Vor zehn Jahren wurde das erste iPhone vorgestellt
Happy Birthday, Apple iPhone – Du hast die Welt verändert

Heute vor zehn Jahren genau stellte Steve Jobs das allererste Apple iPhone vor - wir Mobile Geeks verneigen uns vor diesem Smartphone, welches die Welt veränderte.

Apple – ein Technik-Unternehmen, welches so sehr polarisiert wie kein zweites. Zwischendurch war dieser Konzern mal haarscharf davor, zahlungsunfähig zu werden oder von einem Konkurrenten übernommen zu werden. Gleichzeitig war Apple aber auch immer schon dafür bekannt, ganz besondere, ikonische Produkte zu entwerfen, sie stylischer zu gestalten als irgendwer anders im ganzen Business und nicht zuletzt hat es Apple auch verstanden, sich nach diversen Ups und Downs immer wieder ganze Produktkategorien neu zu schaffen oder komplett zu revolutionieren.

Wenn es dafür ein Paradebeispiel gibt, dann ist es zweifellos das iPhone. Heute auf den Tag genau vor zehn Jahren wurde dieses Smartphone vorgestellt – am 09. Januar 2007. Wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, als die wenigsten Menschen selbst ein Smartphone besaßen, noch mit dem Wort an sich etwas anfangen konnten.

It is amazing that from the very first iPhone through to today’s newest iPhone 7 Plus, it has remained the gold standard by which all other smartphones are judged. For many of us, iPhone has become the most essential device in our lives and we love it, Philip Schiller, Senior Vice President of Worldwide Marketing, Apple

Das Ur-iPhone war also nicht nur ein weiteres Modell in einem Smartphone-Meer, sondern der Auslöser eines riesigen Booms, der Millionen Menschen dazu bringen sollte, den Wechsel von einem schlichten Feature-Phone zu einem Smartphone zu wagen. Nebenbei zeigte man – als Quasi-Neuling auf diesem Gebiet – einer ganzen Industrie, „wo der Frosch die Locken hat“, wie man bei uns im Pott sagt. Plötzlich mussten sich die ganzen Branchen-Größen hinten anstellen und ihre eigenen Produkte komplett neu denken und erfinden.

Am Anfang stand Project Purple

Das iPhone erschien nicht aus heiterem Himmel. Das gilt weder für Apple selbst, die natürlich nicht einfach einen Schnellschuss rausgehauen haben, sondern jahrelang mit Konzeption und Entwicklung beschäftigt waren und das gilt auch für Apple-Fans und Medien, die früh Wind davon bekamen, dass Apple an einem Mobiltelefon arbeitet. Entsprechende Gerüchte und Leaks hielten die Apple-Welt schon lange vor der Präsentation ziemlich in Schach.

Steve Jobs hatte bereits seit Anfang dieses Jahrtausends die Vision, ein Gerät auf den Markt zu bringen, welches einen iPod mit einem Telefon kombiniert und gleichzeitig einen Zugang zum Internet darstellt. Auch die Idee, dieses neue Device per Touchscreen zu bedienen, stammt bereits aus dieser Zeit. Ab 2004 wurde die Entwicklung konkreter, unter dem Namen „Project Purple“ begann ein zunächst sehr kleines Team, das Handset zu entwickeln, welches die ganze Welt Jahre später als iPhone kennen lernen sollte.

Lange war gar nicht so wirklich viel darüber bekannt, wie die Entwicklung dieses Ur-iPhones seinerzeit vorangetrieben wurde. Dass wir heute mehr darüber wissen, liegt auch an einem Unternehmen, welches über Jahre wie kein zweites danach strebte, Apple mit den eigenen Smartphones nachzueifern: Samsung! Als das iPhone 2007 veröffentlicht wurde, war noch nicht abzusehen, dass eine ganze Branche versuchen würde, so viele Technologien und Ideen aus diesem Device in seinen eigenen Produkten unterzubringen – und auch nicht, dass das zu erbitterten Patent-Streitigkeiten führen würde, allen voran eben der Streit zwischen Apple und Samsung.

Sollte dieses Jahre währende Prozessieren überhaupt irgendwas Gutes gebracht haben, dann eben die wertvollen Einblicke, die wir durch den Rechtsstreit gewinnen konnten. Eine wichtige Rolle spielte dabei Greg Christie – ein Mann, der bereits 1996 bei Apple anheuerte und schon lange vor dem iPhone viele Ideen zu Apple-Produkten beisteuerte. So war er auch am Newton MessagePad – einem PDA – beteiligt, welches aber nicht gerade als eines der erfolgreichsten Geräte in die Geschichte des Unternehmens eingehen sollte.

Eine Funktion des PDA, die eigentlich als Highlight gedacht war, erwies sich in der Praxis als noch nicht besonders ausgereift: Die Handschrifterkennung! Per Stylus Geschriebenes sollte automatisch vom System erkannt werden. Das funktionierte in der Praxis so schlecht, dass sich oft darüber lustig gemacht wurde – sogar bei den Simpsons:

Dieses „Eat up Martha“ sollte als geflügeltes Wort in den Sprachgebrauch der Menschen übergehen, die damals dann auch an der Entwicklung des iPhone beteiligt waren. Es ist davon zu lesen, dass genau diese Szene, in der Apple von den Simpsons lächerlich gemacht wird, dafür gesorgt habe, dass die Software-Tastatur des iPhone so entwickelt wurde, wie wir sie dann schließlich kennen gelernt haben.

In the hallways [at Apple] and while we were talking about the keyboard, you would always hear the words ‚Eat Up Martha,‘ If you heard people talking and they used the words ‚Eat Up Martha,‘ it was basically a reference to the fact that we needed to nail the keyboard. We needed to make sure the text input works on this thing, otherwise, ‚Here comes the Eat Up Marthas.‘ Nitin Ganatra, ehemaliger Apple-Mitarbeiter

Das Team wollte also erreichen, dass man nicht nur ein Smartphone vorstellen konnte, welches komplett ohne Hardware-Tastatur auskam, sondern bei dem man den zahlreichen Tastatur-Verfechtern möglichst wenig Angriffsfläche für irgendwelche wie auch immer geartete Kritik bot.

Frühe Entwürfe des ersten Apple iPhone

Kommen wir zurück zu Greg Christie, der anlässlich des Gerichtsstreit Licht ins Dunkel bezüglich der Entwicklung des iPhones brachte. Der Mann, der als Engineer an der iPhone-Konzeption mitarbeitete, erklärte beispielsweise, wie penibel Steve Jobs damals darauf achtete, dass auch ja kein Informationsfetzen nach außen drang, der mit diesem Smartphone zu tun hatte.

Das führte so weit, dass die Involvierten nicht einmal zuhause auf ihren Rechnern arbeiten durften, zu denen auch Familienmitglieder Zugang hatten. Bilder wurden immer nur verschlüsselt und zudem mit Wasserzeichen verschickt, Briefings mit Steve Jobs fanden nur in fensterlosen Räumen statt. Im Jahr 2005 wurde es Jobs dann zu bunt, denn für sein Empfinden kam die Entwicklung nicht flott genug voran. Er setzte dem damals noch überschaubar großen Team ein Ultimatum: Ihr liefert mir binnen zwei Wochen die Innovationen, die ich mir fürs iPhone wünsche – oder ich beauftrage ein anderes Team! So ähnlich muss es der Ex-Apple-Chef formuliert haben und scheinbar kamen diese klaren Worte an: Viele Technologien zum Touchscreen-Display, die legendäre Slide-to-unlock-Funktion oder die Möglichkeit, Kontakte direkt aus dem Adressbuch anzurufen – all das waren Ideen, die in diesen 14 Tagen zusammengetragen und erfolgreich im iPhone implementiert wurden.

Die iPhone-Präsentation am 09. Januar 2007

Nachdem sich dann 2006 die Gerüchte mehr und mehr verdichteten, dass Apple da was ausbrütet, war es zu Beginn des Jahres 2007, genauer gesagt am 09. Januar 2007 dann soweit: Steve Jobs betrat im Rahmen der Macworld Conference & Expo in San Francisco die Bühne und präsentierte – das allererste iPhone!

Today Apple is going to reinvent the phone! Steve Jobs, Apple

Nehmt euch vielleicht einfach mal die Zeit, schaut euch die ganze Keynote an und lasst das mal alles auf euch wirken. Die Art, wie Steve Jobs behutsam das Konzept hinter dem iPhone erklärt.

Dabei geht es nicht nur darum, das Apple-übliche Marketing- und Superlativ-Geschwurbel an den Mann zu bringen. Jobs war da vielmehr durchaus klar, dass er hier einen Paradigmenwechsel beim mobilen Telefonieren einläuten wollte und das muss man den Leuten – egal, ob Smartphone-/Handy-Nutzer, Presse oder Konkurrenz – erst einmal erklären. Apropos Konkurrenz: Heutzutage wäre es fast undenkbar, dass sowas bei einer Apple-Keynote passiert, aber bei der iPhone-Vorstellung holte Steve Jobs sogar Eric Schmidt von Google auf die Bühne!

Das ausführliche Erklären der iPhone-Technologien ist aus heutiger Sicht vielleicht schwierig nachzuvollziehen, weil wir uns keine Gedanken mehr darüber machen, dass wir ein Smartphone ohne physische Tastatur zu nutzen. Für damalige Verhältnisse sah das jedoch ganz anders aus – ein mobiles Telefon ohne Tasten war für die meisten schlicht nicht denkbar.

Exkurs: Die Reaktionen der anderen

Klar, es gab nach der Vorstellung sehr, sehr viele schwer begeisterte Reaktionen, aber es gab auch massig Kritik, oft mit einem „was haben sie sich denn da jetzt wieder ausgedacht“-Unterton und entsprechend gehässig formuliert.

Die Konkurrenz erschrak nicht etwa – weder die Smartphone-Experten von Nokia noch der ewige Apple-Gegenspieler Microsoft machten einen wirklich beunruhigten Eindruck. Nokia verwies auf seine mächtige Markt-Position und der ebenso berüchtigte wie legendäre Steve Ballmer ging sogar noch weiter und machte sich unverhohlen lustig über Apples absurden Plan, ein Mobiltelefon ohne Tastatur anbieten zu wollen, welches zudem dann auch noch 500 Dollar trotz Vertrag kosten sollte:

There’s no chance that the iPhone is going to get any significant market share. No chance. It’s a $500 subsidized item. They may make a lot of money. But if you actually take a look at the 1.3 billion phones that get sold, I’d prefer to have our software in 60 percent or 70 percent or 80 percent of them, than I would to have 2 percent or 3 percent, which is what Apple might get

Right now we’re selling millions and millions and millions of phones a year, Apple is selling zero phones a year Steve Ballmer, Microsoft

Sachlicher klang das da schon bei Nokia, die damals fett im Markt waren, Millionen Mobiltelefone für jedes denkbare Klientel verkauften und sich durch Apples Vorstoß eher bestätigt als beunruhigt fühlten. Kein Wunder also, dass Kari Tuuti, damals Firmensprecher bei Nokia gegenüber dem Spiegel Online 2007 auf die Frage, ob ihm der Einstieg Apples in den Handy-Markt Angst bereiten würde, antwortete:

Überhaupt nicht. Apple bestätigt damit nur die Strategie von Nokia, die wir seit Jahren verfolgen. Wir glauben, dass derartige vernetzte Multimediageräte jene Geräte ablösen werden, die nur eine einzige Funktion haben. Wir beobachten ein großes Wachstum in diesem Markt. Ich bin sicher, dass es Platz genug für viele Wettbewerber darin gibt. Kari Tuuti, ehemaliger Firmensprecher Nokia

Schaut am besten auch mal in unseren Beitrag aus dem letzten Jahr – dort haben wir uns mal einige der Reaktionen angeschaut, auch die der damaligen Presse und für so manchen war es tatsächlich nicht denkbar, dass Apple einen solchen Siegeszug mit diesem Gerät hinlegen würde.

Lesenswert: Das Apple iPhone, der Riesen-Flop – So kann man sich irren

Ballmer – und mit ihm Microsoft – haben das übrigens durchaus bedauert und auch zugegeben, dass man damals anders reagieren hätte müssen. Dabei ging es weniger darum, dass man sich öffentlich über Apple lustig gemacht hat, sondern mehr darum, dass es in Redmond damals nicht die Vision für ein Smartphone als existenziell wichtige Säule eines Unternehmens gab, das sich ansonsten hauptsächlich auf Software verstand. In diesem Clip seht ihr, wie Steve Ballmer diesen Fehler eingesteht:

Dass Apple im Januar 2007 das iPhone ankündigte, bedeutete übrigens noch lange nicht, dass es zu kaufen war. Es sollte noch etwa ein halbes Jahr dauern, bis man es dann in den USA kaufen konnte. AT&T war der exklusive Partner, bei dem man sich das iPhone je nach Modell für 499 oder sogar 599 Dollar zu seinem Vertrag kaufen konnte.

In der ersten Werbung – ausgestrahlt während der Oscar-Verleihung – nannte man bereits den Juni als Start-Monat, später im Sommer flimmerte dann wie aus dem Nichts ein neuer Werbe-Spot über die US-amerikanischen Bildschirme und kündigte das heiß ersehnte Handset für den 29. Juni an. Hier seht ihr diese ersten beiden Clips und zudem alle weiteren, die es zur allerersten iPhone-Generation zu bestaunen gab:

Es erschien am 29. Juni übrigens exklusiv in den USA – der Rest der Welt schaute zu dem Zeitpunkt noch in die Röhre. In Deutschland war es die Telekom, die das Apple-Smartphone exklusiv vertreiben durfte und zwar gab es eigens neu geschaffene Tarife und wer zu seinem Vertrag ein iPhone wünschte, wurde mit 399 Euro zur Kasse gebeten. Das war dann schließlich ab dem 09. November 2007 möglich – exakt zehn Monate, nachdem das iPhone ursprünglich in San Francisco vorgestellt wurde.

15 Modelle, zehn Jahre, ein Name – das iPhone im Wandel

Damit kommen wir jetzt zum Geburtstagskind – und schauen uns natürlich auch all seine Nachkommen an. Bis zum Jahr 2012 erschien jeweils ein neues iPhone pro Jahr. Nach einem neuen Modell gab es im darauffolgenden Jahr immer ein iPhone mit identischem Namen und dem Zusatz „s“. Ab 2013 gab es zwei iPhones pro Jahr: Damals war es das wenig erfolgreiche iPhone 5c, welches an der Seite des iPhone 5s präsentiert wurde, bevor Apple dann ab 2014 immer ein „normales“ iPhone sowie die größere „Plus-Variante“ vorstellte. 2016 sahen wir zudem auch noch ein iPhone SE, so dass wir im letzten Jahr erstmals auf drei iPhones pro Jahr kamen. Hier habt ihr alle Modelle im Überblick:

iPhoneModellnummerJahr
iPhoneA12032007
iPhone 3GA1324, A12412008
iPhone 3GSA1325, A13032009
iPhone 4A1349, A13322010
iPhone 4sA1431, A1387, A13872011
iPhone 5A1428, A1429, A14422012
iPhone 5cA1456, A1507, A1516, A1529, A15322013
iPhone 5sA1453, A1457, A1518, A1528, A1530, A15332013
iPhone 6 PlusA1522, A1524, A15932014
iPhone 6A1549, A1586, A15892014
iPhone 6s PlusA1634, A1687, A16992015
iPhone 6sA1633, A1688, A17002015
iPhone SEA1723, A1662, A17242016
iPhone 7 PlusA1661, A1784, A17852016
iPhone 7A1660, A1778, A17792016

Knöpfen wir sie uns nun also alle der Reihe nach vor, natürlich angefangen mit dem originalen „Ur“-iPhone, welches von seiner Technik, dem ikonischen, Apple-typischen Design und auch dem unglaublichen Erfolg neue Maßstäbe setzen sollte.

Apple iPhone

Das ist sie also – die Mutter aller iPhones: Ein Jahrzehnt ist vergangen und wie rasant die Entwicklung voran geschritten ist, sieht man, wenn man sich die technischen Daten dieses 11,6 mm fetten Kloppers anschaut. Der ARM1176-Prozessor von Samsung bestand lediglich aus einem Kern mit 412 MHz Taktfrequenz und das Display war lediglich 3,5 Zoll groß. Für heutige Verhältnisse noch erschreckender als die Display-Größe ist allerdings die Auflösung: Lediglich 480 x 320 Pixel gab es 2007, was für damalige Verhältnisse eine Wucht war mit 163 Pixeln pro Zoll – heute hingegen wäre man vermutlich schon enttäuscht, wenn man ein Handset mit derartiger Auflösung im Überraschungsei findet.

Auch die Einstiegsgröße beim Speicher klingt mit 4 GB für heutige Verhältnisse eher putzig. Mit iOS (iPhone OS) gab es von Apple auch das passende Betriebssystem dazu, das iPhone der ersten Generation wurde mit iOS 1.0.0 ausgeliefert, einen App Store gab es damals noch nicht.

Bei der Kamera vertraute man auf einen 2 MP-Shooter, mit dem ihr zwar Fotos, jedoch keine Videos machen konntet. Wie viel Arbeitsspeicher, wollt ihr wissen? 128 MB!

iPhone „Original“
Abmessungen115 x 61 x 11,6 mm, 135 Gramm
Display3,5″ (8,89 cm), 480 x 320, 163 ppi
Kamera2 MP
Speicherkapazität4 GB, 8 GB, 16 GB
Anschlüsse30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 250 Std. Standby

Heute sind wir es gewohnt, dass ein neues iPhone nahezu weltweit in den Handel kommt mit kurzen Verzögerungen bei einigen Ländern. Wie weiter oben schon erwähnt, mussten wir in Deutschland Monate warten, bis wir nach dem US-Start auch endlich an der Reihe waren. Dennoch gehörte Deutschland damals sogar noch zu den bevorzugten Ländern: In anderen Märkten wie Österreich kam es erst im März 2008 auf den Markt, andere Nationen schauten komplett in die Röhre. Wie es heißt, war es im Jahr 2009 schließlich in 80 Ländern verfügbar.

Ob es erfolgreich war, brauchen wir in diesem Artikel ja wohl nicht besprechen, oder? Klar war es das – Apple konnte sich im Jahr 2008 über 13,7 Millionen verkaufte Smartphones freuen. In Cupertino knallten die Sektkorken – das, was man bei Nokia, BlackBerry, Motorola und Co knallen hörte, waren die heruntergeklappten Kinnladen. Wir Tech-Fans begannen unterdessen damit, uns an die Bilder zu gewöhnen von iPhone-Begeisterten, die oft schon Tage vor dem Release vor den Apple Stores auf unserem Planeten campierten.

Apple iPhone 3G

Nachdem das mit dem iPhone so sensationell hingehauen hatte, legte Apple im Jahr 2008 nach: Am 9. Juni 2008 wurde das iPhone 3G (exakt – ein iPhone 2 gab es nie) im Rahmen der WWDC 2008 im ehrwürdigen Moscone Center aus dem Hut gezaubert. Jetzt ging alles schon ein bisschen schneller: Am 11. Juli wurde es direkt in 21 Ländern in den Handel ausgeliefert, Deutschland war ebenso direkt mit von der Partie wie auch Schweiz und Österreich.

An Bord war mit iOS 2.0 die neueste Iteration des Systems. Technisch hatte sich so gut wie gar nichts getan, immerhin war die Kamera – immer noch 2 MP – nun direkt in der Lage, auch Videos aufzuzeichnen. Beim Design hatte Apple nochmal Hand angelegt, dabei zum Beispiel die Ecken ein wenig runder gestaltet.

iPhone 3G
Abmessungen115,5 x 62,1 x 12,3 mm, 133 Gramm
Display3,5″ (8,89 cm), 480 x 320, 163 ppi
Kamera2 MP
Speicherkapazität8 GB, 16 GB
Anschlüsse30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 300 Std. Standby

Wer beim Bild richtig hingeschaut hat, wird es bemerkt haben: Beim iPhone 3G war nun auch der App Store mit von der Partie. Auch hier legte Apple wieder einmal einen Grundstein für eine weitere Erfolgs-Story und sorgte dafür, dass die Apple-Fans den Kaliforniern wieder die Bude einrannten: Gleich am ersten Wochenende verkaufte sich das iPhone 3G über eine Million mal, der App Store kam flott auf über 10.000 angebotene Anwendungen.

Apple iPhone 3GS

Am 08. Juni 2009 wurde – erneut im Moscone Center – das iPhone 3GS enthüllt. Das Anhängsel „S“ im Titel solle für „Speed“ stehen, hieß es. Wieder kam es mit einer neuen iOS-Version, konsequenterweise also iOS 3.0. Dieses Mal änderte sich das Design nur marginal, wie schon der Vorgänger war das iPhone in den Farben Schwarz und Weiß zu haben.

Dafür tat sich unter der Haube was: Es gab einen flotteren Prozessor, der Arbeitsspeicher wurde auf 256 MB verdoppelt und bei den Speichergrößen kam nun noch 32 GB dazu. Außerdem verbesserte man die Kamera auf nunmehr 3 Megapixel. Gewicht, Maße, Display – hier blieb alles wie gehabt, immerhin wurde aber das Internet flotter.

iPhone 3GS
Abmessungen115,5 x 62,1 x 12,3 mm, 135 Gramm
Display3,5″ (8,89 cm), 480 x 320, 163 ppi
Kamera3 MP
Speicherkapazität8 GB, 16 GB, 32 GB
Anschlüsse30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 300 Std. Standby

Der App Store wuchs rasant – zum iPhone 3GS konnte dort bereits auf über 85.000 Apps zugegriffen werden und die Zahl der Downloads erreichte bereits unglaubliche zwei Milliarden!

Apple iPhone 4

Dann kam das iPhone 4! Ein ganz besonderer und großer Sprung, verglichen mit dem Vorgänger. Am 07. Juni 2010 wurde es vorgestellt, ab dem 24. Juni war es dann in den ersten Ländern inklusive Deutschland verfügbar. Mit dem iPhone 4 kam nicht nur iOS 4 zum Einsatz, auch in Sachen Design und Technik unterschied es sich deutlich vom 2009er iPhone. Beim Arbeitsspeicher waren wir nun bei 512 MB angelangt, der A4 befeuerte das Gerät und die Auflösung der Kamera wurde ebenfalls aufgebohrt und zwar auf 5 Megapixel.

Erstmals gab es auch eine Front-Cam, die noch mit mickriger VGA-Auflösung ausgestattet war, aber die Einführung einer weiteren wichtigen Funktion ermöglichte: FaceTime! Da wir schon bei den Apple-typischen Buzzwords sind: Mit dem iPhone 4 wurde auch das „Retina“-Display eingeführt. Die Größe des Panels blieb unverändert, aber es löste nun mit 960 x 540 Pixeln auf, was 326 ppi entspricht.

iPhone 4
Abmessungen115,2 x 58,6 x 9,3 mm, 137 Gramm
Display3,5″ (8,89 cm), 960 x 640, 326 ppi, Retina
Kamera5 MP, 720p/30fps
Speicherkapazität8 GB, 16 GB, 32 GB
Anschlüsse30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 300 Std. Standby

Das iPhone 4 war wohl zweifellos das bis dahin schönste iPhone – vermutlich sogar das schönste Smartphone überhaupt. Ein Metallrahmen verlieh dem Handset sein sehr edles Aussehen.

You’re holding it wrong!

Bei diesem Rahmen dürfen wir nicht nur über das Aussehen reden, denn er hatte auch eine neue Funktion, beherbergte er schließlich die Antennen. Je nachdem, wie der iPhone 4-Nutzer nun sein Smartphone hielt, wirkte sich das deutlich negativ auf den Empfang aus bis hin zu Gesprächsabbrüchen. Steve Jobs‘ Erklärung, dass man das Smartphone vielleicht einfach nur falsch halte, stieß auf wenig Gegenliebe seitens Medien und Nutzer, ebenso wie die ganze Pressekonferenz, die zu dem Anlass einberufen wurde, um sich zum „Antennagate“ zu äußern.

Wenn wir hier heute anlässlich des iPhone schon über schöne Traditionen und Entwicklungen im Tech-Business sprechen, dürfen wir hier ruhig auch auf unsere eigenen Traditionen hinweisen. Eine davon: Baut Apple Mist, dann ist Sascha Pallenberg ganz schnell mit einem Rant und sehr markigen und klaren Worten zur Stelle – so auch 2010 zum Antennagate:

Lesenswert: Kommentar: Apples PR-Desaster – Wenn ein „Sorry“ schon zuviel ist

Dem Erfolg des iPhone 4 tat weder Antennagate ein Abbruch, noch die Rants von Palle: Nachdem das iPhone 3GS am ersten Wochenende bereits eine Million mal verkauft werden konnte, legte Apple nochmal einen drauf und schraubte diesen Verkaufsrekord in die Höhe von 1,7 Millionen Geräte am ersten Wochenende beim iPhone 4.

Apple iPhone 4s

Am 04. Oktober 2011 wurde mit dem iPhone 4s das fünfte iPhone vorgestellt – präsentiert wurde es bereits von Tim Cook, der für den schwer kranken Steve Jobs diese Aufgabe übernahm. Nur einen Tag später dann verstarb die Apple-Lichtgestalt, löste nicht nur in der Tech-Welt große Trauer aus und wir verneigten uns zum Abschied vor einem ganz großen Visionär, wie es in der Geschichte der Technik wohl nur wenige gegeben hat.

Design-technisch tat sich so gut wie gar nichts gegenüber dem iPhone 4, unter der Haube legte man aber erneut zu. Mittlerweile kam auf der Rückseite die 8 MP iSight-Kamera zum Einsatz, mit der FullHD-Videos möglich wurden, der A5 Dual-Core befeuerte dieses iPhone 4s, mit 64 GB wurde eine weitere Speicher-Variante hinzugefügt und eingeführt wurde mit diesem Device iOS 5.0. Wohl die wichtigste Software-Neuerung und dieses Mal der Grund fürs angehängte „s“: Erstmals kommt die Sprachassistenz „Siri“ zum Einsatz.

iPhone 4S
Abmessungen115,2 x 58,6 x 9,3 mm, 140 Gramm
Display3,5″ (8,89 cm), 960 x 640, 326 ppi, Retina
Kamera8 MP, 1080p/30fps
Speicherkapazität8 GB, 16 GB, 32 GB, 64 GB
Anschlüsse30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 200 Std. Standby

Ich möchte nicht darüber spekulieren, ob das Ableben des Steve Jobs einen Einfluss auf die Kauffreude der Apple-Gemeinde hatte, das verbieten Anstand und Respekt. Fest steht aber, dass sich dieses iPhone besser verkaufte als jedes zuvor und das wirklich deutlich: Allein am ersten Wochenende sollen vier Millionen Exemplare über die Ladentheken der Welt gegangen sein.

Apple iPhone 5

 

Mit dem am 12. September 2012 vorgestellten iPhone 5 nähern wir uns nun so langsam der iPhone-Neuzeit und wieder gab es für Apple nur eine Richtung: Nach oben! Der SoC-Zähler ging hoch auf A6, iOS hoch auf iOS 6.0, die Front-Cam-Auflösung hoch auf 1,2 MP und die Auflösung des Displays rauf auf 1136 x 640 Pixel. Die ungewöhnlichste Veränderung war jedoch die Größe des iPhones: Mit dem iPhone 5 verabschiedete sich Apple nämlich vom 3,5 Zoll-Format und erhöhte auch hier – auf nunmehr 4 Zoll!

Somit gab es zwangsläufig eine signifikante Designänderung – mit 123,8 mm war das iPhone nun fast einen ganzen Zentimeter länger als vorher, mit 7,6 mm dafür aber auch so dünn wie nie zuvor und bemerkenswerterweise mit 112 Gramm auch deutlich leichter als seine Vorgänger. Den 8 GB großen Speicher bot man nun nicht mehr an, sondern entschied sich dazu, 16 GB als Mindestgröße zu verkaufen. Noch eine signifikante Änderung, die damals für viel Wirbel sorgte: Der 30-Pol-Stecker wurde durch den neuen Lightning-Port ersetzt. Zudem war das iPhone 5 das erste LTE-fähige iPhone.

iPhone 5
Abmessungen123,8 x 58,6 x 7,6 mm, 112 Gramm
Display4″ (10,16 cm), 1136 x 640, 326 ppi, Retina
Kamera8 MP, 1080p/30fps
Speicherkapazität16GB, 32GB, 64GB
AnschlüsseLightning Connector, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 225 Std. Standby

Beim fast schon obligatorischen „Gate“ zum jeweiligen iPhone ging es aber nicht um den Lightning-Connector, sondern um das Gehäuse, welches nun aus eloxiertem Aluminium und Glas bestand. Sehr viele Nutzer beschwerten sich über Kratzer, die mehr oder weniger gut sichtbar auftauchten – teils schnell nach dem Kauf, teils sogar bereits beim Auspacken vorhanden. Als Scuffgate machte es im Netz die Runde und auch Monate später hatte Apple immer noch mit den Folgen zu kämpfen.

Und? Negative Auswirkungen durch Scuffgate? Nada! Allein am ersten Verkaufswochenende verkaufte sich das iPhone 5 nach Apple-Angaben bereits über fünf Millionen mal!

Apple iPhone 5c

2013 war es dann soweit: Apple veröffentlichte erstmals zwei iPhones in einem Jahr! An der Seite des iPhone 5s zeigte man uns das iPhone 5c, welches schon monatelang zuvor als „Billig-iPhone“-Gerücht durch die Tech-Medien geisterte. Vom Design her unterschied es sich kolossal vom normalen iPhone: Es war komplett in Kunststoff gehüllt und wurde in fünf verschiedenen, quietschbunten Farben angeboten.

Deutlich günstiger war es jedoch nicht: Bei 599 Euro ging der Spaß los, verfügte über Technik, die mehr ans Vorjahresmodell erinnerte und war somit alles andere als der erhoffte Schnapper. Kein Wunder also, dass der dazugehörige Rant von Sascha nicht lange auf sich warten ließ:

Lesenswert: Apple iPhone 5C – Technik von gestern zum Preis von vorgestern

Close-up von der ebenfalls ungewöhnlichen und löchrigen Schuthülle
iPhone 5C
Abmessungen124,4 x 59,2 x 8,97 mm, 132 Gramm
Display4″ (10,16 cm), 1136 x 640, 326 ppi, Retina
Kamera8 MP ƒ/2.4 Blende, 1080p/30fps
Speicherkapazität16 GB, 32 GB
AnschlüsseLightning Connector, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 250 Std. Standby

Irgendwie wurde nie abschließend geklärt, ob das „c“ nun für „Color“ stand oder doch eher für „Cheap“. Dagegen stand früh fest, dass das Gerät nicht annähernd so einschlug, wie man sich das in Cupertino erhofft hatte. Schnell wurde die Produktion heruntergefahren und auch Tim Cook musste schließlich einräumen, dass die Nachfrage nicht so hoch war, wie man sich das ausgemalt hatte.

Apple iPhone 5s

Glücklicherweise wurde zeitgleich mit dem iPhone 5c auch ein reguläres iPhone – das iPhone 5s – vorgestellt. Design- und Performance-Fetischisten gleichermaßen kamen bei diesem Smartphone auf ihre Kosten. Gegenüber dem iPhone 5 veränderte es sich äußerlich nur sehr marginal – ein neuer Akzent war beispielsweise der neue Stahlring um den Home-Button, der nun auch erstmals einen Fingerabdrucksensor beherbergte. Die Optik änderte sich bei diesem Modell deutlicher auf dem Display: Mit iOS 7 gab es nämlich einen neuen Design-Kurs – iOS wurde „flacher“.

iPhone 5S
Abmessungen123,8 x 58,6 x 7,6 mm, 112 Gramm
Display4″ (10,16 cm), 1136 x 640, 326 ppi, Retina
Kamera8 MP ƒ/2.2 Blende, 1080p/30fps
Speicherkapazität16 GB, 32 GB, 64 GB
AnschlüsseLightning Connector, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 240 Std. Standby

Touch-ID zum Entsperren des Handsets, doppelt so viel Leistung wie vorher mit dem neuen A7-SoC, eine verbesserte Kamera – das Apple iPhone 5 sollte sich ebenfalls wie geschnitten Brot verkaufen, auch dank dieser Verbesserungen. Zudem blieb Apple bei diesem Modell ein „Gate“-Dilemma erspart.

Apple iPhone 6

2014 gab es wieder einen neuen Kurs bei Apple: Seit diesem Jahr ist das herkömmliche iPhone 4,7 Zoll groß und es gibt zudem eine noch größere Plus-Variante. Sehr lange hatte sich Apple gegen diesen Schritt gewehrt und die Größe über all die Jahre nur minimal von 3,5 Zoll auf 4 Zoll erhöht. Mittlerweile aber verstand es die Konkurrenz – allen voran Samsung – nicht nur ebenfalls sehr starke und schicke Smartphones zu bauen, sie setzten sogar mit Displays von mehr als 5 Zoll Bildschirmdiagonale neue Trends. Denen konnte sich auch Apple nicht mehr verschließen.

Da man auf seine „Retina“-Auflösung dennoch natürlich nicht verzichten wollte, erhöhte sich mit der Bildschirmdiagonale auch die Pixelzahl: Ab sofort löste das iPhone mit 1.334 x 750 Pixeln auf. Der Zähler ging sowohl beim Betriebssystem (iOS 8) als auch beim Prozessor (A8) wieder um eins höher, außerdem wurde – in den USA – Apple Pay eingeführt.

iPhone 6
Abmessungen138,1 x 67,0 x 6,9 mm, 129 Gramm
Display4,7″ (11,94 cm), 1334 x 750, 326 ppi, Retina HD
Kamera8 MP ƒ/2.2 Blende, 1080p/60fps
Speicherkapazität16 GB, 64 GB, 128 GB
AnschlüsseLightning Connector, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 240 Std. Standby

Mit diesem iPhone 6, welches sich mit 6,9 mm sagenhaft dünn präsentierte, fiel die 32 GB-Speicher-Option weg – Apple bot uns 16 GB, 64 GB und auch 128 GB als Alternativen. Technisch gab sich Apple erneut keine Blöße (hier der Vergleich mit der Konkurrenz), auch wenn wir im Jahr 2014 schon die Zeiten hinter uns hatten, als ein neues iPhone automatisch zum besten Smartphone seiner Zeit gekürt wurde.

Apple iPhone 6 Plus

Das erste iPhone im Maxi-Format! Das iPhone 6 Plus sah eigentlich exakt so aus wie sein kleiner Bruder – abgesehen von den unterschiedlichen Maßen. Mit 7,1 mm war es nur unmerklich dicker, dafür aber mit 158,1 mm ungewöhnlich lang – etwa so lang wie eine Tafel Schokolade. Zu diesem Zeitpunkt waren die Konkurrenten aus Fernost schon in der Lage, ihre Smartphones deutlich kompakter zu bauen.

Weiterer fieser Nebeneffekt der Größenverhältnisse: Etwas, was sehr lang und sehr dünn ist, verbiegt leichter. Beim iPhone 6 Plus häuften sich Meldungen über verbogene Geräte – #bentgate war geboren. Halb so wild meinte Apple später – lediglich neun Nutzer hätten sich mit Beschwerden diesbezüglich an Apple gewandt.

iPhone 6 Plus
Abmessungen158,1 x 77,8 x 7,1 mm, 172 Gramm
Display5,5″ (13,94 cm), 1920 x 1080, 401 ppi, Retina
Kamera8 MP ƒ/2.2 Blende, 1080p/60fps
Speicherkapazität16 GB, 64 GB, 128 GB
AnschlüsseLightning Connector, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 384 Std. Standby

Technisch hatte Apple beim iPhone 6 Plus natürlich wieder schwer aufgefahren. Mit FullHD-Auflösung bei einem 5,5 Zoll großen Display war man hier stärker aufgestellt als beim kleinen Bruder, auch die Kamera war nochmals stärker als die eh schon guten Sensoren im iPhone 6. Apple hatte sein erstes Phablet auf dem Markt und ein bärenstarkes noch dazu.

Apple iPhone 6s

Im Folgejahr hat Apple ans iPhone 6 das obligatorische „s“ gehängt Was änderte sich im neunten iPhone-Jahr? Richtig, Update auf den A9-SoC und auf iOS 9, zudem waren mittlerweile 2 GB RAM an Bord sowie eine 12 Megapixel-Cam. Als neues Feature zauberte Apple nun 3D Touch aus dem Hut, eine Technik, die die Android-Geräte bis zum heutigen Tag nur seltenst beherrschen und dann auch nicht so formvollendet wie beim iPhone.

iPhone 6S
Abmessungen138,3 x 67,1 x 7,1 mm, 143 Gramm
Display4,7″ (11,94 cm), 1334 x 750, 326 ppi, Retina HD, 3D Touch
Kamera12 MP ƒ/2.2 Blende, 4K (3840 x 2160)/30fps
Speicherkapazität16 GB, 64 GB, 128 GB
AnschlüsseLightning Connector, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 240 Std. Standby

Apple musste mittlerweile eingestehen, dass die starke und vor allem quantitativ große Konkurrenz – auch aus China – dafür sorgte, dass es nicht mehr so einfach war Rekord um Rekord bei den Absätzen einzufahren. Dennoch kein Grund zur Sorge in der Firmenzentrale, auch wenn die klassischen Schlangen vor den Apple Stores immer seltener auftauchen.

Apple iPhone 6s Plus

Auch 2015 stellte Apple dem iPhone wieder die Plus-Variante zur Seite und erneut konnte das iPhone 6s Plus den kleinen Bruder vor allem bei der Qualität der Kamera ausstechen. Apple hat gerade bei der Kamera-Technologie über die Jahre Maßstäbe gesetzt und zu den jüngeren Traditionen gehört es hier eben, dass das Plus-Modell nochmal besser abliefert als das „normale“ iPhone – in diesem Fall mit einem optischen Bildstabilisator.

iPhone 6S Plus
Abmessungen158,2 x 77,9 x 7,3 mm, 192 Gramm
Display5,5″ (13,94 cm), 1920 x 1080, 401 ppi, Retina HD, 3D Touch
Kamera12 MP ƒ/2.2 Blende, 4K (3840 x 2160)/30fps
Speicherkapazität16 GB, 64 GB, 128 GB
AnschlüsseLightning Connector, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 384 Std. Standby

Beide Kameras beherrschen seit 2015 aber auch 4K-Videos – ein Punkt, den die Marketing-Abteilung für ihre Werbung natürlich gerne aufgriff:

Apple iPhone SE

Im letzten Jahr wagte Apple wieder einmal ein Experiment, welches mich ein wenig ans iPhone 5c erinnert. Einfach mal Technik aus dem Vorjahr verbauen und schauen, was passiert. Apple präsentierte das iPhone SE und zwar Monate, bevor die eigentlichen iPhones des Jahres vorgestellt wurden. Beim Design hatten wir es eigentlich mit einem iPhone 5s zu tun, was bedeutete, dass Apple wieder zum 4 Zoll-Format zurückkehrte.

Man hatte scheinbar das Gefühl, dass nicht alle Apple-Anhänger den Weg mitgehen wollen, was die Größe der Displays angeht. Also bot man ihnen hier wieder die guten, alten vier Zoll, gepaart mit der Technik des iPhone 6s minus 3D Touch. Ich wundere mich ehrlich gesagt nach wie vor wenig darüber, dass Sascha in seinem Rant zum dazugehörigen Apple-Event von Prinz Valium sprach.

iPhone SE
Abmessungen123,8 x 58,6 x 7,6 mm, 113 Gramm
Display4″ (10,16 cm), 1136 x 640, 326 ppi, Retina
Kamera12 MP ƒ/2.2 Blende, 4K/30fps
Speicherkapazität16 GB, 64 GB
AnschlüsseLightning Connector, Stereo-Kopfhörer-Minianschluss (3,5 mm)
AkkuLithium-Ionen, bis zu 240 Std. Standby

Gab es überhaupt irgendeine offizielle Werbung zum iPhone SE? Ich glaube nicht, zumindest ist mir keine bekannt. Glücklicherweise gibt es aber bei Apple-Devices natürlich immer entsprechende Parodien, wie diese hier, die es ganz gut einfängt, was ich beim Release gedacht habe:

Apple iPhone 7

Wir sind also im „Jetzt“ angekommen mit dem iPhone 7, welches Apple im September des letzten Jahres vorstellte. Sowohl Design als auch Technik wurden nur sehr behutsam überarbeitet – auf der Rückseite verschwanden zum Beispiel die Antennen-Streifen, was durch eine Verlegung der Antennen an den oberen bzw. unteren Rand erreicht wurde. Die optische Bildstabilisierung hielt nun auch ins kleinere Modell Einzug.

Muss ich zum Prozessor und zur iOS-Version noch was sagen? Genau: iOS 10 und im Innern schlägt das Herz des A10 Fusion Prozessors. Die aktuellen Speicher-Varianten lauten nun 32 GB, 128 GB und 256 GB. Der Lightning Connector ist immer noch am Start, die bislang immer vorhandene Möglichkeit, einen Kopfhörer mit Klinke einzustöpseln, hingegen nicht mehr.

iPhone 7
Abmessungen138,3 x 67,1 x 7,1 mm, 138 Gramm
Display4,7″ (11,94 cm), 1334 x 750, 326 ppi, Retina HD
Kamera12 MP ƒ/1.8 Blende, 4K (3840 x 2160)/30fps
Speicherkapazität32 GB, 128 GB, 256 GB
AnschlüsseLightning Connector
AkkuLithium-Ionen, bis zu 240 Std. Standby

Zur verschwundenen Klinke gehören zwangsläufig auch die neuen AirPods – EarPods, die kabellos daherkommen und u.a. wegen ihres ungewöhnlichen Designs für viel Häme und Gelächter sorgten.

Apple iPhone 7 Plus

Das iPhone 7 Plus schließlich ist das jüngste aktuelle iPhone und das dritte, das von Apple 2016 in den Handel gelangte. Es ist immer noch wenig kompakt, technisch aber seinem kleinen Bruder erneut überlegen. Erstmals kommt hier auf der Rückseite die Dual-Cam zum Einsatz, außerdem verbaut Apple 3 GB RAM statt 2 GB RAM.

iPhone 7 Plus
Abmessungen158,2 x 77,9 x 7,3 mm, 188 Gramm
Display5,5″ (13,94 cm), 1920 x 1080, 401 ppi, Retina HD
Kamera12 MP ƒ/1.8 Blende, 4K (3840 x 2160)/30fps
Speicherkapazität32 GB, 128 GB, 256 GB
AnschlüsseLightning Connector
AkkuLithium-Ionen, bis zu 384 Std. Standby

Auch, wenn die Verkaufsrekorde nicht mehr so ohne Weiteres purzeln und der ganz große Hype angesichts der starken Konkurrenz-Smartphones ein wenig abgeebbt ist: Auch 2016 war das iPhone natürlich ein Referenz-Smartphone und nirgends merkt man das so deutlich wie beim Fotografieren. Nicole hat sich das iPhone 7 Plus geschnappt und mithilfe dieser Kamera wunderschöne Bilder in den Wäldern Kanadas machen können.

2017 – wohin geht die iPhone-Reise, Apple?

Neues Jahr, neues Glück – natürlich wieder mit einem neuen iPhone oder zumindest derer zwei. Noch ist Zeit genug, dass wir uns fragen können, wohin die Reise geht und wie uns Apple dieses Jahr erneut vom iPhone überzeugen möchte. Das iPhone 8 steht an (ja, nicht das iPhone 7s – Jubiläum halt, da muss man mehr auftischen) und glaubt man Tim Cook, dann kommt das Beste jetzt erst noch. Zumindest äußert er das in der Pressemitteilung, in der Apple auch nochmal an Steve Jobs erinnert.

Aber was dürfen wir mit dem nächsten iPhone denn konkret erwarten? Gute Frage, Freunde! Harte, belastbare Fakten gibt es natürlich jetzt noch keine, dafür aber wunderschöne Konzept-Träumereien und massig Gerüchte, in denen es um massive Veränderungen beim neuen iPhone geht.

Neben den üblichen Optimierungen – neues iOS, stärkere Leistung durch neuen SoC etc – wird erwartet, dass Apple fürs iPhone 8 ganz mächtig an der Design-Schraube dreht und ein komplett verändertes Smartphone offenbart. Spekuliert wird viel – angefangen von abgerundeten Display-Rändern, wie wir sie von den Edge-Modellen Samsungs kennen über eine Glas-Rückseite bis hin zum wegrationalisierten Home-Button und einem OLED-Display.

Warten wir es ab, was uns da – voraussichtlich im September – wirklich erwartet. Ich gehe davon aus, dass Apple erneut das Rad nicht neu erfinden wird, aber uns eines zeigt, welches schlicht ein bisschen besser rollt als die meisten Konkurrenz-Räder. Eigentlich geht es darum aber heute gar nicht – heute verneigen wir uns vor Apple und besonders vor Steve Jobs, der nicht weniger als eine Smartphone-Revolution eingeläutet hat. Nicht umsonst hat das Time Magazine das iPhone zum einflussreichsten Technik-Gadget aller Zeiten gekürt.

Bei aller Kritik – berechtigt oder unberechtigt – sollten heute auch mal die Menschen aus dem Microsoft- und Android-Lager den Apple-Fanboys zuprosten und auf das zehnjährige Jubiläum des iPhones anstoßen. Wir Mobile Geeks tun es jedenfalls und sind unendlich gespannt, was Apple als nächstes aus dem Hut zaubert. Das Beste kommt noch, sagt Tim Cook – wir drücken die Daumen, dass er richtig liegt und werden es ganz genau im Auge behalten, was sich da dieses Jahr tut, versprochen.