Eurovision Song Contest 2017: Alle Infos, Stream, die Google-Prognose

In Kiew findet am Samstagabend der 62. Eurovision Song Contest statt. Wir haben Vorab-Infos für euch, sagen euch, wo der Stream läuft und nennen die Favoriten, die uns Google prognostiziert.

Am Samstagabend, dem 13. Mai ist es wieder soweit: Der Grand Prix Eurovision de la Chanson geht in die 62. Runde oder besser gesagt: Der Eurovision Song Contest, wie der Musikwettbewerb seit 2001 genannt wird. Hier treten wieder Künstler aus vielen europäischen (plus Israel und Australien) Ländern gegeneinander an und kämpfen mit ihren Songs um Punkte. Wir fassen die wichtigsten Infos für euch zusammen, sagen euch wer antritt für die einzelnen Länder, nennen die Favoriten, die Google ermittelt hat und lassen euch natürlich auch wissen, wo ihr den Spaß im TV bzw. im Internet verfolgen könnt.

Wer nimmt teil, wie sieht die Startreihenfolge aus?

42 Nationen wollten auch dieses Mal mit ihrem Beitrag dabei sein, darunter erneut auch die Australier, die seit dem Event in Wien, Österreich vor zwei Jahren als Gast mit einer Wildcard dabei sind. Logischerweise gehört Australien nicht zu Europa und ist auch nicht Mitglied der ausrichtenden Europäischen Rundfunkunion (EBU). In Down Under hat man aber an diesem Wettbewerb echt einen Narren gefressen, daher greift dieses Jahr zum dritten Mal in Folge eine Ausnahmeregelung.

Nicht dabei ist hingegen Russland. Der Wettbewerb findet in Kiew, in der Ukraine statt und das Land hat der russischen Sängerin Julija Samoilowa.ein Einreiseverbot erteilt, weil sie 2015 auf der annektierten Krim aufgetreten ist. Finde ich persönlich schade – hier hätte der typische ESC-Geist mal wieder durchscheinen können, indem man sie antreten lässt trotz aller politischen Schwierigkeiten zwischen Russland und der Ukraine.

Aber auch der Eurovision Song Contest ist eben auch immer wieder eine politische Veranstaltung bzw. wird als eine solche missbraucht. Sei es drum: Ohne den Beitrag der Russen ist das Teilnehmerfeld für das Finale in zwei Halbfinals komplettiert worden und insgesamt 26 Songs werden dieses Finale am Samstagabend bestreiten.

Deutschland ist mit der bis dato unbekannten Levina und ihrem Song „Perfect Life“ vertreten und ihr solltet euch nicht dadurch täuschen lassen, dass sie ein relativ unbeschriebenes Blatt ist: Zum einen kannte ja auch Lena im Vorfeld niemand, außerdem hat man sich erfahrene Songschreiber für „Perfect Life“ an Land ziehen können. Neben Dave Bassett und Lindsey Ray gehört auch Lindy Robbins dazu, die schon Stars wie Jason Derulo, David Guetta oder die Backstreet Boys mit Hits versorgt hat.

Levina startet als 21. ins Rennen, also erst relativ spät. Das ist normalerweise ein Vorteil für die Künstler, erst spät an den Start zu gehen, die Buchmacher sehen sie allerdings dennoch nicht auf den vorderen Plätzen. Sie profitiert davon, dass Deutschland – wie auch Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien – zu den größten Geldgebern der EBU gehört und somit automatisch fürs Finale qualifiziert war, ebenso wie die Ukraine aufgrund des Heimvorteils. Hier ist das komplette Starter-Feld mit allen Songs, Interpreten und Nationen in der Reihenfolge, in der sie auch am Samstagabend singen werden:

1IsraelImri Ziv – „I Feel Alive“
2PolenKasia Moś – „Flashlight“
3WeißrusslandNaviband – „Story Of My Life“
4ÖsterreichNathan Trent – „Running On Air“
5ArmenienArtsvik – „Fly With Me“
6NiederlandeO’G3NE- „Lights And Shadows“
7MoldauSunStroke Project – „Hey, Mamma!“
8UngarnJoci Pápai – „Origo“
9ItalienFrancesco Gabbani – „Occidentali’s Karma“
10DänemarkAnja Nissen – „Where I Am“
11PortugalSalvador Sobral – „Amor pelos dois“
12AserbaidschanDihaj – „Skeletons“
13KroatienJacques Houdek – „My Friend“
14AustralienIsaiah – „Don’t Come Easy“
15GriechenlandDemy – „This Is Love“
16SpanienManel Navarro – „Do It For Your Lover“
17NorwegenJowst – „Grab The Moment“
18Großbritannien (UK)Lucie Jones – „Never Give Up On You“
19ZypernHovig Demirjian – „Gravity“
20RumänienIlinca feat. Alex Florea – „Yodel It!“
21DeutschlandLevina – „Perfect Life“
22UkraineO.Torvald – „Time“
23BelgienBlanche – „City Lights“
24SchwedenRobin Bengtsson – „I Can’t Go On“
25BulgarienKristian Kostov – „Beautiful Mess“
26FrankreichAlma – „Requiem“

Wer sind die Favoriten, was sagt Google?

Schaut man auf das, was die Buchmacher sagen, dürften die Beiträge aus Italien, Bulgarien und Schweden sehr weit vorne liegen bzw. haben die größten Sieg-Chancen. Deutschland taucht unter diesen Favoriten nicht auf und nachdem wir zwei mal in Folge auf dem letzten Platz landeten, scheint es auch dieses Jahr nicht für einen vorderen Platz zu reichen. Wir drücken Levina natürlich dennoch die Daumen, dass sie zumindest nicht den Hattrick vollendet mit drei letzten Plätzen in Folge.

Google sieht es ein klein wenig anders als die Buchmacher bei seinem Blick auf den Song Contest. Wieder einmal bedient man sich bei den Google Trends den Suchanfragen zu den einzelnen Künstlern und ermittelt daraus eine Prognose, wie der Wettbewerb ausgehen könnte. Hier seht ihr, wer aktuell am häufigsten gesucht wird.

Tatsächlich werden sowohl Jurys als auch Zuschauer der einzelnen Länder ihre Wertung abgeben und die entsprechenden Platzierungen ermitteln, Google hingegen verlässt sich auf Wahrscheinlichkeiten aufgrund der oben bereits erwähnten Suchanfragen. Das bedeutet aber nicht, dass derjenige laut Google gewinnt, der am häufigsten gesucht wird. Der meistgesuchte Eurovision-Kandidat 2017 ist bislang der spanische Beitrag – Manel Navarro mit dem Lied „Do It For Your Lover“. Gewinnen wird laut Google jedoch jemand anders: Frankreich gewinnt demnach mit 266 Punkten vor Italien mit 257 Punkten und Bulgarien mit 240 Punkten. Hier die Platzierungen laut Google:

  1. Frankreich – 266 Punkte
  2. Italien – 257 Punkte
  3. Bulgarien – 240 Punkte
  4. Australien – 234 Punkte
  5. Portugal – 210 Punkte
  6. Schweden – 205 Punkte
  7. Belgien – 204 Punkte
  8. Israel – 83 Punkte
  9. Großbritannien – 75 Punkte
  10. Griechenland – 64 Punkte
  11. Deutschland – 63 Punkte
  12. Aserbaidschan – 56 Punkte
  13. Albanien – 43 Punkte
  14. Kroatien – 42 Punkte
  15. Ukraine – 41 Punkte
  16. Finnland – 39 Punkte
  17. Armenien – 34 Punkte
  18. Spanien – 34 Punkte
  19. Zypern – 33 Punkte
  20. Irland – 32 Punkte
  21. Niederlande – 30 Punkte
  22. Österreich – 28 Punkte
  23. Dänemark – 24 Punkte
  24. Ungarn – 17 Punkte
  25. Schweiz – 4 Punkte
  26. Serbien – 0 Punkte

Google hat ganz offensichtlich bei diesen Zahlen das komplette Starter-Feld aus 42 Songs berücksichtigt und nicht diejenigen, die tatsächlich ins Finale gekommen sind. So erklärt sich dann auch, wieso Länder wie Irland aufgezählt werden, die es tatsächlich überhaupt nicht ins Finale geschafft haben.

Auf der Google-Seite zum Eurovision Song Contest könnt ihr euch auch das ganze nach Ländern aufbröseln lassen. Demnach würde Deutschland wie folgt seine Punkte vergeben:

  • 12 Punkte: Italien
  • 10 Punkte: Frankreich
  • 8 Punkte: Griechenland
  • 7 Punkte: Portugal
  • 6 Punkte: elgien
  • 5 Punkte: Australien
  • 4 Punkte: Bulgarien
  • 3 Punkte: Österreich
  • 2 Punkte: Israel
  • 1 Punkt: Schweden

Sollte Google mit seiner Prognose richtig liegen, hätten wir nicht nur dieses Trauma des letzten Platzes überstanden und könnten uns auf einen ordentlichen 11. Platz freuen, sondern hätten zudem sogar den Österreichern drei Punkte beschert – was ja beileibe nicht selbstverständlich ist ;)

Wann und wo läuft der Eurovision Song Contest im TV und im Internet?

Wie immer überträgt die ARD am Samstagabend und der Spaß geht um 21 Uhr los. Immer für diese Zeit der Übertragung ist – zumindest gefühlt – Kommentator Peter Urban der wichtigste Mann der Nation und selbstverständlich wird er den Sangeswettstreit auch dieses Mal wieder kommentieren. Bereits ab 20.15 Uhr zeigt die ARD den „Countdown für Kiew“, der wie gewohnt von der Reeperbahn in Hamburg ausgestrahlt wird, moderiert von Barbara Schöneberger. Die ist übrigens auch Teil der Jury, zu der u..a auch Adel Tawil und die ehemalige ESC-Siegerin Nicole gehören.

Wem das noch nicht reicht, der kann beim ARD-Spartensender ONE vorbeischneien. Dort läuft ab 18:15 bereits die Doku „Die schönsten ESC-Momente: von Abba bis Lena“ und von 19:45 Uhr bis 20:15 Uhr die Dokumentation „Levina im ESC-Fieber“.

Den Eurovision Song Contest könnt ihr ganz klassisch im TV verfolgen, oder über Angebote wie Zattoo, die auch die ARD-Sender streamen. Zudem streamen die Sender natürlich auch selbst: Ihr könnt bei ONE dabei sein, bei der ARD wird auch via Eurovision.de übertragen und auch die Deutsche Welle überträgt erstmals. Wer immer noch nicht genug hat, nutzt den offiziellen YouTube-Kanal der deutschen Eurovision-Seite, wo es massig Videos zu betrachten gibt.

Ich selbst kann dem Spektakel leider nicht folgen dieses Mal, weil ich in Depeche Mode-Mission unterwegs bin und mit meinen Freunden derzeit in Nizza verweile. Euch wünsche ich aber natürlich ganz viel Spaß beim Zuschauen und vielleicht auch beim Mit-Kommentieren via Second Screen zum Beispiel auf Facebook – und selbstverständlich drücke ich dem deutschen Beitrag die Daumen, auch wenn mich die Nummer jetzt nicht so aus den Latschen haut. Ein vorletzter Platz sollte dieses Jahr allemal möglich sein. ;)

 

via GoogleWatchBlog