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Bosch zeigt auf der IFA 2018 die Küche der Zukunft

von Bosch am 4. September 2018

Die Technikbranche spielt schon seit Jahren mit der Idee, die Arbeitsplatte als Touchscreen-Oberfläche zu nutzen. Auf der IFA 2018 stellt Bosch nun ein sehr ausgereiftes Konzept vor.
Der Hersteller BSH Hausgeräte – das Unternehmen hinter Marken wie Bosch, Thermador und Gaggenau – stellt auf der IFA in Berlin mit dem Bosch PAI eine ziemlich ausgereifte Touch-Oberfläche für die Küche vor.

PAI steht für „Projection and Interaction“ – das System ist also in der Lage, ein virtuelles Benutzerinterface auf eine Oberfläche zu projizieren. Der Projektor ist mit einer Kamera, Lautsprechern, Mikrofon, zwei USB-Anschlüssen, WLAN und Bluetooth ausgestattet. Die wichtigste Komponente ist jedoch ein 3D-Sensor, der in der Lage ist, selbst kleinste Fingerbewegungen zu erkennen.

Laut Markus Helminger, Projektmanager bei BSH Hausgeräte, ermöglicht der 3D-Sensor des PAI-Systems die Projektion einer Benutzeroberfläche, die „sich auch mit schmutzigen Fingern perfekt bedienen lässt und keinen Platz auf der Arbeitsfläche einnimmt, damit sich Verbraucher uneingeschränkt auf das Kochen und Backen konzentrieren können.“

Viele andere Projektor-Interfaces, die auf Technikmessen wie der IFA vorgestellt werden, sollen nur das Konzept veranschaulichen. Bei PAI sieht die Sache anders aus. Einem Beitrag auf dem `1, soll PAI schon ab Februar 2019 in China verfügbar sein. Zwar wurden noch keine Pläne für Europa und Amerika bekannt gegeben, aber ich schätze, dass wir bereits nächstes Jahr mit einer Veröffentlichung rechnen können.

Die Geschichte hinter PAI ist ziemlich interessant. Die Technologie entsprang der Entwicklung eines smarten Dunstabzugs. Die Produktforscher wollten das Nutzungserlebnis für Köche verbessern und eine Assistenzfunktion in die Dunstabzugshaube integrieren, mit der sich Bilder und Rezepte auf die Arbeitsfläche projizieren ließen. In einer umfangreichen UX-Studie von Bosch kam die Idee so gut an, dass man sie tatsächlich umsetzte.

Fast alle Tester sagten, sie verwendeten beim Kochen oder Backen ein Smartphone oder Tablet, würden aber nicht auf den Platz auf der Arbeitsfläche verzichten wollen. Außerdem wollten die Befragten vermeiden, ihre Geräte mit schmutzigen Händen zu bedienen. Als das Unternehmen weiter an der Idee feilte, entschied man sich dafür, das PAI-System nicht in einen Dunstabzug zu integrieren, sondern ein alleinstehendes Produkt daraus zu machen, das die Nutzer dann an einer beliebigen Stelle über ihrer Arbeitsfläche platzieren könnten.


Das PAI-System verfügt zudem über eine Integration mit Kitchen Stories, einem virtuellen Kochbuch, und der Plattform Home Connect, die einige interessante Möglichkeiten eröffnet. Wir können uns gut vorstellen, wie die Rezepte aus Kitchen Stories Schritt für Schritt auf die Arbeitsfläche projiziert werden. Mit Home Connect ließen sich auch virtuelle Tasten, Timer und andere Interaktionsmöglichkeiten für smarte Küchengeräte anzeigen.

Jetzt, da BSH Hausgeräte, einer der weltweit größten Hersteller von Küchengeräten, Touchscreen-Projektoren ernst nimmt, werden wohl im kommenden Jahr auch andere Hersteller ihre eigenen Projektionssysteme vorstellen. Die Ersten werden wir wahrscheinlich schon nächsten Januar auf der CES in Las Vegas sehen.

Ein Blick auf bestehende Smart-Home-Lösungen von Bosch

Um einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie BSH die Küche von morgen gestalten möchte, lohnt es sich, einen Blick auf die bestehenden Smart-Home-Lösungen von Bosch zu werfen.
Der Hersteller bietet bereits eine Reihe von smarten Produkten an, die von Sicherheits-, Klima- und Beleuchtungssystemen bis hin zu smarten Küchengeräten reichen. Das Angebot besteht aus Einzellösungen, die sich aber auch in ein Smart-Home-System einbinden lassen.

Bosch verkauft zum Beispiel eine vernetzte Waschmaschine, die sich über die Home Connect App starten lässt. Die auf der IFA 2018 vorgestellte iDos Waschmaschine ist sogar in der Lage, die Textilart der Wäsche sowie deren Verschmutzungsgrad zu ermitteln; auch die Waschmittelmenge und das passende Programm werden von der Maschine automatisch ausgewählt.

Ein Großteil der Bosch-Ausstellung auf der IFA bestand aus smarten Kühlschränken, die Fotos eures Kühlschrankinhalts an euer Smartphone senden können. Auch für Leute, die immer wieder vergessen, den Backofen auszuschalten, hat Bosch eine vernetzte Lösung im Angebot.

Darüber hinaus bietet Bosch auch Rauchmelder und Klimasteuerungs-Startersets an, die euer zu Hause in die Ära des Smart Homes begleiten können.

Mehr Informationen über die Smart-Home-Lösungen und -Produkte von Bosch findet ihr hier.