Asus ZenBook Pro UX550: Ultramobile Arbeitsmaschine als MacBook Pro Alternative

Mit dem Zenbook Pro UX550 zeigt uns Asus auf der Computex 2017 eine ultramobile Workstation für anspruchsvolle Anwender. Verschiedene Ausstatttungsvarianten stehen zur Auswahl und sollten sowohl im professionellen als auch semi-professionellen Bereich entsprechende Abnehmer finden.

Mit dem Zenbook Pro UX550 präsentiert Asus auf der Computex 2017 in Taipeh einen leistungsstarken 15-Zöller mit Nvidia 1050 TI-Grafik und 4K-Touchscreen-Bildschirm. Das Modell ist für den professionellen Anwendungsbereich gedacht und punktet dementsprechend mit leistungsstarken Einzelkomponenten – bleibt aber dennoch ultramobil. Nach Asus Angaben handelt es sich bei dem neuen Modell um das bisher leichteste, dünnste und zugleich leistungsstärkste ZenBook Pro – bis zum nächsten Modell.

“InfinityEdge” taufen die Taiwaner ihre Displays, wenn sie Dank schmaler Ränder in ein kompaktes Gehäuse passen. Asus bricht in diesem Bereich zwar keine Rekorde, kann aber die Breite der schwarzen Umrandung auf 7,3 Millimeter verringern und gibt dem ZenBook Pro damit einen sehr edlen Touch.

Im Alltag machen sich derart schmale Ränder tatsächlich nicht nur im Zusammenhang mit der Touchscreen-Funktionalität bemerkbar, die Arbeitsfläche wirkt auch im Desktop-Mode etwas “freier” und nicht so begrenzt. Die Screen-to-Body Ration des blickwinkelstabilen, hellen und farbstarken Bildschirms liegt bei ziemlich beeindruckenden 83%, erhältlich sind sowohl eine matte 1080p-Variante ohne Touch-Funktion als auch eine spiegelnde 4K-Variante mit Touch-Funktion.

Das dunkelblaue Gehäuse des ZenBook Pro besteht aus Aluminium und ist dementsprechend sehr leicht, zudem sollte es verwindungssteif und robust sein. Insgesamt bringt es das ZenBook Pro auf gerade einmal 1,8 Kilogramm und bleibt mit circa 19 Millimetern sehr flach.

Bei den Prozessoren haben Anwender je nach Anforderung die Wahl zwischen einem Intel Core i7-7700HQ oder einem Intel Core i5-7300HQ, denen jeweils eine Nvidia GeForce GTX 1050Ti oder eine Nvidia GeForce GTX 1050 zur Seite steht. Spätestens in diesen Punkten wird deutlich, dass das Notebook als ultramobile Workstation gedacht ist, die auch unterwegs volle Power für den Videoschnitt oder ähnlich anspruchsvolle Anwendungen bereitstellen soll.

Trotz der leistungsstarken aber eben auch energieeffizienten Komponenten soll es das ZenBook Pro (UX550) mit seinem 73Wh-Akku auf eine maximal erreichbare Laufzeit von satten 14 Stunden bringen, was selbstverständlich von der individuellen Arbeitsweise abhängt. Bemerkenswert ist, dass das Notebook nach einer fast vollständigen Entladung in knapp 50 Minuten wieder 60 Prozent seiner Batteriekapazität erreicht haben soll. Ein neuartiges Kühlsystem soll gewährleisten, dass das Notebook auch bei hohen Anforderungen die daraus zwangsläufig resultierende Wärme ableitet.

Der Arbeitsspeicher des ZenBook Pro (UX550) lässt sich mit bis zu 16GB RAM bestücken, bei der Laufwerkskonfiguration bilden 1 Terabyte (PCIe x4 SSD) die momentane Obergrenze.

Bei der Tastatur darf man sich die in dieser Gerätekategorie übliche hohe Qualität verlassen, wobei mittlerweile viele Nutzer individuell andere Ansprüche und mitunter einen bevorzugten Hersteller haben – probiert sie aus. Einen separaten Zahlenblock gibt es diesmal nicht. Den Fingerabdruckscanner verfrachtet Asus beim ZenBook Pro in das TouchPad, was sicherlich für den ein oder anderen gewöhnungsbedürftig sein könnte und diese Fläche etwas “limitiert”. EVentuell macht im professionellen Bereich aber ohnehin eine gute Maus mehr Sinn, auch hier sind die persönlichen Ansprüche bzw. Vorlieben der Maßstab.

Auf der linken Seite des ZenBook Pro befinden sich zwei Thunderbolt-Schnittstellen (USB Type-C 3.1) und kann dementsprechend z.B. mit zwei (!) externen 4K-Bildschirmen verbunden werden, was mit dem leistungsstärkeren der beiden Prozessoren und der High-End-Grafikkarte problemlos funktionieren sollte. Alternativ steht eine HDMI 1,4 Schnittstelle zur Verfügung, zudem gibt es einen Speicherkartenleser für microSD-Karten, zwei USB 3.0 Schnittstellen sowie einen Audio-Ausgang (3,5mm Klinke).

In Deutschland dürfte das Asus ZenBook Pro (UX550) ab Juli 2017 zu einem Preis von rund 1600 Euro zu haben sein, was angesichts der Nähe zum MacBook Pro durchaus angemessen ist.