CES 2016
ASUS Chromebook C202 im Teardown [Video]

ASUS hat bei der CES 2016 in Las Vegas mit dem Chromebook C202 ein neues, robustes Chromebook angekündigt. Antesten konnten wir das Gerät noch nicht - dafür erlaubte uns ASUS einen ausführlichen Blick unter die Haube.
von Carsten Drees am 13. Januar 2016

Mittlerweile haben wir Mobile Geeks das bunte und laute Las Vegas schon längst wieder verlassen. Dennoch werden wir hier und da nochmal an die CES 2016 erinnern in unseren Beiträgen – beispielsweise jetzt hier an das von ASUS vorgestellte Chromebook C202. Das robuste, 11,6 Zoll große Gerät soll ab dem Februar ausgeliefert werden, ein funktionierendes Modell konnte oder wollte uns ASUS in Vegas aber nicht vorführen.

Wir hätten euch den neuen Hobel natürlich gerne präsentiert und ihn für euch angetestet, aber ASUS hat uns zumindest eine spannende Alternative geboten: Neben den Mockups, die vor Ort vorhanden waren, gab es auch den Blick in ein solches Chromebook hinein, so dass wir euch anstelle eines Hands on-Clips ein Teardown-Video des C202 liefern können.

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Die wichtigsten Spezifikationen wollen wir euch aber vorher dennoch nennen, bevor wir darauf schauen, was sich im Innern eines günstigen Chromebooks alles tut. Das 11,6 Zoll große Display ist – zumindest in diesem Stadium – ein mattes Panel, welches mit 1366 x 768 Pixeln auflöst. Ein Intel Celeron 3060 treibt das Gerät an und beim Arbeitsspeicher habt ihr die Wahl zwischen 2 GB RAM und 4 GB RAM – im vorliegenden Modell sehen wir die große Ausführung, sprich: die mit 4 GB.

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Beim internen Speicher war bis dato nur die Rede von 16 GB, aber de Blick ins Innere belehrt uns darüber, dass wir auch hier eine Alternative geboten bekommen, da im vorliegenden Gerät 32 GB Speicher verbaut sind. Rechnet nicht damit, dass ihr hier besonders anspruchsvolle Software laufen lassen könnt, aber dafür bewegt ihr euch schließlich in einer Preisregion in etwa um die 200 bis 230 Dollar, wenn das Chromebook C202 im Februar zu kaufen sein wird.

Dafür bietet uns ASUS aber immerhin ein besonders robustes Design, so dass das C202 auch schon mal einen Sturz heil überstehen dürfte. Falls nicht, dann muss das auch kein Beinbruch sein: ASUS setzt hier auf eine Art modulares Design, bei dem ihr das Gerät mit handelsüblichen Werkzeugen öffnen könnt und einzelne Komponenten wie den Akku oder die Tastatur problemlos ausbauen und ersetzen könnt.

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Gedacht ist das Ganze für Schüler bzw. Studenten – es ist also sicher kein Zufall, dass ASUS hier auf ein robustes Design setzt, mit welchem man dem täglichen Einsatz in den Schulen und Unis gewappnet ist.

Kommen wir nun aber zu dem, was uns ASUS in Las Vegas zeigen konnte: Das Unternehmen aus Taiwan ließ uns ins Innere des Geräts blicken anhand verschiedener Modelle, so dass ihr in diesem speziellen Falle nicht nur darauf vertrauen müsst, was wir euch an technischen Daten nennen – in diesem Fall könnt ihr wirklich sehen, was alles unter der Haube steckt.

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Roland stellt euch das im Clip ausführlich vor, so dass ihr angefangen mit der Alufolie unterhalb des Panels, den Speakern auf der Aluminiumplatte oder den ebenfalls dort angebrachten Scharnieren bis zum eigentlichen Display, dem PCB (printed Circuit Board) und anderen Elementen alles zu sehen bekommt, was sich heutzutage in so einem günstigen Notebook befindet.

Sehr schön könnt ihr im Clip sehen, wie beispielsweise das Display mit dem eigentlichen Rechner verbunden ist, wie die Kabel für die Antennen am Panel entlang verlaufen und wo ihr im Device das Tochter Board findet. An einem anderen Modell könnt ihr dann erkennen, dass ASUS – obwohl es ein Budget-Gerät ist – eine Tastatur verbaut, die mit 2 mm recht viel Hub vorweisen kann, ansonsten ist es aber natürlich kein Keyboard, welches den gleichen Ansprüchen genügt, die man an ein Premium-Notebook hegt.

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Das Gehäuse schließlich erinnert uns nochmals daran, dass das Chromebook C202 für den täglichen Gebrauch in den Klassenzimmern gedacht ist. Einen Sturz oder einen Schlag soll das robuste Gerät abkönnen, dazu hat man auch rund um den Rahmen ein gummiertes Finish als Umrahmung angedacht, wie ihr im Video sehen könnt.

how a chrombook is made_02In der Summe stellt sich das ziemlich übersichtlich dar, was sich in so einem Chromebook bzw. einem Notebook der Einsteiger-Klasse verbaut wird. Das erklärt, wieso man für ein solches Device nicht viel Geld investieren muss, zeigt aber gleichzeitig auch, dass hier an so manchen Ecken und Enden eingespart wird beim Material und bei den Komponenten, um so einen Preis anbieten zu können.

Das fertige Chromebook C202 gibt es im Video nur als Dummy zu sehen, der nicht funktionstüchtig wird, aber dafür konnten wir euch immerhin mal einen etwas anderen Einblick liefern. Für mich persönlich, der es – wann immer es geht – vermeidet, persönlich unter die Haube meiner Notebooks zu schauen, war das mal eine interessante Sichtweise auf derartige Geräte und wir hoffen natürlich, dass es auch für euch spannend ist, mal in so ein Chromebook hineinzublicken. Hier habt ihr nun Rolands Video von der CES in Las Vegas, viel Spaß damit: