5 Gründe, warum das Surface Pro 4 besser ist als das iPad Pro

Das Surface Pro 4 und das Apple iPad Pro sind ähnlich ausgestattete Geräte. Eine Tastatur andocken und mit dem Stylus losschreiben ist die Devise. Doch welche Punkte machen das Surface Pro 4 besser als das iPad Pro? Hier die fünf wichtigsten Dinge die Microsoft besser macht als Apple.
von Marco Wilde am 27. November 2015

Die Microsoft Surface Pro Reihe war bisher eigentlich außer Konkurrenz, denn vergleichbare Geräte gab es bisher kaum. Viele Hersteller setzen nun aber nach und nach auf eine ähnliche Lösung, wie beim Convertible-Tablet aus Redmond. Zum Einen haben Lenovo, HP und Co. Geräte vorgestellt, die ein ähnliches Konzept verfolgen. Zum Anderen kommt aber auch aus Cupertino ein Impuls in diese Richtung. Das iPad Pro wurde von Apple im September vorgestellt und vielen war natürlich sofort die Ähnlichkeit zum Surface Pro 4 klar. Nicht nur auf Grund der Möglichkeit eine Tastatur anzudocken, sondern auch weil Apple erstmals (und das obwohl Steve Jobs seinerzeit immer behauptet hat, dass niemand einen Stylus benötigt) einen Stift entwickelt hat, mit dem man auf dem iPad schreiben/zeichnen kann.

Nun sind beide Geräte auf dem Markt und es wird deutlich, dass das Original von Microsoft im Vergleich zur Apple-Kopie immer noch das bessere Produkt ist. Nicht nur aus persönlicher Sicht, denn es gibt echt viele Dinge, die mir am Surface Pro 4 besser gefallen als am iPad Pro. Beispielsweise die Flexibilität in Hinsicht auf die Ausstattungsvarianten: Das Surface Pro 4 kommt nämlich wahlweise mit einem Intel m3, Intel i5 oder Intel i7 und entsprechend auch mit verschiedenen SSD Größen. Auch beim Arbeitsspeicher hat man hier eine große Auswahl.

Aber auch objektiv betrachtet zeichnen sich fünf Gründe aus, warum das Surface Pro 4 dem iPad Pro vorgezogen werden sollte.

Betriebssystem

Das Surface Pro 4 ist ein vollwertiger Windows PC und basiert nicht auf einem mobilen Betriebssystem. Das iPad Pro hingegen läuft mit einer Version von iOS, welches ein reines Tablet-/Smartphonebetriebssystem darstellt. Dementsprechend ist der Nutzen natürlich beim Surface Pro 4 größer, denn man kann nicht nur auf Apps zurückgreifen. Dank Windows 10 lassen sich vollwertige Programme installieren und ausführen. Wer also unabhängig vom Appstore, auch wenn die Fülle an Apps bei Apple echt groß ist, sein möchte, der muss gar nicht groß nachdenken. Leistungsintensive Programme wie beispielsweise AutoCAD, Photoshop und weitere Foto- und Videobearbeitungsprogramme sind auf dem Surface Pro 4 kein Problem. Sicher bietet auch Apple solche Programme, aber es sind immer noch Apps und die Funktionsvielfalt ist in vielen Fällen einfach nicht die selbe wie beim vollwertigen Desktop-Programm.

Stylus und Tastatur

Surface Pro 4 vs iPad Pro - Tastaturen

Das Surface Pro 4 kommt mit einer besseren Tastatur und einem besseren Stylus daher. Denn das TypeCover bietet nicht nur die nötigen Tasten, sondern auch noch ein Touchpad. Das ist in meinen Augen ein großer Vorteil, da man nicht immer auf dem Display tippen muss und so auch bequem und schnell Texte markieren, oder Dinge verschieben kann.

Vergleicht man die Stifte miteinander, so ist der größte Knackpunkt die Laufzeit. Der Stift vom Surface Pro 4 ist mit einer AAAA-Batterie ausgestattet, die laut Datenblatt über ein Jahr durchhalten soll. Ermöglicht wird das durch einen neuen Neigungssensor im Stift, der erkennt, wenn der Stift nicht genutzt wird und somit die Batterie schont. Der Apple Pencil verfügt über einen Akku, der bis zu 12 Stunden lang halten soll. Dieser muss also, bei täglicher Nutzung, jeden Tag geladen werden.

Ein weiterer Vorteil des Surface Pro 4 Stylus ist außerdem die magnetische Leiste, mit der der Stift einfach an das Surface Pro 4 gehängt werden kann. Der Apple Pencil bietet eine solche Funktion nicht und muss beim Transport extra verwahrt werden.

Vollwertiger USB-Port

Das Surface Pro 4 besitzt einen vollwertigen USB-Port und unterstützt somit alle erdenklichen Peripherie-Geräte. Möchte man beispielsweise schnell Daten von einem anderen PC/Laptop auf das Surface Pro 4 bringen, so reicht es einen USB-Stick anzuschließen und die Dateien zu kopieren. Das iPad Pro bietet ohne Umwege keine Lösung, ein USB-Gerät zu betreiben.

Flexibilität und “Lapabilität”

Der Kickstand des Surface Pro 4 lässt sich variabel positionieren. Dies ermöglich es, das Surface Pro 4 in vielen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten zu nutzen. Sei es auf dem Schreibtisch, auf der Couch oder auf dem Schoß, das Surface Pro 4 steht immer im richtigen Winkel. Zudem kann das Surface Pro 4 auch ohne angeschlossene Tastatur aufgestellt werden.
Das iPad Pro bietet keine Aufstellmöglichkeit, wenn die Tastatur nicht angedockt ist. Weiterhin ist der Aufstellwinkel fix, heißt ihr habt keine Möglichkeit, die Position des Tablets zu variieren.

Vollwertiger Desktop-Ersatz dank Dockingstation

Nicht nur auf Grund des Betriebssystems, sondern auch wegen der Möglichkeit, das Surface Pro 4 an eine Dockingstation anzuschließen, ist es der ideale Ersatz für einen Desktop PC. Natürlich kommt es hier auf den Anwendungsfall an, Gamer werden sich damit natürlich nicht zufrieden geben, aber jeder, der den PC nur zum Arbeiten nutzt, der wird auch mit dem Surface Pro 4 zufrieden sein. Das iPad Pro ist hier wieder einmal unterlegen, denn vor allem iOS macht es, wie oben bereits erwähnt, nicht wirklich möglich, das iPad als Desktop-Ersatz zu nutzen. Selbst, wenn eine Dockingstation verfügbar wäre, würde dies nicht den vollwertigen Ersatz zum Desktop-PC ausmachen.

Wie sind eure Meinungen? Ist das Surface Pro 4 in euren Augen auch das bessere Gerät, oder spielen die oben genannten Punkte in eurem Alltag keine Rolle? Ist euch Design wichtiger als Funktionalität? Wie müsste das iPad Pro ausgeführt werden, um dem Surface Pro 4 den Rang abzulaufen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.