48 Millionen verkaufte iPhones
Apple Quartalszahlen Q4/2015: Rekordgewinn dank China

48 Millionen verkaufte iPhones bescheren Apple auch im vierten Quartal wieder Rekordzahlen. 11,12 Milliarden Dollar Gewinn und 51,5 Milliarden Dollar Umsatz kann das Unternehmen aus Cupertino vermelden. Dabei profitierte man vom frühen iPhone-Verkaufsstart in China.

Ihr kennt das ja mittlerweile: Wenn Quartalszahlen von Apple anstehen, regnet es stets die ganz großen Zahlen und auch im vierten Quartal des Geschäftsjahres lässt sich der Tech-Gigant aus Cupertino nicht lumpen und kann erneut Rekordzahlen vermelden. Nachdem im gleichen Quartal des letzten Jahres ein Gewinn von knapp 8,5 Milliarden Dollar erwirtschaftet wurde, kann man ihn im aktuellen Quartal um 31 Prozent auf 11,12 Milliarden Dollar steigern.

Ähnlich rasant ist der Zuwachs beim Umsatz, der 51,5 Milliarden Dollar beträgt und somit gegenüber den 42,12 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal um 22 Prozent angewachsen ist. Eitel Sonnenschein also wieder einmal im Apple-Land, wobei man aber auch ein wenig hinter die goldglänzende Fassade blicken muss, die Apple um sich errichtet hat:

China als Absatz-Motor

Apples Quartalsergebnis kann man nicht kleinreden: 48,05 Millionen verkaufte iPhones sprechen eine deutliche Sprache und sorgen dafür, dass das Unternehmen weiterhin im Geld schwimmt. Das sind immerhin 22 Prozent als im identischen Quartal des letzten Jahres. Dennoch muss man hier hinterfragen, wie sich dieser Trend weiterentwickeln wird: Die guten Zahlen kommen auch deswegen zustande, weil Apple erstmals von Verkaufsstart eines iPhones auch in China direkt präsent war.

Das haben wir auch in vergangenen Jahren schon beobachten können, dass immer mehr Launch-Länder dazukommen, so dass fast zwangsläufig auch bessere Ergebnisse erwirtschaftet werden. China ist mittlerweile als Markt wichtiger für Apple als Europa, immerhin knapp ein Viertel des kompletten Umsatzes wird im Reich der Mitte erwirtschaftet. Gegenüber dem letzten Jahr konnte man die iPhone-Verkäufe um 120 Prozent steigern, insgesamt habe sich das Geschäft in China über das Jahr glatt verdoppelt. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass sich Apple gegen den Trend entwickelt hat, denn der Markt in China ist zuletzt doch arg ins Trudeln geraten. Je mehr der Absatz in diesem Land also zu einer wichtigen Säule Apples wird, desto riskanter ist es natürlich auch, da auch das Unternehmen aus Kalifornien über kurz oder lang damit rechnen muss, von den starken Schwankungen dort erfasst zu werden.

iPads weiter rückläufig, Macs auf dem Vormarsch

5,7 Millionen Macs konnte man im Quartal absetzen – das bedeutet ein Plus von drei Prozent, was wirklich bemerkenswert ist, da der PC-Markt derzeit generell deutlich schrumpft. Nicht so erfolgreich läuft es da hingegen für die Tablet-Sparte des Unternehmens: 9,89 Millionen Geräte konnten hier abgesetzt werden – etwa 20 Prozent weniger iPads als noch im selben Quartal des letzten Jahres. Wie Apple TV oder mittlerweile auch die iPods hat Apple auch seine Apple Watch nicht explizit aufgeführt, sondern unter “Other Products” vermeldet. Somit fehlen uns also immer noch konkrete Zahlen zur Smartwatch aus Cupertino. Allerdings kann man wohl davon ausgehen, dass der Umsatzzuwachs von 61 Prozent bei den “anderen Produkten” zu einem großen Teil der Edel-Uhr geschuldet sein dürfte.

Quelle: Apple