Badoo: Die größte Dating-App der Welt ist jetzt „Bigger than Dating“ Werbung

Die Dating- und Social-Discovery-Plattform existiert Badoo schon länger als zehn Jahre. Mit einer aktualisierten App bietet Badoo ein neues Design und Mehrwert für die Nutzer, bleibt sich dabei aber treu. Wir haben uns die App angeschaut.

Als Andrey Andreev im Jahr 2006 sein Portal Badoo gründete, krähte kaum ein Hahn nach Facebook – es war noch die Hochzeit von MySpace. Flirt-Konkurrenz war damals noch längst nicht existent, als die Dating-Plattform des Russen mit Firmensitz in Londons Stadtteil Soho zum Höhenflug ansetzte.Ziemlich genau vor fünf Jahren schrieb ich bereits auf Caschys Blog über Badoo – schon damals war das soziale Netzwerk mit über 150 Millionen Nutzern eines der größten der Welt.

Im Jahr 2017 sind wir mittlerweile bei aktuell über 347 Millionen Nutzern angekommen, die bei Badoo angemeldet sind und aktuell gesellen sich nach eigenen Angaben täglich 400.000 weitere dazu. Passt diese Zahl, wären das immerhin 12 Millionen Nutzer monatlich derzeit. Stattliche 60 Millionen dieser User sind auf einer monatlichen Basis aktiv und sorgen dafür, dass täglich 350 Millionen Nachrichten auf der Plattform verschickt werden.

Was ist Badoo?

Nach diesen beeindruckenden Zahlenspielen sollten wir nun erst einmal klären, womit wir es hier exakt zu tun haben. Beschreibt man Badoo als reine Dating-Plattform, wird man dem Dienst nicht wirklich gerecht. Ebenso verhält es sich jedoch, wenn man es als ein Social Network im Stile Facebooks klassifiziert. Die Wahrheit – und vermutlich auch das Geheimrezept von Badoo – hat wohl eher damit zu tun, dass man sich seine ganz eigene Nische geschaffen hat, in der man es sich mit Anleihen von Social Networks, Elementen von Dating-Plattformen und ganz eigenen Features gemütlich gemacht hat. Badoo selbst versteht sich als Social-Discovery-Plattform, die seinen Usern die Möglichkeit bietet, jederzeit und überall neue Menschen entdecken zu können.

Badoo legt seinen Fokus ganz klar auf das Kennenlernen neuer Leute, ohne dass es dabei irgendwelche Hürden für die Menschen gibt, die sich anmelden wollen. Das gilt sowohl vom persönlichen Profil her – ihr müsst nicht einen besonderen Abschluss, ein bestimmtes Interesse oder irgendwas in der Art vorweisen – aber auch technisch gesehen: Wer bereits einen Account bei Facebook hat, kann sich problemlos und schnell darüber einloggen.

Das ist gleich doppelt angenehm, denn auf diese Weise können gleich auch verschiedene Daten aus dem Facebook-Profil übernommen werden – umso schneller geht der Spaß dann los. Logischerweise gibt es noch mehrere Anmelde-Optionen und auch das Anmelden über eure Email-Adresse ist möglich. Ihr könnt Badoo sowohl als Web-Version auf dem Rechner nutzen, als auch via App auf jedem Smartphone oder Tablet: Entsprechende Apps gibt es für Android, iOS und auch für Windows.

Mobile first

Schon sehr früh hat sich Badoo auf die Fahnen geschrieben, auch die User auf den mobilen Endgeräten adäquat zu versorgen. Laut App Annie zahlt sich dieser lange Atem aktuell absolut aus: 2016 war Badoo in gleich 21 Ländern die am häufigsten heruntergeladene App. Eine Hausnummer, mit der einige (zu sehr?) gehypte Konkurrenten nicht ganz mithalten können.

Aber wie das so ist: Wenn sich eine Plattform lange hält und immer wieder neue Impulse in Form von neuen Funktionen und Tweaks bekommt, hat das nicht nur positive Effekte. Badoo ist mit der Zeit immer mehr ein Sammelsurium aus neuen und alten Funktionen und Design-Ideen geworden, wie der Gründer Andreev eingestehen musste:

The old interface was limiting us in so many ways and even though we had tweaked and improved it many times, it got to the point where I admitted that we can no longer build up new features upon an old interface Andrey Andreev, Badoo-Gründer

Deshalb überlegte man sich im Unternehmen, dass ein radikaler Schnitt her muss. Das Branding, die App, das Design, die Features – kein Stein, der auf dem anderen blieb. Somit wurde Badoo quasi noch einmal ganz neu erdacht und umgesetzt und die App präsentiert sich seit kurzem in völlig neuem Glanz.

Strasse mit Baum, dahinter riesige Badoo-Werbewand

Bigger than Dating – die neue Badoo-App

Das Rebranding hat mit „Bigger than Dating“ einen neuen Claim hervorgebracht, der genau das unterstreichen soll, wofür Badoo heute stehen möchte: Eine Plattform, in der es primär ums Kennenlernen neuer Leute geht, aber eben auch um das Pflegen von Kontakten, ähnlich wie bei anderen Social Networks.

Damit das funktioniert, hat man die App komplett neu programmiert, Neues integriert, altes über Bord geworfen und unterm Strich eine Anwendung kreiert, die nun aufgeräumter, übersichtlicher und moderner daher kommt, als das vorher der Fall war. Vergleicht einfach mal selbst:

Die Badoo-App im Wandel der Zeit

Und auf dem nächsten Bild könnt ihr die verschiedenen Screens der Badoo-App nach ihrem Redesign auf einen Blick bestaunen:

Verschiedene Badoo-Screens im Überblick

Im Bild seht ihr die iOS-Version des neuen Badoo, aber die Android-Version, die ich mir ausführlich zu Gemüte geführt habe, sieht nahezu exakt genau so aus. Das Badoo-Grundprinzip hat sich dabei nicht verändert – das hätte man seinen mehr als 340 Millionen Nutzern wohl auch nicht so ohne Weiteres zumuten können. Weiterhin bedient sich Badoo also des Freemium-Modells. Soll heißen, ihr könnt grundsätzlich kostenlos mit der App hantieren und auch Menschen kennen lernen, besser klappt es aber, wenn ihr euch für Kohle weitere Funktionen freischalten lasst.

Zunächst einmal meldet ihr euch nach dem Download aber erst mal an, ich hab das in diesem Fall über die Email-Adresse getan. Je eifriger ihr das Profil ausfüllt, desto größer stehen natürlich danach auch die Chancen, dass der gewünschte Mensch anbeißen kann. Erst einmal könnt ihr die Filter justieren: Wie alt darf der gewünschte Mensch sein, welchen Geschlechts sollte er sein und wo wohnt er. Bei letzterem habt ihr die Möglichkeit, entweder automatisch in der eigenen Region zu suchen, oder eine bestimmte Stadt auszuwählen.

Außerdem besteht noch die Möglichkeit, sich pauschal alle passenden Menschen anzeigen zu lassen, oder nur die, die online oder neu sind. Dann ladet ihr ein paar Fotos von euch hoch, wobei ihr drauf achten solltet, dass ihr einigermaßen gut zu erkennen seid.

Sollte das nicht der Fall sein, werden die Bilder auch sehr schnell moderiert. Bereits hier merkt man, dass Badoo bestrebt ist, Fakes einen Riegel vorzuschieben. In der Vergangenheit hatte Badoo auch heftig unter Fake-Profilen zu leiden, das möchte man in der neuen App mit verschiedenen Mitteln unterbinden. Aussagekräftige Fotos sind so ein Mittel.

Verstehe nicht, was es an meinem Hello Kitty-Mundschutz auszusetzen gibt!

Verifiziert euch!

Chat-Wütige aller Länder, verifiziert euch! …oder so… Badoo gibt euch ein paar Auswahlmöglichkeiten, mit denen ihr beweisen könnt, dass ihr derjenige seid, der ihr zu sein vorgebt. Verknüpft euren Badoo-Account beispielsweise mit Facebook oder einem anderen Social Network. Alternativ klappt das Verifizieren auch mithilfe der Telefonnummer oder mit einem Foto.

Bei diesem Foto möchte Badoo von euch, dass ihr ein Selfie abschickt in einer bestimmten Pose. Hab ich gemacht, kam mir dabei sensationell dämlich vor, aber logischerweise wird dieses Bild nicht veröffentlicht und dient tatsächlich nur der Verifizierung.

 

Ihr kennt ja den Spruch vom gebrannten Kind. Badoo möchte gern was gegen all die Fakes unternehmen und das Verifizieren ist ein sehr schöner und unkomplizierter Weg, dieses Problem einzudämmen. Verifizierte Nutzer erhalten ein blaues Häkchen und sind so als tatsächliches Profil aus Fleisch und Blut erkennbar.

Das schützt natürlich nicht hundertprozentig vor jedem falschen Profil logischerweise, nützlich ist es aber allemal.

Euer Profil – je mehr Angaben desto besser

Nun wollte ich ja nur eine App testen und nicht wirklich die Partnerin fürs Leben finden, daher hätte ich vermutlich sonst was angeben können beim Ausfüllen meines Profils. Wer aber tatsächlich auf der Suche ist (egal, ob nach einem Chatpartner, einem Flirt oder tatsächlich nach der großen Liebe), sollte selbstverständlich schon zusehen, möglichst aussagekräftige Dinge preiszugeben.

Ihr könnt dort Infos zur Ausbildung und eurem Beruf angeben, logischerweise auch zu eurem Aussehen und zu Präferenzen, was Alkohol, Zigaretten, Kinder und dem bevorzugten Geschlecht angeht. Einige dieser Infos werden dann ausformuliert. Gebt ihr beispielsweise an, dass ihr Rauchen eher so mittel-super findet, kleidet Badoo das dann in einen Satz, der etwa „Rauchen geht für mich gar nicht“ lautet.

Wer mag, kann sich auch zu seiner Körpergröße bzw. -fülle äußern, was ich ziemlich witzig fand. Witzig deswegen, weil ich als Auswahl-Option „mollig“ auswählte, dazu tapfer mein Kampfgewicht von elfengleichen 133 Kilo angab (Hihi, eigentlich wieg ich 136 Kilo, ich Betrüger!). Badoo formulierte daraus wieder einen Satz und beschrieb mich dann als „etwas kräftiger gebaut“, was auf der bis zehn gehenden Lügen-Skala (1 – absolut ehrliche Haut, 10 – Donald Trump) in meinen Augen mindestens eine 8 ist. So in etwa präsentiert sich der geneigte Badoo-Nutzer dann dem chat-willigen Volk:

Ihr könnt ins Profil übrigens auch freien Text formulieren und aus einer Liste verschiedene Interessen auswählen. Ihr ahnt ja gar nicht, was manche Damen für Hobbies haben :D Wer übrigens die App erstmals startet, wird auch von Badoo darauf hingewiesen, dass ein Relaunch stattgefunden hat, bei dem sich Vieles geändert hat:

Credits braucht die Welt – und Super Powers

Wie bereits erwähnt könnt ihr Badoo kostenlos nutzen. Wer aber geschmeidiger flirten möchte, muss Credits einsetzen. Die braucht ihr, damit ihr „sichtbarer“ werdet, einfacher Kontakt aufnehmen könnt, oder um euch „Super Powers“ zu sichern, mit denen ihr zum Beispiel sehen könnt, wer sich denn so auf eurem Profil herumtreibt. Diese Super Powers stellen also quasi den Premium-Account dar, der euch funktionell besser ausstattet.

Ganz witzig finde ich die Idee, die eigene Beliebtheit in Form einer Akkuanzeige darzustellen. Ist der Akku fast leer und rot, steht es nicht so gut um eure Beliebtheit, das Gegenteil ist hingegen der Fall, wenn die Anzeige grün erstrahlt.

Generell seid ihr ja alle alt genug, so dass man euch nicht explizit darauf hinweisen muss, dass In-App-Käufe durchaus schön ins Geld gehen können. Speziell bei Badoo möchte ich euch aber zumindest darauf hinweisen, dass euch die App ein kleines Abo unterjubelt, wenn ihr die Super Powers freischaltet. Der Deal wird automatisch fortgeführt – so lange, bis ihr dem eben widersprecht. Im App Store formuliert Badoo das wie folgt:

Wir bieten außerdem ein optionales Premium-Paket auf Abo-Basis an, Super Powers. Wenn du Super Powers hast, werden andere eher auf dich aufmerksam, so lernst du schneller neue Leute kennen.

Abonnementbedingungen:
• Die optionalen Super Powers kosten 2,99 Euro für 7 Tage, 8,99 Euro für 1 Monat, 20,99 Euro für 3 Monate und 31,99 Euro für 6 Monate.
• Zahlungen werden nach der Bestätigung des Kaufs von deinem iTunes-Account abgebucht.
• Dein Abonnement verlängert sich automatisch, es sei denn, die automatische Verlängerung ist bis wenigstens 24 Stunden vor Ablauf des aktuellen Zeitraums deaktiviert.
• Der Betrag für die Verlängerung wird innerhalb von 24 Stunden vor Ablauf des aktuellen Zeitraums von deinem Konto abgebucht
.
• Du kannst deine Abonnements verwalten und die automatische Verlängerung in den Profileinstellungen deines Accounts nach dem Kauf deaktivieren
.

Der Volltreffer

Einmal mit den Badoo-Super Powers ausgestattet, lief es natürlich – eine kurze Zeit lang – wie von selbst. Im Minutentakt ballerten mir die Benachrichtigungen ins Postfach und ich sammelte Likes, Nachrichten und „Volltreffer“ ein. Bei „Volltreffer“ muss ich zunächst immer erst an den sensationellen Film mit John Cusack denken, der ist hier aber natürlich nicht gemeint.

Vielmehr erzielt ihr einen Volltreffer, wenn ihr einer Person beim Swipen nach links oder rechts ein Herz verpasst habt und sie euch vice versa ebenso. Jetzt weiß man, dass man sich zumindest auf den ersten Blick gegenseitig mag und kann zur nächsten Phase übergehen: Schreibt miteinander!

Dabei könnt ihr – wie vorher auch schon bei Badoo – Geschenke schicken in Form von irgendwelchen Stickern, oder ihr chattet eben ganz normal miteinander, wobei ihr auch hier Bildchen hin und her schicken könnt oder gar kurze Videos.

Manchmal hat man ja das Gefühl (ich hab das dauernd ^^), dass man aufgrund eines Fotos gar nicht als der tolle Kerl rüberkommt, der man tatsächlich ist. Für diesen Fall dürft ihr auch ohne Volltreffer Kontakt mit der Herzdame aufnehmen. Allerdings setzt Badoo hier clevererweise ein Limit: Exakt zwei Nachrichten am Stück könnt ihr schicken. Hat die Holde dann immer noch keinen Bock, euch zu antworten, werdet ihr automatisch blockiert und könnt sie nicht weiter nerven. Sehr pfiffiges Feature, um Spam in der Art von „Wieso antwortest Du nicht, Du arrogante Kuh“ zu unterbinden.

Frauen an die Macht

Generell ist Badoo ganz augenscheinlich darum bemüht, dass sich Frauen auf der Plattform sehr sicher fühlen können und nicht unnötig oft von irgendwelchen Pfeifen belästigt werden können. Ganz bewusst spendiert man den Damen sogar ein Feature, welches sie exklusiv nutzen können, den Männern also nicht zur Verfügung steht: Hat eine Frau nämlich das Gefühl, dass die Profilbilder falsch, zu alt, zu wenig aussagekräftig oder was auch immer sind, können sie eine Anfrage stellen, dass der Gesprächspartner sofort ein brandneues Selfie schickt.

Generell ist man um Sicherheit bedacht und so besteht für alle Nutzer natürlich jederzeit die Möglichkeit, einen anderen User zu blocken, oder ihn sogar zu melden. Für diesen Fall verspricht Badoo Unterstützung 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Bleibt zu hoffen, dass das vernünftiger abgearbeitet wird als bei Facebook beispielsweise.

Badoo zeigt Dir Menschen in Deiner Nähe

Vielfältig möchte Badoo sein und so gibt es eben mehrere Wege, wie man mit einem anderen Menschen in Kontakt kommen kann. Vorausgesetzt, dass ihr euren Standort übermittelt, kann euch Badoo auch Leute präsentieren, die sich gerade in der Nähe befinden – oder euch kürzlich tatsächlich über den Weg gelaufen sind.

Hat sich ein potenzieller Dating-Partner direkt bei euch befunden, bekommt ihr eine Benachrichtigung aufs Smartphone und könnt umgehend reagieren. Zudem könnt ihr diese Zufallsbegegnung (oder Fast-Begegnung, je nachdem) nachträglich noch auf dem Profil der Person einsehen.

 

Außerdem seht ihr diese Personen auch im ersten von vier Screens, also dem „Nearby“-Fenster. Ihr bekommt also nicht nur Infos darüber, welche Nutzer sich in der gleichen Stadt oder der gleichen Region befinden – ihr könnt sogar sehen, wer in exakt der gleichen Bar war oder an der gleichen Straßenecke herumspaziert ist.

Der Nearby-Screen
Der „Nearby“-Screen

Die neue Badoo-App – das Fazit:

Generell muss man Badoo wohl zur neuen App beglückwünschen. Die App ist übersichtlich und intuitiv, das Design wirkt modern und angenehm unauffällig, zudem wirkt sie an keiner Stelle überladen. Der Aufbau ist logisch, alles ist über die Leiste unten erreichbar. Das erste von vier Icons gehört dem Nearby-Bildschirm, daneben kommt der Screen fürs „Volltreffer“-Spiel, rechts daneben ruft ihr euer Nachrichtenzentrum auf, wo sich alle Messages, Likes, Profilbesuche etc. einsehen lassen. Ganz rechts außen schließlich befindet sich das Icon, mit dem ihr zu eurem Profil wechselt.

Das ist alles – wie gesagt – sehr intuitiv und geht einem schon nach kurzer Nutzung in Fleisch und Blut über. Auch das Profil ist schnell eingerichtet, so dass sich sowohl alteingesessene Nutzer als auch Neulinge schnell zurechtfinden dürften.

Wo viel Licht ist, gibt es natürlich auch Schatten: Das Freemium-Modell dürfte nach wie vor nicht jedem schmecken. Wer die Super Powers abonniert und zudem noch Credits in Punkte buttert, die ihn für das gewünschte Geschlecht sichtbarer anzeigt, hat natürlich deutlich bessere Karten im Dating-Business. Gerade das Abomodell könnte dazu verleiten, deutlich mehr Kohle zum Daten in die Hand zu nehmen, als einem lieb ist.

Auch ist das Fake-Thema natürlich noch nicht durch. Die künstlichen Profile sind immer noch zu finden, aber angesichts von über 340 Millionen Nutzern darf man Badoo wohl bescheinigen, hier durch die Verifizierungs-Möglichkeiten den Fake-Anteil recht niedrig halten zu können.

Technisch gibt man sich auch keinerlei Blöße: Die App läuft schnell und stabil und ist während meiner Badoo-Experimente nicht abgeschmiert. Allerdings knabbert sie ziemlich am Arbeitsspeicher, war da sogar noch ein klein wenig Ressourcen-hungriger als die Facebook-App.

Unterm Strich kann man Badoo bescheinigen, in einer schwierigen Situation das Bestmögliche abgeliefert zu haben. Ihr kennt ja vielleicht das geflügelte Wort von dem „nächsten Schuss, der sitzen muss“. Angesichts einer App, die über die Jahre zu einem reinen Code-Flickenteppich mutiert ist, musste Badoo aktiv werden. Jetzt hat man nicht nur eine technisch ansprechende App am Start, sondern auch noch neue Features, ein frisches neues Design und Logo, zudem sogar einen knackigen Claim mit „Bigger than Dating“.

Dabei bleibt die „größte Dating-App der Welt“ sich selbst und seinen Stammkunden treu und wird auch weiterhin eine Plattform sein, die offen für jedermann ist. Wer also auf der Suche nach der großen Liebe ist, sollte Badoo absolut mal eine Chance geben. Ich tue es jedenfalls nochmal, solange meine Super Powers noch halten – wäre doch gelacht, wenn ich unter 340 Millionen Menschen nicht auch meine Traumfrau finde. ;)

Disclaimer: Badoo hat uns einen Premium-Account zur Verfügung gestellt und den Aufwand vergütet.