ASUS Zenbo Roboter oder warum heute Geschichte geschrieben wurde

ASUS hat mit seinem Zenbo als erster Premium-OEM einen persoenlichen Roboter vorgestellt, der fuer gerade einmal $599 auf den Markt kommen sollen. Wenn die Taiwaner begriffen haben, welches Potenzial sie damit anzapfen, dann haben wir alle zusammen heute einen Blick in die Zukunft erhalten.

Was war das denn bitteschoen? Da faehrt ASUS nach all den Smartphones und Notebooks einen persoenlichen Roboter fuer $599 auf die Buehne? WTF?! Wer zum Teufel denn damit rechnen koennen und wie konnten die diese Kiste so lange unter Verschluss halten? ich meine, das ist doch fuer nen Leak geradezu praedestiniert, oder?

Ich bringe es direkt auf den Punkt. Die Taiwaner haben heute mal richtig dick Geschichte geschrieben. Als erster Premium-OEM so einen Roboter vorzustellen, das ist ganz grosses Kino und das zeigt wieder einmal, dass die „Shih-Machine“ (der ASUS Chairman heisst Jonney Shih) ordentlich geoelt wurde und laeuft. Und laeuft und laeuft…

In der Vergangenheit hat man bereits mit dem Eee PC den Notebook-Markt komplett umgekrempelt, mit dem Transformer 2-in-1s rausgebracht, bevor die so hiessen und mit dem PadFone einen Tablet/Smartphone-Hybriden, der ebenfalls wie ein grosses, wenn auch durchaus praktisches, Experiment aussah. ASUS hat immer wieder ausprobiert und dabei auch viel Murks produziert (Stichwort Eee-Note). Aber den Mutigen gehoert ja bekanntlich die Zukunft und genau diese hat ASUS heute ein klein wenig definiert.

Mit dem ASUS Zenbo wurde heute Geschichte geschrieben und das sage ich, obwohl ich natuerlich weiss dass das o.a. Video von vorne bis hinten gestaged ist. Aber hey, das sind alles Funktionen die aktuelle Assistenten wie Alexa, Cortana, Google Now und Siri bereits zum Teil durchfuehren koennen. Mit einem Unterschied… die haben weder ein Gesicht, noch Raeder!

Und genau das macht den Unterschied aus. Wir lieben R2D2 und WALL·E, weil sie wie kleine elektronische Huendchen wirken. Weil sie mit uns kommunizieren koennen bzw. wollen und weil sie durch die Gegend fahren. WALL·E hat auch noch Augen und genau dies macht ihn wieder ein wenig menschlicher, zumindest so, dass unsere Kids ihn nicht als Dingen, sondern als eine Art von Lebewesen definieren.

DAS ist naemlich die eigentliche Sensation, die da heute vorgestellt wurde! Zenbo hat ein Gesicht, sein digitaler Mund und seine Augen bewegen sich perfekt synchron und er redet mit uns. Angedockt an eine Datenbank wie von Google Now oder Alexa, mit den passenden Algorithmen und der Moeglichkeit, darueber auch noch das Smart Home der Zukunft zu steuern… Hossa! Und dann kann er ja auch noch durch die Gegend fahren, den Kopf drehen und dich mit diesen grossen Augen anschauen.

Wie schnell das funktioniert und ob die Ankuendigung, nun schnell eine Entwickler-Community zu etablieren, umgehend umgesetzt wird…. ich weiss es nicht, hoffe es aber.

Klar, ich bin auch immer noch ein Skeptiker, besonders wenn ich mir ueberlege, wie ASUS hier und da „time to market“ definiert. Ich habe da eine etwas andere Zeitrechnung und kann nur hoffen, dass wir Zenbo dann nicht erst in 2 oder 3 Jahren in Aktion sehen werden.

Jetzt muessen Developer Challenges und Hackathons her, ASUS. Macht es einfach und investiert in diese Zukunft. Denn dann habt ihr eine wahnsinnig grosse Chance on 4 oder 5 Jahren ganz romantisch auf diesen 30. Mai 2016 zurueckzublicken…. weisste noch damals? Der Zenbo!