Wieder einmal wurde eine App aufgrund schwammig formulierter und sehr weit interpretierbarer Richtlinien aus Apples iTunes App Store gekickt. Erwischt hat es den App-Promoter AppGratis.

Wieder Ärger mit den App Store Richtlinien: AppGratis aus dem iTunes App Store gekickt

Über AppGratis können Entwickler ihre eigene App promoten lassen, die dann über die App des Dienstes beworben und für einen Tag kostenlos im App Store angeboten werden. Für Entwickler eine einfache Methode Aufmerksamkeit für ihre App zu erzeugen, für AppGratis ein Geschäftsmodell und für die Nutzer die Möglichkeit ansonsten kostenpflichtige Apps gratis zu bekommen – es waren durchaus zwischendurch einige gute Angebote dabei.

Laut Apple verstösst die App aber gegen zwei Regeln der App Store Richtlinien, die bestimmte Arten von Apps verbietet:

2.25 Apps that display Apps other than your own for purchase or promotion in a manner similar to or confusing with the App Store will be rejected.

5.6 Apps cannot use Push Notifications to send advertising, promotions, or direct marketing of any kind.

Ohne Frage zeigt AppGratis – für die bestehenden Nutzer ändert sich ja nichts – andere Apps an, das ist ja Sinn und Zweck dieser App. Die Darstellung ähnelt aber sicher nicht der des App Stores und für Verwirrung sollte AppGratis hier auch nicht sorgen. An dieser Stelle sind die Regeln aber nicht unbedingt eindeutig und lassen viel Raum für Interpretationen. Weniger schwammig ist das auf jeden Fall die zweite Regel, die es Apps verbietet die Push Notifications für Werbezwecke verschiedener Art zu nutzen. Die tägliche Erinnerung per Push Notification, dass ein neuer App-Deal verfügbar wäre fällt recht klar in diesen Bereich.

Für AppGratis ist der Rauswurf natürlich ein herber Schlag, gerade weil sie erst kürzlich  $13,5 Millionen frisches Kapital eingesammelt haben – da werden nun sicher einige Leute ein paar Fragen zur Zukunft des Dienstes haben.

AllThingsD hat auch nachgefragt, bei Apple und auch bei AppGratis. Offiziell hat Apple nur den Rauswurf wegen des Regelverstosses bestätigt, inoffiziell will AllThingsD aber von Apple-nahen Quellen erfahren haben, dass es hier um das Geschäftsmodell von AppGratis – und anderen Anbietern geht – gegen Bezahlung durch den Entwickler Apps zu empfehlen und zu promoten. Kein Problem sollten also redaktionell betreute Dienste haben, die Apps empfehlen.

AppGratis gab bislang keinen Kommentar ab.

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  • Daniel Schmidt

    Ich finde diese AppGratis geschichten echt cool. Letztendlich ist es für jeden beteiligten gut. Eine WIN-WIN-WIN – Situation :) Sowas gibt es auch bei WP, ich guck da öfters mal rein. Manchmal entdeckt man apps die man nie gesucht bzw. vermisst hätte. Und hin und wieder gibt es Top apps günstiger oder kostenlos. Bei WP heißt es übrigens AppDeals

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