Die 5 besten Tools zum Erstellen eigener GIFs *Update*

GIFs erobern die Sozialen Netzwerke, die bewegten Bildchen werden nun auch bei Facebook und Twitter komfortabel eingebunden. Wir zeigen euch ein paar Tools, mit denen ihr selbst eigene GIFs erstellen könnt und dabei u.a. die Dateigröße im Auge behaltet.

Update 21. April 2016
So ein Zufall: just gestern schlägt nun das unten bereits erwähnte GIPHY auch als Android App im Play Store auf. Zwar beschränkt sich die Funktionalität der App momentan hauptsächlich auf das Suchen, Finden und Teilen bereits existierender GIFs, aber das kann sich im Laufe der nächsten Wochen oder Monate noch ändern.

GIPHY - Animated GIFs Search Engine
GIPHY - Animated GIFs Search Engine

Vielleicht kommen wir alle schon bald in den Genuss eines mobilen Giphy GIF Editor, den wir zu unserer Schande in der u. stehenden Auflistung nicht erwähnt haben? Das wäre ein echter Game Changer ;-) und verspricht Kunstwerke wie dieses:

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Artikel vom 19. April 2016

Während die Frage, ob es nun “GIFF” oder “JIFF” ausgesprochen wird, für regelmäßige Grabenkämpfe in der der Nerd-und Geek-Szene sorgt, ist die Frage nach der Existenzberechtigung der ehemals verpönten Einzelbildabfolgen mittlerweile weitestgehend geklärt. Spätestens mit der Verbreitung auf allen größeren Social Networks haben Gifs den ihnen schon immer zustehenden Platz erobert und werden nun sowohl von Google+ als auch von Twitter und Facebook (mit Einschränkungen) im News-Feed angezeigt.

Das war mal anders. In den Anfangszeiten zeichneten sich die zumeist bewegten Bilder im “Graphics Interchange Format” vor allem dadurch aus, dass sie zum einen in puncto Dateigröße unfassbar groß und zum anderen unglaublich hässlich waren. Entweder sorgte die nur eingeschränkte Auswahl in der Farbpalette für eine pixelige Erscheinung oder es handelte sich um quietschbunte Animationen von kleinen, niedlich-geschmacklosen Wasauchimmerdasseinsoll, die von links nach rechts über irgendwelche Websites hüpften. Der Begriff “Augenkrebs” muss irgendwann in dieser Zeit entstanden sein. Der große Verdienst des Flash-Formats (jaa, lacht nicht!) ist, dass GIFs zumindest irgendwann kaum noch als blinkende Werbebanner eingesetzt wurden – Danke, Adobe!

Die Zeiten ändern sich, und mit Ihnen die Gifs. Heutzutage gibt es hervorragende, mit viel Liebe zum Detail erstellte Animationen, die zudem kaum größer sind als ein etwas hochauflösenderes jpg-Bild. Die Quellen für diese Bilder sind nahezu unendlich: giphy.com gehört sicherlich zu den populärsten Plattformen, doch auch bei 4chan, tumblr, 9gag oder reddit gibt es hunderttausende von bereits fertigen Gifs, die – z.T. fein nach Themengebieten kategorisiert oder verschlagwortet – zum Download oder Sharen bereitstehen (auf Schnickschnack wie Urheberrechte gehen wir an dieser Stelle nicht ein).

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Doch trotz dieser Vielfalt kommt irgendwann der Punkt, an dem man ein selbst erstelltes Gif gut gebrauchen könnte. Nur in ganz wenigen Einzelfällen kann man dann auf die Export-Formate bereits genutzter Programme zurückgreifen, diese beherrschen nur in sehr selten die Umwandlung einer bewegten Bildabfolge ins Gif-Format. Die nachfolgend vorgestellten Drittanbieter-Tools und -Services helfen euch dann je nach Anwendungsbereich schnell und zuverlässig weiter.

1) GifCam und LICEcap

Bei der bis in’s letzte Jahr hinein konstant gepflegten Software GifCam handelt es sich de facto um einen Screen Recorder für euren Windows-PC, der mittlerweile in der Version 5.1 vorliegt und nun auch mit hochauflösenden Displays zurechtkommt. Das Tool zeichnet auf Knopfdruck alles auf, was sich innerhalb eines beliebig justierbaren Rahmens auf eurem Monitor “abspielt”, und speichert das Ergebnis als GIF-Bild ab. Das mag sich unspektakulär lesen, doch das Ergebnis und die Einsatzmöglichkeiten sind beeindruckend.

gifcamaiming

GifCam beherrscht verschiedene Farbpalletten – auch Graustufen – und ist so in der Lage, je nach aufgezeichneter Bildabfolge unterschiedlich große Dateien zu erstellen. Zudem können die Frames per Second verringert oder erhöht werden, was je nach Einsatzbereich ebenfalls sehr hilfreich ist. Da das Programm im wesentlichen immer nur den Bereich eines Frames abspeichert, der sich tatsächlich verändert, ist die Dateigröße ohnehin sehr gering und kann sich dennoch qualitativ absolut sehen lassen. Zudem ist ein kleiner Editor zur nachträglichen Bearbeitung enthalten.
Die Freeware sollte ausschliesslich direkt beim Programmierer oder aus einem vertrauenswürdigen Software-Verzeichnis gedownloadet werden.

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Ebenfalls in die Kategorie der Screen-Recorder fällt LICEcap, welches auch in einer Variante für OSX zu haben ist. Die Freeware besitzt verschiedene Features, die sich je nach Anwendungsfall als besonders sinnvoll erweisen könnten, z.B. das Mitschneiden der abgelaufenen Zeit innerhalb des Gifs oder das Aufzeichnen der Bewegungen des Mauszeigers. Wie GifCam arbeitet das Programm grundsätzlich mit einem Rahmen, der auch während der Aufnahme frei auf dem Desktop bewegt werden kann.

2) GiftedMotion

Bei Gifted Motion handelt es sich um eine plattformunabhängige Open Source Software, die eine feine Bearbeitung der einzelnen Frames eines Gifs ermöglicht. So kann beispielweise pixelweise die Position eines einzelnen Bildes innerhalb der Bild-Abfolge verändert werden, auch eine Veränderung der zugeteilten Sichtbarkeitszeit oder ein komplettes Verschieben, Kopieren oder Löschen einzelner Frames ist möglich.

3) Gif-X

Gif-X ist wie die beiden zuvor erwähnten Programme Freeware und beherrscht u.a. das Umwandeln von AVI- und Flash-Dateien in Gif-Dateien. Die eigentliche Macht des Programms liegt aber in den zusätlichen Bearbeitungsmöglichen, denn Gif-X bringt eine ganze Palette an Übergangs- und Spezialeffekten mit und beherrscht eine Reihe von Filtern. Die Software erfordert ein wenig Einarbeitungszeit, doch der Hersteller stellt auf seinen Internetseiten neben weiteren Übergangseffekten auch eine umfangreiche Hilfe bereit.

4) Giphy Gifmaker

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Bilder sagen mehr als 1000 Worte: Die wohl unerschöpflichste Quelle und Inspiration für das Erstellen eigener Gifs dürfte Youtube sein. Unzählige Filmszenen warten dort darauf, endlich als wortloses Bewegtbild ihren Weg in die Social Networks zu finden. Für eine entsprechende Umwandlung einzelner Sequenzen gibt es mittlerweile unzählige Tools, eines davon ist der Giphy Gifmaker. Einfach die Url des entsprechenden Videos eingeben, den Beginn und das Ende des Zeitabschnitts auswählen, fertig. Der Gifmaker unterstützt auch eigene Video-Dateien und Vimeo-Videos, produziert allerdings analog zum Ausgangsformat recht große Dateien.

5) Gif Me! Camera

Gif Me! Camera - GIF maker
Gif Me! Camera - GIF maker
Entwickler: XnView
Preis: Kostenlos

Auch Mobile darf in dieser Übersicht nicht fehlen, denn schliesslich entstehen die meisten Bilder und Videos ja heutzutage mit unseren Smartphones. Während einige Hersteller der Kamera-Software ihrer Geräte bereits eine entsprechende GIF-Option spendieren, tummeln sich auch im Play Store verschiedene Drittanbieter-Apps. Zu den momentan bestbewerteten Apps gehört Gif Me! Camera, der Hersteller XnView dürfte dem ein oder anderen schon beim Thema Bildverwaltung begegnet sein.

Gif Me! Camera kann bis zu 14 Sekunden lange Sequenzen aufnehmen und fügt der GIF-Datei auf Wunsch noch verschiedene Effekte hinzu. Die erstellte Grafik lässt sich per Mail verschicken oder bei Twitter und Facebook sharen, in der kostenpflichtigen Pro-Version wird man auch das hinzugefügte Wasserzeichen los.

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Kennt ihr weitere Tools oder habt ihr eine ganz besondere Quelle im Internet für besonders hochwertige Gifs entdeckt? Dann droppt sie uns und den anderen Lesern doch in die Kommentare! Vielleicht ist einer von euch ja der nächste Superstar, dessen Gif so richtig “viral geht”!