Computex 2018
ASUS ZenBook Pro 15 (UX580): Das Touchpad wird zum Display [Hands on]

Das bei der Computex von ASUS vorgestellte neue ZenBook Pro 15 überrascht mit einem "Screenpad": Einem Touchpad mit 5,5 Zoll großem Display.

Computex, das ist natürlich immer ein Heimspiel für ASUS. Hier zeigen sie gerne ihre neuen Gerätschaften und nicht selten sind wirklich innovative, frische Ideen und Designs dabei. Manchmal wirken Neuerungen aber auch erst einmal ein wenig gewöhnungsbedürftig und das jetzt vorgestellte ASUS ZenBook Pro 15 (UX580) ist ein Notebook, bei dem ich noch ein wenig unentschlossen bin zwischen “gewöhnungsbedürftig” und “innovativ”. Aber wer weiß: Vielleicht passen ja auch beide Begriffe.

Was der Grund für meine Unentschlossenheit ist? Eine Neuheit, die ASUS ab diesem ZenBook einführt: Das ScreenPad! Wie der Name schon sagt, wird hier ein übliches Touchpad mit einem Screen kombiniert. Das sieht dann ungefähr so aus:

 

Das ScreenPad besitzt eine Bildschirmdiagonale von 5,5 Zoll und löst mit FullHD-Auflösung auf — im Grunde also eine gewohnte Smartphone-Größe. Es soll euch natürlich mehr Möglichkeiten an die Hand geben und die Arbeit erleichtern. Drei verschiedene Modi sind einstellbar: Einmal das ganz normale Trackpad mit dem üblichen Setup für Gesten, Links- und Rechtsklicks. Dann gibt es das “Smart Trackpad”: Hier kommen sowohl normale Windows-Apps als auch spezielle ScreenPad-Apps zum Einsatz.

In diesem Modus könnt ihr per Pulldown-Menü auf verschiedene Apps wie den Musik-Player, Kalender, Ziffernblock oder einen Taschenrechner zugreifen. Einen Launcher gibt es auch, mit dem ihr dann auf diverse andere Apps zugreifen könnt. Microsoft Word, Excel, PowerPoint und YouTube funktionieren bereits mit dem ScreenPad, zum Verkaufsstart im Juli sollen noch weitere Apps hinzu kommen. Je nach Kontext oder eingesetzter App könnt ihr auf dem ScreenPad bestimmte Funktionen ausführen, stellt euch das in etwa so vor wie bei der Touch Bar von Apple.

Der dritte Modus ist das “Extended Display”: Hier könnt ihr das ScreenPad als vollwertigen, kleinen Monitor nutzen, auf dem ihr eure Programme öffnet. So könnt ihr hier beispielsweise einen Browser laufen lassen, oder aber auch Netflix. Wie spannend das ist, sich eine Serie auf einem Touchpad anzuschauen, ist vermutlich eine andere Frage, technisch möglich ist es aber jedenfalls mit dem ScreenPad.

Wer mag, kann auch sein Smartphone mit dem ZenBook koppeln und das Smartphone-Display auf dem ScreenPad spiegeln. Auch hier gilt wieder, dass sich noch herausstellen muss, wie viele Nutzer so eine Funktion tatsächlich benötigen. Sei es drum: ASUS schafft mit dem ScreenPad jedenfalls sowas wie ein Alleinstellungsmerkmal und hofft selbstverständlich darauf, dass es als Verkaufsargument taugt.

Daneben hat das neue ZenBook mit 15,6 Zoll großem Touch-Display aber auch genügend anderes zu bieten. So werden Intel-Prozessoren der achten Generation bis rauf zum Intel Core i9 verbaut, bis zu 16 GB RAM und es gibt bis zu 1 TB Speicher. Wer mag, erhält sein ZenBook 15 Pro auch mit integrierter GeForce GTX 1050 Ti.

Beim Display setzt ASUS in diesem Fall auf ein 15,6 Zoll großes 4K UHD NanoEdge-Panel. Später wird ASUS allerdings auch noch eine 14-Zoll-Variante nachlegen. Apropos “4K”: Über über die beiden Thunderbolt-3-Ports und den HDMI-Port könnt ihr bis zu drei 4K-Monitore ans ZenBook anschließen. Dazu sind außerdem auch noch zwei USB A-3.0-Anschlüsse mit an Bord. Abgerundet werden die bislang bekannten technischen Daten durch Harman Kardon-Sound, Gigabit-WLAN (802.11ac) und Bluetooth 5.0. Logisch, dass bei diesem Windows 10-Notebook auch die Funktionen Windows Hello, Windows Ink und Cortana unterstützt werden.

Ob und wann dieses ZenBook Pro 15 im neuen Gewand nach Deutschland kommt, können wir euch aktuell noch nicht sagen, aber andernorts wird es ab Juli zu haben sein, preislich geht es dann bei 1 599 US-Dollar los.