Box World Tour 2015: Die Cloud als zentrale Plattform

Auf der Box World Tour 2015 hat Box seine Pläne für die Zukunft vorgestellt. Die Richtung ist klar: Die Cloud wird die Basis aller Arbeit.

Wenn ich die Box World Tour in einem Satz zusammenfassen müsste, wäre es wohl dieser: „Die Cloud wird zum Zentrum jeglicher Arbeit, nach und nach lassen sich alle Arbeitsschritte auf cloud-basierte Systeme verlagern“.

Diese Aussage zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Event. Glücklicherweise kann ich jedoch mehr als einen Satz über die Veranstaltung verlieren. Denn auch wenn es in erster Linie um Box und ihre Pläne und Neuerungen ging, gab es auf dem Event spannende Einblicke in den Arbeitsalltag von Unternehmen und Bildungseinrichtungen und es wurde deutlich, welche Rolle cloud-basierte Systeme dort spielen.

Disclaimer
Den Disclaimer schicke ich gleich vorweg: Ich war auf Einladung von Box in London, daher hat Box auch die Flüge bezahlt und uns als Pressevertreter vor Ort mit einem wirklich guten Buffet verköstigt. Das war’s dann aber auch schon mit Sponsoring.

Box hat mich weder für den Besuch bezahlt noch haben sie irgendeinen Einfluss auf den Inhalt dieses Artikels. Auch wenn sich das eigentlich von selbst versteht, will ich es an dieser Stelle betonen, denn der folgende Artikel wird zu großen Teilen positiv klingen. Das liegt schlicht daran, dass das Event hervorragend organisiert war und ich Box als Unternehmen und ihre Produkte schon längere Zeit kenne und schätze. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Alle Bilder und Videos im Artikel habe ich mit dem Lumia 1020 aufgenommen.

Box: Die Cloud als Arbeitsgrundlage

Sowohl beim vorausgehenden Presselunch als auch bei der folgenden Keynote und dem Customer Panel wurde deutlich: Box ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen und befindet sich jetzt – den Worten von CEO Aaron Levie zur Folge – in seiner dritten Wachstumsphase. Levie beschrieb die drei Phasen so:

  • In der ersten Phase haben vor allem Einzelpersonen Box und Box-Apps in Unternehmen eingesetzt.
  • In der zweiten Phase hat sich Box auf Teams und Abteilungen fokussiert und so die Nutzung in Unternehmen nach und nach ausgeweitet.
  • In der aktuellen dritten Phase spricht Box mit Kunden über unternehmensweite Lösungen, mit denen Firmen und Konzerne Box-Dienste global einführen und nutzen.
Box Keynote 2015
Aaron Levie, CEO & Co-Founder von Box

Für Box bedeutet das auch, sich in Branchen wie dem Bildungs- und Finanzbereich stärker zu positionieren. Da vor allem Letzter besondere Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz stellt, hat Box vor kurzem neue Verschlüssselungsmechanismen vorgestellt.

Das Enterprise Key Management genannte Programm erlaubt es Unternehmen, Encryption Keys zu erstellen, auf die selbst Box keinen Zugriff oder Einfluss hat. Der Workflow dazu ist im folgenden Schaubild dargestellt. Und die Kollegen von The Verge haben die Einführung ausführlich kommentiert.

Box EKM-Encryption

Die Verschlüsselungstechnologie selbst spielte auf der Box World Tour im Detail zwar keine Rolle, das Thema Sicherheit war dafür umso präsenter. Box ist sich darüber im Klaren, dass es als US-amerikanisches Unternehmen vor allem bei europäischen Kunden auf einige Skepsis stößt und Überzeugungsarbeit leisten muss. Zumindest auf dem Event – und aus meinen eigenen Erfahrungen mit den Box-Services bei Kunden – würde ich sagen, dass sie da einen guten Job machen.

Die grundlegende Botschaft und Ausrichtung von Box geht jedoch über Sicherheitsaspekte und rein kollaboratives Arbeiten hinaus. Ihr Fokus liegt klar auf dem Unternehmensbereich und der Unterstützung der – Achtung, Buzzword – digitalen Transformation in vielen Branchen.

Box-Keynote-Mission

Geht es nach Box, werden cloud-basierte Dienste bald die Grundlage aller Arbeiten und Aufgaben in Unternehmen bieten. In der Keynote sprach Aaron Levie unter anderem Anwendungsfälle wie die Darstellung und Manipulation von 3D-Modellen oder Bildgebende Verfahren aus dem medizinischen Bereich – beispielsweise die direkte Manipulation von Röntgen- und CT-Aufnahmen – an.

Das mag unspektakulär klingen, doch bisher sind solche Verfahren fast nur lokal auf Computern möglich. Performante Cloud-Lösungen könnten auch hier kollaboratives Arbeiten und neue Workflows möglich machen.

Box und Cloud Dienste im Bildungsbereich

Box in education #bwtlondon

A video posted by Christian Müller (@sozialpr) on

Spannend war für mich neben der Keynote auch das Customer Panel, auf dem unter anderen Paul Saunders, CTO und Director of Information an der University of Dundee saß. Natürlich beschrieb er primär, warum seine Universität – mit über 1.600 Studenten in verschiedenen Bereichen und Stufen – auf Box setzt. Sein Bericht war natürlich (verdient) gutes Marketing für Box, doch die grundlegende Aussage gilt meines Erachtens nach für alle Bildungseinrichtungen:

Wenn neue Systeme und Dienste eingeführt werden und und von Studenten und Mitarbeitern genutzt werden sollen, lassen sie sich nicht verordnen. Statt im stillen Kämmerlein einen Plan zu schmieden und diesen dann als Fakt zu präsentieren, setzt Paul Saunders an der University of Dundee auf die Einbindung der Studenten, die unter anderem über eine interne Gruppe Feedback zum System geben können. Entscheidend war für mich ein Satz:

We are not just introducing an new system. We are giving them better options.

Box bietet mit seinen Produkten und Diensten Cloud-Lösungen, die für Studenten und Mitarbeiter gleichermaßen – letztere stellen laut Saunders das größere Problem dar – einfach nutzbar sind und eine geringe Einstiegshürde aufweisen. Aus eigener Erfahrung mit den Box-Apps kann ich diese Aussage bestätigen, der Grundgedanke lässt sich jedoch auf alle Bereiche der Bildungs-IT – auch E-Learning-Systeme – übertragen. Neue Systeme einfach einzuführen und vorzugeben wird meist nicht funktionieren.

Bieten die neuen Möglichkeiten jedoch echte, klar erkennbare Vorteile, wird das neue System gerne und freiwillig von Studenten und Mitarbeitern genutzt. Box trägt im Bildungsbereich seinen Teil zur Entwicklung der digitalen und kollaborativen Arbeit bei. Doch egal welches System zum Einsatz kommt: Es sollte die Lehre und Arbeit unterstützen und keinen zusätzlichen Aufwand verursachen. Erst wenn sich Studenten und Mitarbeiter keine Gedanken mehr um die Technik machen und die Tools einfach nutzen, sind sie richtig gut und angekommen.