Die taiwanischen Linux-Entwickler von Linpus sind dem einen oder anderen vielleicht noch durch das einst auf dem Acer Aspire One vorinstallierte gleichnamige Betriebssystem bekannt. Inzwischen ist der Vertrag mit dem Netbook-Marktführer aber ausgelaufen, so dass man sich seit geraumer Zeit höchst aktiv in der Moblin- bzw. MeeGo-Community engagiert.

Nachdem nun vor gut zwei Wochen MeeGo 1.1 erschienen ist – die erste Version, die auch wirklich für einen breiten Markt gedacht ist, bevor man mit Version 2.0 voll durchstarten will – haben sich die Linpus-Macher natürlich sofort daran gesetzt, ihre Linpus Lite Tablet Edition genannte Multitouch-Oberfläche dafür fit zu machen. Unser folgendes Video zeigt eine Vorabversion der für die Multitouch-Bedienung optimierten Oberfläche auf einem OEM-Gerät mit Intel Atom “Moorestown” Prozessor.

Das Ganze hat jedoch noch einen entscheidenden Haken: wie im Video gezeigt, mangelt es derzeit einfach an der Hardware. Bei den Netbooks gibt es bis auf ein paar Exoten wie den HP Mini 510x keine Geräte mit Multitouch-Display und bis die ersten wirklich brauchbaren Tablets mit “Moorestown” bzw. “Oak Trail” auf den Markt kommen, dauert es noch eine Weile.

Auch ist die Entwicklung von Linpus Lite Tablet Edition noch lange nicht abgeschlossen, denn wie man im Video sieht, hapert es hier und da noch. Da ist man schonmal in einer Anwendung gefangen, oder ein Programm startet einfach nicht. Hinzu kommen einige Probleme mit der Design-Konsistenz, die dafür sorgen, dass das Interface insgesamt noch unfertig wirkt.

Roland Quandt ist auf Einladung von Intel bei der MeeGo Conference 2010 in Dublin zu Gast.

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  • TAoD

    und bis die ersten wirklich brauchbaren Tablets mit “Moorestown” bzw. “Oak Trail” auf den Markt kommen, dauert es noch eine Weile.
    Wann war das noch noch mal ?

  • DOT2010

    Und immer noch nix von Nokia?!? Das ist doch das interessanteste überhaupt an dieser Konferenz. Bringen die endlich mal ein verfünftiges Smartphone mit free OS also MeeGo und auch entsprechende Auflösung, Tastatur, Speed, Akkulaufzeit, Ram, ROM und Speicherplatz und dazugehörige Anschlüsse, DLNA, LTE oder zumindest HSDPA/UPA, was ist mit dem Dispal-Typus? Das sind Fragen die sich die Woche jeder stellt. Davon hängt wohl in den nächsten 6 Monaten das überleben von Nokia ab was den Smartphonesektor angeht. Wenn die jetz nicht was ordentliches bringen, also nicht sowas wie der N900 der zwar ein guter Schritt aber nicht das war was man sich erfhofft hatte werden wohl auch die letzten Nokiaanhänger verduften und dann heißt es Nokia goes back 2 Symbian und 100€ Billighandy-Markt. In den saueren Apfel werden zwar dann die wenigsten beißen aber n Android wird man sich doch holen oder gar n uMid und auf Z-atome geht ja linux wohl etwas schlecht, somit wieder windoof ; (

  • Anonymous

    Ich find sowas mittlerweile einfach nur noch peinlich… mal davon abgesehen, dass das alles lange noch nicht fertig ist, sehe ich da: NEXTSTEP/OpenStep mäßige Icons, ansonten einen iPhone mäßigen Homescreen/Dock, Widgets wie im Mac OS X Dashboard, eine Musikplayer App wie aussieht wie iTunes aufm iPad, eine eBook Reader App die sogar die Animationen schlecht von iBooks klaut, … und das ganze läuft auf Linux auf einem X86 Atom-Müll Prozessor.
    Wahnsinnige Leistung!
    Wenn sich jemand nichtmal ansatzweise die Mühe macht zumindest die Konzepte der Konkurrenz zu verbessern/erweitern, darauf basieren zu innovieren, dann bleibt das alles einfach eine billige wenig durchdachte Kopie.
    Und hinzu kommt, dass Tablets mit x86 Prozessor und Linux basiertem OS völliger Unsinn sind, außer man ist Intel und will das einzige, was man so an Knebeltechnologie hat (den über 30 Jahre alten x86 Altlastenkram) verkaufen.

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