BMW iNext
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BMWs Zukunft: iNext = neues Design, autonom und elektrisch

von Robert Basic am 17. September 2018

Da ich leider nicht viel Zeit habe und auf mein Boarding warte, die Bilder vom 2021 kommenden iNext im Großen und Ganzen unkommentiert. Die Designlinie wird die künftigen i-BMW Modelle bestimmen. Außen eher als das Innendesign. Das Letztere zeigt aber schon die Richtung an, wie sich BMW autonome Fahrzeuge vorstellt: loungige Atmosphäre, zurückgenommene Designelemente, deren Bedienung in der Inneneinrichtung sozusagen verschwindet. Wie das? Wer etwa die Lautstärke verstellen möchte, malt auf der Sitzoberfläche an einer beliebigen Stelle einfach eine entsprechende Geste oder nutzt Sprache. Das nennt sich bei BMW “shy Design”.

Die inneren Werte? Es wird natürlich ein reines Elektroauto sein, dessen Reichweite bis zum Release bei 700 km stehen soll. Wie voll- oder halbautonom das Ganze sein wird, wissen wir noch nicht. Das rückziehbare Lenkrad soll aber ein Designelement werden. Immerhin steht iNext für autonome Fahrfähigkeiten, nicht nur für den elektrischen Antrieb und das neuartige Designkonzept.

Soweit so gut, in der Kürze der Restzeit. Ich kopiere euch noch die PR Texte unkommentiert mit rein. Festzuhalten, ist dass der iNext nach dem i3-Abenteuer der nächste, große Sprung von BMW ins kalte Wasser ist. Diesmal handelt es sich nicht um urbanes Automobilkonzept, sondern um ein Langstreckenfahrzeug. Dafür spricht bereits die Länge von über knapp fünf Metern. Generell sollte man an dieser Stelle betonen, dass der iNext nicht einfach nur ein kommendes Modell ist, sondern als ein Milestone betrachtet werden sollte. Immerhin geht es hierbei um einen Übergang von manuell, klassisch zu fahrenden Pkws mit Verbrennermotor hin zu elektrischen Modellen mit autonomen Fahranteilen. Womit sich naturgemäß das Designkonzept anpassen muss. Und da BMW für sich in Anspruch nimmt, Premiumpreise auch in Zukunft zu verlangen, darf es schon etwas mehr als eine blanke Metallhülle mit vier Rädern sein.

Mein Live-Eindruck persönlich? Ich stehe eigentlich nicht auf BMW-Design, das mir zu aggressiv erscheint. Den iNext aber fand ich den Hammer! Innen sowie von außen. Und es riecht förmlich nach einem Modell für das 21. Jahrhundert. Klar ist aber auch, dass es polarisieren wird. Die überpräsente Niere sorgte schon bei den frühen Teaser-Bildern für Diskussionen.

Auf zu den Bildern:

Ein klein wenig Footage vom Konzept:

Und der PR Text auszugsweise, bitte um Verzeihung da unkommentiert (noch 8 Minuten bis Boarding):

Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender der BMW AG, beschrieb iNEXT auf der BMW AG Hauptversammlung im Mai 2018 wie folgt: „Das Projekt iNEXT ist unser Zukunftsbaukasten, von dem das gesamte Unternehmen und alle Marken profitieren sollen.“

iNEXT gibt Antworten auf die übergeordnete Frage der täglichen Arbeit der BMW Group: „Was wird uns in Zukunft bewegen?“ iNEXT denkt konsequent weiter, was 2007 mit „Project i“ begonnen hat und im Jahr 2013 mit dem Marktstart des BMW i3 fortgeführt wurde.

Der nächste Schritt ist nun die vollständige Integration der strategischen Innovationsfelder Automatisiertes Fahren, Connectivity, Elektrifizierung und Services (ACES) in einem Fahrzeug. Das Design gibt den Innovationsfeldern Gestalt und beantwortet die Frage, wie wir in Zukunft die Freude am Fahren erleben werden (D+ACES). Das Fahrzeug, das heute die Bezeichnung BMW iNEXT trägt, wird im Jahr 2021 auf den Markt kommen.

Hochautomatisiert, emissionsfrei und voll vernetzt integriert er erstmals die strategischen Innovationsfelder der BMW Group in einem Visionsfahrzeug und gibt damit richtungweisende Antworten auf die Frage: „Wie sieht ein Fahrzeug aus, das nicht mehr selbst gefahren werden muss – aber kann?“ Im Zentrum dieser Überlegungen steht mehr denn je der Mensch mit seinen Emotionen und Wünschen”.

Die effektvolle Lackierung und aufwendige Details verstärken diesen Eindruck weiter: Die Außenfarbe Liquid Greyrose Copper zeichnet einen Verlauf von warmem Kupfer zu dunklem Rosé und verleiht dem Fahrzeug bereits im Stand Dynamik.

Da keine Kühlung für einen Verbrennungsmotor nötig ist, dient die Niere als Intelligenzfläche, in der verschiedene Sensoren verbaut sind. Ein 3D-gedrucktes Muster steht für die dahinter liegende Technologie.

Da keine Kühlung für einen Verbrennungsmotor nötig ist, dient die Niere als Intelligenzfläche, in der verschiedene Sensoren verbaut sind. Ein 3D-gedrucktes Muster steht für die dahinter liegende Technologie.

Im „Boost“-Modus sind Lenkrad und Anzeigen klar auf den Fahrer ausgerichtet. Beim Übergang in den „Ease“- Modus verändert sich der Fahrerbereich: Das Lenkrad fährt leicht zurück, das Fahrpedal fährt ein und schafft so ein offeneres Raumgefühl. Die Anzeigenflächen wechseln von fahrrelevanten Inhalten in den „Exploration Mode“, der Fahrer und Mitfahrern Vorschläge zu für sie relevanten Orten und Veranstaltungen in der Umgebung zeigt. Darüber hinaus lassen sich die Kopflehnen der vorderen Sitze nach hinten umklappen. Die vorne sitzenden Personen können so besser mit den Mitfahrern im Fond sprechen.

Abgesehen von Lenkrad und Displays im Fahrerbereich sind im BMW Vision iNEXT keine weiteren Bildschirme oder Bedienelemente zu sehen. Um den hochwertigen, wohnlichen Charakter des Fonds zu wahren und damit den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, ist die intelligente Technologie unsichtbar integriert. Erst wenn Fahrer oder Mitfahrer es wünschen, wird sie sichtbar und nutzbar. So könnten in Zukunft verschiedene Funktionen über Oberflächen wie Holz oder Stoff bedienbar sein. Auch Displays wären zukünftig verzichtbar, indem eine intelligente Projektion beliebige Flächen zu einem interaktiven Display macht. Der BMW Vision iNEXT zeigt mit Intelligent Personal Assistant, Intelligent Material und Intelligent Beam drei unterschiedliche, visionäre Anwendungen dieser „Shy Tech“ genannten Herangehensweise.

Während der Fahrer im „Boost“-Modus das Control Display konventionell per Touchfunktion bedienen kann, übernimmt im „Ease“-Modus die Holzoberfläche der Mittelkonsole die Bedienfunktion. Die Arm- und Handhaltung ist dabei ähnlich entspannt wie bei der Bedienung des iDrive Controller: Die Hand liegt auf der perforierten Holzfläche, bei der Eingabe folgen Lichtpunkte gleich eines Kometenschweifs dem Finger. Auch der Jacquard-Stoff im Fond besitzt eine integrierte Bedienfunktion.

Auf Berührung erwacht er zum Leben und erlaubt zum Beispiel die Steuerung der Musikwiedergabe durch verschiedene Gesten, die visuell durch leuchtende LEDEinheiten, die in den Stoff eingewoben sind, hervorgehoben werden.

Intelligent Beam. Nicht nur in der Bedienung, auch bei der Nutzung von Medien werden digitale und analoge Welt in Zukunft mehr und mehr verschmelzen. Informationen können zunehmend durch Projektionen sichtbar gemacht werden, was auf lange Sicht die Verwendung von Displays ablösen kann. Einen Schritt in diese Richtung zeigt die im BMW Vision iNEXT vorgestellte Technik Intelligent Beam, die sowohl als Leselicht als auch als dynamische und interaktive Projektionsfläche dient. So können beispielsweise in einem gedruckten Buch Bilder, bewegte Inhalte und interaktive Grafiken den bereits vorhandenen Text ergänzen und per Berührung gesteuert werden.