Den Begriff „mobiles Office“ mehr als wörtlich genommen hat der Fahrer eines Kleintransporters auf der A8, der gestern wegen überhöhter Geschwindigkeit gestoppt wurde. Notebook, Drucker und Spannungswandler waren auf einem Gerüst auf dem Beifahrersitz aufgebaut und an der Scheibe dazu noch zwei Handys und ein GPS-Empfänger befestigt.

Zu schnelles mobiles Office

Alle Geräte waren auch eingeschaltet, es war aber dem Fahrer nicht nachzuweisen, ob er sie auch während der Fahrt benutzt hat – zu seinem Glück möchte man sagen, obwohl diese Form des „mobile Office“ nicht ausdrücklich im Bussgeld-Katalog Erwähnung findet, dürfte es doch eher teurer werden als am Steuer mit dem Handy am Ohr erwischt zu werden.

Mit 130 bei erlaubten 100km/h während eines Überholmanövers versuchte der Fahrer - wie sollte es anders sein, ein „IT-Experte“ – noch rechtzeitig zu einem Termin zu kommen. Er soll „sehr ungehalten“ gewesen sein ob der Forderung der Polizisten, die unzureichend gesicherte Ladung vom Beifahrersitz in den Kofferraum zu befördern. Die Technik auf dem Beifahrersitz schränkte nicht nur das Sichtfeld des Fahrers ein, laut Polizei wäre das Notebook bei einer Vollbremsung auch durch das Auto geflogen. Deswegen und wegen der Geschwindigkeitsübertretung erwartet den Fahrer jetzt ein Bußgeld in Höhe von 120 Euro.

Ob der Fahrer noch rechtzeitig zu seinem Termin kam ist nicht überliefert. Und um Gerüchten vorzubeugen: Ich wohne zwar im Saarland und mir wäre so ein Wahnsinn vielleicht sogar zuzutrauen, aber weder besitze ich ein Auto, noch einen Führerschein – ich war es nicht ;)

Foto: Polizei Saarland

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  • MATU

    Das hätte man aber schicker machen können :D

  • tristard

    die nächste kiste hat wohl tempomat, fahrbahnkontrolle und wenn möglich einparkhilfe (die ganzen serverblades im kofferraum versperren bestimmt die sicht).

  • Rene_K

    Und ich hab gehofft das hier nicht zu finden.

    Sorry. Aber das Handelsblatt ist bisher die Auflösung schuldig geblieben und keiner weiß was genau da los ist.

    Allein schon am “Office”-Paket lässt sich erkennen, das

    a) eine Internetverbindung via UMTS vorhanden ist

    b) eine Messeinheit vorhanden ist (große schwarze Antenne)

    c) mehrere Geräte in der Scheibe hängen.

    Ich kritisiere MG ja nun wirklich kaum, aber der Artikel hätte echt net sein müssen. Vor allem weil keine Fakten (außer den Verkehrsverstößen) genannt werden!

    P.S.: Der “Kleintransporter” schaut verdächtig nach einem Ford Focus oder Mondeo aus, aber niemals nach Kleintransporter…

    • ralf_donald

      Ist ein Mondeo ;) Sofern das das Originalbild ist

      • Rene_K

        Es soll angeblich (Angabe vom Handelsblatt) das von den Polizisten gemachtes Bild sein. Also der Sünder und sein Arbeitsgerät ;-)

    • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

      Wir haben bei der Polizei Saarbruecken vor der Veroeffentlichung angerufen und uns alles bestaetigen lassen

      • Rene_K

        Ihr habt Euch tatsächlich bestätigen lassen, das hier ein “Kleintransporter” zu sehen ist?

        Sascha, nicht böse sein, aber komm mal nach Deutschland mit Zwischenstopp in Salzburg, dann zeig ich Dir sehr gerne den Unterschied ;-)

        P.S.: Ich habe nicht unterstellt, das der Fahrer nicht zu schnell war oder die Ladung nicht richtig gesichert ist. Ich sage nur, das diese Gerätschaften aus ganz gewissen Gründen so angeordnet im Fahrzeug sind. Das als “mobilen Arbeitsplatz” hinzustellen ist nicht wirklich richtig. Der Fahrer dürfte so nicht täglich unterwegs sein!

        P.P.S.: Ich freu mich schon auf das Mobiloffice2013 über das Ihr berichten werdet. Ich werde dies wohl Kamerawagen von Google Streetview nennen. So what.

        • http://www.mobilegeeks.de/ Sascha Pallenberg

          Wir haben uns die DPA Meldung und die darin stehenden Details bestaetigen lassen. Vielleicht war es ein Familien Van, vielleicht ein Kombi, die haben halt Kleintransporter gesagt.

          Aber ich weiss nicht wo das Problem ist. Das Foto stammt von der Polizei Saarbruecken, die Meldung ging ueber DPA raus und nicht ueber das Handelsblatt, die haben selbige uebernommen, wie wir. Carsten hat sich dazu bei der Polizei Saarbruecken dies entsprechend bestaetigen lassen, der Knabe hat sein “Cockpit” voller Gadgets, ergo ist das ein mobiles Office fuer uns und eine News wert.
          Welches Auto er faehrt und ob er hinten nen Hello Kitty Aufkleber drauf hat interessiert uns da nicht

          • Rene_K

            Nein, dass das keine Dummies sind ist klar.

            Aber bei MG hätte ich dann doch eine nette kleine Auflistung gesehen um welche “Gadget” (wie ich dieses Wort eigentlich hasse) handelt.

            Sie es drum. Für mich ist es eine Nachricht die in jedem Schundblatt hätte stehen können. Da hab ich eben meine Erwartungen zu hoch angesiedelt. Sorry dafür.

            P.S.: Es war ein Hipp “Baby an Bord” Schild…

    • http://www.facebook.com/dobschat Carsten Dobschat

      Was ändert das an der Tatsache, dass da eine Menge Technik-Kram unsachgemäß gesichert zu schnell durch die Gegend gefahren wird und während der Fahrt betrieben wird? Und wie kommst Du jetzt auf Handelsblatt?

      Und was die Messeinheit angeht: Falls Du darauf anspielst, dass der auf einer Messfahrt gewesen sein könnte, dann bist Du mit der Vermutung zwar nicht alleine, aber zum einen würde auch das nicht an der unsachgemäßen Ladungssicherung ändern und es erscheint mir dann auch sehr überraschend, dass der Fahrer die Polizei nicht direkt darüber informiert hat…

      • Rene_K

        Wie ich auf Handelsblatt komme? Weil Ihr glaube ich das ebenso im G+ Stream gehabt haben dürftet…

        Und das ändert nichts an der Tatsache das die wohl kaum ein NERD war, sondern wirklich nur ein redaktioneller Test…

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