Joyn habt ihr noch auf dem Zettel, oder? Während wir irgendwie davon ausgingen, dass der vermeintliche und selbst erklärte Whatsapp-Konkurrent aus dem Lager von Vodafone, Telekom und O2 im Sommer seinen Dienst aufnimmt, berichtet Teltarif nund davon, dass erst ab dem 1. Oktober bei der Telekom mit diesem Service zu rechnen sei. Mit Joyn will man uns sowohl einen Messenger liefern, mit dem wir unseren Kontakten texten können, als uns auch eine Video-Funktion mitliefern. Teltarif berichtet über eine PDF-Datei, welche uns den Marktstart zum Oktober verrät – und dessen kostenlose Nutzung bis zum 31. März 2013

Whatsapp-Konkurrent Joyn: erst ab Oktober bei Telekom – zu haarsträubenden Konditionen

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Wenn es bis zum Ende März kostenlos bleibt, bedeutet das im Umkehrschluss natürlich, dass es das ab April 2013 nicht mehr ist – schon mal ein erster Schlag in den Magen für alle Interessierten, die vielleicht spekulieren, ob sie lieber diesen Service nutzen möchten als den aktuell präferierten Messenger. Werdet ihr ab besagtem April beispielsweise im Special Call 100-Tarif eine Message, die sogenannte Joyn-Chat-Nachricht, absenden, werdet ihr dann zur Kasse gebeten. 19 Cent lautet hier die Ansage für eine Text-Nachricht, 39 Cent, wenn ihr gar eine Datei anhängen wollt. Und nein, Freunde – das ist keine Pauschale, die ihr evtl monatlich entrichtet! Pro Nachricht (!) werdet ihr diese Kohle entrichten dürfen, wenn ihr eine Joyn-Nachricht raushaut.

Ich mag das nicht abschätzen, ob das bei den anderen Anbietern ebenso aussehen wird wie bei der Telekom, aber ich glaub, ich kann jetzt schon abschätzen, wie viele Menschen zu diesen Konditionen sagen, dass sie ab sofort auf Whatsapp pfeifen – circa Niemand!

Punkten möchte Joyn mit der Möglichkeit des Video-Chats. Egal, ob ihr anruft oder angerufen werdet, ihr könnt die “Joyn-Kamera” zuschalten. Diese Kamera wird dann zusätzlich als eine Verbindung berechnet. Ruft ihr also einen Kontakt an und schaltet diese Cam dazu, werden aus euren 100 Freiminuten plötzlich 50 Freiminuten. Habt ihr eure Freiminuten verballert, werden in so einem Fall statt der üblichen 29 Cent nun eben 58 Cent pro Minute fällig.

Klar, ihr könnt euch natürlich auf teurere Tarife einlassen, bei denen entweder die Kosten für die Nachrichten oder sogar die zusätzlichen Kosten für das Nutzen der Joyn-Kamera nicht anfallen. Muss man sich dann allerdings fragen, ob man dafür einen Tarif an Land ziehen möchte, der mit knapp 70 Euro pro Monat ein feines Loch in die Haushaltskasse reißt.

Fairerweise muss man zur Verteidigung von Joyn sagen, dass die verschickten Daten nicht eure Datentarife belasten im Gegensatz zu Whatsapp und Co. Ob das reicht, um den ein oder anderen von diesem Service zu überzeugen, müssen wir abwarten – und ich bezweifel es zunächst mal ganz arg. Vor allem verwirrt man hier auch seine Kunden, die sich durch das eh schon nahezu undurchdringliche Tarif-Dickicht kämpfen müssen und zusätzlich künftig dann auch schauen müssen, wo sie welche Kosten haben, wenn sie auf Joyn bauen.

Schaut bei Teltarif rein, wenn ihr mehr über die Tarife erfahren wollt – und lasst mich wissen, welchen Grund die Mobilfunkanbieter uns liefern, um hier für eine Leistung in die Tasche zu greifen, die wir woanders auch weiterhin kostenlos oder sehr viel günstiger erhalten.

via Stadt-Bremerhaven

 

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  • TobiasKaufhold

    genau gar keinen grund ;) und das argument mit der datennutzung zieht auch nicht 

  • manzanille

    Caschy hat auf Stadt-Bremerhaven dem Artikel aber ein Update verpasst:
    Demnach heißt es:
    UPDATE 18:05 Uhr, Klarstellung der Telekom:…” 
    Alle Telekom-Kunden mit Internet-Tarifen (Complete, Call & Surf
    Mobil, Call Tarif mit Handy-Flat zum Surfen) werden die joyn-Funktionen
    „Chat“ und „Datei senden“ genauso ohne Zusatzkosten nutzen können, wie
    sie heute WhatsApp nutzen können. …”

    Quelle: http://stadt-bremerhaven.de/joyn-wie-die-telekom-gegen-whatsapp-skype-und-co-bestehen-will/?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+stadt-bremerhaven%2FdqXM+%28Caschys+Blog%29&utm_content=FaceBook

    • Mark Baumgartl

      Achso,also statt Extrakosten lieber Kundenbindung,das ist schon nichtmehr ganz so verbrecherhaft :P

      • m. scheyhing

         nein, das ist eher “Apple-”haft. Aber nachdem der Kunde anscheinend diese Geschäftsmodelle akzeptiert, gibt es ja für Hersteller, Publisher, Diensteanbieter auch keinen Grund, so etwas nicht als Standard einzuführen. Wer das nicht will, soll aufhören für den Mist zu bezahlen.

  • Ingens

    Ob die Telekom sich wohl traut den WhatsApp Dienst auf irgendeine Art zu blocken? Wäre das möglich? Sind ja schließlich auch nur Gangster

    • m. scheyhing

       Die Rosakom blockiert eh schon fast alles innerhalb ihrer Brandingware. Das wäre natürlich nur ein logischer Schritt…

  • http://www.facebook.com/christoph.dejok Christoph Dejok

    Join was? Schon wieder vergessen ;-) Sorry aber wie verzweifelt muss man sein um sich so einen Schwachsinn auszudenken? Etwas kostenpfichtig anbieten zu wollen, was jeder bereits seit Jahren gratis nutzen kann, zeugt einwandfrei von einer gewissen Dämlichkeit. Keiner wird das nutzen und nach ner Weile wird es dann als Flat Goodie mit den Tarifen gebundelt. Nur dann interessiert es keinen mehr, weil es bereits wieder 10 bessere Messenger gibt, die alle gratis sind.

  • Mark Baumgartl

    Die Paar KB für Whatsapp und so weiter kann ich von meinem 1GB Guthaben schon noch abzwacken ;D

    Aber da sieht man wieder,wie versteift die Anbieter auf die Kohle sind!Statt mal ein Konzept anzubieten was überzeugt oder wenigstens etwas besonderes bietet,lieber nen “Messenger” anbieten,der einfach nur die SMS ersetzt.Im Jahr 2012 (!) bezahlt eigentlich niemand mehr für einzelne Nachrichten,man hat Flats dafür oder geht über den Datenkanal (Messenger,Email etc.)

    Das die Preise dafür auch noch teuflisch übertrieben sind,brauche ich keinem zu sagen,denn es gibt alle genannten funktionen auch für Lau.

    Liebe Mobilfunkanbieter,wenn ihr unbedingt möchtet,das wir Mobilfunkmässig ins Jahr 1996 zurückgeschossen werden (war ne geile zeit für euch,nicht wahr?),dann machts auch ordentlich.Ich hab jedenfalls gedacht,ihr wärt “Modern” und “Jung”,könntet so gut erkennen wo die Trends hingehen.Also statt LTE dann doch lieber wieder GSM und das gute alte “Niep Niep” wenn ne SMS aufs Nokia 5110 kommt…

  • http://twitter.com/levinmac alex

    Spekulieren die darauf, WhatsApp zu blocken wie beispielsweise VoIP?
    Wobei nicht mal das funktionieren dürfte, Aufm iPhone nutzt dann jeder iMessage und auch für Android gibts gefühlt 200 Dienste dafür…

  • Alexander Dobler

    Also falls Join bei allen Anbietern an die SMS/Internet Flatrates gekoppelt werden würde und es in die SMS Apps integriert wird (d.h. nutzt mein gegenüber ebenfalls Join wird über Join statt per SMS geschrieben oder man wird zumindest darauf hingewiesen) dann hätten sie eine Chance gegen WhatsApp, GTalk und iMessage anzukommen, aber so wird das nichts.

  • optimismprime

    Der einzige Grund für die Entwicklung von Joyn war, das die Netzbetreiber seit Jahren den Hauptumsatz mit den SMS Kosten machen.

    Seit Whatsapp, iMessage und Co, und seit dem die “hippen jungen Leute” eh quasi alle Smartphones haben auf denen diese Dienste nutzbar sind brechen die SMS einnahmen immer weiter ein. SMS Flats mit stetig sinkenden Preisen sind die Folge. Doch wenn man im Monat keine 3000 SMS mehr schreibt, sondern vielleicht noch 10 an Oma und Mama die kein Smartphone haben, bucht die auch kaum noch wer wenn er sie nicht hinterher geschmissen bekommt.

    Joyn soll die SMS ersetzen, und dies nicht von der Bequemlichkeit für den User her, sondern vom Einnahmenstandpunkt des Netzbetreibers.

    Das Joyn für Telekomkunden keine Extrakosten verursacht wenn man eh schon einen Tarif mit SMS Flat beim Text senden, oder keine Extrakosten beim Dateiversand bei aktivem Internetflat Tarif ist ja toll, nur kann ich dann beides auch ohne Joyn tun.

    Fazit: Wer Joyn wirklich nutzt sobald die kostenlose Startphase vorbei ist hat es nicht besser verdien.

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