Facebook Marketplace: Mächtige Konkurrenz für eBay

Starke Konkurrenz für eBay im Anmarsch: Facebook Marketplace startet als Flohmarkt für An- und Verkauf und findet sich künftig sowohl in der Facebook-App auf Android als auch iOS wieder. Vorerst startet der Marktplatz jedoch noch nicht in Deutschland. 

Für nicht wenige Menschen auf diesem Planeten ist Facebook gleichzusetzen mit dem Internet. Dort wird sich mit seinen Freunden unterhalten, dort nimmt man News wahr und wenn es nach Facebook geht, können die Nutzer künftig auch auf Plattformen wie eBay oder Craigslist verzichten, weil das Social Network in seine mobilen Facebook-Apps mit dem Facebook Marketplace seine eigene Handelsplattform integrieren wird.

Der Marketplace will dabei vor allem durch seine unkomplizierte Abwicklung punkten – in vier kleinen Schritten bietet ihr einen Artikel zum Verkauf an:

  1. Macht ein Foto von eurem Gegenstand oder fügt es aus der Galerie eures Smartphones ein
  2. Gebt Produktnamen, Beschreibung und Preis an
  3. Bestätigt euren Ort und wählt eine Kategorie aus
  4. Postet euer Angebot

Die Idee dahinter: Schon lange wird auf Facebook viel gehandelt unter den Nutzern und mithilfe des Marketplace bekommen wir nun also eine offizielle Kategorie. Dabei geht es nur um das Anbieten der Produkte und die zur Abwicklung notwendige Kommunikation. Alles, was mit dem Versand und der Bezahlung zu tun hat, macht ihr privat mit dem jeweiligen Käufer oder Verkäufer aus. Wollt ihr im Marketplace aktiv werden, müsst ihr übrigens mindestens 18 Jahre alt sein.

Bei dieser An-und-Verkaufs-Plattform ist natürlich die riesige Nutzerbasis Facebooks das Pfund, mit dem das Unternehmen wuchern kann: Bei 1,7 Milliarden Nutzern weltweit ist davon auszugehen, dass der Facebook-Flohmarkt sehr schnell riesig groß wird. Wenn ihr dann Interesse an einem Produkt habt und aufs Produktbild tippt, bekommt ihr nicht nur die wichtigsten Infos über die Ware erläutert, sondern habt selbstverständlich auch alternativ die Möglichkeit, euch das Profil des Verkäufers anzusehen, was für zusätzliche Sicherheit sorgen könnte.

Der Marktplatz ist dabei voll in die Facebook-App integriert und bietet euch die Funktionen, die ihr eben bei so einer Handels-Plattform erwarten dürft: Wenn ihr den Marketplace startet, bekommt ihr zunächst Produktbilder angezeigt von Waren, die Facebook-Nutzer aus eurer unmittelbaren Umgebung anbieten. Ihr könnt wie oben beschrieben schnellstmöglich ein eigenes Produkt zum Verkauf einstellen, könnt den Marketplace aber auch nach einem bestimmten Produkt, einem Preis, einem Ort oder nach Kategorien durchsuchen.

Findet ihr im Marketplace einen passenden Artikel könnt ihr wahlweise ein Gebot dafür abgeben, oder aber ihr schreibt den Verkäufer direkt an.

pdp_us

Ich könnte mir vorstellen, dass man bei eBay, Craigslist und Co jetzt schon ein wenig Bammel bekommen wird, dass ihnen Facebook da ordentlich Kunden abgräbt, wobei das zunächst einmal nur für die Menschen in einigen wenigen Ländern zählt: Der Rollout findet derzeit neben den USA auch in Großbritannien, Neuseeland und Australien statt, weitere Länder sollen aber natürlich folgen. Aktuell gibt es den Marketplace für die Android- und iOS-Apps, aber auch eine Web-Version wird noch kommen.

Quelle: Facebook via The Next Web