Die 16 besten Netflix-Serien für lange Binge-Watch-Nächte

Ihr seid neu bei Netflix und wollt möglichst schnell Boden gut machen und die wichtigsten Shows sehen, die dort laufen? Wir nennen euch unsere Must-See-Empfehlungen.

Ihr habt es gemerkt: Der Sommer ist vorbei! Das bedeutet, die Abende werden wieder länger, wir verbringen wieder mehr Zeit in der Bude statt im Biergarten und somit haben Streaming-Angebote wie Netflix wieder Hochkonjunktur. Mit diesem Beitrag wollen wir mal eine solide Grundlage legen für all diejenigen, die noch nicht gierig jede neue Serie in sich aufgesogen haben, sondern vielleicht erst ganz neu auf Netflix unterwegs sind.

15 Serien (okay, es sind 16 geworden) haben wir uns herausgepickt, die wir euch ans Herz legen wollen. Wenn ihr totale Serien-Noobs seid und euch diese Shows reinzieht, könnt ihr in den meisten Diskussionen über TV-Serien bestehen, versprochen. Wir haben es uns hier bei der Auswahl auch wahrlich nicht leicht gemacht, da das Angebot auf Netflix ja nahezu unendlich groß ist.

Schlussendlich haben wir aber diverse Film-Plattformen und andere Beiträge über empfehlenswerte TV-Serien ausgewertet und in einem komplexen Modus die Serien ausgewählt, die wir hier empfehlen wollen. Haha, ihr habt das geglaubt? :-D Nein, in Wirklichkeit habe ich mir ganz allein überlegt, welche Shows ich persönlich sehr gerne sehe und bei denen ich den Eindruck habe, dass auch in meinem Bekanntenkreis sehr viele eine gute Meinung dazu haben.

Diese “die besten Netflix-Serien”-Übersicht ist also haargenau das, was ihr bei ähnlichen Listicals im Netz auch erwarten dürft: Absolut subjektiv! Ihr alle kennt natürlich euren jeweils eigenen Geschmack am besten — nicht jeder mag Horror oder schräge Komödien. Der eine will mehr Action, ein anderer legt den Schwerpunkt auf starke Dialoge, wieder ein anderer kann Serien nur genießen, wenn sie sehr ausdrucksstark fotografiert sind und/oder den passenden Soundtrack mitbringen.

Das bedeutet unterm Strich, dass es einfach keine objektive Übersicht mit den besten Serien geben kann. Ich habe mich aber hier bemüht, einen recht weit gefächerten Überblick zu liefern mit Serien, die sich allesamt großer Beliebtheit erfreuen und derzeit auf Netflix zu sehen sind. Behaltet das also im Hinterkopf, wenn ihr euch jetzt durch die verschiedenen Trailer klickt.

Ach so, noch flott zum Aufbau dieser Übersicht: Die Reihenfolge ist rein zufällig, ich hab mir also die Serien so aufgeschrieben, wie sie mir in den Sinn kamen, viele wieder weggestrichen und hier stehen jetzt die übrig gebliebenen 16 Empfehlungen ohne bestimmte Reihenfolge. Wenn ihr auf den jeweiligen Namen klickt, landet ihr auf der entsprechenden Netflix-Seite, außerdem seht ihr jeweils einen Trailer, die offizielle Inhaltsangabe von Netflix im Kästchen und da drunter noch zwei, drei Anmerkungen von mir, gegebenenfalls mit Link, falls wir schon mal drüber berichtet haben.

Stranger Things 

Nach dem Verschwinden eines Jungen treten in einer Kleinstadt geheime Regierungsexperimente, übernatürliche Kräfte und ein merkwürdiges kleines Mädchen zutage.

Die liebe Jazz hat Stranger Things bereits 2016 zu ihrer Serie des Jahres gekürt, ein Jahr später dachte ich ebenso begeistert über die zweite Staffel von Stranger Things. Es gelingt den Duffer Geschwistern so beeindruckend, uns mit zurück in die achtziger Jahre zu nehmen und diesen fantastischen, mitunter gruseligen Stoff genau so zu erzählen und zu bebildern, wie es die Filme dieses Genres in den Achtzigern geschafft haben. Ihr bekommt also modernste Streaming-Unterhaltung geboten, aber im Gewand der vielen Vorlagen, an denen sich Stranger Things orientiert. Wenn ihr euch also mal an die Goonies, mal an Stand by me oder an E.T. erinnert fühlt, ist das ganz sicher kein Zufall.

Wer nicht mehr lange zu leben hat und nur noch zwei Staffeln schafft, sollte unbedingt sicherstellen, dass es Staffel 1 und 2 von Stranger Things sind.

Black Mirror

Diese Sci-Fi-Anthologieserie spielt in einer bizarren hochtechnologisierten Zukunft, in der die größten Innovationen der Menschheit auf ihre dunkelsten Instinkte treffen.

Black Mirror ist eine Anthologie-Serie, bei der jede einzelne Episode in sich abgeschlossen ist. Das ist praktisch für jeden, der einfach nur mal so eine Serienfolge verschlingen will, ohne lange einen Einstieg zu suchen, oder eine ganz Nacht durchzubingen. Die Episoden spielen alle in einer möglichen nahen Zukunft, spielen dabei mit spannenden Ideen, die kommende Technologien und unsere Gesellschaft betreffen. Dabei entsteht schon ein gewisser Horror dadurch, dass bereits existente technische Möglichkeiten konsequent weitergedacht werden.

Daredevil

Der als Kind erblindete Matt Murdock kämpft im New Yorker Stadtteil Hell’s Kitchen gegen Unrecht und Verbrechen – tagsüber als Anwalt, nachts als Superheld Daredevil.

Kann sich noch jemand an die Kinoverfilmung von Daredevil erinnern? Falls ihr den Film nicht kennt: Glück gehabt — er war unterirdisch. Diese Serie macht circa alles besser, was im Film seinerzeit nicht funktionierte. Angesiedelt im Marvel-Universum, fasziniert die Geschichte eines Mannes, der durch seine Blindheit stark beeinträchtigt ist, dennoch aber zum Superhelden Daredevil wird. Ihr könnt diese Empfehlung übrigens als stellvertretend für den ganzen restlichen Marvel-Spaß auf Netflix sehen. Mit Luke Cage, Jessica Button und vielen weiteren Serien mehr werdet ihr auf der Plattform bestens mit Superhelden-Binge-Material versorgt.

House of Cards

Emmy- und Golden-Globe-prämiertes Politdrama über einen skrupellosen Kongressabgeordneten, dem jedes Mittel recht ist, um die Macht in Washington an sich zu reißen.

House of Cards ist wohl die Serie, die Netflix den Weg bereitet hat und viele von uns ans Streaming herangeführt hat. Was die Story um die Machenschaften in der US-Politik angeht, konnte beim Serienstart noch niemand ahnen, dass die Wirklichkeit noch kruder werden würde. Das nimmt House of Cards aber sicher nicht seinen Reiz, weil es einfach sehr gut und packend erzählt wird. Die letzte Staffel muss aus den bekannten Gründen auf Kevin Spacey verzichten, unabhängig davon, wie man die Geschehnisse um seine Person bewertet.

Tote Mädchen lügen nicht

Warum hat sich Hannah Baker das Leben genommen? Ihre Mitschüler haben alle Geheimnisse … und die Wahrheit steht kurz vor der Enthüllung.

Uff, das ist ganz schwieriges Material, Freunde. In meinem Artikel zur ersten Staffel von 13 Reasons why geht es daher auch gar nicht nur um eine unfassbar gut gemachte TV-Serie, sondern vielmehr um die Thematik an sich. Wen das triggert, dass es in einer Serie um den Selbstmord  eines Mädchens geht, um sexuelle Übergriffe und Gewalt an Schulen, der sollte die Finger weglassen von der Serie. Wer aber eintauchen möchte in die Welt der bezaubernden Hannah Baker, den tollen 80s-Soundtrack genießen möchte und sich ganz ernsthaft mit der Thematik auseinandersetzen möchte, den kann ich nur herzlich dazu einladen. Ich weiß nicht, wie viele Jahre es her ist, dass mir das Schicksal einer fiktiven Person so zu Herzen gegangen ist wie in diesem Fall. Vor allem die erste Staffel ist mit das Beste, was ihr im Binge-Universum finden könnt. Auch die zweite Staffel weiß zu gefallen, kommt aber bei weitem nicht an die ersten Folgen heran.

Dark

Nach dem Verschwinden eines Kindes begeben sich vier Familien auf die verzweifelte Suche nach Antworten und der Lösung eines Rätsels, das drei Generationen umspannt.

Wenn ihr in einer Diskussion die Meinung vertreten wollt, dass hochklassige Serien auch aus Deutschland stammen können, dann habt ihr hier das Top-Argument. Dark ist alles andere als ein Stranger Things-Klon, wenngleich wir teils ähnliche Muster erkennen können. Die Serie ist nicht nur spannend und wirklich auf internationalem Niveau angesiedelt, sondern liefert auch beeindruckende Bilder und — wieder einmal — einen Top-80s-Soundtrack.

Narcos

Diese düstere Gangster-Dramaserie basiert auf der wahren Geschichte der berüchtigten, gewalttätigen und einflussreichen Drogenkartelle Kolumbiens.

Hier wird die Geschichte des Drogenbosses Pablo Escobar erzählt, der es vom armen Kerl zum unendlich reichen Herrscher Kolumbiens gebracht hat. Wer eine Idee davon bekommen möchte, was Drogensucht und vor allem die Gier nach Drogengeld mit einem machen kann, ist hier bestens aufgehoben. Mit dem Tod des Hauptcharakters entwickelt sich die Serie natürlich in eine etwas andere Richtung, bleibt aber absolut sehenswert – und verstörend.

The end of the f*** world

In dieser düsteren Comedy-Serie nach der Graphic Novel unternehmen ein psychopathischer Teenager und eine abenteuerlustige Rebellin einen verhängnisvollen Roadtrip.

Diese Serie, zu der erst eine Staffel vorhanden ist, ist für mein Empfinden eine erfrischend andere und originelle Coming-of-Age-Geschichte. Oder wie viele Jugendliche kennt ihr, die schon wissen, dass sie eine große Karriere als psychopathischer Mörder angehen? Eben — ich auch nicht. Die Story kombiniert das Coming-of-Age-Element mit einem Road Movie und bleibt bis zur letzten Folge sehr charmant.

Better call Saul

Dieses Emmy-nominierte Prequel von „Breaking Bad“ erzählt, wie aus dem unbedeutenden Anwalt Jimmy McGill der Gauner-Anwalt Saul Goodman wurde.

Dass ich in unserer Aufzählung hier auf Serien wie “Breaking Bad” verzichte, dürfte hoffentlich beweisen, dass a) ich es mir hier mit der Liste nicht einfach gemacht habe bei meinen Empfehlungen und b) es auf Netflix so viel hochklassige Serien gibt, dass man vor Breaking Bad eben durchaus anderes empfehlen kann.

Dass die genannte Serie und “Better call Saul” unmittelbar miteinander verknüpft sind, brauche ich hier natürlich niemandem erzählen. Ich dachte anfangs, dass die skurrile Figur des Saul Goodman innerhalb von Breaking Bad zwar ein tolles, belebendes Element war, aber keine eigene Serie trägt. Was soll ich sagen — ich hab mich getäuscht!

Fargo

In Anlehnung an den gleichnamigen Hit der Coen-Brüder werden in dieser Serie mehrere skurrile Bewohner des US-Bundesstaates Minnesota in „reale“ Verbrechen verwickelt.

Diese Anthologie-Serie hat sich durch den gleichnamigen Film inspirieren lassen und entführt uns ins Städtchen Fargo. Wer auf der Suche nach neuem Krimi-Stoff ist und damit leben kann, dass die Protagonisten ständig wechseln, wird hier bestens bedient.

Making a murderer

In diesem über 10 Jahre gefilmten Reality-Thriller deckt ein durch DNA-Beweise Freigesprochener Polizeikorruption auf und wird dabei zum Verdächtigen in einem neuen Fall.

Mit Making a murderer haben wir hier einen etwas anderen Serien-Vertreter, der dem Reality-/Doku-Bereich zugeordnet werden kann. Ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich seltsam entspannt auf Sendern wie ZDF Info Stunden damit verbringe, mir Dokus über Serienmörder und deren Ergreifung reinzuziehen und so wundert es mich nicht, dass mich auch Making a murderer gefesselt hat. Nachgezeichnet wird hier die Geschichte eines Mannes, der viele Jahre fälschlich hinter Gittern sitzt, wieder frei kommt — und wegen eines anderen Mordes dann doch wieder in den Bau geht.

Peaky Blinders

Eine berüchtigte Gang im Birmingham des Jahres 1919 wird von Tommy Shelby, einem toughen Bandenboss angeführt. Dieser will um jeden Preis in der Welt aufsteigen.

Gerade sorgt Babylon Berlin in der ARD für Furore und Begeisterungsstürme. Dort haben wir es mit den späten zwanziger Jahren Deutschlands zu tun und in einer ganz ähnlichen Zeit spielt auch Peaky Blinders. Wer sich also durch tolle Kostüme und das toll in Szene gesetzte Berlin vor knapp 100 Jahren beeindrucken lässt, sollte sich auch mal diese Serie auf seine Liste schreiben. Das Gangster-Epos spielt in Birmingham und für mein persönliches Empfinden ist Peaky Blinders sowohl erzählerisch als auch von den Bildern nochmal besser als Babylon Berlin.

American Horror Story

Dieses dunkle Emmy-prämierte Drama spielt mit der Angst vor dem Übernatürlichen und dem Schrecken des Alltäglichen. Es erforscht die menschliche Fähigkeit, Böses zu tun.

Wieder eine Serie, die man eigentlich niemandem wirklich vorstellen muss, oder? Dass es sich um eine Horror-Serie handelt, steckt ja bereits im Namen. Zusätzlich handelt es sich hier aber auch um eine Anthologie-Serie, bei der das Setting der Charaktere mit jeder Staffel wechselt. Ihr findet dennoch immer wieder Bezüge zu den Staffeln untereinander und viel wichtiger: Es lässt sich an den langen und kalten Abenden, die man in eine Decke eingemummelt auf der Couch verbringt, perfekt gruseln!

Bates Motel

Nach dem Tod seines Vaters macht Norman Bates mit seiner Mutter ein Hotel auf, doch Normans labiler Geisteszustand bringt das Unternehmen auf düstere, brutale Abwege.

Puh, ich sehe mir gerade den Trailer nochmal an und bekomme allein bei dem Anblick des jungen Bates wieder Gänsehaut. Ich glaube, wenn mir der Schauspieler über den Weg liefe, würde ich direkt das Weite suchen. Einfach, weil er den Psychopathen so sensationell gut verkörpert in der Serie, die als Prequel zu den Kinofilmen zu betrachten ist.

Ihr bekommt hier erzählt, wie Norman Bates und seine Mutter ein sehr krudes, enges Mutter-Sohn-Verhältnis führen, welches den Jungen schon sehr früh zum mehrfachen Mörder macht. Mehr als nur einmal hab ich mich hier beim Zusehen mit verschwitzten Händen in die Sitzgruppe gekrallt, glaubt es mir.

Sherlock

In dieser modernen Verfilmung von Sir Arthur Conan Doyles beliebten Kriminalfällen ist der exzentrische Holmes auf der Suche nach Indizien im heutigen London unterwegs.

Okay, auch Sherlock muss man eigentlich niemandem vorstellen. Sowohl der Charakter des Sherlock Holmes als auch diese moderne Adaption kennt nun wirklich jeder. Wie schon bei Bates Motel lebt auch Sherlock davon, dass die Handlung in die heutige Zeit verschoben wird. Das gelingt den Machern beeindruckend gut und wir müssen natürlich auch nicht darüber reden, wie perfekt Benedict Cumberbatch den begabten Detektiv verkörpert. Eine der Serien, die ich mir immer und immer wieder ansehen könnte.

Sense8

Spannende Serie von den Machern von „Matrix“ und „Babylon 5“ über acht Menschen, die auf telepathische Weise miteinander verbunden sind.

In Sense8 wird eine tolle, fantastische Geschichte erzählt von ein paar Personen, die merkwürdigerweise die Gedanken der jeweils anderen Personen kennen. Die weltbekannten Wachowski-Geschwister erzählen diese Geschichte über zwei Staffeln und lösen sie dann mit einer zweistündigen Final-Episode auf. Meiner Meinung nach haben die Wachowskis mit Sense8 wieder zurück in die Spur gefunden und bieten Binge-Material für jeden, der sich für Science-Fiction begeistern kann.


Wie gesagt haben wir hier eine sehr subjektive Auflistung von Serien, vermutlich würde jeder seine Top Ten oder Top 20 anders zusammenstellen. Hier haben wir es aber allesamt mit sehr gut produzierten Shows zu tun, die beileibe nicht nur mir gut gefallen haben. Dennoch würde mich interessieren, welches eure liebsten Serien auf Netflix sind. Schreibt es mir also in die Kommentare — ich überlege derweil, ob ich vielleicht nochmal einen zweiten Teil meiner Serien-Empfehlungen schreiben sollte.