Windows Phone Nutzer mit Google Account dürfen aufatmen: Google ist Microsoft entgegengekommen und verlängert die ActiveSync-Unterstützung von Google Sync für Windows Phone, während Microsoft offiziell bestätigt, diese Zeit zu nutzen, um die Unterstützung von CardDAV und CalDAV in Windows Phone einzubauen.

Windows Phone: Google verlängert ActiveSync Support, Microsoft bringt CalDAV/CardDAV

So ganz ohne Bauchschmerzen ist das alles aber trotzdem nicht: Zwar verlängert Google die Unterstützung von ActiveSync bis zum 31. Juli dieses Jahres – aber ausschließlich für Windows Phone Devices. Für Nutzer anderer Plattformen, inklusive Windows RT und Windows 8, endete die Unterstützung für neue EAS-Verbindungen wie geplant.

In einem Support-Dokument erklärt Microsoft für Windows 8 und RT Nutzer in vielen Worten die Situation: Wurde mit dem Gerät bereits vor dem 30. Januar 2013 eine Verbindung zum Google Account hergestellt, dann bleibt alles wie gehabt – wer danach eine neue Verbindung versucht kann nur noch die Mails aus seinem Gmail.Postfach abholen, eine Synchronisation mit dem Kalender und dem Adressbuch ist – zumindest mit Windows Bordmitteln – nicht mehr möglich. Im Blogbeitrag zu diesem Thema folgt dann noch der „dezente“ Hinweis auf Outlook.com:

Of course, this could also be a good time to simply switch to Outlook.com, a new personal email service that is clean and intuitive, keeps your address book up-to-date with information from your favorite social networks, and includes powerful inbox management tools and so much more. For more details, visit the Outlook.com site.

Ob die Unterstützung für CalDAV und CardDAV nur für Windows Phone kommen wird oder auch für Windows RT und Windows 8, geht aus der Ankündigung von Microsoft nicht hervor. Es ist aber anzunehmen, dass Microsoft die Unterstützung der Protokolle in alle aktuellen Windows-Versionen einbauen wird.

Die ganze Situation in der Branche ist aber auch kompliziert: Einerseits sind Microsoft und Google Konkurrenten, die sich jeweils nicht schenken, andererseits haben beide Unternehmen aber auch Kunden, die die Services des jeweils anderen nutzen und die sie nicht verprellen möchten. Bleibt die Frage, wie lange es so weiter gehen kann, bevor die Nutzer den Anbietern – egal welchen Systems – auf’s Dach steigen für die ständigen Versuche, sie in ihrem jeweiligen Ökosystem zu halten. Dabei ist es egal, ob es um Microsoft, Google oder Apple geht…

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