das Programm gibt es seit 2007, Obama ist erst seit 2009 im Amt. Das Ding wurde von der Bush Regierung aufgezogen und nicht von Obama selbst. Das er das weiter laufen lässt ist schlimm genug, aber Obama das Ding komplett anzukreiden ist nicht richtig.

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Das habe ich nicht getan Christian. Das Programm wurde sogar schon unter Clinton geplant:

      “Clinton, Bush und Obama haben mit der Installation und dem Betrieb dieses Oekosystems der totalen Ueberwachung uns allen gezeigt, wie wichtig ihnen ihre immer wieder propagierte Freiheit ist!”

      • Sascha Coenen

        Ich hab grösste Sympathie dafür, dass Du in dem Artikel klare und schlagende Worte wählst. Über sowas sollte in der Tat in genau dieser Weise berichtet werden. Irgendwo muss der Punkt erreicht sein dürfen an dem Journalisten von der standesgemässen persönlichen Zurückhaltung Abstand nehmen, wenn es die Situation erfordert.

        Es gibt aber drei Aussagen im Artikel die mich eher enttäuscht haben, weil sie mir uninformiert erscheinen.

        1.) Die Beschuldigung Obamas.
        Obama hat keine Möglichkeit die Weiterführung des Programms zu stoppen. Der Kongress stimmt alle drei Montate gemeinschaftlich über die Weiterführung ab.

        2.) Die Beschuldigung der Firmen.
        Die genannten Firmen haben keine Möglichkeit, den behördlichen Vorgaben zu widersprechen, da sie in dem Fall gegen geltendes Recht verstossen würden. Google hat sich Jahrelang für die Abschaffung der NSLs eingesetzt und versucht ihnen solange wie möglich nicht nachzukommen.
        Zuletzt hier: http://venturebeat.com/2013/06/06/google-tried-to-resist-fbi-requests-for-data-but-the-fbi-took-it-anyway/

        3.) Die Firmen hätten nicht aufgeklärt.

        Der Punkt ist grundsätzlich gültig, allerdings wäre fairerweise darauf zu achten, das Google hier klar auszunehmen ist, da Google seinen rechtlichen Rahmen zur Aufklärung der Bürger voll ausnutzt.

        In der Annahme dass Belege für meine Aussagen erbeten sind:

        “Google war es auch, das als erstes Unternehmen eine Statistik zu Nutzeranfragen des FBI vorlegte.”
        http://www.zdnet.de/88150024/google-verweigert-herausgabe-von-nutzerdaten/

        “Aufgrund dieser rechtlichen Auflagen darf Google nur ungefähre Zahlen zu den Anfragen nennen, die es jedes Jahr erhält.”
        http://www.zdnet.de/88146279/google-nennt-details-zu-nutzeranfragen-des-fbi/

        Auf dieser von Google betriebenen Seite gibt es seit 2009 ausführliche Informationen über alle Aktionen zu denen Google gezwungen wird, weil Lobbyisten sich rechtlich haben durchsetzen können, darunter User Data Requests und Removal Requests.
        http://www.google.com/transparencyreport/userdatarequests/US/

        “Auch ohne konkreten richterlichen Beschluss muss Google in den USA FBI-Anfragen zu Kundendaten bearbeiten.”
        http://www.taz.de/!117263/

        Gegendarstellungen zu der Behauptung, dass das FBI direkten Datenzugriff hätte: http://www.engadget.com/2013/06/06/washington-post-nsa-fbi-tapping-directly-into-servers-of-9-lea/

        “Members of Congress have come out today stating that the program — an evolution of warrantless wiretapping that began after the Patriot Act was enacted — has been ongoing for several years and must be renewed every three months by Congress.”
        http://www.engadget.com/2013/06/06/wsj-nsa-snooping-extends-to-atandt-sprint-and-other-isps/

        • johannes c

          sascha hat da absolut recht

          und nebenbei:
          google auszunehmen ?!
          also irgendwann kann man aufhören irgendwen von denen in schutz zu nehmen

          wenns das tool gibt und wenn sie es einsetzen dann scheint das in KEINER google statistik auf
          dort scheinen nur die “normalen” anfragen auf

          nach der methode muss man dann apple danken das sie am längsten durchgehalten haben bis sie auch den zugang gewährten und sich jetzt blöd stellen….SICHER NICHT
          genauso darf man google hier definitiv NICHT ausnehmen

          • Sascha Coenen

            hmm, aber wieso den Firmen eine Schuld zuweisen? Das versteh ich halt nicht. Wie mehrere Quellen belegen, sind Firmen rechtlich dazu gezwungen, Daten herauszugeben UND sie sind ebenfalls rechtlich dazu gezwungen, dies nur im begrenzten Rahmen publik zu machen. Sollte sich unser Zorn dann nicht eher gegen die Politiker und Abgeordnete richten? Google kann sich wohl kaum gegen die Staatsmacht auflehnen. Das wäre ungefähr so durchsetzbar, als würde man mal testweise versuchen keine Steuern mehr zu zahlen.

          • Sascha Coenen

            gerade frisch von Google CEO Larry Page auf G+ gepostet:
            https://plus.google.com/u/0/106189723444098348646/posts/A98pnaekEUj

          • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

            Na wenn er das sagt, dann wird das stimmen… Ich finde da solche Sachen weitaus offenbarender:

            https://plus.google.com/u/0/116186189237238523381/posts/Rqi27VE47oG

          • Sascha Coenen

            In dem von Dir verlinkten post schreibt William Walker:

            “I am not responsible for that gif showing up on G+ in the first place”

            In den Kommentaren zu diesem post schreibt er selbst später dann noch:

            “I had the file and I did use it to test how fast G+ would ban for it ”

            Das ist wirklich sehr offenbarend.

          • johannes c
          • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

            Also halten wir mal fest, das Staatsoberhaupt des Regimes welches die Nummer zu verantworten hat, ist nicht dafuer verantwortlich (obwohl er die Ueberwachung im gestrigen Statement verteidigt) und die Firmen, welche die Daten zur Verfuegung stellen auch nicht.

            Bleibt ja nicht mehr viel anderes uebrig als letztendlich all die User fuer diese Misere zur Rechenschaft zu ziehen, die so daemlich waren und ihre Daten mit den entsprechenden Services teilten

  • Murdo09

    Damit hatte ich eh gerechnet, steht das nicht im Patriot Act mit drin. Jede amerikanische Firma oder Tochter einer amerikanischen Firma, muss ein Hintertürchen für deren Geheimdienst einbauen. Zumindest habe ich im Zusammenhang mit cloud Speicher, deren Server in Europa stehen, davon gelesen.

  • daniel

    In wieweit schränkt das den unsere Freiheit ein.
    Verkauft der Geheimdienst die Informationen ihren Zugang an die Versicherer Schufas,Arbeitgebern, Unternehmen und Rechtevertreter dieser Welt ?
    Nein er speichert diese Information um im Fall eines terroristischen Anschlag darauf zugreifen zu können.
    Sogar die normale Polizei hat keinen Zugang zu diesen Daten.
    Wo ist das Problem ?
    Und sollte jemand wirklich was unheimlich Geheimnisvolles haben gibt es Verschlüsselungsmechanismen und passt halt auf nicht jeden Scheiß auf Sozial Media zu Posten .

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      “Nein er speichert diese Information um im Fall eines terroristischen Anschlag darauf zugreifen zu können.”

      Sorry ich arbeite sicherlich nicht fuer irgendeinen Geheimdienst aber ich halte genau diese “wir haben doch nichts zu befuerchten” Einstellung fuer extrem gefaehrlich.

      Wie schnell es geht, wenn man in die Faenge eines demokratischen Regimes geraet, zeigt der Fall Mollath!

      • daniel

        Gustl Mollath ?
        Dort wurde vermutlich Macht missbraucht .
        Da haben vermutlich ein/ einige Beamte in eine/einigen Behörden Daten manipuliert, vermutlich Daten vorgetäuscht zu Ungunsten von Herr Mollath.
        Der Fall hängt noch sehr in der Schwebe. Aussage gegen Aussage.
        Geheimdienste haben eine große Macht ,keine Frage ,aber wovor hast du denn jetzt Angst ?
        Das der Geheimdienst dir Daten unterjubeln könnte ?
        Das der Geheimdienst dich aufgrund deines Datenprofils vorsorglich ins Gefängnis steckt ?
        Das einige die Macht für sich persönlich ausnutzen könnten.
        Das können die aber auch schon jetzt ohne direkten Zugang zu Internetunternehmen siehe Guantanamo.
        Von daher viel heiße Luft um nichts.

        • PeterZielmann

          Du meinst also ich muss mein Recht auf Privatsphäre und Unversehrtheit meiner Daten begründen? Wer gibt Dir das Recht, ein Leben unter Totalüberwachung als neue Normalität zu verkaufen? Als elementares Recht eines jeden echten Rechtsstaates zählt das Recht der

          1. Unschuldsvermutung
          2. Das nur auf Verdacht überwacht und ermittelt wird

          Du verkaust mit Deinen Äußerungen permanente Totalüberwachung als Normalität. Darf ich davon ausgehen, dass ein Leben in Nordkorea dann ebenfalls unter Normalität fällt? Ich mein, was soll den der normale Nordkoreaner für eine Angst haben? Das ihm der Geheimdienst Daten unterjubelt? Das irgendein Apparatschik dort sein Amt “mißbraucht”? Ist doch alles easy dort, wenn man Deine verdreht Argumentation zugrunde legt. Ich mein, wir können ja Gott sei Dank davon ausgehen, dass die Nordkoreaner die Daten nicht an Konzerne und Versicherungen verkaufen.

          Übrigens empfinde ich Dein Argument des Verkaufs als geradezu infantile Ausgeburt eines kindlichen Argumentationsschemas. Gib Dir gefälligst mehr Mühe beim Verarschen!

  • JJ

    Danke Sascha, für deinen Beitrag.
    Du trifst den Nagel auf den Kopf.

  • two

    Was mich eigentlich viel mehr erschreckt als diese News, ist der Umgang mit ihr hier im Forum. Der generische Tenor “Wer nichts zu verbergen hat, hat ja nichts zu befürchten.” ist auch der Spruch, den man von jeder Diktatur oder “gemeinen” Regierung hört. Das vielleicht bekannteste Beispiel hier dürften die öffentlichen Wahlen in der DDR sein, denn “wer richtig wählt, hat ja nichts zu verbergen.”

    Das Konzept von Privatsphäre dient nicht nur zur Verbrechensplanung, sondern ist ein globales Grundrecht in allen Demokratischen Staaten als letzte Verteidigung gegen diktatorische Politiker. Allein der Gedanke, dass jemand, der die Möglichkeit hat seine Gegner auszuspionieren, das nicht nutzt, ist so was von weltfremd, dass ich mich manchmal frage ob im heutigen Geschichtsunterricht überhaupt noch was vermittelt wird. Jede Möglichkeit zur Kontrolle der Bürger wurde bisher ausgenutzt, es gibt historisch keine Ausnahme. Warum zur Hölle glaubt dann bitte jemand, dass die wohl umfassendste und globalste Methode zur Spionage gerade die ist, die in der Geschichte des Missbrauchs die einzige Ausnahme in 1000enden von Jahren darstellt??

    • rooobiee

      Danke für den Beitrag, genau das selbe habe ich auch gedacht: in der Aussage “Wer nichts Unrechtes macht hat auch nichts zu befürchten” wird der Grundgedanke von Freiheit und Selbstbestimmung pervertiert. Erschreckend wie weit verbreitet diese Auffassung offenbar bereits ist.

    • johannes c

      absolut richtig!!

      passend dazu eines meiner lieblingszitate von eric schmidt

      “Wenn es irgendetwas gibt, was man nicht über Sie wissen sollte, dann sollten Sie es vielleicht gar nicht erst tun.”

  • ausweichschraube

    Privat bringt es mir doch nichts, mir über die Regierungen oder die Konzerne den Kopf zu zerbrechen. Was soll dabei herauskommen?

    Die einzige Möglichkeit, die ich doch habe, ist es mir zu überlegen, wo und WIE ich mich bei solchen Konzernen und Diensten anmelde und welche Daten ich ihnen freiwillig(!) zur Verfügung stelle bzw. eingebe.

    Das sollte doch eher sensibilisiert werden! Jeder sollte sich fragen, ob man
    – denn immer mit Kreditkarte bezahlen muss?
    – Cloud-Dienste nutzen muss?
    (- Google Dienste nutzen muss)
    – überall mit Namen, Adresse und weiteren Daten angemeldet sein muss oder
    – ob es nicht auch Alternativen gibt?

    Alles andere führt doch zu nichts. Oder soll dabei raus kommen, dass man alle Dienste der genannten Firmen gar nicht mehr nutzt?
    Die US-Amerikaner fühlen sich halt irgendwie als Welt-Polizei und wollen auch das Internet so gut es geht überblicken. Was ist die Alternative? Wer soll “die Mächtigen” kontrollieren?

  • borg drone

    Alle Daten für jeden

  • Hirsafe

    Erst mal warten und Kaffe trinken…
    Jeder kann so Powerpoint-Slides selber faken…
    Ausserdem haben zumindest die grösseren Firmen die Mehrheit der Server nicht in Amerika, da wäre also eine Hintertür gar nicht so möglich? Habe das ganze noch nicht so ganz verstanden, aber es wird sich schon bald zeigen, ob da was dran ist.

  • PeterZielmann

    @ Sascha

    Vielleicht verstehst Du jetzt meine miesepetrigen Kommentare zu Google Glas. Das da oben kann als Fakt gesehen werden, da sich Regierungsvertreter als auch Geheimdienstler in den Medien der USA bereits darüber austoben, dass das alles ja den Krieg gegen den Terrorismus blablabla…

    Denk mal einen Schritt weiter, wenn die den gesamten Kommunikationsbereich bereits überwachen und aufzeichnen, was bedeutet dann das Projekt Glas für dieses Leute? Die neue Xbox mit permanent aktiver Raumüberwachung durch Cam und Micro? Der Fakt das immer mehr Software in die “Cloud” verpackt wird?

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Peter ich bin nicht auf den Kopf gefallen ;)

      • Michael Achenbach

        Ne, Ne, mein lieber Sascha, da glaub ich nicht so recht dran, dass ich mich da gewaltig irre. Den Leuten von heute wird gerade durch die Medien (speziell auch Kino z.B. “Staatsfeind Nr. 1) einfach zu viel weiß gemacht, so nach dem Motto ein paar Mausklicks und all die Daten sind da. Mails nach Schlüsselworten zu durchforsten ist die eine Sache, aber dann setzt der Mensch an, sprich er muss alles ordnen und in Bezug bringen. Und da passieren dann die Fehler, nicht genügend Leute zum Auswerten da usw…

  • Michael Achenbach

    Was regt ihr euch darüber auf????
    Glaubt ihr allen Ernstes, die Amis schaffen es und lesen tagtäglich mehrere
    Millionen Emails mit und werten die dann noch aus ???
    Ha, ha, ha selten so gelacht. Das schafft kein Rechner auf Erden,
    geschweige denn die Mitarbeiter der Geheimdienste das alles
    dann auch noch zu sortieren und richtig ein zu ordnen UND:
    die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen.
    Dafür sind die anfallenden tagtäglichen Datenmengen einfach
    zu riesig, das ist meine Sicht der Dinge.
    Und wie kläglich, diese ach so kompetenten und technisch hochgerüsteten
    Geheimdienste dann versagen: siehe 911 !!!!!!!!!
    Mehr brauch man dazu nicht zu sagen……..

    • Henning Szepanski

      Naja, also heutige Computer haben nun wirklich keine Probleme alle Emails dieser Welt nach Schlüsselworten zu durchforschen…

      • Michael Achenbach

        Natürlich stehen denen große und Leistungsstarke Computer zur Verfügung, Henning das glaub ich auch.
        ABER: Es wird überall auf der Welt NUR mit Wasser gekocht und vor allen Dingen nie so heiß gegessen, wie gekocht wird.
        Und das gilt auch und gerade für die Amis, sprich Geheimdienste !

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Ich fuerchte Du irrst dich da ganz gewaltig

    • PeterZielmann

      Ich darf dann also unterstellen das Du annimmst das bei Google Mail und anderen werbesensitiven Angeboten Google Zwerge sitzen die jede Email von Dir lesen und dann per Hand die entsprechende Werbeanzeige in Deinem Account zuordnen?

      Schon mal etwas von DataMining gehört? Wortfiltern? Neuronaler Programmierung? Wolfram Alpha? Woher weiß Google was Du als nächstes suchst? Kein Mensch sitzt ernsthaft da und durchsucht manuell diese Daten, solche Argumente sind Unsinn und trollen jede Diskussion, zeigen eher das es an technischem Sachverstand fehlt.

      Das Du ernsthaft zweifelst das man in der Lage ist sämtliche Daten im Netzverkehr aufzuzeichnen, zeigt eher Dein doch etwas begrenztes Fachwissen. Sei doch so nett und informier Dich, bevor so emotionale, leicht kindische Argumentationsmuster kommen.

      Jeder Provider ist in Deutschland verpflichtet, entsprechende Überwachungstechnik vorzuhalten. Der BND führt bereits heute eine s.g. strategische Gesamtüberwachung des deutschen Emailverkehrs durch. Wenn der BND das mit einem Jahrsbudget von 350 Millionen Euro auf die Reihe bekommt, kann ich davon ausgehen das die NSA das bei einem weitaus höherem Budget und Baukosten für ihr neues Rechenzentrum in UTAH für allein 2 Milliarden wohl auch hinbekommt.

      Die Frage ist nicht wie Sie es machen oder ob staatlichen Stellen das eine oder andere Tool fehlt um die gewonnen Daten auszuwerten. Denn dies würde bedeuten die technologischen Sprünge der letzten 20 Jahre zu negieren. Die Frage ist wer denen das Recht einräumt sämtliche Daten elektronischer Art, von wohlgemerkt unbescholtenen Bürgern, permanent aufzuzeichnen. Die permanente Überwachung von Unverdächtigen markiert den Übergang vom Rechtsstaat in ein totalitäres System das dem Einzelnen nur noch Freiheit in der Form einräumt, dass diese nur noch ein fein abgestuftes System von Zugriffsrechten auf Ressourcen dieses Systems ist. Ähnlich einem Nutzerprofil in einem Netzwerk bei dem die Administratoren dann bestimmen was Du darfst. Die Überwachung Aller ist das Ende der Unschuldsvermutung als wichtigstes Merkmal eines Rechtsstaates. Mit dem Ende der Unschuldsvermutung endet der Rechtsstaat.

      • Michael Achenbach

        Doch mein Lieber, die Begriffe kenne ich… ;-))

        Aber: ob man wirklich in der Lage alles aber auch alles zu speichern, bezweifele ich, da man in diesem Fall mit der Neubau von Serverfarmen wohl kaum hinterherkommt, bei den anfallenden Datenflut pro Tag !
        Und: wer wirklich was verbergen will, für den gibt es geeignete Lösungen, wo auch staatliche Stellen dran scheitern,
        alleine schon aus Zeitgründen……

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  • Thomas

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