Marissa Mayer hat sich einem Interview gestellt, in dem sie nun erstmals seit ihrem Wechsel von Google zu Yahoo Stellung bezog hinsichtlich der Strategie, die sie mit Yahoo verfolgen wird. Wenig überraschende: sie sieht die Zukunft im mobilen Bereich.

Yahoo-Chef Mayer: Fokus auf Mobile, kein eigener Kartendienst

Mayer möchte den Yahoo-Karren natürlich schnellstmöglich aus dem Dreck ziehen – das Unternehmen ist nicht annähernd so relevant wie in alten Tagen, da ist guter Rat teuer. Im mobilen Sektor sieht Mayer die Lösung für ihre Probleme.

Das Interessante ist, wenn man darauf schaut, was Menschen auf ihrem Smartphone machen wollen: E-Mails, Wetter und Aktienkurse checken und Nachrichten lesen. Das ist Yahoos Geschäft. Dies ist eine große Gelegenheit für uns, weil wir all die Inhalte und Informationen bereits haben, die die Leute auf ihren Smartphones wollen.

Klar – so kann es gehen. Jetzt muss sie aber natürlich auch erst noch den Weg finden, wie uns diese Infos auf unseren mobilen Devices erreichen und wieso wir diese Informationen von Yahoo aufbereitet bekommen möchten. Zuletzt hat man mit Stamped einen Empfehlungsdienst übernommen und Mayer kündigt an, dass man plant, sich hier und da weiter punktuell zu verstärken, um für den mobilen Markt besser gerüstet zu sein.

Die frischgebackene Mutter will aber nicht zu weit vom eigentlichen Yahoo-Kurs abweichen. “Back to the roots” ist das Motto, daher werde man auch sein Kerngeschäft nicht etwa um einen eigenen Kartendienst erweitern. Dazu sagt sie, dass es schwierig und teuer ist, einen solchen Dienst einzuführen, Apple habe das auch feststellen müssen. Deswegen lässt Yahoo die Finger davon.

Stattdessen werden die eigenen Mitarbeiter mit modernen Devices ausgestattet. Auf Wunsch kann man sich für iOS, Android oder Windows Phone entscheiden – RIM als langjähriger Ausrüster wurde unlängst gekickt. So sollen die Yahoo-Angestellten auf zeitgemäßen Devices ein viel besseres Gefühl dafür entwickeln, wie die Inhalte auf diesen mobilen Geräten verwendet werden.

Abschließend sagte sie, zu ihrem Baby befragt, dass es wichtig ist, Prioritäten zu setzen. Bei ihr wären das Gott, Familie und Yahoo – in exakt der Reihenfolge. Drücken wir der Lady mal die Daumen, dass sie auch im Unternehmen die richtigen Prioritäten setzen wird. Ich bin gespannt, wie diese mobile Strategie umgesetzt werden soll.

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  • gast

    familie nur auf dem zweiten platz ?

  • smo_o

    Da kann sie ja mal direkt mit der yahoo-Email-App anfangen. Die ist so grottig in Bedienung und Design, dass ich sie letztens wieder runtergeworfen hab.

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