Das Thomalla Experiment – Titten & Fluechtlinge gehen immer!

Es hat doch alles wunderbar geklappt und auch wenn der ein oder andere sich von Magenkraempfen geplagt noch ein letztes „stop making stupid people famous“ rausdruecken kann, so ging die bewusste Provokation der Sophia Thomalla voll und ganz auf. Einfach mal mit beiden Haenden an die Koerperstellen packen, auf die ganz offensichtlich Gross- und Kleinhirn verteilt wurden und dann noch ein vermeintlich provokantes, aber auch witziges (zumindest wenn man auf Mario Barth steht) Spruechlein dazu und Bingo…. du trendest in Social Media Deutschland.

Kleine Titten sind wie Flüchtlinge: Sie sind nun mal da, aber eigentlich will man sie nicht.

Und jetzt heisst es umgehend die Eskalationsstufe 2 zu zuenden: Nachlegen!

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Alarm auf Facebook, Twitter und Co. Hat die Thomalla das wirklich gesagt, gemeint… verdammt ist die wirklich so unterwegs oder nur mausgerutscht?

Freunde, das war doch alles nur ein Experiment!

Ein Experiment und mal bewusst provoziert. Wir wollten sehen, wer tatsächlich allen Ernstes denkt, das DAS ERNST gemeint war! Ist schon irre, das tatsächlich einige denken dass hier Follower gesucht werden. Wir haben der Gesellschaft mal bewusst den Spiegel vorgehalten und bekommen doch tatsächlich Likes für diesen Blödsinn. Sophia Thomalla

Achso, na dann ist doch alles in Butter Sophia… Zeit die Ernte einzufahren:

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Laeuft doch oder?

Nicht Thomalla ist das Problem

Ja, dieser, ob nun geplant oder nicht, provozierte Shitstorm ist ein kleiner Spiegel fuer diese Gesellschaft, aber sicherlich nicht der, den die gute Sophia ihr vorhalten will. Wer es schafft durch ein Instagram-Konto, Lets Dance Moderation (also ausgewiesene Expertin fuer Standard-Taenze… oder?), ein paar „Oberkoerper frei“ Szenen und Playboy-Auftritte „beruehmt“ zu werden, sich gar Schauspielerin zu nennen, der darf sich durchaus mal auf die Schultern klopfen. Alles geschafft und die gesamte Klaviatur des „Aufmerksamkeit um jeden Preis“-Zeitalters durchgespielt. Thomalla experimentiert hier nicht, sie ist Teil dieses Irrsinns, in dem ein Tweet komplette Leben zerstoeren kann oder aber dafuer sorgt, dass man frueher beim Beckmann an der emotionalen Pissrinne sitzen durfte.

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber ich wollte frueher erst Muell-, dann Feuerwehrmann werden, bevor ich mich ueber Zoodirektor hoch auf Astronaut gelevelt habe. Und heute? „Ich will beruehmt werden“. Ja klar du hohle Frucht und du bringst auch alle Voraussetzungen dafuer mit. Bist dulle ohne Ende, siehst aus wie ich nach ner durchzechten Nacht und singst wahrscheinlich auch aehnlich beschissen.

Das duerfte zumindest fuer ne Staffel Big Brother reichen oder, wenn du eine aufsehenerregende Gerichtsverhandlung verlierst (in der du u.a. ankuendigst das Abitur zu machen und eine Stiftung zu gruenden), fuers Dschungelcamp.

So laeuft das naemlich ab. Und es funktioniert. Taeglich. Ein Blick auf nahezu saemtliche (vermeintlichen) Nachrichtenmagazine (FAZ und Zeit klammere ich wohlwollend aus) bestaetigt meine gar nicht mal so steile These.

Da ist es voellig egal, wie tief man sinken muss, um die Schmerzgrenze fuer eine Story auf Seite zu ueberschreiten. Titten und Fluechtlinge gehen halt immer.

Trump eher nicht so!

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Update 02. Oktober 2016
Micky Beisenherz hat nun bei stern.de erläutert, wie es zu dem „Experiment“ kam und welche Folgen das bis zum heutigen Tag hatte.