Update:
War ja fast klar, dass Apple das nicht so auf sich sitzen lässt. Bevor man zähneknirschend die Werbetrommel für den ärgsten Konkurrenten rührt, wird man jeden Hebel in Bewegung setzen, um exakt das zu verhindern. Dafür konnte man nun ein wenig Zeit gewinnen, denn dank dem “Temporary Stay”, den Apple für sich entscheiden konnte, hat man nun drei Monate Zeit, bis das Urteil umgesetzt werden muss. Bis dahin also hat Apple Luft, um seine Heerscharen nach irgendeiner Lücke im Urteil fahnden zu lassen, um das Schlimmste abzuwenden. Wir werden also bis Oktober warten, bis hier eine endgültige Entscheidung getroffen wird – vorher wird Apple also in Ruhe den Launch seines nächsten iPhone vorbereiten können und dann seine Strategie vorbringen, wieso man die Gegendarstellung nicht veröffentlichen muss (/Update) via Phandroid
Scheint fast so, als wäre der zuständige Richter in Großbritannien auch ziemlich genervt von Apples Gebaren, was Patent- und Designfragen angeht. Vor etwas mehr als einer Woche berichteten wir darüber, dass Apple vor Gericht abgeschmettert wurde mit seiner Behauptung, dass das Galaxy Tab eine Kopie des iPad wäre.
Als ob das für die Patent-Freaks aus Cupertino nicht schon schlimm genug wäre, setzt Richter Colin Birss jetzt noch einen drauf: Apple wurde nämlich von ihm dazu verdonnert, über verschiedene britische Zeitungen zu verkünden, dass Samsung eben NICHT das iPad kopiert habe. Strenggenommen fährt Apple nun im Vereinigten Königreich eine Werbekampagne für Samsung.
Aber selbst das ist noch nicht alles, denn Apple muss zusätzlich auch auf der britischen Apple-Seite für ein halbes Jahr dieses Gerichtsurteil verkünden, um Samsung von dem Vorwurf des Plagiats reinzuwaschen. Mein Empathie-Radar empfängt gerade Zähneknirschen aus Cupertino und schallendes Gelächter aus Südkorea. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass die Messe hier noch nicht gelesen ist und sich Apple weitere Patent-Schweinereien aus dem Ärmel zaubern wird.
Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!
