Anleitung: So bekommt ihr das “Fall Creators Update” für Windows 10 schon heute

Mit dem Fall Creators Update für Windows 10 verteilt Microsoft die mittlerweile fünfte große Aktualisierung für das Betriebssystem. Neben einem verbesserten Schutz gegen Ransomware und andere Attacken spendiert Redmond Windows 10 eine ganze Reihe von optischen und funktionalen Neuerungen. Wir zeigen euch, wie ihr schon vor dem regulären Rollout an das Update gelangt.

Vor zwei Tagen hat Microsoft mit dem Rollout des “Fall Creators Update” für Windows 10 begonnen, doch bisher können nur wenige PCs die mittlerweile fünfte Ausgabe des Betriebssystems via Windows Update beziehen. Wie immer findet die Verbreitung in mehreren Wellen statt, die z.T. regional oder basierend auf definierten Hardwarekonfigurationen begrenzt sind. Wir zeigen euch, wie ihr in wenigen Schritten schon heute an das Fall Creators Update gelangt, um z.B. ein Installationsmedium für eine Neuinstallation zu erstellen.

Mit dem Fall Creators Update verpasst Microsoft dem Betriebssystem Windows 10 eine ganze Reihe von neuen Features, die im Arbeitsalltag tatsächlich sinnvoll sind. Zudem gibt es einige weitreichende Verbesserungen, die sich unter der sichtbaren Oberfläche abspielen. Zu den wichtigsten Änderungen zählen:

Verbesserter Schutz vor Erpressungstrojanern

WannaCry, NotPetya & Co. haben vor gar nicht allzu langer Zeit eine Spur der Verwüstung in der IT-Landschaft hinterlassen. Auch in Deutschland wurde einige große Unternehmen und Netzwerke von dem Erpressungstrojaner befallen, wobei Systeme mit Windows 10 schon damals vor der Ransomware geschützt waren. Mit dem Fall Creators Update will Microsoft den Schutz gegen diese Schädlinge weiter verbessern, hierzu wird ein “überwachter Ordnerzugriff” eingeführt. Ist dieser aktiv, dann können nur nachweislich unschädliche Programme persönliche Dateien verändern.

OneDrive wird smarter

Auch Onedrive wird in Verbindung mit Windows 10 smarter. Der Nutzer kann nun einstellen, dass die Cloudspeicher abgelegten Daten nicht mehr automatisch auf dem PC landen, sondern nur noch auf explizite Anforderung heruntergeladen werden.

Kontakte im Schnellzugriff

Der auf der letzten Build-Entwicklerkonferenz vorgestellte Kontakte-Hub findet nun endlich seinen Weg auf die Systeme der Nutzer. Hinter dem in der Startleiste untegebrachten Symbol finden sich alle Kontakte, die in kompatiblen Anwendungen – darunter Skype – hinterlegt sind. Mit den hier hinterlegten Accounts lassen sich schnell und komfortabel nicht nur Konversationen starten, auch Dateien lassen sich auf diesem Weg sehr flott senden und austauschen.

Windows, Android- und iOS-Smartphones

Zur “Philosophie” von Windows 10 gehört, dass sich Microsoft mit dem Betriebssystem gegenüber anderen Plattformen öffnet. Mit dem Fall Creators Update lässt sich das eigene System nun sehr einfach mit einem Smartphone koppeln. Auf die Eingabe der eigeen Rufnummer folgt die Installation einer App, die dann mit dem eigenen Microsoft-Konto gekoppelt wird – fertig.

Cortana wird übersichtlicher

Microsofts Sprachassistentin Cortana kann nun Suchergebnisse und andere Informationen in einer komprimierten Schnellanzeige darstellen. Ein Wechsel auf eine Anwendung wie z.B. den Edge-Browser entfällt in solchen Szenarien. Das Feature ist offensichtlich noch nicht konsequent umgesetzt, demonstriert aber deutlich die immer engere Verzahnung der Assistentin mit dem Betriebssystem.

Fluent Design

Die optisch weitreichendste Veränderung offenbart sich mit dem sogenannten Fluent Design System (ehemals “Project Neon). Verschiedene Transparenzeffekte und etwas großzügigere Freiflächen lassen Windows 10 übersichtlicher und weniger überladen wirken, was wiederum den Workflow verbessern soll.

Direkt zum Update

Der schnellste Weg zum Fall Creators Update führt momentan über das sogenannte Media Creation Tool. Auf der entsprechenden Übersichtsseite bietet Microsoft die ISO-Dateien für die Home- und Pro-Varianten von Windows 10 an. Welche Version tatsächlich installiert wird, entscheidet sich bei der Eingabe des Lizenzschlüssels, die Hardwareanforderungen bleiben wie zuvor sehr niedrig:

  • Prozessor: 1 GHz oder schneller mit Support von PAE, NX und SSE2
  • Arbeitsspeicher: ab 2GB
  • Festplatte: mindestens 16GB (32-bit) bzw. 20GB (64-bit)
  • Grafikkarte: DirectX 9-fähig mit WDDM 1.0
  • Display: min. 800 x 600 Pixel

Das intern als “Redstone 3” geführte Fall Creators Update trägt die Versionsnummer 1709 und die Build-Nummer 16299. Wer keine Neuinstallation seines Betriebssystems mit den angebotenen ISO-Files durchführt und stattdessen auf den ebenfalls bereitgestellten Windows 10 Update-Assistenten zurückgreift, sollte diese Nummer vor der Installation kontrollieren. In der Vergangenheit kam es vor, dass Microsoft Updates kurzfristig zurückstellte, weil sich während des regulären Rollouts Problemmeldungen häuften.