Dell XPS 12 von vorn

Dell XPS 12 mit 12,5 Zoll großem Display offiziell vorgestellt

Apple wildert mit dem iPad Pro deutlich im Microsoft Surface Pro-Territorium und auch das neue Dell XPS 12 entpuppt sich als ein 2-in-1 mit ähnlichem Prinzip: Windows 10 und ein Keyboard Cover sowie ein Stylus weisen darauf hin, dazu gibt es noch ein hochauflösendes 4K-Display.

Update vom 08. Oktober 2015:

Vor einigen Wochen war es bereits geleakt, jetzt ist es offiziell: Das neue XPS 12 von Dell! Bei der jüngsten Version dieses Geräts haben wir es mit einem 2-in-1 zu tun, welches sich ganz klar im Fahrwasser des ebenfalls jüngst vorgestellten Microsoft Surface Pro 4 bewegt – oder bewegen will. Die großen US-Blogs wie Engadget oder The Verge konnten bereits Hand anlegen an die neuste Fassung des Dell XPS 12 und neben einem durchaus interessanten neuen Windows 10 2-in-1 gab es aber auch das ein oder andere zu kritisieren, was das XPS 12 davon abhalten könnte, in der gleichen Liga wie ein Surface Pro 4 zu spielen.

Spezifikationen des neuen Dell XPS 12

  • 12,5 Zoll großes FullHD-Display mit 1920 x 1080 Pixeln, alternativ ist auch ein 4K-Display mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln erhältlich
  • Intel „Skylake“ Core M5-6Y54 Dual-Core-Prozessor mit bis zu 2,7 GHz
  • 8 GB Dual Channel LPDDR3 DRAM
  • 128 GB oder 256 GB SATA SSD
  • Windows 10
  • 8 MP Cam auf der Rückseite, 5 MP Front-Cam
  • Dell Active Stylus (optional)
  • 790 Gramm Gewicht (Tablet), mit Dock 1.270 Gramm
  • Tablet-Maße: 8 x 291 x 193 mm, mit Dock 16-25 x 291 x 198 mm
  • 2 x Thunderbolt 3 (USB Typ-C kompatibel), Noble Lock, SD-Kartenleser
  • WLAN 802.11ac, Bluetooth 4.1, Miracast
  • 30 Wh Akku

Tastatur des Dell XPS 12

Dell XPS 12 - TastaturAuf der einen Seite hat Dell hier ein großartiges Keyboard abgeliefert, bei dem sowohl Verarbeitung als auch das Tasten-Layout passen: Die Chiclet-Tastatur ist ausreichend groß, die Tasten haben einen guten Druckpunkt, Hintergrundbeleuchtung und ein angenehmes Finish. Auf der anderen Seite jedoch ist das Andocken des Displays nicht so schön gelöst, wie wir es vom Surface oder ähnlichen Produkten bereits kennen. Es gibt kein wirkliches Scharnier, sondern eher eine Schiene, in die das Panel mithilfe von Magneten einrastet.

Dell XPS 12 - Blick auf die Haltevorrichtung

Das bedeutet, dass ihr bei diesem Gerät leider keine Möglichkeit habt, das Display ein wenig anders zu justieren – es verbleibt nur in der einen möglichen Position. Damit seid ihr deutlich weniger flexibel als bei vergleichbaren Geräten, bei dem ein Stand in mehreren Positionen einrasten kann bzw. sogar in jedem erdenklichen Winkel. Außerdem wirkt das ganze Konstrukt auf diese Weise ein wenig wacklig, aber Dell merkt zum XPS 12 auch an, dass es sich um Vorserienmodelle handelt und man zumindest an der Stabilität noch arbeiten würde. Das perfekte mobile Gerät, welches man bequem auf dem Schoss hat beim Arbeiten, scheint das XPS 12 durch diese Bauweise jedoch so oder so nicht zu sein.

Dell XPS 12 von schräg vorn

Zwei Versionen des Dell XPS 12 wird es geben, die mit unterschiedlich hoch auflösenden Displays ausgestattet sind: Die „kleine“ Version mit 128 GB Speicher bietet ein FullHD-Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, während das 256 GB-Modell mit einem hochauflösenden 4K-Display (3840 x 2160 Pixel) kommt, welches ersten Eindrücken zufolge absolut überzeugend sein soll. Für die kleinere Version ruft Dell einen Preis von 999 Dollar auf, bei der größeren Alternative ist man mit 1.299 Dollar dabei. Den Dell Active Stylus gibt es da leider nicht dazu, aber immerhin ist das Keyboard-Dock im Preis inbegriffen. Vom Speicher und von der Auflösung abgesehen, werden beide Ausführungen in der Ausstattung identisch und voraussichtlich ab November in den USA zu kaufen sein.

Was die Performance angeht, setzt Dell „nur“ auf einen Intel Core M-Prozessor, genauer gesagt auf den Core M5-6Y54. Dennoch macht das Dell XPS in ersten Tests einen absolut brauchbaren und performanten Eindruck und auch mit den 8 GB RAM muss sich Dell wahrlich nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Ihr bekommt für 1.000 bzw. 1.300 Dollar also durchaus ein starkes 2-in-1, bei dem ich mir aber einen etwas anderen Formfaktor gewünscht hätte. Das Dock mit dieser Halterung scheint mir doch ein Nachteil gegenüber vergleichbaren Geräten der Surface Pro-Liga zu sein und auch Dell selbst hat das in der Vergangenheit schon besser hinbekommen. Was sagt ihr? Lohnt es sich dennoch, eher zum Dell XPS 12 statt zu einem Surface Pro 4 zu greifen?

Quellen: The Verge, Engadget, Windows Central

 

Original-Artikel vom 14. September 2015:

Es gab so manche hämische Reaktion, als in der letzten Woche beim Apple-Event ausgerechnet ein Mensch von Microsoft die Bühne enterte, um über die Vorzüge von Office auf dem iPad Pro zu sprechen. Dabei ist es Microsoft nicht nur hoch anzurechnen, dass ihre neue Politik vorsieht, denkbar viele Plattformen mit der eigenen Software zu bespielen, sondern es kann auch als Bestätigung des Konzepts „Surface“ gewertet werden, dass nun auch Cupertino auf ein Riesen-Tablet mit Tastatur-Dock und Stift setzt.

In diesem Fahrwasser befindet sich auch Dell mit dem jetzt geleakten XPS 12: Die XPS-Devices gefallen uns ja schon seit einigen Jahren besonders gut und wenn diese Neuauflage hält, was der Leak verspricht, dann wird das auch erst mal so bleiben. Dank InfinityEdge-Design werden wir wieder ein äußerst schlankes Device zu sehen bekommen und das 12 Zoll große Display kann mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln aufwarten, sprich: 4K-Auflösung!

Sehr viel mehr gibt es über die technische Seite des neuen XPS 12 noch nicht zu sagen, abgesehen davon, dass ihr magnetisch ein Keyboard andocken könnt und mit dem Dell Active Stylus auch ein Stift mit von der Partie ist als Eingabe-Medium. Mit einem Kontrastwert von 1200:1 und der Display-Helligkeit von 400 Nit scheint das Panel jedenfalls ein – wenn nicht das – Highlight des Dell XPS 12 zu werden.

Das geleakte Spec Sheet verrät zudem, dass die Akkulaufzeit bei ordentlichen 10 Stunden liegen soll, eine 8 MP Hauptkamera sowie eine 5 MP Front-Cam verbaut wird und wir auch einen Thunderbolt 3-Anschluss vorfinden werden. Da fehlen also noch massig Infos, aber ich denke, wir können uns jetzt schon mal darauf einschießen, dass Dell hier erneut ein fantastisches 2-in-1 abliefern wird und wir behalten das XPS 12 natürlich weiterhin im Blick.

 

Dell XPS 12 - geleaktes Spec Sheet

Quelle: GIGA via Caschys Blog