Ecocapsules und die USS Enterprise: Futuristische Wohneinheiten in groß und klein

Ob man das eiförmige Gefährt namens Ecocapsule nun für ein abgefahrenes Zukunftsprojekt hält oder es einen eher an den Ein-Mann-Wohnwagen aus den Niederlanden erinnert, ist vielleicht eine Frage der Vorprägung. Das riesige Haus in Form der USS-Enterprise...ja genau, das Raumfahrzeug aus der gleichnamigen TV-Serie mit Captain Kirk, benötigt auf jeden Fall eine solche Vorprägung. Visuell suchen allerdings beide Gebilde ihresgleichen.

Ecocapsule nicht nur für Holländer

self-sustaining-house-ecocapsule-nice-architects-slovakia-7Japaner schlafen in Ein-Personen-Schlafkabinen wie in Waben übereinander, US-Amerikaner wohnen in Trailerparks und in Südamerika hängt man auf der Veranda  in der Familienhängematte. In Mitteleuropa wohnt man zwar weitgehend befestigt, aber ein kleiner Zweitwohnsitz aus Sperrholz ist vielen ans Herz gewachsen. Zwar weniger zu Urlaubszwecken, sondern eher als innovatives Forscherheim, als Übernachtungsstation bei Hilfseinsätzen oder vielleicht dann doch mal einfach zum Spaß werden sich ab Anfang 2016 auch die Ecocapsules dazu nutzen lassen, die sich besonders durch ihr “eco” auszeichnen.

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Mit sowas muss man dann schon klarkommen: Toilettensitz direkt neben der Kochstelle im Ecocapsule

So gibt es auf dem Dach der Eierheime nicht nur einige Sonnenkollektoren zur Stromgewinnung, sondern auch ein ausfahrbares Windrad in der Gehäusekarosserie. Im Innern befindet sich – ganz Wohnwagen-typisch – eine Minimalküche, ein Minimal-WC und eine Schmal-Dusche.

Zu den sinnvollen Ansätzen des Ecocapsule gehört vor allem eine Regenwasseraufbereitung, die zur Not auch anderes Wasser aufbereiten kann. Was ansonsten mit den Abwässern passiert, erfährt man bisher aber nicht. Zu zweit, wie ausgewiesen, könnte es auf den 8 Quadratmetern mit gebeugter Decke außerdem schnell eng werden.

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USS-Enterprise in China gelandet

Das nächste Objekt, das uns justament über den Weg gelaufen ist, nennt sich “Nachbildung der USS Enterprise” und steht in China. Dies ist zwar nicht so variabel (also gar nicht…), glänzt aber damit, auf Originalplänen der Filmfirma zu basieren. Außerdem weist es eine imposante Größe von rund 300 x 100 Metern auf, die dem “Original” schon recht nah kommen dürften.

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Der chinesische Besitzer, einer der reichsten Männer des Landes und bekennender Trekkie, hat sich das Gebäude als Firmenzentrale seiner Software-Schmiede errichten lassen. Sicher ist das 300 Millionen US-Dollar teure Gebäude auch voll gestopft mit Trekkie-Memorabilia, aber es war noch genug Platz – und Kleingeld – übrig, dass der Besitzer sich noch den lebensgroßen Nachbau eines Tyrannosaurus Rex in den Innenhof stellen konnte.

Der guckt aus dem 6-stöckigen USS Enterprise Nachbau aber auch nicht oben raus.