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Die Geschichte der Anzeigen - mit Ausblick in die Zukunft!
Mit Vollgas in die Zukunft: Die neue Mercedes-Benz E-Klasse

Die neue Mercedes-Benz E-Klasse. Digitiales Widescreen-Cockpit, Splitscreen Funktion und ein Klang zum niederknien! Das ist die Zukunft! Von wegen in der Automobil Industrie hat sich in den letzten Jahren nichts getan. Anhand dieser kleinen Zeitreise seht ihr die Entwicklung vom Cockpit der E-Klasse und früher war definitiv nicht alles besser.
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Wichtige Informationen sinnvoll strukturieren, ergonomisch präsentieren und stilistisch anspruchsvoll gestalten – das sind Leitlinien für die Entwicklung von Instrumenten und Anzeigen, die hier am Beispiel der E-Klasse und ihrer Vorgängerbaureihen dargestellt sind und mit denen Mercedes-Benz Maßstäbe setzt. Mit der neuen E-Klasse und ihrem hochauflösenden Widescreen-Cockpit mit zwei 12,3-Zoll-Displays der nächsten Generation erreicht diese Entwicklung einen neuen Höhepunkt.

Doch bevor wir dahin kommen, begeben wir uns in diesem Beitrag auf eine Zeitreise. Habt ihr Lust, ja dann scrollt euch doch nun mit mir durch die Vergangenheit bis hin zur Gegenwart und bekommt ganz unten (das nur für diejenigen die keine Lust auf Historie haben) einen Ausblick auf die Zukunft.

Wir starten im Jahr 1953. „Ponton-Mercedes“, W 120/121, 1953-1962:

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Bereits in den 1950er-Jahren überzeugen die Instrumente durch eine durchaus gelungene Kombination aus Funktionalität und hochwertigem Design. Eine einfache, klare Grafik der symmetrisch angeordne ten und in Chrom gefassten Anzeigen ermöglicht eine schnelle Erfassung der wichtigsten Informationen. Die zentrale Geschwindigkeitsanzeige ist als klassischer Rundtachometer ausgeführt. Flankierende Zeigerinstrumente geben Auskunft über Kühlmitteltemperatur, Öldruck oder den Tankinhalt. Einen Drehzahlmesser brauchte man damals noch nicht.

Im Jahre 1961 gab es eine Format-Änderung. Alle Hochkant-Filmer werden sich nun bestätigt fühlen. Heckflossen-Mercedes“, W 110, 1961-1968:

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Im W 110 sind sämtliche Instrumente hochkant angeordnet. Die Geschwindigkeitsanzeige heißt im Volksmund „Fieberthermometer“, weil sie wie eine Quecksilbersäule aussieht. Die Tachoskala ist darüber hinaus in verschiedene Farben gegliedert, um den Fahrer für die Gefahren bei zunehmendem Tempo zu sensibilisieren: bis 50 km/h ist die Anzeige gelb, zwischen 50 und 65 km/h rot-gelb gestreift und über 65 km/h rot.

Sieben Jahre später, nämlich im Jahr 1968 hieß es endlich „Strich-Acht“ und die Rundinstrumente zogen wieder in den Mercedes-Benz ein. „Strich-Acht“-Limousine, W 114/115,1968-1976:

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Zwei große Rundinstrumente und eine zentrale Uhr mit Chromringen sollten damals eine hervorragende Ablesbarkeit und ein stilvolles, hochwertiges Design bieten. Neu waren die Schaltempfehlungen im Geschwindigkeitsmesser, um eine ökonomische Fahrweise zu unterstützen, ja das Thema Umweltschutz wurde auch schon damals verfolgt. Neu waren aber auch die integrierten Kontrollleuchten mit Piktogrammen.

Im Jahre 1976 blieb es rund und die Baureihe W123 kam auf den Markt. Baureihe 123, 1976-1985:

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Die großen Rundinstrumente des W 123 bieten mit ihren drei klar gezeichneten Zifferblättern eine noch bessere Übersicht. Neben betriebsrelevanten Angaben wie Öldruck und Wassertemperatur informiert bei den Benzinern ab Herbst 1982 eine neue Economy-Anzeige über die Effizienz der aktuellen Fahrweise. Die Kontrollleuchten wurden aus den Rundinstrumenten in eine waagerechte, einzeilige Leiste unterhalb des Kombiinstruments verlagert.

Was folgt, rein numerisch, auf 123? Genau, 124 und hier hat sich nicht mehr ganz so viel verändert, denn schließlich weiß man im Jahr 1984, dass man kein funktionierendes System anfassen sollte. Baureihe 124, 1984-1995:

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Die Instrumente der Baureihe 124 sind wie gewohnt klar gezeichnet. Die bewährte Anordnung der Anzeigen entspricht der des Vorgängermodells, das Design wird nur leicht überarbeitet. Neu ist der Drehzahlmesser rechts vom Tacho, die dort bisher platzierte Uhr weicht in den unteren Bereich desselben Rundinstruments aus.

Im Jahr 1995, als knapp 9 Jahre später, gab es dann die ersten digitalen Anzeigen in der E-Klasse. Die Baureihe heißt nun übrigens: Baureihe 210, 1995-1999:

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Die Digitalisierung hält Einzug in die Instrumentierung der E-Klasse. Diesem Trend fällt die Analoguhr zum Opfer: Uhrzeit, Kilometerstand und Außentemperatur werden jetzt auf niedrigaufgelösten Punktmatrix-Displays angezeigt. Mit der Weiterentwicklung der Fahrzeugelektronik und den ersten Fahrer-Assistenzsystemen steigt auch die Zahl der notwendigen Warn- und Kontrollleuchten. Unter anderem gibt es ab sofort ein gemeinsames Symbol für ESP® und Antriebs-Schlupf-Regelung (ASR). Beim Facelift im Jahr 1999 wurde das Display dann erneut geändert. Baureihe 210, 1999-2002:

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Den runden Tacho in der Mitte des Kombiinstru- ments ergänzt nach der Modellpflege der E-Klasse 1999 ein großes, zentrales Multifunktionsdisplay. Es stellt jetzt auch Textmeldungen und Grafik- symbole dar und kann damit von verschiedenen Systemen wie der Navigation, dem Radio und dem Bordcomputer genutzt werden.

Drei Jahre später, wir schreiben nun also das Jahr 2002, ging es mit der E-Klasse luxuriös weiter. Baureihe 211, 2002-2009:

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Die neue E-Klasse der Baureihe 211 erhält ab 2002 ein Kombiinstrument, das Design im hochwertigen Chronographen-Stil mit digitalen Anzeigen kombiniert. Der Tacho, dessen Zeiger jetzt ohne sichtbare Lagerung in der Instrumentenmitte auskommt, umrundet ein neues, höheraufgelöstes Zentraldisplay, das die Darstellung einer Vielzahl von Funktionen vereint. Uhr und Drehzahlmesser rechts und links davon sind klassisch analog ausgeführt, während sich Tankanzeige und Kühlmitteltemperatur in dezenten, digitalen Balken im Randbereich wiederfinden. Wichtige Warn- und Kontrollleuchten treten in den Hintergrund und werden nur dann sichtbar, wenn sie aktiviert sind. So ist das stilvoll gestaltete Kombiinstrument trotz der anhaltenden Zunahme von wichtigen Funktionen und Systemen im Fahrzeug noch klarer strukturiert und dadurch ergonomisch günstiger.

Die Baureihe 211 wurde im Jahr 2009 durch die Baureihe 212 abgelöst, ihr merkt schon, mit den Zahlen hat Mercedes-Benz es nicht so Ernst genommen. Baureihe 212, 2009-2013

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Das Kombiinstrument spiegelt ab 2009 den unterschiedlichen Charakter der verschiedenen Lines wider: ELEGANCE bietet weiß beleuchtete Rundinstrumente auf schwarzem Grund, AVANTGARDE hingegen einen matt-silber lackierten Hintergrund und tiefe, schräg angeschnittene Tuben. Feine Chromringe an den Stirnseiten unterstreichen den hochwertigen Eindruck beider Varianten. Darüber hinaus wachsen Durchmesser und Pixelanzahl des Zentraldisplays. Die Anzeigen für Tankinhalt und Kühlmitteltemperatur bleiben in den beiden seitlichen Bereichen, sind aber im klassischen Chronographenstil mit Zeigern analog ausgeführt.

Das Modell bekam im Jahr 2013 ein Facelift und natürlich wurde auch das Interieur angepasst: Baureihe 212, 2013 bis heute

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Mit der Modellpflege im Jahr 2013 erhält die E-Klasse ein neues, hochauflösendes Zentraldisplay, das je nach Wunsch des Fahrers Informationen der verschiedenen Fahrzeugfunktionen und -systeme detailreich und mit gestochen scharfen Grafiken darstellen kann. Die tubenförmigen Rundinstrumente kombinieren eine hochmoderne Optik mit Anleihen an klassische E-Klasse Vorgängerbaureihen. Die Uhr im linken Rundinstrument weicht einer analogen Kraftstoff- und Kühlmitteltemperaturanzeige. Stattdessen gibt es – als spannenden Designkontrast zur fortschreitenden Digitalisierung im Interieur – eine Analoguhr im Stil eines klassischen Chronometers in der Mittelkonsole.

So, das war die Geschichte bis zur Gegenwart – nun werfen wir einen Blick in die Zukunft:

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Mit zahlreichen Innovationen soll die neue Mercedes-Benz E-Klasse einen großen Schritt in Richtung Zukunft gehen. Heute dürfen wir euch schon ein paar Informationen über den Innenraum vermitteln und da ist – rein technisch betrachtet – ja auch richtig viel passiert. Das Armaturenbrett zeigt sich geprägt durch ein breites Display. Hinter dem Glas verstecken sich zwei 12,3 Zoll Displays, die über zwei Touch Control Buttons am Lenkrad indivudualisert werden können. Die Buttons erlauben die Steuerung des gesamten Infotainments per Finger-Wischbewegungen, das heißt dass die Hände da bleiben wo sie hingehören. Am Lenkrad! Wie die Oberfläche eines Smartphones sind diese Buttons berührungssensitiv und reagieren deshalb exakt auf horizontale und vertikale Wischbewegungen eines Fingers.

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Mit dem Interieur der neuen E-Klasse interpretieren wir modernen Luxus neu. Wir haben ein großzügiges und intelligentes Interieur gestaltet. Es folgt der Mercedes-Benz Designphilosophie der sinnlichen Klarheit und schafft mit technischen Innovationen und hochwertiger Ausstattung ein außergewöhnlich emotionales Erlebnis für Fahrer und Beifahrer. Damit definiert die E-Klasse nicht nur ein neues Niveau in der Businessklasse. Sie wird neben dem Arbeitsplatz und dem privaten Umfeld auch zum „Third Place“ – zum Lebensraum, in dem die Passagiere modernen Luxus genießen können. Hartmut Sinkwitz, Leider Interieur Design Mercedes-Benz

Werfen wir erneut einen Blick auf die beiden Displays und auf die technischen Daten: Das breite Doppeldisplay besteht also aus zwei getrennt von einander ansteuerbaren Displays mit jeweils 31,2 Zentimeter Bilddiagonale (das sind die eben schon angesprochenen 12,3 Zoll). Die Auflösung liegt jeweils bei 1920 x 720 Pixel. Durch das gemeinsame Deckglas entsteht die Flatscreen Optik, bzw. der Anschein eines verdammt breiten Displays.

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Die Qual der Wahl, der Fahrer kann sich zunächst für eines von drei verschiedene Designs entscheiden. Classic, Sport oder Progressive. Entweder hat man zwei virtuelle, eher klassische, Rundanzeigen. Zwei sportive oder aber einen prominenten Drehzahlbesser und eine rein digitale Geschwindigkeitsanzeige.

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Wehrmutstropfen? Wir sprechen hier über Optionalitäten! Das Einstiegsmodell der E-Klasse kommt mit klassischen Rundanzeigen, aber ich empfehle jetzt schon das Widescreen-Kombiinstrument optional mit dem COMAND Online System zu ordern, denn das digitale Instrument bietet zahlreiche Vorteile.

So kann z.B. Anzeige des Zentraldisplays fast komplett individuell angepasst werden und es gibt sogar einen Split-Screen. So können mehrere Inhalte wiedergegeben werden ohne den Fahrer aber zu sehr abzulenken. Netter Effekt, den wir im Studio so nicht sehen konnten: Das Display lässt sich bei Dunkelheit von hinten beleuchten, damit scheint es quasi zu schweben.

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Hinter der neuen Optik verbergen sich außerdem neue Menüstrukturen. Diese sind, zugegeben anders, aber immer noch sehr verschachtelt. Das muss ich mir in Ruhe noch einmal ansehen und das empfehle ich auch jeden, der sich für die zukünftige E-Klasse begeistern kann. Ansehen, ausprobieren, sich selbst überzeugen lassen. Die neue E-Klasse bietet natürlich noch viel mehr, das fängt bei der Innenraumbeleuchtung an. Hier kann man nun aus 64 Farben wählen. Das hört bei dem fantastischen Burmester High-End 3D-Surround Soundsystem auf.

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Während die Passagiere auf neu gestalteten Sitzen trohnen, können sie den wundervollen Klängen der Anlage lauschen, sich berieseln oder sich bedröhnen lassen. Der Klang? Allererste Sahne. Ich habe noch nie – und das schwöre ich auf alles was mir heilig ist – ich habe noch nie eine bessere – ab Werk installierte – Musikanlage in einem Auto gehört. Auch hier habe ich die technischen Fakten für euch: 23 High-End-Lautsprecher, 25-Liter-Bassbox mit eigenem 400-Watt-Verstärker im Kofferraum. Zwei Verstärker (mit einer Gesamtleistung von 1450 Watt) steuern alle Lautsprecher über separate Kanäle und aktive Frequenzweichen einzeln an.

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Zum besonderen Hörerlebnis soll auch die Kombination aus digitalem und analogem Verstärker beitragen. Die Analogtechnik soll hier für einen warmen, runden und vollen Klang sorgen. Die Digitaltechnik realisiert durch den Einsatz eines separaten Netzteils hohe Impulsspitzen und ermöglicht so eine große Dynamik zwischen leisesten und lautesten Tönen. Das ist eine wahre Trommelfell-Massage!

Die neue Mercedes-Benz E-Klasse wird auf der NAIAS 2016 in Detroit stehen. Ich werde vor Ort sein und euch natürlich auch davon berichten, denn ich glaube das dieses Fahrzeug nicht nur technisch betrachtet ein Meilenstein in der Geschichte von Mercedes-Benz sein wird. „Hello“ – neue E-Klasse. Schön das du bald da bist!

Weitere Meinungen / Eindrücke gefällig? Gerne, neben mir waren z.B. auch Markus Jordan, Fabian Messner und unser geschätzter Kollege Jan Gleitsmann vor Ort! Doch so wie ich Sascha Pallenberg kenne, würde er nun gleich über die breiten Ränder einen „kleinen Rant“ abgeben, also lassen wir auch mal die anderen zu Wort kommen:

Jan Gleitsmann: „Mir sind wirklich die Tränen geflossen bei der Demonstration. Ich war so be- und gerührt. Ich gehe sogar den Schritt weiter und sage: Ich würde mir (entsprechendes Budget vorausgesetzt) die E-Klasse nur wegen des Soundsystems kaufen. Zur Not auch mit einem 136 PS Diesel. Das System ist echt der Knaller.“

Fabian Messner: „Technisch neu ist hingegen der 2 x 12,3 Zoll große Screen. Klar, die Stuttgarter lassen sich dieses Extra bezahlen, doch es lohnt sich. (…) Ähnlich dem Virtual Cockpit bei Audi, können mehr Informationen wie Navigation oder ähnliches ins Fahrersichtfeld geholt werden. Ohne Rahmen wirkt das riesige Display viel, viel eleganter und hochwertiger als in der S-Klasse. Ein herber Tiefschlag für das Spitzenmodell, doch da wird die Nachbesserung sicherlich nicht lange auf sich warten lassen.“

Markus Jordan: „Die Marke mit den Stern hat mit der Neuauflage der kommenden E-Klasse (BR 213) nicht nur das Exterieurdesign überarbeitet, sondern auch das Interieur – und legt damit die Messlatte für die Konkurrenz höher.“

Sascha Pallenberg: „Ich muss die E-Klasse erleben und wirklich anfassen koennen. Generell bin ich kein Freund dieser Pseudo 3D-Ui. Dieser Trend war in den 90ern mal ganz gross und Farbverlaeufe erinnern mich an Amiga Cracker Intros aus den 80ern. Aber was mich richtig stoert… diese Raender! Ja, dieses Dual-Display sieht wie ein grosses (und vor allen Dingen wechselbares) Modul aus, aber die Raender machen mich wahnsinnig. Da wurde am falschen Ende gespart. Die komplette Innenausstattung ist aber, und da bin ich wirklich ein Fanboy, atemberaubend schoen. Alles schreit hier Premium und Luxus. Alles zeigt, dass dies ein Mercedes ist“