So, jetzt gibt’s die volle Packung WePad. Anhand der Videos konntet Ihr ja bereits nachvollziehen, dass zumindest die Plattform schonmal einigermaßen brauchbar ausschaut. Jetzt soll es um die heute verkündeten Preise und die weiteren Neuigkeiten von der Pressekonferenz gehen. Wie bereits erwähnt ging’s dort hoch her, so dass in dem ganzen Trubel vielleicht unterging, was die Firma Neofonie an weiteren Auskünften preiszugeben bereit war.

4444354165 60d347baa6 WePad im Detail   Unfertig, undurchsichtig und doch vielversprechend

Es war schließlich der erste breiter angelegte öffentliche Auftritt der eigentlich aus mehreren Partnerunternehmen bestehenden WePad-Macher. Warum man allerdings um ein von Pegatron gefertigtes Tablet so viel Aufhebens machen muss, frage ich mich wohl noch eine Weile. Zu allererst einmal war man bemüht klarzustellen, dass das WePad nicht von irgendwem auf den Markt gebracht werden soll… Es folgen: Fakten und Fragezeichen

Partnerschaft und Offenheit

Die Firma Neofonie kümmert sich scheinbar vor allem um die Zusammenarbeit mit den Partnern aus der Verlagswelt und liefert eine eigene ePublishing-Plattform namens WeMagazine sowie die semantische Suchmaschine WeFind. Die übrigen Teile der Software entwickelt das ebenfalls in Berlin angesiedelte Unternehmen 4tiitoo. Dazu gehören die Benutzeroberfläche, das modifizierte Linux und die Cloud-Anwendungen des WePad. Trotz der eigentlich offenen Software-Basis setzt man vor allem auf Adobes plattformunabhängige Laufzeitumgebung AIR. Dennoch soll sich praktisch jede beliebige Linux-kompatible Software installieren lassen. Außerdem unterstützt man unter Verwendung eines Wrappers auch die Nutzung von Android-Apps. So wird die x86-Plattform eigentlich noch interessanter. Die Bandbreite verfügbarer Software wächst deutlich, auch wenn sie vielleicht noch nicht das Niveau von Windows erreicht.

Design & Interface

Das Interface wirkt durchaus interessant, auch wenn das Design dann doch reichlich altbacken wirkt… nicht unbedingt, was das Layout angeht, sondern eher bei diversen Details. Wann waren zum letzten Mal 3D-Effekte àla “Bevel & Emboss” in Mode? Heutzutage dürfte es da eigentlich ruhig etwas gediegener zugehen. Der riesige Desktop mit seinem vertikal scrollbaren Hintergrund ist auf den ersten Blick schonmal keine schlechte Idee. Rechts und links davon befinden sich außerhalb des Fullscreen-Modus zu jederzeit zwei Info-Balken die einerseits Bedienelemente für die Steuerung von Oberfläche und Anwendungen, andererseits aber auch Mini-Anwendungen zur Anzeige von Informationen aus dem Internet enthalten. Der Browser, zu dessen Basis bisher noch nichts gesagt wurde, unterstützt Flash und Java.

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Man hat sich offenbar einigermaßen Gedanken gemacht, was die Touch-Bedienung der wichtigsten Anwendungen betrifft. Denn die Soft-Buttons wirken durchaus gut bedienbar. Das Onscreen-Keyboard wirkt durchaus brauchbar und steht flexibel zur Verfügung. Zusätzlich enthält die Seiten-Navi auch noch eine Scroll-Fläche, mit der man den vertikalen Desktop entlangnavigieren kann. Ich blicke noch nicht so recht, wie da das Umschalten zwischen mehreren Programmen funktioniert, aber Anfassen war ja heute verboten. Generell handelt es sich beim Interface sicherlich um einen Aufsatz und der Verwendung “anderer x86-kompatibler Betriebssysteme” wird wohl ebenfalls niemand unterbinden können.

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“Schlüsselfertiges Gesamtpaket” für Verlage

Gegenüber Verlagen versprechen Neofonie und 4tiitoo ein “schlüsselfertiges Gesamtpaket”, das für “direkte und langfristige Kundenbeziehungen”, die “Basis für neue Formen der Kunden-Kommunikation” und eine “Kundenbindung für Paid-Content” sorgen soll. Dabei hat man unter anderem auch die “ältere Kernzielgruppe von Zeitungs- und Magazin-Verlagen, die keine PC-Erfahrung besitzt” im Auge. Die Verlage werden angeblich “nicht in die Rolle eines reinen Content-Lieferanten gedrängt, wie es bei iTunes und Amazon üblich sein soll. Besonders interessant ist dabei, dass die “Verlage mit dem WePad den Zugang zum und das Wissen über ihre Leser behalten” sollen. Freilich beschränkt sich das Angebot an die Verlage auf den ersten Blick auf den Vertrieb ihrer Inhalte über die Softwarelösung WeMagazine. Es dürfte also jedem selbst überlassen sein, ob er eventuell mitgelieferte Inhalte konsumiert und abonniert. Das Wort “Adware” könnte mit dem WePad allerdings eine ganz neue Dimension erreichen. Langfristig will man das WePad nämlich selbst zum Werbemittel machen: “Im Branding des Verlages” sei “das WePad auf dem Wohnzimmertisch ein hervorragendes Mittel zur Kundenbindung. Neue Nutzer gibt es für die Macher des WePad offenbar überall “abzuholen”, denn Print-Leser könnten “gezielt in die Online-Welt migriert werden zu Online-Marken, der Kontakt mit etablierten Internet-Playern, wie Google, Amazon und Apple, wird minimiert”, heißt es im Prospekt für Verlage ausdrücklich.

Hardware und Ausstattung – Netbook-Hardware plus X

Die Hardware dürfte wie erwähnt durchaus ihr Potenzial haben, wenn es denn richtig genutzt wird. Durch die Linux-Nutzung dürfte da mit Unterstützung von Intel und der ASUS-Ausgründung Pegatron, die in diesem Fall die Endfertigung übernimmt, einiges gehen. Der Intel Atom N450 ist der jüngste verfügbare seiner Serie und könnte mit ordentlicher Optimierung durchaus genügend Leistung für die von den Partnern geplanten Anwendungen auf Basis von Adobe Air, Flash, Java & Co bieten. Alle Verbesserungen, die die WePad-Entwickler an der Linux-Basis vornehmen, sollen natürlich entsprechend der freier Lizenzen veröffentlicht werden. Einen Flaschenhals stellt vielleicht die Befeuerung des mit 1366×768 Pixeln doch recht hoch auflösenden 11,6-Zoll-Displays mit der im Prozessor integrierten Intel GMA3150-Grafiklösung dar. Zumindest im geplanten Topmodell soll ein HD-Beschleuniger für eine reibungslose Filmwiedergabe bei 720p sorgen. Um was für einen Chip es sich handeln soll, wollte man heute nicht sagen, es hieß lediglich, dass es sich definitiv nicht um einen Nvidia “ION 2″ aka GT218 handelt. Broadcom bleibt dann wohl als einziger Lieferant eines entsprechenden Chips übrig.

Die Basisversion des WePad bietet mit 16 GB recht überschaubaren Speicherplatz. Per SDHC-Kartenleser können allerdings bis zu 32 GB dazuaddiert werden. Dies gilt auch für das teurere Modell mit seinen ab Werk verbauten 32 GB SSD-Speicher. Die Anschlussvielfalt beschränkt sich auf zwei USB-Ports, einen Kopfhöreranschluss und den Stromanschluss. Bei der teureren Ausgabe kommen ein SIM-Kartenslot und ein HDMI-Ausgang hinzu. Außerdem gibt es in jedem Fall eine 1,3-Megapixel-Kamera, die auf den Nutzer gerichtet ist. Der Touchscreen ist grundsätzlich Multitouch-fähig und arbeitet kapazitiv. Da das gezeigte Sample ja nun leider nicht “betouched” werden durfte, können wir zur Reaktionsfreudigkeit noch nichts sagen. Die Akkulaufzeit gibt man mit “rund 6 Stunden” an, genaue Angaben zum Akku wollten die WePad-Macher während ihrer Pressekonferenz aber nicht machen.

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Natürlich ist das WePad größer als der mit einigen Vorschusslorbeeren versehen große Wettbewerber iPad. Mit 13 Millimetern Bauhöhe ist es allerdings sogar ein kleines Stückchen dünner, auch wenn die Rückseite anders als beim Apple-Produkt durchgehend gleich dick ist. Das Gewicht liegt aufgrund des größeren Displays mit 800 bzw. 850 Gramm (mit 3G) etwas höher. Es gibt zudem wie beim iPad einen Sensoren für das Umgebungslicht und Beschleunigung, sowie Stereolautsprecher und ein integriertes Mikrofon. In Sachen Zusatzausstattung will die WePad-Truppe auftrumpfen. Neben einer Docking-Station, Cases und Sleeves, einer Drahtlostastatur und Support für viele PC-Peripherieprodukte soll es bei der teureren Version neben zusätzlicher UMTS-Unterstützung und dem HD-Beschleuniger auch noch GPS geben.

Wer kümmert sich um Probleme?

Sascha hatte sich zwischenzeitlich eine durchaus interessante Frage erlaubt. Wenn das WePad eigentlich von Pegatron kommt, aber in Deutschland davon unabhängig vertrieben wird, wer übernimmt dann eigentlich den Support? Das Team um den Neofonie-Chef wollte dazu während der Pressekonferenz offiziell keine Stellungnahme abgeben. Im Publikum raunte man sich jedoch zu, dass der deutsche IT-Dienstleister Medion den Support gegenüber dem Endkunden übernimmt. Davon dürften die Kunden im Normalfall allerdings nur wenig mitbekommen, schließlich handhaben diverse andere Marken dies ähnlich.

Verfügbarkeit, Roadshow, Preise

Wann könnt Ihr euch denn nun endlich selbst mit dem WePad auseinander setzen? Während der Pressekonferenz hieß es, dass die Vorbestellungsphase am 27. April beginnt. Schon jetzt gibt es angeblich über 20000 Interessenten, die sich über die Möglichkeit der Vorbestellung informieren lassen wollen. Außerdem hat man angeblich bereits mit diversen Interessenten aus der Industrie Gespräche geführt, die das WePad ihrerseits in größeren Stückzahlen abnehmen wollen. Im Mai soll eine “Roadshow” durchgeführt werden, bei der sich “ausgesuchte Medienvertreter” und hoffentlich auch die potenziellen Käufer ein Bild vom WePad machen können. Im Juli will man dann mit der Auslieferung der ersten vorbestellten Geräte beginnen, bevor dann im August die breite Verfügbarkeit erreicht wird.

Die 16-GB-Variante mit WLAN soll dann zum Preis von 449 Euro online und offline in den Handel kommen. Das so genannte WePad 3G mit 32 GB, WLAN, UMTS, GPS und HD-Beschleuniger soll dann 569 Euro kosten. Bei der Pressekonferenz bemühte man sich umgehend, auf die Möglichkeit des Bundlings mit Abonnements oder 3G-Verträgen hinzuweisen.

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Ich persönlich frage mich, ob es beim WePad ohne einen wirklichen Lock-In des Nutzers in ein schönes, gemütliches Ökosystem tatsächlich zum erhofften Erfolg kommt. Das Ganze wirkt recht offen, stammt doch die Hardware aus verlässlicher Quelle und Linux als Betriebssystem scheint ebenfalls eine solide Basis. Was die Plattform angeht, steht man also einigermaßen da, wenn denn die Akkulaufzeit letztenendes stimmt. Es muss sich jedoch erst zeigen, ob sich die kostenpflichtige Bereitstellung von Inhalten deutscher Printmedien auf dem WePad tatsächlich bewähren kann. Mit den großen Verlagen hat man nach eigener Aussage gut vorgesorgt, doch was wenn deren Preisvorstellungen von den Kunden nicht angenommen werden? Man könnte ja das WePad auch ganz ohne Software anbieten – oder mit einem anderen Betriebssystem.

Zunächst einmal gilt es eben die Software für das Geplante fertigzustellen, denn während der Pressekonferenz lief auf dem Demogerät eine Video in einer Schleife. Darunter war noch nicht einmal das eigentliche Betriebssystem im Einsatz, sondern das von Pegatron ab Werk wohl vorinstallierte Windows 7. Ja, Windows. Gefühlsmäßig sind wir alle schonmal voll mit dabei. Zitat Produktspezifikationen: “Das WePad ist ein Tablet-PC, der für seine Nutzer, Partner und Entwickler eine offene Plattform bildet. Für das We-Gefühl.” Wobei mir da schon wieder noch etwas einfällt: Was sagt eigentlich Nintendo zum Wii-Pad.

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  • SturmK

    naja, zumindest einmal eine Alternative zum iPad, aber ich glaub dass sich das ganze ganz einfach aufgrund des UI nicht durchsetzen wird. Speziell die 2 Leisten links und rechts wirken zwar nützlich, aber eben auch unfreundlich. Setzt man einen DAU an dieses Gerät gibts außer viel Gegaffe nix, wohingegen beim iPad… ach wem erzähl ich das, ihr wissts ja eh :D

  • qw

    das design in m.E. nach nicht altbacken
    Es scheint ein gelungenes Produkt zu sein! Mattes Display wäre allerdeings besser gewesen, aber das hat das iPad ja auch nicht :-(

  • No Name

    Ich habe das Gefühl, das Ding ist für den unbedarften Benutzer noch viel mehr als das iPad ein reiner Inhalte- und Werbekiosk und für den Hacker ein zu teures Netbook ohne Tastatur. Und anhand der Hardwareplattform und Ausmaß/Gewicht habe ich ganz erhebliche Zweifel an der angegebenen Akkulaufzeit.

    Ich warte immer noch auf das 200-Euro ARM-Tablet mit Android, 7-Zoll Display von Pixel Qi, 8 Stunden Akkulaufzeit, 8GB SSD und hinter einem Deckel vier SD-Karten-Slots zur Speichererweiterung. Wahrscheinlich gab es davon schon ein halbes Dutzend Modelle in der Fertigung, aber jedesmal haben Intel und MS die Fabriken niederbrennen lassen ;-)

  • cony

    schautsama auf dem bild mit den specs die beschreibung vom gehäuse an:
    “magenesium-aluminium”
    und nu schauts euch mal das handson an, wo der herr pallenberg das gerät von der seite mit den anschlüßen zeigt.
    da seh ich p l a s t i k en masse. und zwar die gesamte gehäuserückseite.
    meine prophezeihung: das OS wird ne katastrophe, die akkulaufzeit ebenso und das wird n FLOP.

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  • horst

    Ich bin zuversichtlich. Asus wird viele von dieses Geräten verkaufen wollen und daher keinen Müll abliefern. Die Betreiber Gmbh’s müssen für ein reibungsloses Betriebssystem sorgen, der Content ist ja in form von Printmagazinen praktisch schon da. Jetzt hoffe ich nurnoch, dass Mags aus meinem interessensgebiet mitmachen. Das wäre Radsport und videogames.

    @ Nintendo

    Die machen auf 3D und werden dem Projekt relativ gleichgültig gegenüberstehen.

  • potzblitz

    Ich habe mich als potentieller interessierter Käufer eintragen lassen. Warum?
    1) Es hat Linux als Betriebssystem und kein Windows, klarer Pluspunkt weil damit offen und an meine anderen Systeme anbindbar (habe Ubuntu)
    2) Das System ist offen konzipiert (ich unterstütze keinen Apple Hype, der mich als User in die Knie zwingt und mir Vorschriften macht)
    3) Es verbindet Entertainment (ebooks und co., Video, Musik) mit hoffentlich hohem Nutzenfaktor im Officebereich
    4) Mein Netbook ist in Besprechungen die im Stehen abgehalten werden (diese sind schneller erledigt) hinderlicher als das Tablet und ich bin auf einen PC angewiesen.

    Allerdings hoffe ich nun auch, das das alles so kommt. Der letztendliche Kaufentscheid wird also noch getroffen. Schön wäre natürlich noch eine Anbindung mit Mobiltelefon (aber habe ja Wammu unter Linux, vielleicht läuft das darauf). Finde es auf alle Fälle sehr interessant und gut, dass es Firmen gibt, die es mit der Apple Überfirma aufnehmen/wollen.

  • smoky

    ich moechte jetzt kein Neofonie mitarbeiter sein. ganz offensichtilich gibt es groebste softwareprobleme, aber die marketingleute haben beschlossen, es trotzdem mal zu launchen.

    ein linux customisieren und auf touch umstellen – das ist eine herkulesaufgabe (siehe android). und dann soll das noch die eierlegende wollmilchsau werden: eigene ui, eigene contentplatform, daneben komplett android kompatibel. na, wenn da zum start auch nur die groebsten bugs einigermassen beseitigt sind, koennen wohl alle von glueck reden. falls es ueberhaupt schon feature complete in den handel kommt.

  • Bruno

    Die Demo die man hier sieht lief jedenfalls auf WINDOWS, und nicht linux oder android

    http://www.androidpads.com/2010/04/12/new-details-about-the-wepad-price-and-availability/

  • daddy_o

    Apple hat mit der Firmware 4.0 deutlich gezeigt. daß es fürs iPad keine wirklichen Konkurrenten gibt: Modifiziertes Multitasking, trotzdem lange Laufzeit, uvm. Ab Herbst.

  • Markus

    Ich frage mich wirklich, wer sich immer diese Gerätenamen ausdenkt. iPad erinnert zumindest die Amis an Damenbinden, das wePad an Windeln (weePad).

  • animatio

    ich sage nur .. es lebe der freie content.
    meinen die “herren” nun auf diesem wege kunden a) zurückgewinnen zu können und b) genial in digitale zahl- und abzockkäfige sperren zu können, wie es steve mit allen mitteln – gerade auch aktuell wieder – zu tun versucht? bei steve übrigens einer der hauptgründe warum er verzweiflet adobe und adobe hacks von seinen plattformen auszusperren versucht. das mti der “flash-fehlerhaftigkeit” ist nur ein ablenkungsmanöver und scheinargument.

    für mich daher – nix media-pad – vom wem auch immer.
    entweder kriege ich die dinger als anständiges pdf oder als webseite und nicht in form von mittlerweile bereits wieder über 20 proprietären eformaten.

  • http://coffeeshock.net Elusian

    Dadurch das die Akkulaufzeit immernoch so massiv unterdrückt wird, kann man von ausgehen, dass diese eine Katastrphe sein wird (3-5h), denn was hält sie sonst davon ab? Man will ja den Hype bis zur ersten Ernüchterung lange hinauszögern ^^

    Wobei 32GB und 3G mit GPS für 570 Euronen (Apples Gerät kratzt da bereits an der 900er Marke) solide ist. Alles runter und Win7 / Win XP rauf, bei dem Broadcom Chip und echter HD Auflösung (nicht dieses Pseudo-HD von Apple) hätte ich hier ein echtes nettes Gadget um mir morgens im Zug die letzten Folgen meiner Serien vom Vortag anzuschauen. Leichter als ein Netbook mit gleichem Prozzi + HD-Beschleuniger, da passt das auch mit der Akkulaufzeit für mich (bin halt nicht auf 6+ Akkustunden angewiesen).

    Was definitiv zeigt, die Jungs wollen gerne groß auftreten und scheitern dann an den Details. Sie versuchen sich vergebens größer zu verkaufen als sie sind und das macht sie dann auch wieder irgendwie unsympathisch (keine Sorge, ich kenne die nicht persönlich, daher auch nur eine Bemerkung aus der Distanz). Ich zweifle zudem am geplanten Auslieferungstermin, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Warten wir mal ab aber das Gerät zeigt sich wirklich als echter Plastebomber, statt besagtem Mag-Alu-Chassie, vielleicht aber auch weil’s nur ein Präsentationsmodell ist, ach wer weiss, Sascha hat’s doch aus der Nähe gesehen, was meint der Chef dazu? ^^

  • pajama

    Vielleicht sollte Neofonie Palm kaufen, dann besteht wenigstens noch der Hauch einer Chance dass das Ding wegen mangelhafter Konsequenz bei der Bedienoberfläche zum Rohrkrepierer wird…

  • http://www.facebook.com/uvoss Ulrich Voß

    Was soll das sein? Die UI sieht ja halbwegs brauchbar aus, auch wenn ich Unmengen Sachen sehe, die mir viel zu kleine Bedienelemente präsentieren. Und dann eine lange Demo, bei der niemand auf den Schirm tippen kann? Das sieht aus, als würden die nur einen Film abspielen.

    Nie im Leben kommt das Teil im August auf den Markt (also funktionierend). Man schaue sich mal an, wie die Demos bei Apple aussehen. Und danach brauchen die noch einige Monate, bis das auf den Markt kommt. Selbst wer bei der Demo perfekt ist, braucht also noch ein paar Monate. Wer so was demonstriert, bringt entweder halbgaren Mist auf den Markt oder ist mehr als 4 Monate vom Launch weg.

    Wenn sich die deutschen Verlage daran klammern, begehen die, nicht zum ersten Mal, einen großen Fehler.

  • mironicus

    Ich frag mich langsam, wozu man das alles überhaupt brauchen sollte. Einerseits ist es praktisch ein Netbook ohne Tastatur, die Oberfläche wirkt altbacken und für Flash ist es typischerweise wieder etwas zu langsam. Es ist auch insgesamt zu groß. Auch das Ipad ist zum Mitnehmen eigentlich zu groß. Das Ipad hat das bessere Display, andererseits als E-Reader unter freiem Himmel kaum zu gebrauchen. Vielleicht sollte man wirklich noch ein wenig warten, bis es eine entsprechende Displaytechnik gibt.

  • Kr0nos

    Also in kurz : Gestern gabs nur Marketing Geblubber !
    War eiegntlich schon vorher bekannt dass es auf den Atom und nicht ARM setzt ?
    weil dann ist die einzige neue Erkenntnis (für mich) – dass die Akkulaufzeit unterirdisch (3-4H) sein wird – auch nicht neu.

    Wie soll das eigentlich mit Android Apps funktionieren ?
    Es gibt gefühlt 100 Android Devices die keinen Zugriff auf den Market bekommen – und die laufen mit echtem Android und nicht mit irgendeinem Linux das angeblich kompatibel ist

    Wie sieht eiegntlich die Performance von dem Broadcom Chip aus Sascha hat ihn ja das letzte mal nicht so gut aussehen lassen (ok vorallem um den Via Chipsatz um so besser aussehen zu lassen) aber irgendwie lief Flash damit ja nicht so toll – und dann soll das meiste auf Flash (=Air) basieren o0
    Der Atom hat selbst doch eine grottige Flash Performance

    Irgendwie ergibt das Produkt keinen Sinn.

    Obwohl der Preis für das besser ausgestattete dafür wirklich ziehmlich niedrig ist, gut dafür winzakku – ob sich das lohnt ?

    “mironicus says: ich frag mich langsam, wozu man das alles überhaupt brauchen sollte. ”
    So gehts mir mit fast allen Tablets, wenn will ichs als Notizbuch und Ordner usw z.b. für die Uni nutzen, aber da muss ich z.b. mit einem Stylus Notizen machen können, das beitet keins.
    Die sind alle nur zum konsumieren geeignet, und dafür kaum ich mir kein eigenes System

  • http://www.facebook.com/uvoss Ulrich Voß

    Nachdem jetzt raus ist, dass das alles nur ein Film war, der dazu noch peinlicherweise unter Windows lief, kann man sich einen Launch im August komplett abschminken. NIE IM LEBEN bekommen die das hin.

    Google werkelt an Chrome OS, Nokia und Intel an MeeGo. MS macht auch irgendwas. Apple braucht drei Jahre nach dem Launch des iPhone, um eine sehr ähnliche Plattform in das iPad zu packen. Und jetzt soll eine “Klitsche” aus Deutschland, die heute offenbar nix vorzuführen hat außer einen Film, in vier Monaten etwas fertig kriegen, was MS, Intel und Google in zwei bis drei Jahren nicht geschafft haben.

    Sorry, aber dass die Firma im August ein marktreifes Produkt hat, ist quasi ausgeschlossen. Keine Ahnung, wie sich ein großer Verlag wie Gruner + Jahr an so einen Dingen binden kann …

  • birne

    Habe es gerade in einem anderen Blog gefunden: Das wePad dürfte wohl ein ExoPC Slate sein, vgl. http://www.exopc.com/en/exopc-slate.php

  • the_holodoc

    Der interessanteste Aspekt an diesem Gerät ist für mich, dass darin ein Diamondville Atom ohne eine Zusatzgrafik ala Ion 2 einen HDMI Ausgang bieten soll, da frag ich mich, wie stellen sie das an , welche Auflösungen spuckt der aus und warum bekommt man sowas nicht in einem der unzähligen anderen Diamondville Systeme zu kaufen…

  • lap47

    @ birne

    Hast Du den Text gelesen? Da steht doch das es von Pegatron produziert wird–> ExoPC wird es auch nur labeln…
    Zum Thema: dat ding wird IMHO n´Mega Flop, wie wir es aus den Tagen der “DotCom”-Ära kennen.
    Das wirkt echt alles total unproffessionell und unglaubwürdig, was die da treiben…

  • http://coffeeshock.net Elusian

    @the_holodoc: Broadcom HD Beschleuniger.

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  • Sofasurfer

    Wow, die wollten zuerst gar nicht zugeben, dass das Video auf dem Gerät nur unter Windows lief! Das geht ja schon bedenklich in die Richtung von Betrug. Video (via Heise-Forum):

    Was wohl die Geldgeber zu dieser hochprofessionellen Vorstellung sagen werden?

  • Kommentator2

    @lap47

    Darum geht es nicht. Es geht darum, dass Wepad den Eindruck erweckt hat, das Gerät würde in Deutschland konzipiert und nicht in Asien OEM von der Stange gekauft. Einige haben wohl sogar geglaubt, dass es in Deutschland “konstruiert” worden sei, neofonie also einen Prototypen entwickelt habe, den Pegatron jetzt in Serie fertigt.
    Hier nur ein Beispiel für viele, denen das weisgemacht worden ist:
    http://www.handy-faq.de/forum/wepad_forum/135503-wepad_neue_details_pressekonferenz.html
    Z. B. etwa in der Mitte der Seite, wo es um HDMI geht, hat WePad wohl eindeutig den Eindruck erweckt, “in letzter Minute” und “auf Wunsch der Fans” noch einen HDMI-Anschluss ins WePad gebracht zu haben.

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      MS macht auch irgendwas. Apple braucht drei Jahre nach dem Launch des
    iPhone, um eine sehr ähnliche Plattform in das iPad zu packen.

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