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CES 2020

CES 2020: Was wir erwarten und worauf wir uns freuen

Bei der CES, der jährlichen Tech-Show, die am 7. Januar in Las Vegas startet, geht es nicht nur darum, die coolsten Laptops, Fernseher und Gadgets zu zeigen. Auf der diesjährigen Messe sind auch Facebook und Twitter vor Ort. Social-Media-Firmen hatten, historisch gesehen, keine große Präsenz auf Messen, weil sie einfach keine Geräte wie Samsung oder Huawei auf den Markt bringen.

von Vera Bauer am 4. Januar 2020

Doch das hat sich in den letzten Jahren geändert, da diese Unternehmen über die sozialen Netzwerke hinaus expandiert haben. Facebook besitzt den Virtual-Reality-Headset-Hersteller Oculus und baut seine Linie von Videochat-Geräten weiter aus. Twitter ist zwar tatsächlich das klassische Netzwerk geblieben, das wir kennen und lieben, hat aber auch Partnerschaften mit Sportligen und Unterhaltungsunternehmen geschlossen.

Facebook wirbt für Datenschutz

Die CES ist also eine Chance für Facebook, um mit Marken und Kunden über mögliche neue Partnerschaften zu plaudern. Apple wird da wohl weniger der Favorit sein, denn das Unternehmen hat Facebook schon früher kritisiert, weil es Geld damit verdient, Social-Media-Nutzer mit Werbung anzusprechen. Auch spannend: Zum ersten Mal seit 28 Jahren tritt Apple auf der CES auf und wird neben Facebook vertreten sein.

Am 7. Januar werden Erin Eagan, Chief Privacy Officer von Facebook, und Jane Horvath, Senior Director of Global Privacy von Apple, bei einer Diskussionsrunde mit dem Titel “Chief Privacy Officer Roundtable” sprechen: Was wünschen sich die Verbraucher?” Die FTC-Kommissarin Rebecca Slaughter und die Global Privacy Officer von Procter & Gamble, Susan Shook, werden ebenfalls an dem Panel teilnehmen.

Wir, von MobileGeeks sind auch vor Ort, und sind gespannt darauf, die Geräte von Facebook auszuprobieren. Denn das Unternehmen hat wohl sein Oculus Virtual Reality-Headset und sein Videochat-Gerät dabei. Und da das soziale Netzwerk immer noch mit den Auswirkungen des Cambrdige Analytica Skandal zu kämpfen hat, gibt es auch Stände, an denen sich Besucher über die Datenschutz-Tools und Werbepräferenzen von Facebook informieren können.

Man arbeitet auch mit Partnern wie Lyft und Spotify zusammen, um seine neue Krypto-Währung namens Libra im Jahr 2020 auf den Markt zu bringen – ein Thema, das ebenfalls während der Messe behandelt wird.

Twitter unterstützt Live-Events

Auch Twitter wird auf der Messe vertreten sein und vorrangig Live-Events fördern. Es ist ja mitterweile verboten, politische Werbung zu machen und das Unternehmen will Wege erforschen, um online gegen Hatespeech vorzugehen.

Am 8. Januar werden Twitter-Führungskräfte, einschließlich des Produktleiters Kayvon Beykpour, über die inhaltliche Partnerschaft, die Zusammenarbeit mit Marketingfachleuten und die Updates des sozialen Netzwerks sprechen.

Während der letzten CES kündigte Twitter an, 20 NBA-Spielen per Livestream zu übertragen. Die Kamera würde sich auf einen Spieler konzentrieren, der von den Twitter-Nutzern gewählt wurde. Passend dazu gibt es von Laura Froelich, Twitters Leiterin der US-Contentpartnerschaften, am 9. Januar einen Vortrag mit dem Titel “Die Zukunft des Streaming-Sports”.

Worauf wir uns noch freuen

Mal abgesehen von den sozialen Netzwerken, die auf der CES 2020 vertreten sind, freuen wir uns natürlich noch auf andere Geräte, Firmen und Innovationen. Dazu gehört beispielsweise die Keynote des CEOs von Daimler. Es wird die zweite große Veranstaltung sein, auf der er spricht. Leider hat er bei der Ersten, nicht sehr viel gesagt. Wir hoffen deswegen, dass wir aus dieser Keynote die Richtung des Unternehmens ablesen können. Auch Audi und BMW sind auf der Messe und zeigen ihre Technik.

Und auch das OnePlus Konzept-Handy – über das wir noch nicht viel sagen dürfen, denn es steht unter NDA – dürfte sehr spannend werden. Aber auch ein paar andere Firmen dürften auf der CES ihre faltbaren Smartphones auspacken und präsentieren. Unter anderem eins, dass man so nicht erwarten würde…

Wir sind gespannt, und wir hoffen, ihr natürlich auch!

via: cnet