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Android HowTo: So erstellt ihr „Scrolling“ Screenshots

Das neue Samsung Galaxy S7 kommt mit der Möglichkeit, Screenshots von ganzen Webseiten zu machen - sogenannte Scrolling Screenshots. Mit einem x-beliebigen Android-Smartphone und der richtigen App könnt ihr das auch - wir zeigen euch, wie's geht.

Wer unseren Samsung Galaxy S7 Test bzw. unseren Samsung Galaxy S7 edge Test gelesen hat, der weiß, dass es sich um bärenstarke Smartphones handelt, die wir trotz hohem Preises uneingeschränkt empfehlen können. Das liegt an der verbauten Technik, dem optimierten Design, aber auch an der Software: Ihr bekommt das jüngste verfügbare Android, also natürlich Marshmallow.

Darauf setzt wie immer die TouchWiz-Oberfläche auf, die sich ebenso wie Android im steten Wandel befindet und uns mal mehr und mal weniger gefällt. Mittlerweile taugt die Samsung-eigene Oberfläche wirklich was, denn die Koreaner ballern nicht mehr einfach nur das Gerät voll mit nerviger Bloatware und Design-Spielereien ohne großen Mehrwert, wie das mal der Fall war.

In Zeiten, in denen immer mehr Hersteller in der Lage sind, gut aussehende Smartphones mit starker Technik zu bauen, sind es auch immer wieder die Software-Funktionen, mit denen man sich von der Konkurrenz abheben kann und Samsung gehört zu den Unternehmen, die das Jahr für Jahr mehr zu nutzen verstehen. Eine Funktion, die auf die oben genannten Geräte Einzug gehalten hat, nennt sich „Scrolling Screenshots“ und damit sind die Screenshots gemeint, die nicht nur den aktuellen Bildschirmausschnitt abbilden, sondern auf Wunsch eben auch mitscrollen und so auch eine ellenlange Webseite zu einer Bild-Datei verwursten oder auch lange Chat-Konversationen.

Macht ihr auf dem Galaxy S7 oder dem S7 edge einen Screenshot, bekommt ihr die Option, mit einem Fingertipp auf das entsprechende Icon einfach noch einen Bildausschnitt weiter zu scrollen und ihn zu erfassen und das so lange, wie ihr eben wollt. Etwas weniger komfortabel gab es das Feature auch schon auf dem Galaxy Note 5, dort war es allerdings noch an den S Pen gebunden.

Wer diese Funktion ebenfalls gerne nutzen würde, aber eben keines der genannten Handsets erwerben will, kann sich glücklicherweise auch anderweitig behelfen – wir sagen euch, wie es geht:

1. Ladet und Installiert die Android-App Stitch & Share

Von Glitch kommt eine Android-Software, die ihr euch kostenlos auf euer Smartphone ziehen könnt und die in der Lage ist, eure Screenshots zusammenzufügen zu einem beliebig langen Screenshot. Sucht einfach nach der App „Stitch & Share“ bei Google Play oder nutzt unseren Link:

Stitch & Share: big screenshot
Entwickler: Glitch
Preis: Kostenlos+
  • Stitch & Share: big screenshot Screenshot
  • Stitch & Share: big screenshot Screenshot
  • Stitch & Share: big screenshot Screenshot
  • Stitch & Share: big screenshot Screenshot
  • Stitch & Share: big screenshot Screenshot
  • Stitch & Share: big screenshot Screenshot
  • Stitch & Share: big screenshot Screenshot

2. Startet die App und schaut euch das kurze Tutorial für die automatisch erstellten Scrolling Screenshots an

Nach der Installation bekommt ihr ein klitzekleines Tutorial an die Hand, die eigentlich nur aus drei Punkten besteht:

  1. Macht Screenshots – und zwar so viele ihr wollt, je nachdem, wie lang die Seite bzw. die Konversation eben ist.
  2. Lasst diese Screenshots überlappen – Stitch & Share erfasst nicht automatisch den nächsten Ausschnitt, also müsst ihr schon selbst scrollen und eben den nächsten Ausschnitt so wählen, dass er mit dem vorherigen ein wenig überlappt. Nur so können die Bilder dann später zusammengefügt werden.
  3. Im besten Fall geschieht jetzt alles automatisch und ihr müsst nur noch die entsprechende Benachrichtigung auf dem Smartphone antippen.

Hier habt ihr dieses Tutorial nochmal in Bildern:

3. Das manuelle Erstellen von Scrolling Screenshots

Es kann schon mal sein, dass die App nicht automatisch erkennt, dass verschiedene Screenshots zu einem zusammengefügt werden sollen, dann könnt ihr das manuell nachholen – und auch das geht denkbar einfach. Öffnet einfach die App und lasst euch die kürzlich gemachten Screenshots anzeigen. Durch etwas längeres Drücken auf den Screen wählt ihr den ersten Bildschirmausschnitt aus und tippt dann nur noch die weiteren Bilder aus, die zum ersten gehören.

Auf den folgenden drei Bildern seht ihr einmal das Auswahl-Menü, aus dem ich mir meine zwei Screenshots rausgepickt habe, danach seht ihr dann, wie sie euch innerhalb in der App angezeigt werden und als drittes dann schließlich den zusammengesetzten Screenshot – auf dem letzten Bild seht ihr dann auch, dass die verschiedenen Screens übergangslos zusammengesetzt werden:

4. Sharen oder Speichern eures Screenshots

Das fertige Resultat könnt ihr jetzt teilen und so beispielsweise an Google Drive, Microsoft OneDrive oder in welche Cloud auch immer schicken, oder einfach nur abspeichern bzw. in die Zwischenablage kopieren. Stitch and Share lässt euch dabei die Wahl, ob ihr den Link zum Screenshot versenden wollt oder die Bilddatei selbst, was ich ganz praktisch finde.

Stitch and Share 07Entscheidet ihr euch für die Bilddatei, bekommt ihr eine (deaktivierbare) Warnung angezeigt, dass die jeweilige App, über die ihr das Bild teilen wollt, eventuell das File zusammenschrumpft auf eine kleinere Größe.

Ich habe mich bei meinem Test für Google Drive als Empfänger entschieden und dort kam der Screenshot mit seiner vollen Breite von 1440 Pixeln an. Die Bilder werden übrigens als .png-Datei gespeichert, so dass ihr sie auch wirklich mit jeder App nutzen könnt.

5. Bearbeiten des Screenshots

Eigentlich wären wir jetzt schon durch mit der Nummer, aber ihr habt bei Stitch and Share auch noch die Möglichkeit, den Screenshot zu bearbeiten. Die Auswahl ist dabei ziemlich rudimentär, denn ihr könnt nur zwischen zwei Farben wählen, mit denen ihr ein Wort oder eine Phrase auf dem Screenshot markiert. Ärgerlicherweise für mich als Schalker sind das ausgerechnet die Farben Schwarz und Gelb, was aber angesichts der Funktionalität aber natürlich Sinn ergibt. Wählt ihr nämlich die Farbe Schwarz aus, könnt ihr Wörter durchstreichen und komplett unkenntlich machen, während Gelb das markierte Wort wie mit einem Textmarker hervorhebt.

Per In-App-Kauf könnt ihr noch weitere Farben dazukaufen und habt auch die Möglichkeit, Schriftfarben zu erwerben, so dass auch die Option besteht, selbst was in den Screenshot zu schreiben.

Die Editor-Optionen sind natürlich überschaubar, aber die eigentliche Funktion – das Zusammenkleben der einzelnen Screens – klappte bei mir in mehreren Versuchen stets einwandfrei. Wer also neidisch auf dieses Feature des Galaxy S7 (edge) schaut, kann mithilfe von Stitch & Share diesen Effekt sehr unkompliziert simullieren.