Im Gespräch mit Bloomberg TV hat sich Yahoo CEO Marissa Mayer erstmals seit Antritt ihres Jobs im TV zur mobilen Strategie ihres Unternehmens geäußert. Wenig überraschend ist dabei, dass sie Yahoo gut aufgestellt sieht.

Yahoo: CEO Marissa Mayer redet über ihre Mobilstrategie

Am Rande des Weltwirtschaftsgipfels in Davos erklärte Marissa Mayer, dass Yahoo bestrebt ist, Partnerschaften einzugehen. Das wäre die Konsequenz daraus, dass man nicht selbst über mobile Hardware, ein mobiles Betriebssystem, einen Browser oder ein eigenes Social Network verfüge. Dennoch hat man natürlich auch bei Yahoo die Relevanz erkannt, die das mobile Computing bereits erreicht hat.

Damit frischt sie das nochmal auf, was sie schon vor Monaten zur mobilen Ausrichtung ihres Unternehmens gesagt hat, wie wir berichteten. Yahoo setzt auf den Content, den man Smartphone-Besitzern jetzt schon aufbereiten kann und erwähnte da besonders die Zusammenarbeit mit Google und Apple, wo Yahoo mit Apps sowohl für iOS als auch Android vertreten ist.

Gegen Ende des letzten Jahres keimten auch Gerüchte auf, dass man zusammen mit Facebook an einer gemeinsamen Suche arbeite. Auch, wenn diese dementiert wurden, steht unter dem Strich eine starke, funktionierende Partnerschaft zum blauen Riesen, auch das betonte Mayer im Interview nochmals.

Sie zählte noch einmal auf, welche Dinge wir auf unseren Smartphones erledigen: News lesen, Wetter oder Börsenkurse checken, Mails lesen und schreiben, zocken und Fotos teilen. Alles Dinge, um die sich Yahoo ihrer Meinung nach schon lange kümmert und die zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen. Genau deshalb glaubt sie auch, dass Yahoo langfristig erfolgreich sein wird – weil im Grunde alles schon da ist, was sich der Nutzer auf seinem mobilen Endgerät wünscht. Wichtig wäre dabei, dass die Personalisierung zunehmend eine größere Rolle spielt und die Inhalte viel spezifischer auf das Individuum zugeschnitten sein werden, auch oder gerade bei mobilen Devices.

Sie erklärte, dass wir die vierte große Welle in der Entwicklung des Internets sehen. Man selbst hätte mit für die erste Welle gesorgt seinerzeit, gefolgt von der Suche als zweiter großer Welle, auf die dann die “Social”-Welle folgte. Aktuell steht also das mobile Computing ganz oben auf der Agenda. Jede dieser Wellen hat ein anderes Unternehmen nach ganz oben gespült und Mayer begreift das als Chance, auch jederzeit wieder neu angreifen zu können und zu neuem Erfolg zu gelangen.

Wie ihr das in der Praxis mit Yahoo gelingen wird, bleibt abzuwarten. Ich halte ihre Ansätze für absolut richtig, hätte mir aber gewünscht, dass sie ein wenig konkreter würde über die Alleinstellungsmerkmale, die Yahoo wieder zu dem wichtigen Player machen sollen, die es einst schon einmal war.

Newsletter abonnieren

RSS-Icon Immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniere unseren RSS-Feed!

Trackbacks & Pingbacks

  1. Pingback: Webtipps Januar 2013